Service/Hilfe
Bestell-Hotline 0341-21 339 339
(Mo–Mi 9–13, Do–Fr 13–17 Uhr)

Filmlexikon

Das größte Filmlexikon der Welt: Mindestens 54.000 Filme mit Inhaltsangabe, 10.000 Einträge mit Filmkritiken, „verfasst von der Creme der deutschen Filmkritik und Filmpublizistik“ (SFB) Mit allen Daten zu mindestens 199.000 Regisseur/inn/en, Hauptdarsteller/inne/n, Schauspieler/inne/n, zu Verleih, Produktion, Laufzeit u.a. (Weitere Filmkritiken, Besprechungen der aktuellen Kinostarts und Tipps aus TV & Mediatheken, DVD & Blu-RAY, VOD und Streaming auf www.filmdienst.de, dem Portal für Kino und Filmkultur.)

M (1931)

Verweistitel: M - Dein Mörder sieht Dich an

Drama, Kriminalfilm, Literaturverfilmung, Thriller

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 1931
Produktionsfirma: Nero/Stern
Länge: 117 Minuten
FSK: ab 16; nf
Erstauffuehrung: 11.5.1931/23.6.1959 ARD & DFF 1/7.12.1970 ZDF/6.6.1996 (rekonstruierte Fassung)/19.2.2001 arte (rest
DVD-Anbieter: Universum/UFA (FF, Mono dt.); DeAgostini & SZ (FF, Mono dt.)

Darsteller: Peter Lorre (Hans Beckert, der Mörder), Gustaf Gründgens (der Schränker), Otto Wernicke (Inspektor Karl Lohmann), Paul Kemp (Taschendieb), Theo Lingen (Bauernfänger), Theodor Loos (Polizeichef Gröber), Inge Landgut (Elsie), Georg John (der blinde Bettler), Ellen Widmann (Frau Beckmann), Hertha von Walther (Straßendirne), Lotte Loebinger

Produzent: Ernst Wolff

Regie: Fritz Lang

Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang

Kamera: Fritz Arno Wagner

Musik: Edvard Grieg

Schnitt: Paul Falkenberg

Vorlage: Egon Jacobson

Inhalt

Ein psychopathischer Kindermörder beunruhigt die Bevölkerung, narrt die Polizei und versetzt auch die Unterwelt in Aufregung. Während ein Kommissar dem Täter durch Indizien auf die Spur kommen will, sendet die Bettler- und Ganovenorganisation ihre Spitzel aus; in die Enge getrieben, flieht der Mörder in ein Sparkassengebäude, wo er von den Verbrechern gestellt wird. Erst in letzter Minute kann er vor dem Todesurteil eines makabren Unterwelttribunals bewahrt und der staatlichen Justiz übergeben werden. Langs erster Tonfilm gehört zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Verweise auf das gesellschaftliche Klima der Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen, die den "Abartigen" im Namen des "gesunden Volksempfindens" gemeinsam zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später nicht ohne Grund als subversiv empfunden. (Originaltitel: "M. Mörder unter uns"; Neuaufführung als "M. Dein Mörder sieht dich an". 1996 kam der Film in einer im Münchner Filmmuseum von Enno Patalas vorgenommenen Rekonstruktion der bis dahin vollständigsten Bildfassung wieder in die Kinos; ebenso wurde der nun 108-minütige Film einer digitalen Tonrestauration unterzogen, sodass er seitdem in einer völlig neuen Vorführqualität zur Verfügung steht.)


WEITERLESEN. (Ausführliche Kritik, Bilder oder Trailer auf www.filmdienst.de)