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Filmlexikon

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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1975
Produktionsfirma: Bioskop/Paramount-Orion
Länge: 106 Minuten
FSK: ab 16; f
Erstauffuehrung: 10.10.1975/20.8.1976 Kino DDR

Darsteller: Angela Winkler (Katharina Blum), Mario Adorf (Kommissar), Dieter Laser (Werner Tötges), Heinz Bennent (Blorna), Rolf Becker (Staatsanwalt Hach), Jürgen Prochnow (Ludwig), Hannelore Hoger (Trude Blorna), Karl-Heinz Vosgerau (Alois Sträubleder)

Produzent: Willi Benninger, Eberhard Junkersdorf

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta

Kamera: Jost Vacano

Musik: Hans Werner Henze

Schnitt: Peter Przygodda

Vorlage: Heinrich Böll

Inhalt

Eine junge Frau wird durch die kurze Bekanntschaft mit einem angeblichen Anarchisten zum wehrlosen Opfer von Polizei, Justiz und Sensationspresse. Der handwerklich routinierte Film bezieht sich - wie Bölls Buch - auf aktuelle Streitfragen im Zusammenhang mit der Terrorismus-Debatte der 70er Jahre: Verfilzung staatlicher Institutionen mit privater wirtschaftlicher Macht; Möglichkeiten der Manipulation auflagenstarker Boulevard-Zeitungen im Dienste politischer Restauration; Machtlosigkeit des einzelnen gegenüber einer zur Massenhysterie angeheizten öffentlichen Meinung. Der Verzicht auf Differenzierung, die traktathafte Vereinfachung der Handlung, die Überzeichnung der Figuren sowie der polemische Inszenierungsstil ergänzen sich zu einer effektvollen Inszenierung, die zur Diskussion herausfordert.