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Der Prozess. Zweitausendeins Edition Film 144.
Spr.: D/E. Sub: D. 114 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
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Der Prozess. Zweitausendeins Edition Film 144. für 7,99 €

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Der Prozess. Zweitausendeins Edition Film 144.

SKU# 895288

F/D/I 1962. Der kleine Angestellte Josef K. wird beschuldigt, ein Verbrechen begangen zu haben. Er ist sich keiner Schuld bewusst. Alle Nachforschungen nach den Gründen der Anklage bleiben erfolglos, und auch alle Versuche, seine Unschuld zu beweisen, scheitern. Meisterregisseur Orson Welles' persönliche Interpretation von Franz Kafkas weltbekanntem Roman mit Anthony Perkins, Jeanne Moreau, Romy Schneider und Orson Welles präsentieren wir in der ungekürzten Kinofassung. Mit Anthony Perkins, Romy Schneider u.a. R: Orson Welles. Extras: Orson Welles – Architect of light (Interview mit Kameramann Edmond Richard), Fotogalerie, Trailer.

Spr.: D/E. Sub: D. 114 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Originaltitel: LE PROCES

Produktionsland: BR Deutschland/Frankreich/Italien
Produktionsjahr: 1962
Produktionsfirma: Hisa/Paris Europa/FI.C.IT.

Darsteller: Anthony Perkins (Josef K.), Jeanne Moreau (Fräulein Bürstner), Orson Welles (Rechtsanwalt Hastler), Romy Schneider (Leni), Elsa Martinelli (Hilda), Max Haufler, Jess Hahn

Produzent: Alexander Salkind, Michel Salkind

Regie: Orson Welles

Drehbuch: Orson Welles, Antoine Tudal

Kamera: Edmond Richard

Musik: Jean Ledrut, Tommaso Albinoni

Schnitt: Yvonne Martin

Vorlage: Franz Kafka

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Diese Tür ist enorm. Anthony Perkins erreicht ihre Klinke nur auf Zehenspitzen. Kaum auszudenken, wie schwer es sein wird, diesen Koloss zu öffnen. Kaum auszudenken, welch weiteres perfides Konstrukt sich wohl dahinter verbergen wird. Dies ist nur eines der vielen originären ikonografischen Filmbilder, die Regisseur Orson Welles für seine Adaption von Franz Kafkas berühmtem Roman bereithält. Das Klaustrophobische und das Absurde, das Alptraumhafte und das Ausweglose fängt Kameramann Edmond Richard in sensationellen Schwarzweißfotografien ein. Jeder Raum ist voller Schatten, Gitter, verstellten Vordergründen und grotesk-unwirklichen Tiefschärfen. Anthony Perkins brilliert als Josef K. Er spielt ängstlich und verunsichert, an die Wand gedrängt, ohne zu wissen warum. Jede Flucht und jede Ahnungslosigkeit Josef K. spiegelt sich in Perkins’ Mimik und Gestik wider. Eine schauspielerische Glanzleistung, die Perkins’ „Psycho“ in nichts nachsteht. Durch die suggestiven Bilder bleibt dem Zuschauer keine andere Wahl, als dem Unglück und der Unwissenheit Josef K. zu folgen. Jedes Bild und jede Kadrierung wirken beunruhigend und machtvoll. Müsste ich mich entscheiden, welcher Welles‘ bester Film ist, dann würde ich zwischen „Der Prozess“, „Im Zeichen des Bösen“ und „Citizen Kane“ schwanken. Vermutlich würde „Der Prozess“ verlieren, weil die Vorlage nicht von Welles stammt, aber seine Umsetzung ist meisterlich.


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1 Meinung(en)

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Orson Welles adaptiert Franz Kafka

Ein cineastisches Genie schafft ein fantasievolles Zeitzeugnis. Ich verstehe es so, dass Kafka ahnungsvoll und warnend die Entwicklung auf das Dritte Reich zu an die Wand malen wollte. Mene Tekel! Wie weit seine düstere Vision hinter der Wirklichkeit zurückblieb, wissen wir inzwischen. Seine Gestalten stellen Beispiele menschlicher Charaktere dar, die durch die Bank negativ gesehen werden. Da erscheint kein Licht am Horizont. Josefs irres Lachen, bevor er in die Luft fliegt, erscheint als Ausdruck letzter Verzweiflung in aussichtsloser Lage und vollständiger Ohnmacht in den Händen einer anonymen, ungreifbaren Machtmaschinerie, die aus einem unerreichbaren Hintergrund agiert. Seltsam vage und unentschieden erscheinen die Frauen, die weder denunzieren noch helfen. Kafkas Menschenbild muss verheerend gewesen sein. Ein Jude nach der Erfahrung des Ersten Weltkriegs. Dies Alles zeigt der Film gleichsam schwebend, unwirklich, abstrakt und theoretisch. Die Menschen leben nicht wirklich und haben auch keinen realen Bezug zueinander. Vexierbilder für ein unbegreifliches Geschehen. Die Nazis sollten der Sache die erforderliche Wirklichkeit einblasen. Der Film jedoch vermag weder einen Weg zur Befriedung und Versöhnung zu weisen, noch Hinweise zu geben, wie die Abgründe des Menschlichen zukünftig erlöst werden könnten. So bleibt er denn l'art pour l'art, wenn auch auf hohem Niveau.

Geschrieben von Filmaddict (11.05.2015)