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Hexen von heute

Originaltitel: LE STREGHE

Produktionsland: Italien
Produktionsjahr: 1966
Produktionsfirma: Dino de Laurentiis
Länge: 111 Minuten
FSK: ab 16; nf
Erstauffuehrung: 1.9.1967/17.5.1985 ZDF

Darsteller: Silvana Mangano (Gloria/Assurdina Cai u.a.), Annie Girardot (Valeria), Francisco Rabal (Paolo, Valerias Mann), Clara Calamai, Alberto Sordi (Bruno), Totò (Ciancicato Miao), Ninetto Davoli (Basciù Miao), Luigi Leoni (Baciu), Clint Eastwood (Carlo)

Produzent: Dino De Laurentiis

Regie: Luchino Visconti, Mauro Bolognini, Pier Paolo Pasolini, Franco Rossi, Vittorio de Sica

Drehbuch: Giuseppe Patroni Griffi, Cesare Zavattini, Age, Furio Scarpelli, Pier Paolo Pasolini, Bernardino Zapponi, Franco Rossi, Roberto Gianviti, Fabio Carpi, Enzo Muzzi

Kamera: Giuseppe Rotunno

Musik: Piero Piccioni, Ennio Morricone

Schnitt: Mario Serandrei

Inhalt

Episodenfilm mit Silvana Mangano, die mit beachtlicher Wandlungsfähigkeit fünf unterschiedliche Frauentypen verkörpert: von der unterkühlten Lady bis zur temperamentvollen Sizilianerin. Während die Arbeiten von Bolognini, Rossi und De Sica konventionell bleiben, liefern Visconti und Pasolini originelle Beiträge, geprägt von persönlichem Engagement und stilistischer Eigenart. Visconti entwirft in Hexen verbrennt man lebendig" ("La Stragha bruciata viva") das bitter-sarkastische Porträt einer Filmdiva im goldenen Käfig, die von ihrem Mann und der Kultur-Schickeria als kostbares Ausbeutungsobjekt behandelt wird. In "Praktische Hilfsbereitschaft" von Bolognini nimmt eine Lebedame Unfallverletzte nur mit, um unbehelligt mit ihrem Auto zu einem Stelldichein durch Rom rasen zu können - ein kurzer Gag, bös-witzig und turbulent. Pasolini erzählt in Episode 3 "Die Erde, vom Mond aus betrachtet" ("La Terra vista dalla Luna") die fantastische, poetische und komödiantische Geschichte eines armen Witwers und seines Sohnes, die auf der Suche nach einer neuen Frau und Mutter ein taubstummes Mädchen finden, das sich als unsterblicher Engel der Entrechteten erweist. "Die Sizilianerin" von Rossi ist eine verfehlte, bei aller Konzentration wirkungslos verpuffende kabarettistische Stilübung, bei der sich zwei Familien aus verletzter Ehre gegenseitig auslöschen. De Sica schließlich erzählt in "Ein Abend wie jeder andere" von einer enttäuschten Frau, die nach zehnjähriger Ehe in Tagträume versinkt und damit ihre Wunschträume nachvollzieht - ein langatmiger Film, wie alle Episoden zusammengehalten nur von der hervorragenden Hauptdarstellerin."


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