Beschreibung einer Insel - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 61978. für 7,99 €

Beschreibung einer Insel - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 6/1978.

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Spr.: D/E Sub.: D nicht ausblendbar. 191 Min. FSK 6. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

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Ein fünfköpfiges Forscherteam kommt nach Ureparapara, einer kleinen Vulkaninsel im Norden der Neuen Hebriden. Sie wollen die geografischen Gegebenheiten der Insel, ihre Einwohner und die Flora und Fauna studieren und dokumentieren. Die Filmemacher Rudolf Thome und Cynthia Beatt setzen auf genaue und sachliche Beobachtungen. Die wenigen dramaturgischen Zuspitzungen sind pointiert, aber nie plakativ. Innerhalb von Thomes Werk stellt der Film eine absolute Zäsur dar: Der Regisseur nimmt eine Auszeit von seinen üblichen Geschichten und dem ironischen Unterton und inszeniert einen "ethnografischer Spielfilm aus der Südsee". Dokumentarischer Spielfilm mit Cynthia Beatt, Gabrielle Baur, Susanne Christmann, Edda Köchl u.a. Regie: Rudolf Thome, Cynthia Beatt.

Spr.: D/E Sub.: D nicht ausblendbar. 191 Min. FSK 6. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1977/78
Produktionsfirma: Moana

Darsteller: Gabrielle Baur, Brian Beatt, Cynthia Beatt, Susanne Christmann, Otto Kayer

Regie: Rudolf Thome, Cynthia Beatt

Drehbuch: Rudolf Thome, Cynthia Beatt

Kamera: Matthew Flannagen, Sebastian C. Schroeder

Musik: Originalmusik aus der Südsee

Schnitt: Rudolf Thome, Cynthia Beatt

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Für diesen Film müssen Sie sich Zeit nehmen und zwar zweimal. Das erste Mal, um im Atlas die Insel zu finden, die im Film beschrieben wird, und das zweite Mal für den dreistündigen Film selbst. Die Insel heißt Ureparapara und ihr Name eignet sich perfekt als Millionenfrage in einschlägigen Quizshows. Sie zählt zur Inselgruppe Neue Hebriden, ein paar Tausend Kilometer nordöstlich von Australien. Ureparapara ist nur 39 Quadratkilometer groß und hat heute rund 400 Einwohner. Als die Filmemacher Beatt und Thome die Insel 1977/1978 besuchten und dort drehten, waren es gerade einmal 200 Einwohner. Wenn man über den Film liest, wird er oft als Dokumentarfilm beschrieben, was schlichtweg falsch ist. Es ist ein Spielfilm, der dokumentarisch anmutet, aber eine klare Inszenierung und Handlung besitzt, beides wiederum ist dokumentarisch angelegt, und so ist die Genreklassifizierung ein wenig konfus. Die Regisseure gaben ihm damals den Untertitel "ein ethnografischer Spielfilm aus der Südsee", was möglicherweise zur Mehrdeutigkeit beitrug. Im Film will ein fünfköpfiges Forscherteam die geografischen Gegebenheiten der kleinen Vulkaninsel, ihre Einwohner und die Flora und Fauna studieren und dokumentieren. Während dieser Arbeit sind sie aber oft mit sich selbst, ihren Befindlichkeiten und der eigenen Gruppendynamik beschäftigt. Das sorgt für komische Momente, weil der Zuschauer plötzlich selbst zum Betrachter der Betrachtenden wird. In einem hochinteressanten Flugblatt, das die Filmemacher anlässlich des Kinostarts am 12. Oktober 1979 veröffentlichten, zitieren sie Ernst Bloch: "In der Fremde ist niemand exotisch als der Fremde selbst." Und das mag auch einer der bleibenden Eindrücke des Films sein. Obwohl die fünf Forscher dem Zuschauer näher sein dürften als die Ureinwohner Ureparaparas, sind die Forscher die wahren Exoten. In der Filmgeschichte existiert übrigens ein Wesensverwandter zu "Beschreibung einer Insel" – und überraschenderweise begab sich auch darin ein deutscher Regisseur in die Südsee. Es war Friedrich Wilhelm Murnau in seinem letzten Film "Tabu" aus dem Jahr 1931. Auch er drehte abseits der Heimat eine außerordentliche und originäre Studie, die gleichzeitig ein Selbstporträt des Porträtierenden wurde.