Piraten, Sklaven und Bankrotte: Die abenteuerlichen Weltreisen der Elisabeth Marsh. Eine wahre Geschichte. Nur bei uns.London, Kapstadt und Kalkutta, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg und der Harem des marokkanischen Sultans. Elisabeth Marsh hat alles gesehen.
„Dieses Frauenleben illustriert beispielhaft die Abenteuerlust, den Unternehmungsgeist und die Gefahren des 18. Jahrhunderts.“
Sunday Telegraph
Elizabeth Marsh (1735-1785) war in jeder Hinsicht eine Frau von Welt. Weit gereist und auch sexuell frei und unvoreingenommen, war sie stärker von den Entwicklungen rund um den Globus betroffen als die meisten Menschen ihrer Zeit. Als Tochter eines englischen Schiffszimmermanns und einer Jamaikanerin führte sie ihre erste Reise im Bauch ihrer Mutter von der Neuen in die Alte Welt, wo sie in Portsmouth aufwuchs. Als junge Frau unternahm sie ausgedehnte Erkundungsreisen durch Ost- und Südindien, verbrachte einige Zeit in den größten und wichtigsten Häfen der Welt: Portsmouth, Gibraltar, London, Rio de Janeiro, Kalkutta und Kapstadt.
Sie beteiligte sich an Grundstücksspekulationen in Florida, geriet in die Wirren des Siebenjährigen Krieges und des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, nahm an verschiedenen Weltumsegelungen teil, wurde von marokkanischen Piraten entführt und landete fast im Harem des herrschenden Sultans. In ihren Reiseberichten schreibt sie detailliert und farbig über die von ihr besuchten Städte sowie über die Menschen, die in ihnen leben. Sie berichtet über verheerende Epidemien, Erdbeben und Kriegsereignisse.
Ohne Verbindungen zur Royal Navy, zur East India Company und zum Handel innerhalb und außerhalb des britischen Weltreichs hätte das Leben dieser Frau völlig anders ausgesehen. Linda Colley, Historikerin in Cambridge und Yale (zurzeit in Princeton), beschreibt an diesem Schicksal die wechselnden Muster weltweiter Machtverhältnisse. Weitreichende Verbindungen, die Marsh im Laufe ihres Lebens über Kontinente und Ozeane hinweg knüpfte, afrikanische Sklavenhändler, indische Weber und Astronomen, sephardisch-jüdische Kaufleute und der große marokkanische Sultan Sidi Muhammad, der sie zu verführen suchte, prägten ihr Leben und ihre Ansichten.
Viele moderne Biografien beschränken sich ganz auf das Leben, während die Weltgeschichte nur als Hintergrundrauschen vorkommt. In dieser überraschenden Geschichte schildert Linda Colley eine globale Biografie weit vor unserer Zeit der Globalisierung. Der Daily Telegraph fühlte sich nicht nur gut informiert, sondern auch bestens unterhalten: „Liest sich wie ein pikaresker Roman aus dem 18. Jahrhundert.“
Linda Colley „Leben und Schicksale der Elizabeth Marsh. Eine Frau zwischen den Welten des 18. Jahrhunderts“. Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff. 405 Seiten. Fester Einband. Nur bei uns.