Filmlexikon

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Der Untertan

Literaturverfilmung, Tragikomödie

Produktionsland: DDR
Produktionsjahr: 1951
Produktionsfirma: DEFA
Länge: 109 Minuten
FSK: ab 12; f (fr. 16)
Erstauffuehrung: 31.8.1951 Kino DDR/2.9.1954 DFF 1/8.3.1957 Kino BRD/24.11.1998 Video

Darsteller: Werner Peters (Dietrich Heßling), Paul Esser (Regierungspräsident), Sabine Thalbach (Agnes Göpel), Renate Fischer (Guste Daimchen), Hans-Georg Laubenthal (Mahlmann), Friedrich Maurer (Agnes' Vater), Ernst Legal (Pastor Zillich), Erich Nadler, Gertrud Bergmann, Carola Braunbock, Emmy Burg, Eduard von Winterstein, Harry Riebauer

Produzent: Willi Teichmann

Regie: Wolfgang Staudte

Drehbuch: Fritz Staudte, Wolfgang Staudte

Kamera: Robert Baberske

Musik: Horst Hanns Sieber

Schnitt: Johanna Rosinski

Vorlage: Heinrich Mann

Inhalt

Die faszinierende Charakterstudie eines karrieresüchtigen Opportunisten und Reaktionärs: Der streng erzogene Sohn eines Fabrikanten in einer Kleinstadt macht schon früh die Erfahrung, dass es besser ist, sich jeder Form von Macht zu beugen und ihr zu dienen. Als Korpsstudent wird er zum kaisertreuen Patrioten, der ein Leben in Anpassung und Doppelmoral wählt. Die in der Darstellung hervorragende Verfilmung von Heinrich Manns gleichnamigem Roman ist ein scharfer politischer Angriff auf den alten Preußengeist, die unter dem Deckmantel des historischen Rückblicks jede Art staatlicher Totalität anprangert. Menschen und Situationen sind satirisch überzeichnet, durch raffinierte Montage und Überblendungen werden Kontrastwirkungen mit aufrüttelnder Wirkung erzielt. Tendenziös und uneinheitlich gerät der Film bestenfalls dadurch, dass der karikaturistischen Zeichnung der Reaktionäre eine pathetische Überhöhung der Arbeiter und Sozialdemokraten gegenübersteht.


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