Warum läuft Herr R. Amok - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 11969. für 7,99 €

Warum läuft Herr R. Amok? - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1969.

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Spr.: D. 84 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

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Eigentlich hat Herr R. keinen Grund, sich zu beklagen. Die Arbeit als technischer Zeichner in einem Architektenbüro füllt ihn aus, er hat eine nette Frau und einen Sohn. Gemeinsam mit seiner Familie wohnt er in einer hübschen Mietwohnung. Abends sieht das Ehepaar fern, am Wochenende kommen die Schwiegereltern. Doch eines Abends … "Die Inszenierung ist perfekt, die Teamleistung vorbildlich, die individuelle Handschrift unübersehbar" (Taz). Drama mit Kurt Raab, Lilith Ungerer u.a. R: R.W. Fassbinder.

Spr.: D. 84 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1969
Produktionsfirma: Antiteater/Maran (für SDR)

Darsteller: Kurt Raab (Herr R. (Raab)), Lilith Ungerer (Frau R.), Amadeus Fengler (R.'s Sohn), Hanna Schygulla (Schulfreundin), Harry Baer (Kollege), Franz Maron (Chef), Peter Moland (Kollege), Lilo Pempeit (Kollegin), Peer Raben (Schulfreund), Carla Aulaulu (Schallplattenverkäuferin), Eva Pampuch (Schallplattenverkäuferin), Ingrid Caven (Nachbarin), Doris Mattes (Nachbarin), Irm Hermann (Nachbarin), Hannes Gromball (Nachbar), Peter Hamm (Kommissar), Jochen Pinkert (Kommissar), Eva Madelung (Schwester des Chefs), Katrin Schaake, Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta, Reinhard Hauff, Hanna Axmann-Rezzori, Günther Kaufmann

Produzent: Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler

Regie: Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler

Drehbuch: Michael Fengler, Rainer Werner Fassbinder

Kamera: Dietrich Lohmann

Musik: Peer Raben, Christian Anders

Schnitt: Franz Walsch, Michael Fengler

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus dem Newsletter:
Eine Richtigstellung gleich zu Beginn: Der Film wird häufig allein Rainer Werner Fassbinder zugeschrieben, aber Michael Fengler, ein langjähriger Wegbegleiter Fassbinders, hat die meisten Szenen des Films inszeniert und nach seinen Aussagen, war Fassbinder nur zwei Mal „besuchsweise“ am Set, um seine Stars Hanna Schygulla und Kurt Raab zu „überwachen“. Der fast dokumentarische Stil des Films lässt ohnehin einen anderen Autor als Fassbinder vermuten bzw. „Warum läuft Herr R. Amok?“ als seinen atypischstesten Film erscheinen. Vermutlich sollte der bekanntere Fassbinder den Film populär machen und so schrieb sich ein Makel in die deutsche Filmgeschichte ein. Der Qualität und Intensität des Films tut dies keinen Abbruch. Er erzählt die alltägliche Geschichte einer Durchschnittsfamilie und erreicht eine schier unerträgliche Echtheit des Lebens. Ein Bauzeichner mit Frau und Sohn wartet auf seine Beförderung. An den Wochenenden besuchen die Großeltern ihre Kinder und Enkelkinder. Es gibt das übliche Kaffeetafelgerede. Man erzählt um das Leben am Laufen zu halten, nicht um etwas mitzuteilen. Selbst wenn Nachbarn oder Kollegen kommen, wird nur Smalltalk betrieben. Lediglich ein alter Schulfreund weckt echte Erinnerungen bei Herr R. Eingetaucht in schale Farben wird die Verzweiflung am monotonen Leben deutlich. Der Ausbruch kann nur ein Amok sein.