Die bitteren Tränen der Petra von Kant - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 21972. für 7,99 €

Die bitteren Tränen der Petra von Kant - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 2/1972.

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Spr.: D. 119 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

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Ein Sog entsteht, ein Schwindelgefühl, bis der Ernst und die Lächerlichkeit dieser Passionsgeschichte, bis der Kitsch und die Kunst daran sich nicht mehr klar unterscheiden lassen. "Wieder einmal hat Fassbinder den sogenannten guten Geschmack kunstvoll aufs Kreuz gelegt" (SZ vom 8. Dezember 1972). Die erfolgreiche Modeschöpferin Petra von Kant lebt in einem opulenten Wohnatelier, zusammen mit ihrer Assistentin Marlene, die sie unentwegt demütigt. Marlene indes lässt alle Launen ihrer Chefin über sich ergehen. Petra verliebt sich unsterblich in die deutlich jüngere, verheiratete Karin, die versucht, die wohlhabende Designerin auszunutzen ... Geschickt inszeniert Rainer Werner Fassbinder eine Geschichte über Abhängigkeiten und Machtstrukturen, Eifersucht und Besitz in der Liebe. Margit Carstensen und Eva Mattes erhielten für ihre eindrucksvollen Darstellungen und Michael Ballhaus für seine Kameraführung den Deutschen Filmpreis. D 1972. Drama mit Margit Carstensen, Hanna Schygulla, Irm Hermann u.a. Regie: Rainer Werner Fassbinder. Extras: Interview mit Irm Hermann, Biografie Rainer Werner Fassbinder, Fotogalerie, Trailer u.a.

Spr.: D. 119 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1972
Produktionsfirma: Tango

Darsteller: Margit Carstensen (Petra von Kant), Hanna Schygulla (Karin Thimm), Irm Hermann (Marlene), Eva Mattes (Gabriele von Kant), Katrin Schaake (Sidonie von Grasenabb), Gisela Fackeldey (Valerie von Kant)

Produzent: Rainer Werner Fassbinder

Regie: Rainer Werner Fassbinder

Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder

Kamera: Michael Ballhaus

Musik: Giuseppe Verdi, The Platters, Walker Brothers

Schnitt: Thea Eymèsz

Vorlage: Rainer Werner Fassbinder

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus dem Newsletter:
Ein Film voller Frauen, allein voller Frauen. Es dreht sich um sie und um ihre Männer. Doch die Herren sind nie anwesend und trotzdem sind sie immerfort da: in den Köpfen, in den Gesprächen und in den Bildern an der Wand. Sie lassen sich nicht verstecken. Und es geht um die Liebe zwischen den Frauen, die als fragile Alternative fungieren könnte. Marlene, grandios dargestellt vom Irm Hermann, liebt ihre Herrin. Sie ist Petra von Kants Bedienstete und wird quasi unentwegt von ihr mit den Füßen getreten. Wenn Petra Frauenbesuch empfängt, macht sie Marlene eifersüchtig oder stellt sie einfach nur bloß: ihre bedingungslose Liebe als billiges Schauobjekt. Doch Marlene erduldet die Missachtung mit masochistischer Geduld. Kein Wunder, dass viele Frauen den Film bei seiner Veröffentlichung verachteten und Fassbinder angriffen. Doch der Regisseur wehrte sich: "Ich betrachte eine Frau genauso kritisch wie einen Mann, aber ich habe eben das Gefühl, dass ich das, was ich sagen will, besser ausdrücken kann, wenn ich eine weibliche Figur in den Mittelpunkt stelle. Frauen sind interessanter, denn auf der einen Seite sind sie unterdrückt, aber andererseits sind sie es nicht wirklich, weil sie ‚Unterdrückung‘ als Terrorinstrument benutzen. Männer sind so simpel, sie sind viel gewöhnlicher als Frauen." Einmal mehr geht es Fassbinder in seiner eiskalten Analyse um die Liebe. Die Liebe als Kammerspiel, anders kann man sie vielleicht nicht inszenieren, weil die Enge und die Klarheit der Räumlichkeit auch dem Wesen und unbeirrten Streben der Liebenden ähneln. In diesen Räumen sind alle unwiederbringlich gefangen und am Ende kann sich nur die befreien, die ihre Liebe endgültig aufgibt.