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Filmlexikon

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Das Leben ist schön (1997)

Originaltitel: LA VITA E BELLA

Drama, Komödie

Produktionsland: Italien
Produktionsjahr: 1997
Produktionsfirma: Melampo Cinematografica
Länge: 124 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstauffuehrung: 12.11.1998/3.5.1999 Video

Darsteller: Roberto Benigni (Guido), Nicoletta Braschi (Dora), Giorgio Cantarini (Giosuè), Giustino Durano (Onkel), Sergio Bustric (Ferruccio), Marisa Paredes (Doras Mutter), Horst Buchholz (Dr. Lessing)

Produzent: Elda Ferri, Gianluigi Braschi

Regie: Roberto Benigni

Drehbuch: Vincenzo Cerami, Roberto Benigni

Kamera: Tonino Delli Colli

Musik: Nicola Piovani

Schnitt: Simona Paggi

Auszeichnungen

Cannes (1998, Großer Preis der Jury), Europäischer Filmpreis (1998, Bester Film), Europäischer Filmpreis (1998, Bester Darsteller – Roberto Benigni), Oscar (1999, Bester fremdsprachiger Film), Oscar (1999, Bester Hauptdarsteller – Roberto Benigni), Oscar (1999, Beste Musik – Nicola Piovani)

Inhalt

Ende der 30er Jahre träumt ein assimilierter italienischer Jude in Arezzo vom kleinbürgerlichen Glück, das ihm in Gestalt einer hübschen Lehrerin auch gewogen scheint. Mit originellen Einfällen entführt er sie mitten aus ihrer Verlobungsfeier und gründet eine Familie. Als fünf Jahre später alle Juden ins Vernichtungslager deportiert werden, bringt es der Vater nicht übers Herz, seinen Sohn mit der grausamen Wahrheit zu konfrontieren und gaukelt ihm vor, daß alles ein großangelegtes Spiel sei. Der als Loblied auf die Kraft der Fantasie und den menschlichen (Über-)Lebenswillen angelegte Film beginnt als beschwingte Romanze mit märchenhaften Untertönen und endet in einer bitter-absurden Tragödie, in der das Lachen zum schmerzhaften Reflex gefriert. Zwar bleibt der Versuch, mit den Mitteln des Tragisch-Komischen an den Holocaust zu erinnern, eine höchst ambivalente Angelegenheit, dennoch verdient der mit hoher Sensibilität und großer Ernsthaftigkeit inszenierte Film Respekt als ein bewegender Versuch, auf besondere Weise (Kino-)Bilder für die unverbrüchliche Würde der Holocaust-Opfer zu finden. Die von tiefer Menschlichkeit geleitete Rigorosität, mit der hier ein in Tabuzonen und Chiffren verfangenes Thema angegangen wird, wird dabei zu einem ganz und gar singulären Ereignis.


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