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Moritz, lieber Moritz - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1978.
Spr.: D. 91 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
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Moritz, lieber Moritz - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 51978. für 9,99 €

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Moritz, lieber Moritz - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1978.

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Moritz ist 15 Jahre alt. Mit seinen Eltern kommt er nicht klar. In der Schule gibt es nur Schwierigkeiten und die einzige echte Bezugsperson ist seine Großmutter, die im Altersheim dahinvegetiert und ans Sterben denkt. Wenigstens seine Tante kümmert sich um ihn, bis sich herausstellt, dass sie nicht allein familiäres Interesse an ihm hegt. Moritz flüchtet sich in Rachephantasien. Doch dann lernt er Barbara und die Jungs einer Rockband kennen … Einfühlsam und mit viel (Horror-)Fantasie erzählt Hark Bohm das zweite Mal von problematischer Adoleszenz. D 1978. Jugendfilm mit Michael Kebschull, Uwe Bohm, Dschingis Bowakow u.a Regie: Hark Bohm. Extras: Fotogalerie, Presseheft als PDF, Trailer u.a.

Spr.: D. 91 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1977
Produktionsfirma: Hamburger Kino Kompanie Hark Bohm/ZDF

Darsteller: Michael Kebschull (Moritz Struckmann), Kyra Mladeck (Mutter Struckmann), Kerstin Wehlmann (Barbara), Uwe Enkelmann (Uwe), Dschingis Bowakow (Dschingis), Walter Klosterfelde (Vater Struckmann)

Regie: Hark Bohm

Drehbuch: Hark Bohm

Kamera: Wolfgang Treu

Musik: Klaus Doldinger

Schnitt: Jane Sperr

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Bei der Uraufführung auf der Berlinale wurde Hark Bohms Film vor allem wegen seiner Gewaltfantasien diskutiert. Die FSK gab den Film am 07. März 1978 nur mit Schnittauflagen ab 12 Jahren frei, ungeschnitten erst ab 16.

Auf DVD kann man jetzt endlich diese Originalfassung wiedersehen – und die Horrormomente erschrecken tatsächlich noch heute, vor allem, weil man sie nicht in einem Jugendfilm erwartet. Es sind die bizarren und teils sehr aggressiven Tagträume des Schülers Moritz. Der steckt mitten in der Pubertät und, wäre das nicht schrecklich genug, sind seine Eltern bankrott, sein Mathelehrer ein Idiot, seine Großmutter selbstmordgefährdet und seine Tante – sagen wir mal – sexuell sehr freizügig. Dass das dem 15-Jährigen zu viel wird, ist klar. Aber Hark Bohm schenkt ihm auch einige Lichtblicke, z.B. die Rockmusik einer Schülerband, in der Moritz Saxophon spielt, oder die hübsche Barbara, in die Moritz sich verliebt. Die (Horror-)Fantasien sind quasi nur bildgewordene Hormonschübe, und die sind bei Jugendlichen nicht kontrollierbar. Es sei denn von der FSK. Die Schnittauflagen taten dem Film seinerzeit übrigens keinen Abbruch. "Moritz, lieber Moritz" wurde die erfolgreichste deutsche Filmproduktion des Jahres.

Im Spiegel 32/1978 fordert Hark Bohm in einer Polemik noch mehr solcher Publikumsfilme und einen endgültigen Abschied vom ambitionierten deutschen Autorenfilm: "In der Bundesrepublik wird kein Kino mehr gemacht. Bei uns herrschen der Kunstfilm und seine Exkremente, der Kommerz. (...) Eine internationale Mode, wie sie der neue deutsche Film zur Zeit ist, geht vorüber (...), wenn wir nicht den Anschluss an den Hauptstrom des Kinos finden, wird unser Staatsfilm durch Inzucht wegdegeneriert."

Diese Äußerung stießen bei den alten Kollegen vom Filmverlag der Autoren – Gott sei Dank – auf taube Ohren. Bereits im Februar 1977 hatte sich der Zusammenschluss der Filmemacher dezimiert und Rudolf Augstein, der Herausgeber des Spiegels, beteiligte sich als Privatperson mit 55 Prozent des Gesellschaftskapitals. Somit markiert "Moritz, lieber Moritz" auch die Zäsur in der Geschichte der "Bastion des Neuen Deutschen Films".


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