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The Wicker Man - Director’s Cut. Zweitausendeins Edition Film 135.
Spr.: E. Sub: D. 183 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
Bestellnr. 895276

 
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The Wicker Man - Directors Cut. Zweitausendeins Edition Film 135. für 7,99 €

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The Wicker Man - Director’s Cut. Zweitausendeins Edition Film 135.

SKU# 895276

GB 1973. Nach dem spurlosen Verschwinden eines jungen Mädchens führen seine Nachforschungen Ermittler Neil Howie nach Summerisle, einer entlegenen Insel vor der Küste Schottlands. Die mysteriöse Dorfgemeinschaft scheint alles andere als erfreut über den ungebetenen Gast und hüllt sich in Schweigen. Doch Howie lässt sich nicht einfach abschütteln. Das seltsame Verhalten der Einheimischen, die einem heidnischen Fruchtbarkeitskult frönen, löst bei dem strenggläubigen Sergeant jedoch zunehmend Unbehagen aus. Sein Instinkt trügt ihn nicht, die Gemeinschaft ist in eine tödliche Verschwörung verwickelt. Den hochkarätig besetzten englischen Thriller präsentieren wir als längeren Director's Cut in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Der atmosphärische Genreklassiker, dessen bedrohliche Stimmung noch immer fasziniert, genießt längst Kultstatus. Hauptdarsteller Christopher Lee zählt die Figur des Lord Summerisle bis heute zu seinen Lieblingsrollen. "Der 'Citizen Kane' des Horrorgenres" (Cinefantastique). Horror mit Christopher Lee, Edward Woodward u.a. R: Robin Hardy.

Spr.: E. Sub: D. 183 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.


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Wie die Christianisierung rückgängig gemacht wurde

Der strenggläubige British Sergeant Howie fällt aus allen Wolken, als er auf der Suche nach einem als verschwunden gemeldeten Mädchen auf der kleinen Insel Summerisle vor der schottischen Küste auf seltsame, scheinbar spirituell gemeinte Bräuche stößt, die sich allmählich als uralte, heidnische Rituale entpuppen, wie sie vor der Christianisierung üblich gewesen sein mögen. Der Großvater des derzeitigen Großgrundbesitzers, dem die Insel gehört, hat sie wieder eingeführt, um den Ackerertrag zu steigern, indem er dem Gott des Ackerbodens die Macht zurückerstattete, die er vor anderthalb Jahrtausenden an die christliche Priesterschaft verloren hatte. Gegen den massiven Widerstand der Dorfbewohner findet Howie heraus, dass dazu auch Opferrituale gehören, die nach schlechten Erntejahren auch Menschenopfer beinhalten. Das vermisste Mädchen scheint als ein solches Opfer vorgesehen zu sein.
Man fragt sich, was die Macher mit diesem Film beabsichtigten. Wollten sie lediglich einen Mystery Thriller drehen, der möglichst skurril daherkommt, oder war damit auch eine Kritik an der christlichen Kirche gemeint, die ihre Schäfchen nicht im Pferch unter Kontrolle halten könne? Auch umgekehrt würde es passen, wenn die Geschichte eines lautstarken Bekenners, der davor steht, den Märtyrertod zu sterben, auf die Zerfallserscheinungen in der christlichen Kirche aufmerksam machen und vor noch so seltsamen Ersatzangeboten warnen wollte. Die Tatsache, dass der konservative, glaubens- und moralstarre 'Law and Order' Bobby bei mehreren Gelegenheiten mit der Haltung, dem Gestus und der pathetisch dröhnenden Sprache eines biblischen Propheten auftritt, lässt vermuten, die Regie sei hier von Kirchenvertretern zu deren Vorteil beeinflusst worden. Wie allerdings gezeigt wird, wie Howie selbst beim Anblick einiger Fruchtbarkeitsriten und Anhören magisch aufgeladener Gesänge in Versuchung gerät, und wie die "Prophetie" unrealistisch übertrieben wird, könnte die Idee suggerieren, der ganze Themenkomlex solle ad absurdum geführt werden. Tatsächlich unterscheiden sich die Haltungen, das aktive Gebaren und die predigenden Auseinandersetzungen beider Seiten nicht voneinander. Die Rückwärtswendung in zu Recht längst überholte Archaismen wirkt ebenso hohl und falsch, wie das ahnungslose Hinausblöken abgegriffener, christlicher Glaubens- und Bekenntnisfloskeln. Wie er schließlich in den Tod geht, zeigt, dass Howie eigentlich mittelalterlich gedacht hat und sein Schicksal in panischer Unbewusstheit in Kampf und Widerstand erlitt, statt es bewusst und ergeben anzunehmen, um entspannt und in Frieden in der neuen Dimension anzukommen. In diesem Film disqualifizieren sich beide Lager.
Bleibt anzumerken, dass die Darstellung der alten Bräuche und Riten, vor allem aber die wunderschön dargebotene Musik, besonders die Gesänge, einen Zauber entwickeln, der geeignet wäre darauf hinzuweisen, dass an den vorzeitlichen Vorstellungen von der Verflechtung des Menschen mit der Natur und der Unterwerfung unter höhere, nicht durchschaute Mächte etwas Echtes und Wahres gewesen ist, das durch die christlichen Dogmen und die säkularisierende Wirkung der rationalen Aufklärung verloren ging. Die Landschafts- und Milieuaufnahmen geben ein interessantes Bild von der Insel und der Lebensweise ihrer Bewohner wieder. Die Produktion regt über die bloße Krimi-Handlung zu weiterführenden Fragen an.

Geschrieben von Filmaddict (29.06.2016)