Mein Herz - niemandem - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 41997. für 7,99 €

Mein Herz - niemandem! - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 4/1997.

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Spr.: D. 99 Min. FSK 12. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

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Als Else Lasker-Schüler um 1900 nach Berlin zieht, trifft sie auf eine pulsierende und weltoffene Metropole. Lasker-Schüler veröffentlicht ihre ersten expressionistischen Gedichte und befreundet sich mit Malern wie Wassily Kandinsky, Franz Marc und Marc Chagall. Doch erst die Begegnung mit dem Arzt und Dichter Gottfried Benn entfacht eine künstlerische wie private Leidenschaft. Als das Berliner Kino Arsenal 1998 eine erste umfassende Retrospektive der Filmemacherin Helma Sanders-Brahms initiierte, wurde »Mein Herz – niemandem!«, ihre bis dato letzte Regiearbeit, im Katalog gefeiert: »Die Geschichte einer Liebe zwischen einer Jüdin und einem Deutschen in diesem Jahrhundert, zwischen Rivalen in der lyrischen Dichtung, die einander den schönsten Liebesdialog der Weltliteratur geliefert haben, leidenschaftlich, sinnlich, verzweifelt, wild, einander verfallend und einander hassend. Das Schauspielduo Lena Stolze und Cornelius Obonya brilliert in dieser kunstvoll-arrangierten Amour fou. Biografie mit Lena Stolze, Cornelius Obonya, Thomas Ruffer, René Schubert u.a. Regie: Helma Sanders-Brahms.

Spr.: D. 99 Min. FSK 12. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 1997
Produktionsfirma: Helma-Sanders-Brahms Prod./WDR/arte

Darsteller: Lena Stolze (Else Lasker-Schüler), Cornelius Obonya (Gottfried Benn), René Schubert (Adliger), Leonard Schnitmann (Paul), Anna Sanders (Else als Kind), Lothar von Versen (Peter Hille)

Produzent: Helma Sanders-Brahms

Regie: Helma Sanders-Brahms

Drehbuch: Helma Sanders-Brahms

Kamera: Roland Dressel

Musik: Peter Kowald, Eckard Koltermann, Angelika Flacke

Schnitt: Monika Schindler, Nadine Schulze, Helma Sanders-Brahms

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Ich finde es durchaus erstaunlich, dass „Mein Herz – niemandem!“ der einzige Film ist, der sich mit der künstlerischen und privaten Beziehung der Schriftsteller Gottfried Benn und Else Lasker-Schüler beschäftigt. Diese Amour fou schreit förmlich nach dem Kino. Sie ist leidenschaftlich und persönlich, künstlerisch und poetisch, aber vor allem auch politisch und historisch. Else Lasker-Schüler war Jüdin, Gottfried Benn war vom Nationalsozialismus begeistert - zunächst. Er unterschrieb eine Loyalitätsbekundung und das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler. Fünf Jahre später, 1938, wurde Benn nach kritischen Kommentaren von der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen und erhielt Schreibverbot. Zu diesem Zeitpunkt war Else Lasker-Schüler längst im Exil und die Liaison mit Benn aufgekündigt. Kennengelernt haben sich die beiden 1912 in Berlin, in dieser pulsierenden Metropole. Der Expressionismus verkündigte gerade seine wilden, ungestümen Gesten, und Else Lasker-Schüler war mittendrin. Dort traf sie auf den dichtenden Arzt, den analytischen Dichter Gottfried Benn. Zwei Gegensätze, die sich anzogen und abstießen, liebten und hassten. Helma Sanders-Brahms lässt in ihrem Film die beiden Dichter selbst sprechen: in ihren Briefwechseln, Gedichten und Schriften. So wird die wechselreiche Beziehung noch deutlicher und noch intensiver.