Service/Hilfe
Bestell-Hotline 0341-21 339 339
(Mo–Mi 9–13, Do–Fr 13–17 Uhr)

Filmlexikon

Das größte Filmlexikon der Welt: Mindestens 54.000 Filme mit Inhaltsangabe, 10.000 Einträge mit Filmkritiken, „verfasst von der Creme der deutschen Filmkritik und Filmpublizistik“ (SFB) Mit allen Daten zu mindestens 199.000 Regisseur/inn/en, Hauptdarsteller/inne/n, Schauspieler/inne/n, zu Verleih, Produktion, Laufzeit u.a. (Weitere Filmkritiken, Besprechungen der aktuellen Kinostarts und Tipps aus TV & Mediatheken, DVD & Blu-RAY, VOD und Streaming auf www.filmdienst.de, dem Portal für Kino und Filmkultur.)

Die 120 Tage von Sodom

Originaltitel: SALO O LE 120 GIORNATE DI SODOMA, Verweistitel: Saló oder Die 120 Tage von Sodom

Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: Italien/Frankreich
Produktionsjahr: 1975
Produktionsfirma: P.E.A./Artistes Associés
Länge: 117 Minuten
FSK: ab 18; nf (DVD: SPIO/JK)
Erstauffuehrung: 30.1.1976/8.5.2003 Neustart/11.2.2005 DVD
DVD-Anbieter: Legend (1.66:1, Mono ital./dt.)

Darsteller: Sonia Saviange (die Pianistin), Umberto Paolo Quintavalle (der Prälat), Paolo Bonacelli (der Herzog), Aldo Valletti (der Präsident), Giorgio Cataldi (der Bischof)

Produzent: Alberto Grimaldi

Regie: Pier Paolo Pasolini

Drehbuch: Pier Paolo Pasolini, Sergio Citti

Kamera: Tonino Delli Colli

Schnitt: Nino Baragli

Vorlage: Donatien Alphonse François de Sade

Auszeichnungen

Locarno (1976, Spezialpreis (Silberner Leopard))

Inhalt

In der Republik von Salo, dem letzten Refugium italienischer Faschisten kurz vor dem Ende der Mussolini-Herrschaft, inszeniert eine Gruppe sadistischer Großbürger terroristische Grausamkeitsrituale: Junge Männer und Frauen werden als Lust- und Folterobjekte mißbraucht und erniedrigt, schließlich in einer perversen Orgie zu Tode gequält. In seinem letzten Film entwirft Pasolini jenseits spekulativer Intentionen und ästhetischer Gefälligkeit eine schockierende Vision menschlicher Machtbesessenheit und barbarischer Zerstörungslust inmitten hochgeistiger kultureller Verfeinerung. Der nach einem Roman von de Sade entwickelte Stoff ist zwar im Jahr 1944 angesiedelt, dient jedoch als Kommentar zur hedonistischen Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit, die von Pasolini als apokalyptische Verfallsepoche begriffen wird ohne Hoffnung auf Veränderung. Ein radikaler, trostloser, erschütternder Film. In einigen europäischen Ländern wurde der Film Opfer staatlicher Zensur und gerichtlicher Ermittlungen.


WEITERLESEN. (Ausführliche Kritik, Bilder oder Trailer auf www.filmdienst.de)