Denker aus Dänemark: „Dutschke-Retter Mihail Larsen“ (taz) ist tot.

Nach dem Attentat auf ihn im Jahr 1968 verließ Rudi Dutschke die BRD und erhielt schließlich eine Visum für Großbritannien. Als 1970 auf der Insel gewählt wurde, hob der neue britische Innenminister die Aufenthaltserlaubnis allerdings auf, weil Dutschke angeblich eine Gefahr für die „nationale Sicherheit“ darstellte. Dass er relativ bald von der Universität Aarhus angestellt wurde, hatte er besonders Mihail Larsen zu verdanken. Larsen war einer der Anführer der dänischen Studentenbewegung und vermietete Dutschke die Wohnung, in der er mit seiner Familie fortan leben sollte und in deren Badewanne er letztlich – aufgrund der Spätfolgen des Anschlags – ertrank. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der „Dutschke-Retter Mihail Larsen“ (taz) bereits Mitte Oktober verstorben, für uns Grund genug, uns noch einmal dem SDS und seinem führenden Kopf zu widmen.