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Citizen Kane

Originaltitel: CITIZEN KANE

Drama

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1941
Produktionsfirma: RKO/The Mercury Actors
Länge: 117 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 29.6.1962/15.12.1964 ARD/27.4.1990 DFF 2/20.4.1999 Video/18.11.1999 DVD
DVD-Anbieter: Kinowelt (FF, Mono engl./dt.)

Darsteller: Orson Welles (Charles Foster Kane), Harry Shannon (Kanes Vater), Agnes Moorehead (Kanes Mutter), Joseph Cotten (Jed Leland), George Coulouris (Thatcher), Dorothy Comingore (Susan Alexander), Everett Sloane (Mr. Bernstein), Ray Collins (Big Jim" Gettys"), Paul Stewart (Raymond), Alan Ladd (Reporter)

Produzent: Orson Welles

Regie: Orson Welles

Drehbuch: Herman J. Mankiewicz, Orson Welles

Kamera: Gregg Toland

Musik: Bernard Herrmann

Schnitt: Robert Wise, Mark Robson

Auszeichnungen

Oscar (1942, Bestes Originaldrehbuch – Herman J. Mankiewicz), Oscar (1942, Bestes Originaldrehbuch – Orson Welles)

Inhalt

Die fiktive Lebensgeschichte des Multimillionärs Charles Foster Kane (die lebende Vorlage lieferte der Zeitungszar Hearst), erzählt aus der Perspektive mehrerer Augenzeugen, deren Berichte ein komplexes Persönlichkeitsbild ergeben: Als Kind wird Kane von seinen Eltern in die Obhut eines Vormundes gegeben, der den jungen Mann später in die Geschäftswelt einführt. Kane engagiert sich mit wechselndem Glück (und wechselnden politischen Überzeugungen), aber mit gleichbleibender Energie in der Zeitungsbranche, in Handel, Politik und Kunst, errichtet ein einflußreiches Wirtschaftsimperium und stirbt schließlich vereinsamt in seiner festungsähnlichen Traumvilla Xanadu. Der damals 24jährige Orson Welles, der seinen Debütfilm als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller frei gestalten konnte, entwirft ein geniales Charakter- und Gesellschaftsporträt, in dem der Mythos des Amerikanischen Traums zugleich beschworen und kritisch befragt wird. Die verschachtelte Rückblenden-Technik - nach seinem Tod forscht ein Reporter in Kanes Vergangenheit - zersplittert den Charakter in eine Vielzahl widersprüchlicher Facetten; die Figur des "Bürgers Kane" entsteht erst im Schnittpunkt ihrer öffentlichen und privaten Existenz, im Zusammenspiel aus Erinnerung, Kommentar und fiktivem Dokument. Welles nutzt virtuos die filmtechnischen Möglichkeiten seiner Zeit; die elliptischen Montagen, die ausdrucksstarken Bildkompositionen, die raschen Perspektivwechsel wirkten bahnbrechend und setzten neue Maßstäbe; ein kommerzieller Erfolg blieb jedoch aus.


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