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Mau Mau - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 2/1992.
Spr.: D. 88 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
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Mau Mau - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 21992. für 9,99 €

Mau Mau - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 2/1992.

SKU# 895443

Im Mau Mau wird gestrippt, gekuppelt und geneppt, krumme Geschäfte gemacht, gefeiert, geheult und geprügelt. Mittendrin: Inge und Heinz, Rosa und Doris sowie Ferdi und Ali auf ihrer Suche nach Liebe, Glück und Leben. "Seit ‚In einem Jahr mit 13 Monden‘ gab es keinen deutschen Film, der mit so viel Zärtlichkeit von Menschen erzählt, die nur die Freiheit haben, unterzugehen" (Die Zeit). Erotikfilm mit Marlen Diekhoff, Myriam Mézières, Peter Franke, Monica Bleibtreu u.a. Regie: Uwe Schrader. Extras: Fotogalerien, Filmkritiken, Trailer u.a.

Spr.: D. 88 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 1990/91
Produktionsfirma: Uwe Schrader Filmprod./BR/SFB

Darsteller: Marlen Diekhoff (Inge Garske), Catrin Striebeck (Rosa), Myriam Mézières (Doris), Peter Franke (Heinz), Peter Gavajda (Ferdi), Emanuel Bettencourt (Ali)

Produzent: Uwe Schrader

Regie: Uwe Schrader

Drehbuch: Uwe Schrader, Daniel Dubbe

Kamera: Peter Gaube, Martin Lippl

Musik: div. Songs

Schnitt: Klaus Müller-Laue

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Drei lange Spielfilme hat der 1954 geborene Regisseur Uwe Schrader inszeniert. Sie liefen allesamt auf A-Festivals in Cannes, Venedig und Locarno als jeweils einziger deutscher Beitrag. Immer wieder wurde Schrader als legitimer Nachfolger Rainer Werner Fassbinders betitelt. Andreas Kilb schrieb über "Mau Mau" in "Die Zeit" vom 5. Juni 1992: "Aber man kann auch an Rainer Werner Fassbinder denken, der fast genau an dem Tag, an dem 'Mau Mau' bundesweit ins Kino kommt, zehn Jahre tot ist. Seit 'In einem Jahr mit 13 Monden' gab es keinen deutschen Film, der mit so viel Zärtlichkeit von Menschen erzählt, die nur die Freiheit haben, unterzugehen. Vier Jahre hat Schrader für 'Mau Mau' gebraucht. Solange dauert es heute, wenn einer im Kino seinen eigenen Kopf benutzt." Der Film wurde Uwe Schraders letzter. Er zog sich aus dem Filmgeschäft zurück, blieb dem Medium aber durch diverse universitäre Akti vitäten immer verbunden. Die drei Filme entstanden zwischen 1983 und 1992 und Schrader sieht sie als thematische Trilogie. Immer geht es um Ausgestoßene, um Fremde, um Heimkehrer, um Menschen am Rande der Gesellschaft. Es geht auch immer um ihre teils vergebliche Suche nach Wärme und Nähe, nach anderen Menschen, mit denen die Unerträglichkeit erträglicher wäre. "Mau Mau" stellt dabei den Abschluss der Trilogie dar und ihren finalen Höhepunkt. Alles potenziert sich: die Tristesse, die Ausgelassenheit, die Erotik, der Tanz am Rande des Vulkans und der unendliche Absturz. Trotz der Härte und Kälte ist der Film voller Lebendigkeit und Intensität. Kaum auszumalen, wie es mit Schraders filmische Karriere weitergegangen wäre. Aber die Trilogie aus "Kanakerbraut", "Sierra Leone" und "Mau Mau" bleibt ein wahrhaftiges Vermächtnis."


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1 Meinung(en)

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Eine Milieu- und Sittenstudie

Für einen alten Bildungsbürger wie mich, der nur zweimal flüchtig einen Fuß in eine Umgebung wie hier gezeigt gesetzt hat, bietet dieser Film beeindruckende Einblicke in eine fremde Welt. Hier werden Menschen gezeigt, die nach den Maßstäben, nach denen auch ich erzogen wurde, an ihrer Lebensführung gescheitert sind und ständig wieder scheitern. Menschen, die weder für Andere noch für sich selbst Achtung und schon gar keine Liebe aufbringen, dafür aber ihren egoistischen, zumeist animalischen Trieben möglichst auf Kosten Anderer folgen. Dies auf äußerst primitive Weise, die in mir Ekel und Abscheu hervorruft. Der Film ist für mich eine späte Bestätigung für die Richtigkeit meiner lebenslangen Scheu, mit diesem Milieu in Kontakt zu kommen. Alkohol, Geld, Sex, Gewalt und auf der anderen Seite Demütigungen, Schmerz, Frust und Existenzängste schaffen ein Klima dumpfen Stumpfsinns, in dem Sinn, Erfüllung, Liebe und Freude unbekannt bleiben und kein Schimmer von Hoffnung auf eine positive Entwicklung entstehen kann. An Schraders Film gefällt, dass er sich jeder moralischen Wertung enthält und mit seiner Regie- und Bildgestaltung seine Sympathie für seine Charaktere zum Ausdruck bringt. Fast widerwillig geht man mit seiner Erzählung mit, erschrickt, ängstigt sich, hofft, ist frustriert und empfindet schließlich Mitgefühl mit diesen blinden, verlaufenen Geschöpfen in ihrem jeweiligen Labyrinth, das von Sackgasse zu Sackgasse führt. Das Einzige, fast Makabere, was ein wenig trösten könnte, ist, dass diese Marionetten ihrer Begierden so unbewusst sind, dass sie oftmals ihr eigenes Leiden nicht zu bemerken scheinen und es als unabänderlich schicksalhaft hinnehmen. Man möchte wünschen, der Film könnte eine warnende Funktion übernehmen, doch unsere Welt ist der Beweis dafür, dass die Menschen aus Literatur und dramatischen Darstellungen nicht lernen. Erst wenn sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen schmerzhaft am eigenen Leibe erfahren, öffnen sie sich manchmal Einsichten und Erkenntnis. Dann ist ein "Weitermachen wie bisher" nicht mehr möglich. Sehenswert.

Geschrieben von Filmaddict (29.06.2016)