Die Feuerzangenbowle - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 11944. für 7,99 €

Die Feuerzangenbowle - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1944.

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Spr.: D Sub: D für Hörg. 93 Min. FSK 12. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

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Georg Seeßlen nannte den Film in seiner Kritik von 1994 einen "schizophrenen Film aus der Spätzeit des Nationalsozialismus, der zugleich dem Regime dienen und über sein Ende hinausblicken wollte, der voller offener oder unterschwelliger Nazi-Ideologeme ist, und zugleich von einer Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung zeugt, der sozusagen schon mit der Verdrängung der Schuld beginnt, während sie noch geschieht". Als erfolgreicher Schriftsteller Dr. Pfeiffer beschließt Heinz Rühmann, noch einmal die Schulbank zu drücken, wobei er mit seinen Streichen nicht nur die Schule, sondern sein ganzes Heimatstädtchen auf den Kopf stellt. D 1944. Komödie mit Heinz Rühmann, Karin Himboldt, Erich Ponto u.a. Regie: Helmut Weiss. Extras: Biografie Heinz Rühmann, Trailer u.a.

Spr.: D Sub: D für Hörg. 93 Min. FSK 12. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 1944
Produktionsfirma: Terra

Darsteller: Heinz Rühmann (Dr. Johannes Pfeiffer), Karin Himboldt (Eva), Hilde Sessak (Marion), Erich Ponto (Prof. Grey/Schnauz), Paul Henckels (Prof. Bömmel), Hans Leibelt (Gymnasialdirektor Knauer, genannt Zeus), Lutz Götz, Hans Richter, Clemens Hasse, Max Gülstorff (Oberschulrat)

Regie: Helmut Weiss, Heinz Rühmann

Drehbuch: Heinrich Spoerl

Kamera: Ewald Daub

Musik: Werner Bochmann

Vorlage: Heinrich Spoerl

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Denkt man an Helmut Weiss' "Die Feuerzangenbowle", erinnert man drei Merkmale sofort: erstens einer der deutscher Komödienklassiker schlechthin, zweitens Heinz Rühmann in seiner Paraderolle und drittens der berühmt-berüchtigte Pfeiffer mit drei "f". Doch die wenigsten vergegenwärtigen sich sein Produktionsjahr. Die Uraufführung erlebte der Film am 28. Januar 1944 in Berlin. Einen Monat zuvor hatte Reichserziehungsminister Bernhard Rust versucht, die Freigabe des Films zu verhindern: Der Film würde die Autorität der Schule und der Lehrer gefährden, so seine Begründung. Als Heinz Rühmann während der Dreharbeiten zu seinem nächsten Film "Quax auf Fahrt" davon erfuhr, begab er sich persönlich mit einer Filmkopie zur Wolfsschanze. Der Film wurde Reichsmarschall Hermann Göring und seinem Stab vorgeführt, der seine Empfehlung zur Freigabe an Adolf Hitler gab, der wiederum den für Propaganda zuständigen Minister Joseph Goebbels anwies, den Film freizugeben. In seinem Tagebuch notierte Goebbels am 25. Januar 1944: "Der neue Rühmann-Film ‚Feuerzangenbowle‘ soll unbedingt aufgeführt werden. Der Führer gibt mir den Auftrag, mich nicht durch Einsprüche von Lehrerseite oder von Seiten des Erziehungsministeriums einschüchtern zu lassen." Somit ist "Die Feuerzangenbowle" eine exemplarische nationalsozialistische Filmproduktion. Oder wie es der Filmkritiker Georg Seeßlen anlässlich des 50. Jubiläums der Premiere in seiner bemerkenswerten Analyse beschrieb: "‚Die Feuerzangenbowle‘ gehört zu jenen schizophrenen Filmen aus der Spätzeit des Nationalsozialismus, die zugleich dem Regime dienen und über sein Ende hinausblicken wollen, die voller offener oder unterschwelliger Nazi-Ideologeme sind, und zugleich von einer Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung zeugen, die sozusagen schon mit der Verdrängung der Schuld beginnt, während sie noch geschieht."