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August Lafontaine:
Quinctius Heymeran von Flaming

Ein aufgeklärter früher deutscher Bestsellerroman.
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Quinctius Heymeran von Flaming von August Lafontaine für 39,90 €

„Ein ganz vorzüglich guter Roman ist: Leben und Taten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming.“
Georg Christoph Lichtenberg

Ein Meilenstein.
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August Lafontaine
Quinctius Heymeran von Flaming

SKU# 200350

Empfohlen von Arno Schmidt: Ein komischer Bestseller der Goethezeit. Nur bei uns.

30 Jahre Haidnische Alterthümer, der neue Band vom vergessenen Lieblingsautor der Deutschen: August Lafontaines „Quinctius Heymeran von Flaming“.

Wer war der bekannteste, beliebteste und meistgelesene Erzähler der Goethezeit? Goethe selbst? Wieland? Jean Paul? Der meistgelesene Autor war August Lafontaine. Bitte wer?

Arno Schmidt stellte Lafontaines Leben und Frühwerk in seinem Funkdialog „Quinctius Heymeran von Flaming - Eine Schuld wird beglichen“ so vor: „Sämtliche Ehrungen, auf die ein Deutscher Schriftsteller damals hoffen durfte, wurden ihm zuteil: alle seine Romane hatten binnen kürzester Frist drei & mehr Auflagen - und waren doch, in den Leihbibliotheken, bis zur Unbrauchbarkeit zerlesen. In schier alle europäischen Sprachen übersetzt. In den Gazetten kursierten Anekdoten über Ihn & sein Privatleben. In den Gartengaststätten drängten sich die Autogramm=Jägerinnen um ihn …“ Stendhal und Madame de Stael zählten zu Lafontaines begeisterten Lesern. Seine Werke verkauften sich so gut, dass sogar ausländische Buchhändler noch vor Erscheinen jeweils 100 Exemplare seines neuesten Buches bestellten.

Zu Lafontaines größten Erfolgen zählt der vierbändige Roman über Quinctius Heymeran von Flaming“ von 1795-1796. Für Novalis war er „unter den mir bekannten komischen Romanen fast der Matador“, Georg Christoph Lichtenberg notierte in sein Sudelbuch, dass der „Flaming“ ein „ganz vorzüglich guter Roman“ sei, und Böttiger, der Weimarer Chronist, kolportierte „Wieland hatte soeben den 3ten Theil vom Flaming gelesen, u. hielt ihm eine große Lobrede.“

Das Werk erzählt die satirische Lebens-, Leidens- und Liebesgeschichte eines adelsstolzen, dabei herzensguten Toren, der jeder neuen Theorie, jeder Pseudowissenschaft mit ebenso viel Eifer wie Narrheit anhängt: Flaming begeistert sich abwechselnd für Lavaters Physiognomik und Galls Craniologie, für Rousseaus „Émile“ und „Nouvelle Heloise“ ebenso wie für Kants Philosophie oder für die gerade aufkommende Luftschifferei der Brüder Montgolfier und die Französische Revolution. Vor allem aber wird er ein übereifriger Parteigänger des Göttinger Professors Meiners, der die Überlegenheit der keltischen Rasse postuliert: blond, blauäugig, zum Führen geboren. Lafontaine lässt diesen „Prä=Arier=Fanatismus“ (Arno Schmidt) am unvernünftigsten Vernunftmittel zerschellen: Der frühe Rassist verfällt einer dunkelhäutigen Schönen.

„Das zierlich-weitschweifige Buch“ sei „beste, aber noch konsequentere NATHAN-Tradition“, notierte Arno Schmidt. Zeitgleich mit Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahren“ und Jean Pauls „Hesperus“ erschienen, ist der „Flaming“ ein hervorragendes Beispiel für das, „was die Deutschen lasen, während ihre Klassiker schrieben“ (Walter Benjamin). Zum 250. Geburtstag Lafontaines am 5. Oktober 2008 erscheint jetzt die Neuausgabe des Bestsellers und Lieblingsbuchs von Arno Schmidt.

August Lafontaine „Leben und Thaten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming“. Herausgegeben von Hans-Michael Bock. Mit einem Nachwort von Dirk Sangmeister. Vier Teile in zwei Bänden. 1.452 Seiten. Fadenheftung. Lesebändchen. Halbleinen mit echtem französischem Marmorpapierund silbernem Kopfschnitt. Nur bei uns.


