Von heiligen Trinkern und Wartesälen: Joseph Roth bei Zweitausendeins.

"Ich habe nichts erfunden, nichts komponiert. Es handelt sich nicht mehr darum, zu ‚dichten‘. Das wichtigste ist das Beobachtete", bemerkte Joseph Roth einmal bescheiden über sich. Dass er heute zu den meisterhaften Erzählern seiner Zeit gehört, müsste man ihm wohl entgegenhalten. "Seine Beschreibungen sind scharf und genau, doch nie indezent oder indiskret. Er war ein herzlicher Analytiker und ein disziplinierter Plauderer", befand Marcel Reich-Ranicki, als er Roths Nachlass vorstellte. Eine kleine, aber feine Auswahl seines Werkes empfehlen wir wärmstens: