Filmlexikon

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Berlin Alexanderplatz

Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1980
Produktionsfirma: Bavaria/RAI/WDR
Länge: 930 Minuten
FSK: ab 12
Erstauffuehrung: 12.,13.,20.,27.10.,3.,10.,17.,24.11.,1.,8.,15.,22.,29.12.1980 ARD/23.6.1981 Kino/10.2.2007 DVD
DVD-Anbieter: Süddeutsche Zeitung Cinemathek (FF, DD2.0 dt.)

Darsteller: Günter Lamprecht (Franz Biberkopf), Hanna Schygulla (Eva), Barbara Sukowa (Mieze), Gottfried John (Reinhold), Franz Buchrieser (Meck), Claus Holm (Wirt), Brigitte Mira (Frau Bast), Roger Fritz (Herbert), Herb Andress (2. Polizist), Werner Asam (Fritz), Karin Baal (Minna), Harry Baer (Richard), Hark Bohm (Lüders), Marquard Bohm (Otto), Margit Carstensen (Terah), Ivan Desny (Pums), Irm Hermann (Trude), Helmut Griem (Sarug), Elisabeth Trissenaar (Lina), Barbara Valentin (Ida), Volker Spengler (Bruno), Georg Lehn (Irrer), Adrian Hoven (Freier von Mieze)

Produzent: Peter Märthesheimer

Regie: Rainer Werner Fassbinder

Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder

Kamera: Xaver Schwarzenberger

Musik: Peer Raben

Schnitt: Juliane Lorenz, Franz Walsch

Vorlage: Alfred Döblin

Inhalt

Die Geschichte des ehemaligen Transportarbeiters Franz Biberkopf, der Ende der 20er Jahre aus dem Zuchthaus entlassen wird, wo er vier Jahre wegen Totschlags im Affekt an seiner Geliebten abgesessen hat. Biberkopf fürchtet sich vor der Rückkehr in die Einsamkeit der Großstadt Berlin, beschließt aber nach Anlaufschwierigkeiten, anständig und ehrlich zu bleiben. Er schlägt sich wie Tausende andere Arbeitslose leidlich durchs Leben, wird aber aus der Bahn geworfen. Ohne es selbst zu wissen, ist er, der an das Gute im Menschen glaubte, bereits früh verloren, denn verflucht ist der Mensch, der sich auf den Menschen verlässt". In seiner umfangreichen Fernsehverfilmung des sprachgewaltigen Romans von Alfred Döblin (1878-1957) collagiert Fassbinder eine faszinierende, äußerst bildstarke Vision von Stadt und Menschen, eine düstere Reise durch die "dunkle Nacht der Seele", die sich nah an die Vorlage hält, ohne ihr dabei sklavisch zu folgen. Durch eine äußerst differenzierte, vom Roman losgelöste und trotzdem seine Struktur und Atmosphäre bewahrende Dramaturgie wird er dem Werk und seinen vielfältigen Sprachebenen gerecht. Stil und Ton der Inszenierung wechseln häufig, zahlreiche Bildsymbole verweisen auf die unterschwellig vorhandene Passionsgeschichte."


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