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August Lafontaine

Quinctius Heymeran von Flaming

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Ein aufgeklärter früher deutscher Bestsellerroman.
Empfohlen von Arno Schmidt: Ein komischer Bestseller der Goethezeit. Nur bei uns.

30 Jahre Haidnische Alterthümer, der neue Band vom vergessenen Lieblingsautor der Deutschen: August Lafontaines „Quinctius Heymeran von Flaming“.

Wer war der bekannteste, beliebteste und meistgelesene Erzähler der Goethezeit? Goethe selbst? Wieland? Jean Paul? Der meistgelesene Autor war August Lafontaine. Bitte wer?

Arno Schmidt stellte Lafontaines Leben und Frühwerk in seinem Funkdialog „Quinctius Heymeran von Flaming - Eine Schuld wird beglichen“ so vor: „Sämtliche Ehrungen, auf die ein Deutscher Schriftsteller damals hoffen durfte, wurden ihm zuteil: alle seine Romane hatten binnen kürzester Frist drei & mehr Auflagen - und waren doch, in den Leihbibliotheken, bis zur Unbrauchbarkeit zerlesen. In schier alle europäischen Sprachen übersetzt. In den Gazetten kursierten Anekdoten über Ihn & sein Privatleben. In den Gartengaststätten drängten sich die Autogramm=Jägerinnen um ihn …“ Stendhal und Madame de Stael zählten zu Lafontaines begeisterten Lesern. Seine Werke verkauften sich so gut, dass sogar ausländische Buchhändler noch vor Erscheinen jeweils 100 Exemplare seines neuesten Buches bestellten.

Zu Lafontaines größten Erfolgen zählt der vierbändige Roman über Quinctius Heymeran von Flaming“ von 1795-1796. Für Novalis war er „unter den mir bekannten komischen Romanen fast der Matador“, Georg Christoph Lichtenberg notierte in sein Sudelbuch, dass der „Flaming“ ein „ganz vorzüglich guter Roman“ sei, und Böttiger, der Weimarer Chronist, kolportierte „Wieland hatte soeben den 3ten Theil vom Flaming gelesen, u. hielt ihm eine große Lobrede.“

Das Werk erzählt die satirische Lebens-, Leidens- und Liebesgeschichte eines adelsstolzen, dabei herzensguten Toren, der jeder neuen Theorie, jeder Pseudowissenschaft mit ebenso viel Eifer wie Narrheit anhängt: Flaming begeistert sich abwechselnd für Lavaters Physiognomik und Galls Craniologie, für Rousseaus „Émile“ und „Nouvelle Heloise“ ebenso wie für Kants Philosophie oder für die gerade aufkommende Luftschifferei der Brüder Montgolfier und die Französische Revolution. Vor allem aber wird er ein übereifriger Parteigänger des Göttinger Professors Meiners, der die Überlegenheit der keltischen Rasse postuliert: blond, blauäugig, zum Führen geboren. Lafontaine lässt diesen „Prä=Arier=Fanatismus“ (Arno Schmidt) am unvernünftigsten Vernunftmittel zerschellen: Der frühe Rassist verfällt einer dunkelhäutigen Schönen.

„Das zierlich-weitschweifige Buch“ sei „beste, aber noch konsequentere NATHAN-Tradition“, notierte Arno Schmidt. Zeitgleich mit Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahren“ und Jean Pauls „Hesperus“ erschienen, ist der „Flaming“ ein hervorragendes Beispiel für das, „was die Deutschen lasen, während ihre Klassiker schrieben“ (Walter Benjamin). Zum 250. Geburtstag Lafontaines am 5. Oktober 2008 erscheint jetzt die Neuausgabe des Bestsellers und Lieblingsbuchs von Arno Schmidt.

August Lafontaine „Leben und Thaten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming“. Herausgegeben von Hans-Michael Bock. Mit einem Nachwort von Dirk Sangmeister. Vier Teile in zwei Bänden. 1.452 Seiten. Fadenheftung. Lesebändchen. Halbleinen mit echtem französischem Marmorpapierund silbernem Kopfschnitt. Nur bei uns.
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