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Filmlexikon

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Der Mann, den sein Gewissen trieb

Originaltitel: BROKEN LULLABY

Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1931
Produktionsfirma: Paramount
Länge: 77 Minuten
Erstauffuehrung: 14.11.1932

Darsteller: Lionel Barrymore (Dr. Hölderlin), Nancy Carroll (Elsa), Phillips Holmes (Paul Renard), Louise Carter (Frau Hölderlin), Lucien Littlefield (Schultz), Tom Douglas (Walter Hölderlin), ZaSu Pitts (Anna)

Produzent: Ernst Lubitsch

Regie: Ernst Lubitsch

Drehbuch: Samson Raphaelson, Ernest Vajda

Kamera: Victor Milner

Musik: W. Franke Harling

Vorlage: Maurice Rostand

Inhalt

Einer der ersten Tonfilme Lubitschs, der eine pazifistische Versöhnungsgeschichte mit einem gefühlvollen Melodram um Liebe und Schuld verwebt. Ein französischer Soldat tötet einen jungen Deutschen im Schützengraben und vollendet dessen letzten Brief an die Braut daheim. Getrieben von Schuldgefühlen, will er bei der Mutter des Toten Abbitte leisten. Weil er bei seinem Besuch nach dem Krieg aber nur die halbe Wahrheit enthüllt, wird er von den Eltern des Opfers an Sohnes Statt aufgenommen und verliebt sich in die Braut des Toten. Ein Tonfilm, aber noch ganz in den Stilformen des Stummfilms inszeniert: Die Bewegungen und Gesten sind langsam und intensiv, voller Zwischentöne und Nuancen. Der Film propagiert Versöhnung, Toleranz und Liebe als Heilmittel der tiefsten Wunden. Er enthält auch eine für Lubitsch besonders typische und berühmte Szene: Wenn der Franzose und das Mädchen durchs Dorf gehen, bleibt die Kamera bei ihnen, zeigt, wie sie sich ineinander verlieben. Die Tonspur verrät eine andere Geschichte, die der Gaffer und Neider, die neugierig ihre Türen öffnen, deren Glöckchen verräterisch klingelt.


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