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Filmlexikon

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Jeder für sich und Gott gegen alle

Verweistitel: Kaspasr Hauser - Jeder für sich und Gott gegen alle

Drama

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1974
Produktionsfirma: Werner Herzog
Länge: 109 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 1.11.1974/8.4.1977 ZDF/24.2.2004 DVD
DVD-Anbieter: Kinowelt/Arthaus (16:9, 1.66:1, Mono dt.)

Darsteller: Bruno S. (Kaspar), Walter Ladengast (Daumer), Brigitte Mira (Käthe), Herbert Achternbusch (1. Bauernbursche), Enno Patalas (Pastor Fuhrmann), Alfred Edel (Professor der Logik), Willy Semmelrogge (Zirkusdirektor), Volker Prechtel (Gefängniswärter)

Produzent: Werner Herzog

Regie: Werner Herzog

Drehbuch: Werner Herzog

Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein

Musik: Johann Pachelbel, Orlando di Lasso, Tommaso Albinoni, Wolfgang Amadeus Mozart

Schnitt: Beate Mainka-Jellinghaus

Auszeichnungen

Cannes (1975, Großer Spezialpreis)

Inhalt

An Hand authentischer Dokumente aus dem 19. Jahrhundert erzählt Werner Herzog die Passionsgeschichte des Außenseiters Kaspar Hauser: 1829 in Nürnberg als sprach- und entwicklungsgestörtes Findelkind aufgefunden, wird der Junge zum Studienobjekt für Ärzte, Pädagogen und Theologen, erfährt die Erziehungs- und Eingliederungsversuche der Biedermeiergesellschaft, verharrt jedoch in skeptischer Distanz zu seiner neuen Umwelt, bis er 1833 einem ungeklärten Mord zum Opfer fällt. Mit beeindruckender stilistischer Konsequenz und radikalem Erkenntniswillen beschreibt der Film den Prozeß der Zivilisation als gefährliche Gratwanderung, die soziale Integration als Identitäts- und Phantasieverlust. Einerseits unschuldiges Naturkind, andererseits ein apokalyptischer Visionär, der die Widersprüche seiner Umgebung sensibel wahrnimmt und schmerzvoll durchlebt, wird der Held (herausragend verkörpert vom Laiendarsteller Bruno S.) zur tragischen Symbolfigur der Moderne im Spannungsfeld zwischen rationalem Nützlichkeitsdenken und abgründiger Existenzangst.


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