"Gigant der Nouvelle Vague" (The Guardian): Zum Tod von Jean-Luc Godard.

„Jede Geschichte hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge“, postulierte Jean-Luc Godard einmal. Nun, das mag für die Kunst gelten, aber auf die menschliche Existenz lässt es sich nur schwer übertragen. Da steht am Schluss doch meist das Ende – und in der Regel ist die Trauer groß. Das heißt, wenn wir jemandem zugetraut hätten, von diesem Weg frech abzubiegen, dann dem „Revolutionär des Kinos“ (Kurier) selbst. Und doch ist der französische Kultregisseur vorgestern im Alter von 91 Jahren verstorben. Die erzählerische Reihenfolge hat er nichtsdestotrotz insbesondere mit seinen Nouvelle-Vague-Klassikern durcheinandergebracht. Und seine Geschichten werden noch lange über seinen Tod hinaus Wirkung zeigen!