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Filmlexikon

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Stammheim

Gerichtsfilm

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1985
Produktionsfirma: Bioskop/Thalia Theater
Länge: 107 Minuten
FSK: ab 16; f
Erstauffuehrung: 30.1.1986/18.6.1996 Video/April 2008 DVDS
DVD-Anbieter: Kinowelt Home

Darsteller: Ulrich Pleitgen (Vorsitzender), Ulrich Tukur (Andreas Baader), Therese Affolter (Ulrike Meinhof), Sabine Wegner (Gudrun Ensslin), Hans Kremer (Jan-Carl Raspe), Hans Christian Rudolph (Verteidiger), Peter Danzeisen (Verteidiger), Holger Mahlich (Verteidiger), Marina Wandruszka (Verteidiger)

Produzent: Eberhard Junkersdorf, Jürgen Flimm

Regie: Reinhard Hauff

Drehbuch: Stefan Aust

Kamera: Frank Brühne, Günter Wulff

Musik: Marcel Wengler

Schnitt: Heidi Handorf

Auszeichnungen

Berlin (1986, Großer Preis (Goldener Bär))

Inhalt

Rund zehn Jahre, nachdem in Stammheim die führenden Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe und Gründer der terroristischen Rote Armee Fraktion" vor Gericht gestellt und verurteilt wurden, unternimmt Regisseur Reinhard Hauff eine filmische Rekonstruktion des 192 Tage währenden Prozesses. Ausgehend von authentischen Protokollen und unter Verzicht auf dramaturgisches Beiwerk beschränkt sich die Inszenierung bewußt auf wörtliche Rezitation, ohne daß die politisch-gesellschaftlichen Hintergründe des Falles beleuchtet werden. Hauffs freiwillige Askese läßt viele Fragen offen, ermöglicht jedoch beklemmende Einsichten in das Innere eines Justizapparates, der von der politischen Brisanz der Materie überfordert ist und Schwächen zeigt. Obwohl keineswegs beschönigend in den Angeklagtenporträts, leistet der Film einen wichtigen Beitrag zum Verständnis politisch motivierter Gewalt und provoziert die erneute Auseinandersetzung mit einem tabuisierten, bislang unbewältigten Kapitel deutscher Geschichte. Hauptpreis der Berliner Filmfestspiele 1986."


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