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Filmlexikon

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Ursula

Historienfilm, Literaturverfilmung

Produktionsland: Schweiz/DDR
Produktionsjahr: 1978
Produktionsfirma: DRS/Ciné-Groupe/DEFA
Länge: 110 Minuten
Erstauffuehrung: 19.11.1978 DFF 1/23.10.1983 HR

Darsteller: Suzanne Stoll (Ursula), Jörg Reichlin (Hansli Gyr), Matthias Habich (Zwingli), Jutta Hoffmann (Schnurrenbergerin), Wolf Kaiser (Schnurrenberger)

Produzent: Erich Kühne, Emanuel Schilling

Regie: Egon Günther

Drehbuch: Helga Schütz, Egon Günther

Kamera: Peter Brand

Musik: Karl-Ernst Sasse

Schnitt: Rita Hiller

Vorlage: Gottfried Keller

Inhalt

Ein junger Bauernsohn, der sich als Söldner des Papstes verdingt hat, kehrt 1523 in seine Heimat ins Zürcher Oberland zurück, wo eine Wiedertäufer-Bewegung die Menschen in Bann schlägt. In Zürich predigt Ulrich Zwingli die Reformation. Der junge Mann schließt sich ihr an, während seine Jugendliebe, mit der er sich nicht mehr versteht, der Wiedertäufer-Bewegung verfällt. Erst auf dem Schlachtfeld von Kappel, der großen Glaubensauseinandersetzung, finden sie ihr gemeinsames Glück. Fürs Fernsehen gedrehte, aufwendig inszenierte Mischung aus historischem Bericht, Reformationsgeschichte, Kolportage und Brechtschen Verfremdungselementen, ausgebreitet zu einem naturalistischen, in Details recht drastischen Bilderbogen. Interessant als Aktualisierung von Gottfried Kellers Novelle mit Bezügen zur Gegenwart. Nach einmaliger Ausstrahlung in der DDR verboten, Regisseur Egon Günther arbeitete danach ausschließlich in der Bundesrepublik.


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