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Fanny Müller:
Keks, Frau K. und Katastrophen

Geschichten „mit dem Gespür für das schlichtweg Bescheuerte“.
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Keks, Frau K. und Katastrophen von Fanny Müller für 15,90 €

Fanny Müller erhält den mit 15.000 Euro dotierten Ben-Witter-Preis 2005.
"Tscha, da trifft's man die Richtige', würde Frau K.
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Fanny Müller
Keks, Frau K. und Katastrophen

SKU# 240027

So viel Bauchschmerzen (vor Lachen) für so wenig Geld: Fanny Müllers Kolumnen in einem Band.

Alles und mehr von Deutschlands komischster Autorin. Sie schreibt „klasse Kolumnen über Gott und die Welt: kompromisslos, sargschwarz, schnoddrig, einfach nur fies. Simple Stories mit genau dem richtigen Tick Tiefgang“ (Osnabrücker Stadtblatt). „Fanny Müller bringt es fertig, aus einem Spieleabend unter Damen oder einem völlig missglücktem Kinobesuch ein literarisches Kabinettstückchen zu machen, bei dem Mann und Frau lauthals lachen müssen. Ihre Beobachtungsgabe und ihr Witz adeln selbst die banalsten Vorkommnisse, und ihre Frau K., Heldin ihrer ersten Geschichten, eine handfeste Hamburger Concierge mit impertinenter Dackelin, steht an Denk- und Merkwürdigkeiten Herrn K. kaum nach“, konstatieren die Badischen Neuesten Nachrichten. Erstmals sind in einem Band alle Kolumnen, Glossen und Kurzgeschichten aus ihren Sammelbänden vereinigt. („Geschichten von Frau K.“, „Mein Keks gehört mir“, „Das fehlte noch!“, „Für Katastrophen ist man nie zu alt“). Die haben wir nun in diesem liebevoll ausgestatteten Haffmans-Buch um weitere Geschichten ergänzt. 546 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband. Haffmans Verlag.


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Fanny Müller: Keks, Frau K. und Katastrophen.





Laudatio


Hochverehrte Festgemeinde,
liebe Fanny Müller,

die Gelegenheit ist günstig, und vielleicht sollte man sich doch einmal ernsthafter mit Hamburg zu befassen. Es wird schon seinen tiefern Sinn haben, dass sich der regierende Bürgermeister, der ganz gewiss hoch-achtbare Ole von Beust, privat gern mit Antiquitäten umgibt und auch sonst nicht ins Theater geht. Wozu dann passt, dass er sich über einen head hunter eine Kultursenatorin suchen will und damit knapp an der kaum weniger eminenten Vicky Leandros vorbeischrammt; oder dass eine Elb-Harmonie den Flurschaden drüben zwischen den Apfelbäumen am Rosengarten wieder gutmachen soll. Bitte, warum nicht, das ist ein freies Land und Hamburg das weit offen stehende Tor zur Welt. Man könnte also jederzeit auf und davon.
Was aber, wenn man doch nicht kann? Wenn man hier aus irgendwelchen Rücksichten festgehalten wird und rücksichtlich dieser Rücksichten genötigt ist, seinen Frieden mit der glorreichen und freien Hansestadt zu machen, deren Beitrag zum Weltkulturerbe zum Aufzählen keine ganze Hand braucht: der große Lessing, die kaum kleineren Beatles und die Bratkartoffeln, die allerdings inzwischen auch kaum mehr zu haben sind? Dann wird man sich in sein Schicksal schicken und Trost im Alkohol suchen müssen oder in der Zeitung.
Eines morgens begannen in einer Tageszeitung namens tageszeitung seltsame „Geschichten von Frau K.“ zu erscheinen. Diesen Geschichten mangelte es nicht an Lokalkolorit, sie waren auf geradezu unheimliche Art hamburgisch, dabei aber so fremd wie Hans Albers beim König-Ludwig-Stechen auf dem Starnberger See. Frau K. war geschieden und Witwe und beides nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, und sie hatte zum Glück einiges erlebt. Sie wohnte im Schanzenviertel gleich beim Jesus-Center unter lauter randständigen Elementen, unter Punks, Alkoholikern und allein gebliebenen Frauen, und sie wurde von einem grässlichen Köter namens Trixi begleitet, auf den sie sich pronominal immer nur mit „er“ bezog. Frau K. hatte Meinungen und gab sie auch gern preis. Von wegen kein Krieg, sagt Frau K., braucht man doch nur über die Stresemannstraße zu gehen, „wenn ich bei einmal Ampel ganz rüberkomm und nich übergenagelt werd“.
Frau K. konnte erzählen, von früher, von den Männern, den Frauen und von Zuständen um sie herum sowieso. Auch wenn der Leser geneigt sein mochte, diese Figur für eine Erfindung der Autorin zu halten, versichert einem Fanny Müller, dass es diese Frau K. wirklich gibt oder doch gab. Frau Müller schrieb die Geschichten von Frau K. für den Hamburg-Teil der taz,  und obwohl unter Garantie keins der auf den Nägeln oder sonst wo brennenden Probleme der Stadt verhandelt wurde, erstand da ein unbekanntes und zum ersten Mal lebendiges Weichbild Hamburgs.

Bei Debütanten und beim Klagenfurter Wettlesen sagt die Kritik immer gern, der oder die und die auch noch habe eine eigne Sprache gefunden. Frau Müller, die Erfinderin der Frau K., brauchte keine extra zu erfinden, die Sprache ist ja da, aber sie ist wenigen so geläufig wie Frau Müller. „An einem Sonntag im Februar sollte in Hamburg das Iduna-Hochhaus an der Reeperbahn gesprengt werden, weil zu viel Asbest drin war, das wohl demokratischer verteilt werden musste.“ Und wie war’s? fragt der Leser und liest: „Insgesamt war es fast so wie Krieg, nur nicht ganz so spannend.“ Warum kann sie das bzw. von wem hat sie’s denn bloß?
Ganz einfach: Sie war dabei.
Obwohl wir hier in der schönen Buchhandlung Felix Jud feiern, ist es doch ein kleines bisschen schade, dass wir nicht im Reichshof sind, denn dort hat Frau Müller einst als Buffet-Stütze gearbeitet und ist bald aufgestiegen zur Sekretärin. Zur See ist sie nicht gefahren, aber als Stewardess auf dem TEE, durfte auf Sylt dem Otto von Habsburg das Bett aufschütteln, ist mit echten Rockern herumgezogen und hat lange Jahre damit zugebracht, den Lehrlingen auf der Gewerbeschule für Energietechnik die Grundbegriffe der deutschen Rechtschreibung beizubringen. Das kann nicht jeder und will erst mal überstanden sein.
Ihren ersten Arbeitstag hat sie selber beschrieben: Auf dem Tisch im Klassenzimmer lag rechts der Motorradhelm, stand links die Flasche Bier, saß in der Mitte der nachwachsende Staatsbürger hinter seiner Bildzeitung, die er beim Eintreten der neuen Lehrerin synchron sinken ließ und meinte: „Was ist das denn?“ Das konnte ja heiter werden beziehungsweise so schrecklich, dass man es sich gar nicht ausmalen mag. Es ist aber gut und vor allem vorüber gegangen. Zum Glück bewahrte Frau Müller diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Ohne diese etwas herablassend so genannte Schule des Lebens gäb’s Frau Müller nicht und ihre Geschichten von Frau K., von Trixi und den Nichten und davon, wie das Leben so spielt, wenn man nur hinschaut. Sie hat nach der Frau K. weiter geschrieben, nicht mehr immer für die taz, davor auch schon in der inzwischen dahingeschiedenen Zeitschrift Kowalski, in der Titanic, und das Werk von Frau Müller mehrt sich weiter und stetig. Wenn sie sich zu einem heiteren Berufe-Beschimpfen herablässt und Taxifahrer ebenso wenig zu melden haben wie, sagen wir: Bürgermeister, dann weiß sie, wovon sie spricht und singt trotzdem noch das Lob der Demokratie. Mit der man es allerdings, schränkt sie sogleich ein, nicht gleich übertreiben sollte. „Vor einigen Jahren gab es eine Ausstellung in Hamburg ‚Ärzte malen’. So was muss ja nicht sein. Eine Ausstellung ‚Maler operieren’ gab es leider nicht. Das wäre bestimmt amüsanter gewesen. Und farbiger.“
Die Preisträgerin ist dem farbigen Stil selber keineswegs  abhold, und in einer ihrer seltenen poetologischen Erklärungen sagt sie auch, wovon sie sich unbedingt unterscheiden will, von der gebildeten Glosse nämlich: „Feinsinnig verschnarchtes Geschwafel über irgendeinen Blödsinn, womöglich noch mit einem Klassiker-Zitat versehen. Zum kalte Füße kriegen. Aber natürlich geschmackvoll, bis man einem Gähnkrampf erlegen ist.“ Wenn es sein muss, lässt sich Frau Müller in Geschmacksdingen aber von niemandem übertreffen. Auf die Telefon-rundfrage „Wählen oder Nichtwählen?“ repliziert sie mit dem schlicht-eleganten Satz: „Lasst mich doch mit dem Scheiß in Ruhe!“

Auch ihr Kulturbegriff ist alles andere als großzügig: „Als Kind hielt ich Kultur für etwas, das Erwachsene in einem Beutel mit sich führen, wenn sie verreisen. Dieser Eindruck änderte sich im Laufe meines Le-bens, allerdings neige ich heute immer mehr dazu, meinem ursprüngli-chen Urteil recht zu geben.“ Kultur oder nicht - da es heute ein bisschen feierlich zugehen soll, muss ausnahmsweise doch ein Klassikerzitat eingeflochten werden. „Die Frage nach würdigem Betragen bei Beerdigungen hängt vom Wetter ab“, hat Ben Witter einmal geschrieben, und wer seine Geschichte über den Totengräber gelesen hat, der breitbeinig auf dem Sargdeckel steht, während er die Erde längsseits links und rechts neben dem Sarg herunterräumt und dann Fuß- und Kopfende zustopft, damit der Sarg nur ja nicht in Unwucht gerät --- wird Frau Müller zustimmen müssen, wenn sie sagt, dass man für Katastrophen nie zu alt sei.

Frau Müllers Berichte – und darauf möchte ich in dieser Feierstunde dann doch sacht hingelenkt haben - Frau Müllers Geschichten aus dem Schanzenviertel stehen mustergültig in der Tradition des perambulierenden Ben Witter. Der strich im Regenmantel durch die Kneipen und hörte den Leuten zu. Sie mögen ihm fremd gewesen sein, aber er ließ sie reden und er schrieb mit, was und wie sie redeten.
Das Volk, hat der Klassiker Bert Brecht einmal sagt, das sei gar nicht tümlich. Es ist aber noch viel schlimmer, es ist nicht einmal romantisch. „Ich habe die Sitten meiner Zeit gesehen und diese Briefe herausgegeben“, hat der gute Rousseau einst voller Verachtung seiner „Neuen Heloïse“ vorangedonnert. Schund will es, das blöde Volk, also soll es den Schund auch bekommen! Diese Volksverachtung ist bei uns Schreibern sehr beliebt, und ich möchte fast sagen, dass dem Schreiben nichts abträglicher ist als dieses strenge Fremdeln vor dem eigenen Publikum.

Frau Müller liebt ihr Publikum. Sie schaut hin und sieht, dass es gut ist und schlecht und noch so einiges dazwischen. Selbst wenn sie zwei alte Schachteln – „die eine ist blind und hat schon schwer einen an der Waffel, die andere ist noch gut beisammen“ – beim Verzehr von Kaffee & Kuchen und dem dabei unvermeidlichen Delirat über Gott und die Welt belauscht, wahrt sie eine beneidenswerte Menschenfreundlichkeit. Das ist eine rare Tugend, und dabei wäre sie auch noch nützlich. Die grassierende Meinungssucht nämlich versperrt den Blick aufs Wesentliche, auf das, was die Leute, über die man so gut Bescheid zu wissen glaubt, in Wirklichkeit sagen und tun. Frau Müller hat kein Auto und fährt mit der U-Bahn, da kommt, wenn man auch im Café alles gründlich notiert, doch einiges an Stoff zusammen.

Zimmermädchen, Stewardess, Lehrerin: für eine ordentliche Schrift-stellerlaufbahn klingt das fast zu einfach. Eine Station im Leben von Frau Müller ist bisher verborgen geblieben. Das Thema ist peinlich, es muss aber dennoch ans Licht gezerrt werden. Eines Tages hatte Frau Müller genug vom Elend in der Welt und ging in die Politik. Frau Müller wurde in die Bürgerschaft gewählt und war für Arbeit und Soziales zuständig. Dort erlebte sie, wie schnell die wirkliche Wirklichkeit auch den Politiker überwältigt, aber sie merkte auch, dass sich die Kollegen Politiker einen Dreck um ihr Volk, tümlich oder nicht, zu scheren pflegen. „Mir war damit ernst“, sagt sie, „aber es wurde nicht ernst genommen.“

Das hätte man ihr gleich sagen können, so schlau sind wir doch alle. Dabei neigt unsereins zu nicht wenig Stolz, wenn er über die grüne Hölle im Gran Chaco reportieren darf oder, noch schlimmer, wenn er seinen Lesern berichten kann, wie es bei Kanzlers unter dem Sofa aussieht, auf dem man bis zum Redaktionsschluss die Zukunftsfähigkeit der neuen Rentenformel durchdiskutiert hat. Frau Müller, das muss man jetzt doch einmal deutlich aussprechen, ist der Gran Chaco mindestens so wurscht wie die Entfernungspauschale. Leitartikel und andere großmäulige Schlagzeilen schreiben andere, Frau Müller schreibt mit, was sich sonst noch zuträgt. „Da ehelicht man beispielsweise einen Herrn mit einem x-beliebigen Beruf – meistens einen Juristen – und ist dann auf einmal ein paar Jahre später Bürgermeistersgattin. Das ist ja den beiden ersten Frau von Herrn Klose und Herrn von Dohnanyi passiert, zwei sehr respektablen Damen. Die haben aber noch Glück gehabt, denn die Herren ließen sch scheiden und heirateten in zweiter Ehe Frauen, die sie dann wirklich verdient haben.“

Was ist daraus fürs Leben zu lernen? Allerhand. In ihren Geschichten ist Frau Müller mit drei Nichten ausstaffiert, die als ewig junges Gemüse oft nicht weiter wissen und die gute Tante um Rat fragen. Frau Müller weiß immer weiter und wüsste auch Rat für den journalistischen Nachwuchs. In ihrem Fall erwies es sich als nützlich, dass ihr der Ehrgeiz fremd war, es einem Mann „zu Hause gemütlich“ zu machen. Nicht gering zu schätzen auch der Vorteil, dass sie mit dem Schreiben so lang gewartet hat, denn so konnten sich bei ihr die Geschichten ansammeln. Ein weiterer Vorteil wurde bereits erwähnt: Frau Müller fährt nicht Auto. Heimtückisch, wie sie bei aller Menschenfreundlichkeit doch sein kann, schreibt sie einfach mit, was die Leute den lieben langen Tag so daher reden. Außerdem wichtig: Frau Müller ging immer einem Beruf nach, verdiente ihr Geld auf ehrliche Weise und wur-de deshalb nicht von ihren Auftraggebern abhängig. Nur deshalb habe sie schreiben können, wie ihr der Schnabel gewachsen war, und grade ist der halt nicht gewachsen. Und in der taz, der bereits erwähnten tageszeitung, konnte sie seinerzeit alles schreiben, und es wurde auch genau so gedruckt. Deshalb, und das ist immer noch die lebenserfahrene Frau Müller, hat sie es auch abgelehnt, für die Zeit und die FAZ zu schreiben.

„Was ist das denn?“ haben ihre Schüler sie einst begrüßt. Die Frage ist recht leicht zu beantworten: das ist die menschenfreundliche Frau Müller, die einen dann doch mit der Welt versöhnt. Sogar Hamburg, jedenfalls wenn es geschildert wird wie bei Fanny Müller, gewinnt auf einmal einen sachten abendgoldenen Schein.

© Willi Winkler


Eigene Bewertung

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Pressestimmen

Fanny Müller erhält den mit 15.000 Euro dotierten Ben-Witter-Preis 2005.
"Tscha, da trifft's man die Richtige', würde Frau K. richtig bemerken" (Taz, 17.5.2005). Goldgelber hochprozentiger Humor. "Private Katastrophen'. Diese Rubrik könnte über fast allen Texten von Fanny Müller stehen. Nicht immer sind es eigene Katastrophen; denn die Autorin schwört auf öffentliche Verkehrsmittel. Hier hört sie systematisch mit und tischt die Gespräche brühwarm ihrem Publikum auf. Übrigens: Der Witz von Fanny Müller ist niemals zerstörerisch. Darum gelingt es ihm mitunter, einsame Höhen zu erklimmen, bis er sich verwandelt - in goldgelben hochprozentigen Humor."
Jürgen Werth, NDR, 3.11.2005

Komik, über die man nur glücklich sein kann.
"Wer über Fanny Müllers Texte nicht in schallendes Gelächter ausbricht, dem fehlt unser größtes Sinnesorgan, das Hirn. Wenn Fanny ein Konzert besucht und dann doch in einer Kneipe mit Männern, die nicht auf den Mund gefallen sind, hängen bleibt, wenn sie nachts um vier von einer Nachbarin rausgeklingelt wird, wenn sie zu einer Dessous-Party eingeladen ist oder wenn ihr der Gemüsehändler erzählt, dass er eine Frau schon geraumer Zeit anbaggert', nämlich seit 1,5 Tagen, entsteht Komik, über die man nur glücklich sein kann."
Hamburger Abendblatt , 4.11.2005

Herrlich witzig
sind die Kolumnen, Glossen und Kurzgeschichten, die Fanny Müller in ihrem Band Keks, Fau K. und Katastrophen versammelt hat. Den oft so öden Alltag trifft sie mit wunderbar genauen Formulierungen - ein Muss für jeden am normalen Leben interessierten."
Main Echo, 27.12.2004

"Flott geschrieben, treffend auf den Punkt gebracht."
Subway, Februar 2005

Darf in keiner Hausapotheke fehlen.
"Kürzlich war ich bei einer Freundin zum Abendbrot eingeladen und hatte ein Buch dabei, das ich ihr zeigen wollte, weil da lustige Sätze drinstehen. Meine Freundin nahm mir nach den ersten Zeilen das Buch aus der Hand, fing selbst an zu lesen. Murmelte noch etwas davon, dass ich mir ein Brot mit meiner Lieblingssalami machen könnte und las weiter. Kicherte und war nicht mehr anzusprechen. Fünf Salamistullen später bot ich an, ihr das Buch später als Geschenk zu überlassen. Sie sagte: Warte, eine noch'. Zwei Gläser Wein später sagte ich in diesem leicht spitzen Ton, der bei höheren Töchtern sonst immer wirkt, jetzt ginge ich denn mal nach Hauses. Nichts, keine Reaktion. Nur Kichern. Damit Sie wissen, welches Buch Sie zu keiner Abendeinladung mitbringen sollten: Fanny Müllers Keks, Frau K. und Katastrophen' - ein Werk, das in keiner Hausapotheke fehlen darf ... Fanny Müller und ihre handfeste Hamburger Concierge mit dem räudigen Dackel Trixi liefern Kabinettstücken literarischer Komik."
Annemarie Stoltenberg, Hamburger Abendblatt, 16.7.2005

Amüsanter Alltag.
"So viel Bauchschmerzen (vor Lachen) für so wenig Geld: bekloppt, bescheuert, trallala. Bekannt aus Treppenhaus und Titanic, beobachtete und sammelte Fanny Müller ganz nüchtern den alltäglichen Unfug, den sie, ihre Mitmenschen und Dackelin Trixi so veranstalten."
Allegra 5/2003

"Eines der schönsten Bücher des vergangenen Jahres."
Taz, 26.2.2005

Lachanfall garantiert.
"Man kann das Buch aufschlagen, wo man will, innerhalb von zehn Sekunden kriegt man einen Lachanfall."
Süddeutsche Zeitung, 23.2.2005

Juwelen.
"Diese Themen, Geschichten, Figuren, die sind so echt, wie es kaum besser - oder je nachdem schlimmer - kommen könnte. Fanny Müller hört den Leuten zu, das ist ihre größte Gabe. Egal wo: Krankheiten, Fußball, Buchmesse. Es ist überall derselbe Dünnpfiff, der geredet wird. von Putzfrauen wie Schwerstintellektuellen. Fast jede der der unzähligen und doch viel zu wenigen Geschichten ein Juwel."
Badische Neueste Nachrichten, 4.2.2005

Das ist doch das wahre Leben!
"Fanny Müller, die Straßenfeuilletonistin aus Hamburg, schreibt ganz anders. Unverstellt, direkt, saftig. sie erzählt vom täglichen Leben, ihrem Leben, ganz ohne irgendwelche germanistischen Rollenspielchen. Und genau das macht ihre Feuilletons so herzerfrischend. Da heißen die Protagonisten nicht ganz schick Raoul und Ivan und fahren mit ihrem Saab-Cabrio zu ihrem Loft. Sondern zum Beispiel Anneliese Köster, die Vertrauensfrau beim Otto-Versand ist und sich an einer delikaten Stelle ein Furunkel entfernen lassen' muss. Das ist doch das wahre Leben! ... Ihr Sinn für das Profane und der reichliche Gebrauch der Umgangssprache verführe vielleicht dazu, Fanny Müller für eine schlichte Autorin für simple Themen zu halten. Die Einfachheit ihrer Sprache ist aber viel höher anzusiedeln: in der Erkenntnis nämlich, dass in der Sprache der Anneliese Kösters dieser Welt viel mehr Gutes, Schönes und Wahres zu entdecken ist als im gesamten Kosmos des kultivierten Dahersalbaders."
Nürnberger Zeitung, 19.11.2004

Beobachtungsgabe und Witz.
"Fanny Müller bringt es fertig, aus einem Spielabend unter Damen oder einem völlig missglücktem Kinobesuch ein literarisches Kabinettstückchen zu machen, bei dem Mann und Frau lauthals lachen müssen. Ihre Beobachtungsgabe und ihr Witz adeln selbst die banalsten Vorkommnisse, und ihre Frau K., Heldin ihrer ersten Geschichten, eine handfeste Hamburger Concierge mit impertinenter Dackelin, steht an Denk- und Merkwürdigkeiten Herrn K. kaum nach."
Badische Neueste Nachrichten

Ein moderner weiblicher Alfred Polgar.
"Damit aber die Gegenwart nicht zu böse wird, nimmt die Hamburgerin Fanny Müller sie auf die Schippe, und sie tut das in ihren Glossen und Geschichten wahrlich überzeugend und bestrickend. Andere bezeichnen sie, weil ihre freundlich fiesen, den Geist hanseatischen Unterstatements atmenden und mit Selbstironie verfeinerten Humoresken und Skizzen an die große Tradition des Feuilletons anknüpfen, gar als modernen weiblichen Alfred Polgar."
Hannoversche Allgemeine

Lebensnahe Zeitlupenaufnahmen.
"Die Hamburgerin hat mit Kolumnen, Glossen, Geschichten, Miniaturen und Kurzwaren die Republik zum Schmunzeln, zum Lachen und oft auch zum Brüllen gebracht ... Jetzt gibt es all diese Sätze in einem Band zu lesen. Fanny total. Manch einem wird es wie dem Schreiber gehen. Er wird den Band auf seinem Nachttisch liegen haben und vor dem Einschlafen noch eine Fanny reinziehen. Er wird mit einem Lächeln gute Nacht sagen und friedlich träumen. Garantiert. Keine, wirklich keine Frau versteht es im deutschsprachigen Raum solch drollige, aufgespießte lebensnahe Zeitlupenaufnahmen zu schreiben. Freuen Sie sich mit. Der rührige Gerd Haffmans macht es mit dem schmucken Band möglich. Fannymos."
Schwarzwälder Bote