Service/Hilfe
Bestell-Hotline 0341-21 339 339
(Mo–Mi 9–13, Do–Fr 13–17 Uhr)

Filmlexikon

Das größte Filmlexikon der Welt: Mindestens 54.000 Filme mit Inhaltsangabe, 10.000 Einträge mit Filmkritiken, „verfasst von der Creme der deutschen Filmkritik und Filmpublizistik“ (SFB) Mit allen Daten zu mindestens 199.000 Regisseur/inn/en, Hauptdarsteller/inne/n, Schauspieler/inne/n, zu Verleih, Produktion, Laufzeit u.a. (Weitere Filmkritiken, Besprechungen der aktuellen Kinostarts und Tipps aus TV & Mediatheken, DVD & Blu-RAY, VOD und Streaming auf www.filmdienst.de, dem Portal für Kino und Filmkultur.)

Herrenpartie

Originaltitel: MUSKI IZLET

Drama

Produktionsland: BR Deutschland/Jugoslawien
Produktionsjahr: 1963
Produktionsfirma: Neue Emelka/Avala
Länge: 92 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 27.2.1964/23.10.1964 Kino DDR/25.8.1972 DFF 1/11.7.1973 ARD

Darsteller: Götz George (Herbert Hackländer), Hans Nielsen (Friedrich Hackländer), Rudolf Platte (Buchhändler Drexel), Gerlach Fiedler (Otmar Wengel), Friedrich Maurer (Studienrat Samuth), Reinhold Bernt (Willi Wirth), Herbert Tiede (Ernst Sobotka)

Produzent: Rüdiger von Hirschberg, Willy Egger, Nicola Kurilic

Regie: Wolfgang Staudte

Drehbuch: Werner Jörg Lüddecke, Arsen Diklic, Wolfgang Staudte

Kamera: Nenad Jovicic

Musik: Zoran Hristic

Schnitt: Carl-Otto Bartning

Inhalt

Ein Gesangsverein deutscher Kleinbürger gerät während einer Urlaubsreise in einer abgelegenen Gegend Jugoslawiens in ein Dorf, dessen Männer von deutschen Truppen im Zuge einer Vergeltungsaktion im Zweiten Weltkrieg erschossen wurden. Die kurzbehosten, sangesfreudigen Spießer geraten angesichts der Verachtung und des Hasses der Frauen in die Bahnen alter Soldatentugenden und beschwören einen Konflikt, der ansatzweise durch die Jugend in beiden Lagern, die kein Verständnis für die Präpotenz eines Herrenvolkes" aufbringt, einen versöhnlichen Akzent findet. Pendelnd zwischen politischer Satire und Schicksalstragödie, ist der hervorragend gespielte Film ein bemerkenswerter Beitrag zur unbewältigten Vergangenheit beider Völker. Nicht minder interessant ist der Blick auf die damalige Rezeptionsgeschichte des Films, der als "üble Nestbeschmutzung" diffamiert wurde und die Kino-Karriere Staudtes als engagierter Gesellschaftskritiker beendete."


WEITERLESEN. (Ausführliche Kritik, Bilder oder Trailer auf www.filmdienst.de)