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Pressestimmen

„Ein ganz vorzüglich guter Roman ist: Leben und Taten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming.“
Georg Christoph Lichtenberg

Ein Meilenstein.
„Nicht nur der Text, auch der Anhang macht den Quinctius Heymeran des Lafontaine-Jahres 2008 zu einem Meilenstein in der Wiederentdeckung dieses Autors und seiner Zeit. Auf über 200 Seiten bietet Sangmeisters engagiertes Nachwort den aktuellen Forschungsstand und eine realistische und überzeugende Verortung Lafontaines im Tableau der europäischen Literatur um 1800. Hier finden sich darüber hinaus neben der Biografie des Autors und der Geschichte seiner Bücher, neben einer Soziologie seines Publikums und einer Rezeptionsgeschichte seiner Texte im europäischen Ausland auch eine aktuelle (und vollständige) Bibliografie sämtlicher Werke und der zugehörigen Forschung. Ein Muss also für alle Forscher und ein denkbar gelungener Einstieg für alle an der Literatur der Goethezeit interessierten in das so unüberschaubare wie reizvolle Œuvre dieses Autors.“
Cord-Friedrich Berghahn, Zeitschrift für Germanistik, 3/2009

„Eine Räuberpistole aus dem 18. Jahrhundert erzählt von Liebe, Rauschgift und Rassenwahn.“
Wenzel Storch, Konkret 2/2009

„Wer Siegfried Lenz liebt, wird auch diesen Bestsellerautor der Goethezeit mögen: Ein trefflicher Erzähler, ein sanfter Aufklärer.“
Benedikt Erenz, Die Zeit 11.12.2008

Lesebefehl.
„Nein, für den klassischen Kanon hat Heinrich August Julius Lafontaine seine Romane nicht verfasst. Dafür zielten sie direkt ins Herz jener Leserschicht, die dem Buch bis heute am treuesten geblieben sind: der Frauen … Lesebefehl.“
Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 14.10.2008

Eine hellsichtige Satire gegen Buchgelehrsamkeit und Rassismus
. „Das Ganze ist klar und durchaus spannend erzählt (bis hin zur überraschenden Heirat des Barons mit einer Äthiopierin), auch wenn der Gang des Romans hie und da in Nebenhandlungen ausfranst … Die Episoden aber wird man mit Gewinn lesen, einige sogar mit Erstaunen über die Hellsichtigkeit des lange belächelten Autors. Denn wie die Rassenideologie des Barons, umgesetzt in ein perfides System aus Anreiz und Strafe, in seinem Dorf erst die Solidarität der Bewohner untergräbt, dann zu sichtbarer Ungleichheit und zu offener Feindschaft führt, liest sich aus heutiger Sicht wie ein Menetekel. Und die Eleganz, mit der Lafontaine den verblendeten Baron zusammen mit seinen Anschauungen verkaspert, nimmt doch recht für den Autor ein. Vor allem aber ist es eine schöne Pointe, dass Lafontaine nicht jede Lektüre und jeden Leser über einen Kamm schert. Er zeigt auch, wie Ovids "Liebeskunst" in den Händen von Flamings kluger Mutter zu einer scharfen Waffe wird, um die unpassende Liebe eines jungen Paares zu beenden, während Flaming nur Torheiten aus dem Buch zieht.“
Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.10.2008

August Lafontaine, vergessener Star.
„Sogar gekrönte Häupter ließen sich vom Lafontaine-Lesefieber infizieren. Preußens Königin Luise gestand Schiller erst ‚nach Lafontaine‘ den ersten Rang zu. Und Napoleon hatte in seiner Bibliothek in St. Cloud ein Exemplar von Lafontaines Roman ‚Henriette Bellmann‘, das der Autor später von einem preußischen Offizier als Beutestück geschenkt bekam. 75 Bücher Lafontaines sind ins Französische übertragen worden. Insgesamt gibt es 392 Übersetzungen in 597 Ausgaben und Auflagen in fast allen europäischen Sprachen. Nicht schlecht für einen, der sich zum Schreiben quälen musste. Nach einem Theologiestudium in Helmstedt war Lafontaine Feldprediger bei einem preußischen Regiment in Halle geworden. Er nahm 1793 an jenem Feldzug gegen die Revolutionsarmeen teil, über den Goethe später seinen berühmten Bericht ‚Die Campagne in Frankreich‘ schrieb. Hier verschaffte er sich etwas Anschauungsmaterial für sein bis heute bekanntestes Buch ‚Klara du Plessis und Klairant‘ (1794), das im Milieu der adeligen Emigranten spielt. Anfang 1795 erscheint ‚Leben und Thaten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming‘, das jetzt zum 250. Geburtstag bei Zweitausendeins neu erschienen ist.“ Matthias Heine, Die Welt, 4.10.2008 "