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In weiter Ferne, so nah! - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1993.
Spr.: Mehrsprachige Originalfassung. Sub: D. 140 Min. FSK 6. 5.1 DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
Bestellnr. 895307

 
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In weiter Ferne, so nah - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 11993. für 7,99 €

In weiter Ferne, so nah! - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1993.

SKU# 895307

Engel Cassiel bleibt allein zurück, nachdem sein Freund Damiel zum Menschen wurde. Im wiedervereinigten Berlin erlebt Cassiel die Gedanken und Gefühle der Menschen immer nur als Beobachter. Schließlich verliert auch er die Lust am himmlischen Dasein und wechselt die Seiten. Er trifft auf alte und neue Freunde, bekommt aber bald die Kälte und Lieblosigkeit der Menschen zu spüren. Großer Preis der Jury in Cannes! Tragikkomödie mit Otto Sander, Peter Falk, Horst Buchholz, Nastassja Kinski u.a. Regie: Wim Wenders. Extras: Audiokommentar von Wim Wenders, Biografie Wim Wenders, Trailer.

Spr.: Mehrsprachige Originalfassung. Sub: D. 140 Min. FSK 6. 5.1 DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 1993
Produktionsfirma: Road Movies/Tobis

Darsteller: Otto Sander (Cassiel), Bruno Ganz (Damiel), Horst Buchholz (Tony Baker), Nastassja Kinski (Raphaela), Willem Dafoe (Emit Flesti), Peter Falk (Peter Falk), Rüdiger Vogler (Phillip Winter), Heinz Rühmann (Konrad)

Produzent: Wim Wenders

Regie: Wim Wenders

Drehbuch: Wim Wenders, Richard Reitinger, Ulrich Zieger

Kamera: Jürgen Jürges

Musik: Laurent Petitgand

Schnitt: Peter Przygodda

Auszeichnungen

Cannes (1993, Spezialpreis der Jury)


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Der anspruchsvollen Fantasie zweiter Teil

Meine grundlegende Kritik am Vorläufer dieses Films, 'Der Himmel über Berlin', wird vollinhaltlich aufrecht erhalten. Wer gehofft hatte, die angekündigte Fortsetzung werde neue Erkenntnisse bringen, sieht sich enttäuscht. Am Darstellungskonzept hat sich nichts verändert, wenngleich die Geschichte sehr viel schneller in die irdische Realität einschwenkt. Diesmal wird ein direkterer Bezug zur christlichen Tradition hergestellt, wenn dem Film gleichsam als Motto der Vers Matthäus 6,22 vorangestellt wird. Dabei wird nicht erkannt, dass Jesus in der Bergpredigt nicht von den körperlichen Augen, sondern vom Dritten Auge sprach, das den Zugang zur göttlichen Dimension bildet. Davon weiß die Kirche nichts. Auch Charakter und Funktion der Engel wird deutlicher beschrieben, wenn sie von sich sagen, sie seien nur Boten, nicht aber die Botschaft. Auch dies ist das Verständnis der jüdischen Tradition. Deutlicher, als im ersten Film, trifft Wenders hier auf einige gültige Wahrheiten, doch wie sie eingestreut werden lässt erkennen, dass sie nur intellektuell erfasst, angelesen und eher zufällig in den Dialogablauf übernommen wurden. Sie bleiben fremde Antworten von außen, fließen also nicht aus eigener, existenzieller Erfahrung. Darum können sie auch nicht wirken, weil sie in den übrigen Irrtümern und Halbwahrheiten untergehen. Mit der Einführung des Engels Emit Flesti, rückwärts gelesen von 'Time Itself', will Wenders anscheinend dem Bösen Gestalt geben, der Versuchung, aber auch der Unerbittlichkeit des Schicksals. Wieder eine Sackgasse, denn es wird nicht deutlich, wie in uns Menschen die Möglichkeit des Guten wie des Bösen gleichermaßen angelegt, und uns die Freiheit der Wahl und die Verantwortung für die jeweiligen Folgen auferlegt ist. Nicht der Teufel bewirkt das Böse, das es so gar nicht gibt, denn es ist eine Abstraktion des Verstandes, sondern wir entscheiden uns in unserer Unbewusstheit und Umnachtung aus egoistischen Motiven für destruktive, lebensfeindliche Haltungen und Taten. So entlässt uns auch dieser Film mit seiner letzten Einstellung, in der die Arche Noah dem städtischen Dschungel entkommt und aufs offene Meer hinausfährt, mit einer vagen Hoffnung auf Rettung, die in unserer tatsächlichen Erfahrung durch nichts gerechtfertigt wird. Wieder konnte Cassiels Selbstopfer allenfalls ein biologisches Leben retten, aber nichts zur seelischen Rettung beitragen. Mit diesem grundsätzlichen Irrtum liegt er voll auf der tragischen Linie, die Jesus und die Märtyrer vorgezeichnet haben. Kleiner Trost am Rande: diesmal ist die Musik bekömmlicher, als vorher.

Geschrieben von Filmaddict (26.06.2016)