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Filmlexikon

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Der junge Törless

Originaltitel: LES DESARROIS DE L'ELEVE TOERLESS

Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: BR Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr: 1965
Produktionsfirma: Franz Seitz/Nouvelles Editions de Films
Länge: 87 Minuten
FSK: ab 18; f
Erstauffuehrung: 20.5.1966/20.12.1969 ZDF

Darsteller: Mathieu Carrière (Törless), Bernd Tischer (Beineberg), Marian Seidowsky (Basini), Alfred Dietz (Reiting), Barbara Steele (Bozena), Hanna Axmann-Rezzori (Frau Törless), Herbert Asmodi (Herr Törless)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff

Kamera: Franz Rath

Musik: Hans Werner Henze

Schnitt: Claus von Boro

Vorlage: Robert Musil

Inhalt

In einem Jungeninternat entwickeln sich unter den aus wohlhabenden Kreisen stammenden Zöglingen Hierarchien der Macht und der Abhängigkeit, die in der Mißhandlung eines Außenseiters jüdischer Herkunft gipfeln. Der junge Törless beobachtet das Treiben aus der Distanz: neugierig, tatenlos, nicht ohne Mitgefühl, dennoch schuldhaft in die Exzesse seiner Kameraden verstrickt. Kongeniale Robert-Musil-Adaption, die der klaustrophobischen, von Dekadenz gezeichneten Atmosphäre ihrer Vorlage gerecht wird und auch deren subtile Psychologie präzise rekonstruiert. Zugleich eine auf die deutsche Geschichte bezogene Aktualisierung: Törless' Verhalten demonstriert die fatalen Folgen einer inneren Emigration, deren Neutralität zum Mitläufertum wird. Volker Schlöndorffs Spielfilmdebüt überzeugt durch stilistische Geschlossenheit, professionelles Handwerk und kritische Intelligenz.


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