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Die Blechtrommel – Director’s Cut. Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/2010.
Spr.: D Sub: D f. Hörg. 156 Min. FSK 16. 5.1 DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
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Die Blechtrommel

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Die Blechtrommel – Director’s Cut. Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/2010.

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D/F 2010. Mit drei Jahren beschließt Oskar Matzerath nicht mehr zu wachsen. Niemals will er Teil der scheinheiligen Erwachsenenwelt sein. Mit schriller Stimme und seiner Blechtrommel protestiert der kleinwüchsige Störenfried fortan gegen die muffige Weimarer Republik und den aufkommenden Nationalsozialismus. Er schließt sich einer Zirkusgruppe von Liliputanern an. Erst nach Kriegsende legt Oskar seine Skepsis gegenüber der Welt ab. Volker Schlöndorffs brillante, weitgehend werkgetreue Inszenierung von Günter Grass' Roman wurde als erster deutscher Spielfilm mit dem Oscar® als Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet und erhielt in Cannes die Goldenen Palme für die Beste Regie. Mehr als 30 Jahre später realisierte Schlöndorff den Director's Cut und nannte ihn den "eigentlichen, den vollständigen Film". Literaturverfilmung mit David Bennent, Mario Adorf, Angela Winkler u.a. Regie: Volker Schlöndorff. Extras: Volker Schlöndorff über den Director's Cut, Biografie Volker Schlöndorff, Trailer u.a.

Spr.: D Sub: D f. Hörg. 156 Min. FSK 16. 5.1 DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Originaltitel: LE TAMBOUR

Produktionsland: BR Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr: 1978
Produktionsfirma: Franz Seitz/Argos/Bioskop/Artemis/Hallelujah

Darsteller: David Bennent (Oskar Matzerath), Angela Winkler (Agnes Matzerath), Mario Adorf (Alfred Matzerath), Daniel Olbrychski (Jan Bronski), Katharina Thalbach (Maria), Heinz Bennent (Greff), Andréa Ferréol (Lina Greff), Charles Aznavour (Sigismund Markus), Mariella Oliveri (Roswitha), Ilse Pagé (Gretchen Scheffler), Otto Sander (Musiker Meyn)

Produzent: Franz Seitz, Anatole Dauman

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Volker Schlöndorff, Franz Seitz

Kamera: Igor Luther

Musik: Maurice Jarre, Friedrich Meyer

Schnitt: Suzanne Baron

Vorlage: Günter Grass

Auszeichnungen

Cannes (1979, Goldene Palme), Oscar (1980, Bester fremdsprachiger Film)

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
30 Jahre lang gab es nur die eine 'Die Blechtrommel'-Verfilmung. Sie war Volker Schlöndorffs größter Triumph. Er gewann die Goldene Palme in Cannes und wurde als erste deutsche Produktion überhaupt mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. 2009 meldete sich bei dem Regisseur das Labor, dass die Negative der ungenutzten Szenen lagerte. Sie fragten, ob Schlöndorff den Mietvertrag für das Material verlängern wolle oder ob das Material entsorgt werden könne. Schlöndorff erinnerte sich an die damaligen Kürzungen, die durch eine Vertriebsvereinbarung mit United Artists notwendig wurden, und fragte sich, wie die Szene wohl heute wirken. Er sichtete das Material und war verblüfft: 'Zunächst einmal waren die Bilder von bestechender Qualität: fast jungfräuliche Negative sozusagen. Von keiner Hand berührt, seit die Rollen, vor über 30 Jahren, aus der Kamera genommen wurden.' Schnell wuchs die Idee die ursprünglich intendierte Fassung zu rekonstruieren. Schlöndorffs Drehbuch, 'in dem jede Einstellung und Szene mit [s]einen Notizen und Kommentaren versehen wurde', diente als Grundlage für den Neuschnitt. 20 Minuten fügte Schlöndorff der Geschichte um Oskar Matzerath schließlich hinzu und nannte den Director’s Cut 'den eigentlichen, den vollständigen Film'. Die Neufassung gibt unter anderem Mario Adorfs von den Nazis begeisterter Vaterfigur mehr Raum. Sie enthält eine wilde Orgie am Hof in Petersburg, in der Drehbuchautor Jean-Claude Carrière einen rüden Rasputin inmitten nackter Gespielinnen mimt. Am Ende folgt eine Szene des Treblinka-Überlebenden, Herrn Fajngold, die die Vertreibung der Deutschen aus Danzig zeigt. Nun existieren also zwei 'Die Blechtrommel'-Verfilmungen, aber beide sind zweifellos Höhepunkte des deutschen Kinos.


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Eine literarische Geschichtsstunde

Günter Grass hatte wahrhaftig eine überbordende Fantasie mit teilweise grotesken Zügen. Damit ist es ihm gelungen, eine sonst wohl nur schwer verständliche Wirklichkeit illustrativ und glaubwürdig zu schildern. Schlöndorffs Adaption des berühmten Romans ist kongenial. Wie unter einer Lupe zeichnet er mit den einzelnen Schicksalen in einem engen Gesellschaftskreis in Danzig die politische Lage und ideologische Befindlichkeit Deutschlands zwischen 1920 und 1945 nach. Unübersehbar ist ein sexistisches Element, das Rückschlüsse auf Grass' diesbezügliche Verfassung zulässt, aber wohl auch die nazistische Doppelmoral entlarven soll. Die darstellerischen Leistungen sind überragend und überzeugend. Besonders David Bennent und Mario Adorf sind hervorzuheben. Die Zwergin Mariella Oliveri ist mit ihrem speziellen Reiz eine Entdeckung. Die sparsamen Einblendungen historischer Originalaufnahmen erschließen geschickt den historischen Zusammenhang. Köstlich die ungewollte Auflösung der Nazi-Massenversammlung anlässlich der deutschen Machtübernahme in Danzig. Die Überlänge ermüdet keinen Augenblick, sondern fesselt von der ersten bis zur letzten Einstellung. Ein filmisches Kunstwerk, das zu Recht bedeutende Auszeichnungen erfuhr. Sehr empfohlen.

Geschrieben von Filmaddict (08.08.2015)