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Filmlexikon

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Iwan der Schreckliche

Originaltitel: IWAN GROSNIJ

Biografie, Drama, Historienfilm

Produktionsland: UdSSR
Produktionsjahr: 1943/45
Produktionsfirma: Zoks/Alma-Ata/Mosfilm
Länge: 99 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 1946 (1.Teil)/22.1.1960 (2. Teil) BRD /5./7.2.1968 ZDF

Darsteller: Nikolai Tscherkassow (Zar Iwan), Michail Sharow (Maljuta Skuratow), Amwrossi Butschma (Alexej Basmanow), Andrej Abrikossow (Philipp), Serafima Birman (Jefrossinja Starizkaja), Michail Naswanow (Fürst Andrej M. Kurbski)

Produzent: Sergej M. Eisenstein

Regie: Sergej M. Eisenstein

Drehbuch: Sergej M. Eisenstein

Kamera: Andrej Moskwin, Edouard Tissé

Musik: Sergej Prokofjew

Inhalt

Monumentales Epos über Aufstieg und Niedergang des autokratischen Herrschers Iwan IV., der im 16. Jahrhundert die Machtansprüche des russischen Zarentums gegen innere und äußere Gegner durchsetzte. Die beiden Filme (ein dritter Teil war geplant) beschreiben die von Intrigen bedrohte Inthronisierung des jungen Großfürsten, seinen Kampf gegen die alteingesessene Feudalaristokratie der Bojaren und seine Niederlage im Livländischen Krieg. Eisenstein (1898-1948) inszeniert den historischen Stoff in opernhafter Stilisierung und mit überwältigendem Pathos, verzichtet jedoch auf eine naive (und im sowjetischen Film der Stalin-Ära obligatorische) Ikonisierung der widersprüchlichen Titelfigur. Vielmehr entwirft besonders der 2. Teil düstere Visionen von Macht und Unterwerfung, wobei die Dialektik politischer Alleinherrschaft in genial gestalteten Bildkompositionen enthüllt wird. Ein Meisterwerk der sowjetischen Filmkunst, in dem sich intellektuelle Analyse und sinnliche Prachtentfaltung verbinden. Der zweite Teil wurde erst 1958, fünf Jahre nach Stalins Tod, von Chruschtschow zur öffentlichen Vorführung freigegeben.


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