Angst essen Seele auf - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 11974. für 7,99 €

Angst essen Seele auf - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1974.

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Spr.: D. 89 Min. FSK 12. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

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"Melodram, das mit kühler Brillanz die Missachtung von Minderheiten und die Mechanismen sozialer Unterdrückung analysiert" (Lexikon des internationalen Films). Kritikerpreis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Deutscher Filmpreis in Gold für Brigitte Mira. Melodram mit Brigitte Mira, El Hedi ben Salem, Barbara Valentin u.a. R.: R.W. Fassbinder.

Spr.: D. 89 Min. FSK 12. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1973
Produktionsfirma: Tango

Darsteller: Brigitte Mira (Emmi), El Hedi Ben Salem (Ali), Irm Hermann (Krista), Barbara Valentin (Barbara), Rainer Werner Fassbinder (Eugen), Karl Scheydt (Albert), Elma Karlowa (Frau Kargus), Anita Bucher (Frau Ellis), Gusti Kreissl (Paul), Walter Sedlmayr (Angermayer), Doris Mattes (Angermayers Frau), Liselotte Eder (Frau Münchmeyer), Marquard Bohm (Herr Gruber), Hannes Gromball (Ober in der Osteria), Katharina Herberg (Mädchen in der Kneipe), Rudolf Waldemar Brem (Gast in der Kneipe), Peter Moland (Chef in der Autowerkstatt), Margit Symo (Hedwig), Peter Gauhe (Bruno), Helga Ballhaus (Yolanda), Elisabeth Bertram (Frieda), Hark Bohm (Arzt)

Produzent: Rainer Werner Fassbinder

Regie: Rainer Werner Fassbinder

Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder

Kamera: Jürgen Jürges

Musik: Archivmaterial

Schnitt: Thea Eymèsz

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Um von Fassbinders vielleicht populärstem Werk "Angst essen Seele auf" zu sprechen, muss ich zwei andere Filme erwähnen. Die Geschichte der Putzfrau Emmi und des Gastarbeiters Ali skizzierte der Regisseur in seinem bereits vier Jahre zuvor entstandenen "Der amerikanische Soldat". In einer Szene sitzt Margarethe von Trotta als Zimmermädchen auf dem Rand eines Hotelbettes und erzählt gedankenverloren die Geschichte des ungleichen Liebespaares. Bis auf das Ende stimmen alle Details mit dem tatsächlichen "Angst essen Seele auf" überein. In der frühen Version wird Emmi erschlagen und ihr Mann des Mordes verdächtig. In Hamburg, wo die Geschichte spielt, werden alle Türken mit dem Namen Ali verhaftet. Vermutlich trug deshalb "Angst essen Seele auf" den Arbeitstitel "Alle Türken heißen Ali". Der zweite Film, der maßgeblichen Einfluss auf "Angst essen Seele" hatte, ist Douglas Sirks "Was der Himmel erlaubt" (1955). Fassbinder hatte Sirks Melodramen begeistert verschlungen, und "Angst essen Seele auf" kann als deutsche Variation von "Was der Himmel erlaubt" bezeichnet werden. In beiden Filmen verliebt sich eine Frau in einen wesentlich jüngeren Mann, der nicht ihrer gesellschaftlichen Klasse angehört. Durch ihre Liebe wird sie geächtet und ausgestoßen, sogar die Familien lehnen den neuen Mann ab. In beiden Filmen zerbrechen die Liebenden fast an diesen Umständen, und obgleich beide Filme versöhnlich enden, lassen die Regisseure offen, ob die Liebenden weiterhin die Kraft aufbringen, sich den Widerständen zu stellen. Diese Ablehnung spürte auch Fassbinder, als "Angst essen Seele auf" in Cannes uraufgeführt wurde. Während das Publikum den Film frenetisch feierte, meinte ein deutscher Journalist, der Film wäre "provinziell". Fassbinders saloppe Retourkuts che lautet: "Der Film ist vielleicht nicht so provinziell, wie Ihr es seid." Wie Recht er hatte.