Filmlexikon

Das größte Filmlexikon der Welt: Mindestens 54.000 Filme mit Inhaltsangabe, 10.000 Einträge mit Filmkritiken, „verfasst von der Creme der deutschen Filmkritik und Filmpublizistik“ (SFB) Mit allen Daten zu mindestens 199.000 Regisseur/inn/en, Hauptdarsteller/inne/n, Schauspieler/inne/n, zu Verleih, Produktion, Laufzeit u.a.

Der Baader Meinhof Komplex

Actionfilm

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2007
Produktionsfirma: Constantin Film/BR/NDR/WDR/Degeto
Länge: 150 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 25.9.2008/5.3.2009 DVD/12.3.2009 DVD (Premium) & BD/22.,23.11.2009 ARD/24.11.2009 DVD (TV-Langfassun
DVD-Anbieter: Constantin/Highlight (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt., dts dt.)

Darsteller: Martina Gedeck (Ulrike Meinhof), Moritz Bleibtreu (Andreas Baader), Johanna Wokalek (Gudrun Ensslin), Bruno Ganz (Horst Herold), Jan Josef Liefers (Peter Homann), Alexandra Maria Lara (Petra Schelm), Heino Ferch (Horst Herolds Assistent), Nadja Uhl (Brigitte Mohnhaupt), Hannah Herzsprung (Susanne Albrecht), Niels-Bruno Schmidt (Jan-Carl Raspe), Stipe Erceg (Holger Meins), Daniel Lommatzsch (Christian Klar), Vinzenz Kiefer (Peter-Jürgen Boock), Volker Bruch (Stefan Aust), Bernd Stegemann (Hanns Martin Schleyer), Sebastian Blomberg (Rudi Dutschke), Simon Licht (Horst Mahler), Susanne Bormann (Irene Goergens), Joachim Paul Assböck (Günther Schleicher), Kirsten Block (Frau Ponto), Hassam Ghancy (Abu Hassan Salameh), Leonie Brandis (Friederike Dollinger), Hannes Wegener (Willy Peter Stoll), Eckhard Dilssner (Horst Bubeck), Jasmin Tabatabai, Katharina Wackernagel

Produzent: Bernd Eichinger

Regie: Uli Edel

Drehbuch: Bernd Eichinger, Stefan Aust

Kamera: Rainer Klausmann

Musik: Peter Hinderthür, Florian Tessloff

Schnitt: Alexander Berner

Inhalt

In der Chronologie des RAF-Terrors weitgehend detailgetreue Umsetzung des gleichnamigen Sachbuchs von Stefan Aust, die allerdings wichtige Perspektiven verschiebt und weder auf die politischen Hintergründe der 68er-Bewegung und deren Wortführer noch auf die Positionen der von den Terroristen attackierten Staatsmacht genauer eingeht. Das Ergebnis ist keine Entzauberung der RAF, sondern ein fulminant inszenierter Actionfilm mit exzessiven Gewaltdarstellungen, der seine Geschichtslektion" von politischen und gesellschaftlichen Kontexten weitgehend befreit und damit Gefahr läuft, die Terroristen der RAF als Outlaws zu stilisieren. Besonders jüngeren Zuschauern, die die Ereignisse um die RAF, Stammheim, die Schleyer-Entführung und dem "Deutschen Herbst" nur vom Hörensagen kennen, dürfte der Film keine Hilfe zum Verständnis der jüngeren bundesdeutschen Vergangenheit sein."


WEITERLESEN. (Ausführliche Kritik, Bilder oder Trailer auf www.filmdienst.de)