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Filmlexikon

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Liebe und Zorn

Originaltitel: AMORE E RABBIA

Drama

Produktionsland: Italien/Frankreich
Produktionsjahr: 1968
Produktionsfirma: Castoro/Anouchka
Länge: 100 Minuten
Erstauffuehrung: 16.2.1970 ARD

Darsteller: Nino Castelnuovo, Tom Baker, Julian Beck, Ninetto Davoli, Marco Bellocchio

Regie: Carlo Lizzani, Bernardo Bertolucci, Jean-Luc Godard, Pier Paolo Pasolini, Marco Bellocchio

Drehbuch: Giovanni Pucci, Badalassi, Marco Bellocchio, Elda Tattoli

Kamera: Sandro Mancori, Ugo Piccone, Alain Levent, Giuseppe Ruzzolini, Aiace Parolin

Musik: Giovanni Fusco

Inhalt

Fünf Episoden über den Zusammenprall christlicher Prinzipien und säkularer Wirklichkeit in der modernen Gesellschaft (ursprünglicher Titel: Evangelium 1970"), inszeniert von bedeutenden Regisseuren aus Italien und Frankreich. Lizzani ("Gleichgültigkeit") aktualisiert das Gleichnis vom barmherzigen Samariter: Ein gesuchter Gangster hilft als einziger in einer Hochhaussiedlung einer verunglückten Frau. - Bertolucci ("Todeskampf") bezieht sich auf Lukas 13: Ein sterbender Kardinal wird von der leidenden Menschheit zur Rede gestellt, kann aber weder böse noch gute Taten vorweisen (faszinierend dargestellt von Julian Becks "Living Theatre"-Truppe). - In Pasolinis Beitrag ("Die Geschichte einer Papierblume") spricht Gott zu einem flanierenden Herumtreiber und verweist ihn auf die täglichen Greuel in der Welt, doch der junge Mann setzt seinen Weg unbeschwert fort. - Bellocchio ("Wir reden und reden") und Godard ("Liebe") sprengen thematisch den Rahmen des Films und argumentieren unmittelbar politisch: Bellocchio inszeniert eine fiktive Diskussion unter römischen Studenten, bei der in Rollenspielen die Wechselwirkung von Repression und Gewalt sowie die ohnmächtige Wut der studentischen Opposition von '68 zutage tritt. Godard verwickelt einen Araber und eine bürgerliche Europäerin in eine Debatte, die mit Unverständnis und Trennung endet, weil Bourgeoisie und Proletariat auch verschiedene Sprachen sprechen. Ein schwieriger Episodenfilm, der jedoch thematisch und formal beachtlich ist."


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