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Filmlexikon

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Die Nonne

Originaltitel: SUZANNE SIMONIN, LA RELIGIEUSE DE DIDEROT

Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: Frankreich
Produktionsjahr: 1965/66
Produktionsfirma: Rome-Paris/Prod. Georges de Beauregard/Gladiator/Société Nouvelle de Cinématographie
Länge: 140 Minuten
FSK: ab 16; f (fr. 18)
Erstauffuehrung: 29.9.1967/12.9.1969 Kino DDR

Darsteller: Anna Karina (Suzanne Simonin), Liselotte Pulver (Mme. de Chelles), Micheline Presle (Mme. de Moni), Francine Bergé (Sainte-Christine), Christiane Lenier (Mme. Simonin), Francisco Rabal (Dom Morel)

Produzent: Georges de Beauregard, René Demoulin

Regie: Jacques Rivette

Drehbuch: Jacques Rivette, Jean Gruault

Kamera: Alain Levent

Musik: Jean-Claude Eloy

Schnitt: Denise de Casabianca

Vorlage: Denis Diderot

Inhalt

Die uneheliche Tochter einer verarmten Adligen wird um 1760 zum Eintritt ins Kloster erpreßt und ist dort den Grausamkeiten und Zudringlichkeiten zweier Oberinnen ausgesetzt. Verfilmung einer Novelle von Diderot. Der abgeschlossene Raum des Klosters erscheint als gefängnisartiger Experimentierkäfig, in dem psychische Regungen mit peinlicher Genauigkeit sichtbar werden. Rivette verdoppelt mit stets präsenter Kamera den Blick der Kontrollinstanzen und erreicht hohe atmosphärische Spannung. Dabei geht es dem Film, der nach Protesten in Frankreich zunächst verboten wurde, weniger um eine Denunziation des Klosterlebens als um neue Formen dramaturgischer Entfaltung und Verdichtung. Da ihn dabei das Wesen des Ordenslebens nur als "Folie" interessiert, setzt er sich der Gefahr aus, ungerechtfertigten Vorurteilen Vorschub zu leisten.


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