Das deutsche Kettensägenmassaker - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 31990. für 7,99 €

Das deutsche Kettensägenmassaker - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 3/1990.

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Spr.: D. Sub: E. 63 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

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D 1990. Clara flieht von Leipzig in den Westen. Dort trifft sie ihren Liebhaber Artur, doch ein Psychopath greift das wiedervereinte Liebespaar an. Während Artur schwer verletzt wird, sucht Clara Zuflucht im Gasthof »Deutsches Haus« – nicht ahnend, dass dies die Brutstätte allen Übels ist. Einen Monat nach der Wiedervereinigung, am 29. November 1990, kam Schlingensiefs völlig überdrehte Abrechnung über den besinnungslosen Freudentaumel auf den deutschen Straßen in die Kinos. Der Regisseur bediente sich der allgegenwärtigen Hysterie und kreierte aus dem sinnentleerten Jubel ein sinnentleertes Schlachten. So schnell (und aggressiv) hatte seit Rainer Werner Fassbinder kein deutscher Filmregisseur gearbeitet und den Finger in die noch blutige Wunde gebohrt. Die politische und gesellschaftliche Relevanz von Schlingensiefs Schlachtfest konnte größer kaum sein. Andreas Kilb schrieb in Die Zeit vom 02.11.1990: »Christoph Schlingensiefs Antwort auf die deutsche Laubsägenpolitik: die Wiederzerstückelung von Deutschland. (...) Schlingensief [will] keine Geschichte erzählen, sondern eine Geschichte zerstören. Seine Darsteller schlachten ›Ossis‹, und der Film schlachtet Deutschland. Satire mit Alfred Edel, Udo Kier, Volker Spengler, Irm Hermann u.a. Regie: Christoph Schlingensief. Extras: Interview mit Christoph Schlingensief, Kino-Trailer, Fotogalerie, Presseschau.

Spr.: D. Sub: E. 63 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1990
Produktionsfirma: DEM Film/Rhewes Filmproduktion

Darsteller: Karina Fallenstein (Clara), Susanne Bredehöft (Claras Mann), Volker Spengler (Hank), Alfred Edel (Alfred), Brigitte Kausch (Brigitte), Arthur Albrecht (Claras Liebhaber)

Produzent: Christian Fürst

Regie: Christoph Schlingensief

Drehbuch: Christoph Schlingensief

Kamera: Christoph Schlingensief, Voxi Bärenklau

Musik: Jacques Arr

Schnitt: Ariane Traub

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus dem Newsletter:
Heute greife ich zum 100. Mal ins Filmregal und die sich darin befindende Edition zum deutschen Kino ist mit über 200 Titeln die weltweit umfassendste ihrer Art. Darauf sind wir ein wenig stolz, und ich habe ein bisschen länger gestöbert, um einen adäquaten Film herauszusuchen, der das „Jubiläum“ entsprechend würdigt. Bitte lassen Sie sich zunächst nicht vom horrormäßigen Titel abschrecken. Er ist nur ein gezielter Affront, eine Art Schlachtruf. Sein Verursacher ist Christoph Schlingensief und der hat 1990, innerhalb von nur 14 Tagen, einen Film zusammengeflickt, der die schnellste, heftigste und drastischste Reaktion auf den deutsch-deutschen Freudentaumel darstellt. Um der allgemeinen Wiedervereinigungshysterie Herr zu werden, erhebt Schlingensief sie zum Stil- und Erzählprinzip. Im Film wird nicht gesprochen, sondern geschrien, es wird nicht gestritten, sondern geschlachtet und es wird auch nicht geliebt, sondern – verzeihen Sie – gefickt. Das ist so unerhört und empörend, das man schnell die politische Relevanz und subversive Kraft des Monsters an Film übersieht. Aber völlig zu Recht wurden Schlingensiefs Arbeiten immer mit denen von Fassbinder verglichen: Auch er war schneller und rigoroser als andere zeitgenössische Filmemacher und er hat wie Schlingensief die brutalsten, zärtlichsten Filme des deutschen Kinos gemacht.