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			<title>Writersblog von Frank Schulz.</title>
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			<description>Writersblog von Frank Schulz.</description>
			<language>de-de</language>
			<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 11:17:56 --0200</pubDate>
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			<managingEditor>schulz@writersblog.de</managingEditor>
			<webMaster>Frank Schulz</webMaster>
			
			
			
			
			
			
			
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				<title>Der Kolk-Rabe No. 45 (Woche 32)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=95EEC461-F602-8CCB-D0326FEC1DBC1266</link>
				<description>
				
				Das fl&#xfc;chtige Online-Magazin

Editorial

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Hallo, Juserin! Hallo, Juser!


&amp;nbsp;&amp;nbsp;Am vergangenen Samstag feierten ein paar ganz liebe alte Wegbegleiter von mir ihren zweihundertsten Geburtstag: die Wiener W&#xfc;rstchen. (Frage: Warum hei&#xdf;en die Wiener Wiener, obwohl sie ein Frankfurter erfand? Weil er sie in Wien erfand. Zusatzfrage: Und wie hei&#xdf;en die Wiener in Wien? Nat&#xfc;rlich Frankfurter.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ein Hoch auf Johann-Georg Lahner! Meine erste Amtshandlung, wenn ich aus Griechenland zur&#xfc;ckkehre: Wiener W&#xfc;rstchen einkaufen. Ach ja, zweihundert Jahre! Da flie&#xdf;t schon mal das eine oder andere Tr&#xe4;nchen, was?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Um ihre Geburtstage scheren sich die Griechen &#xfc;brigens nicht die Bohne. Als wir bei Niko sa&#xdf;en, um zu essen (leider kennt der Griech keine Wiener), kamen wir zuf&#xe4;llig auf das Thema, und da stellte sich heraus, da&#xdf; sein Bruder Stavros dieser Tage auch Geburtstag hatte, und Niko fragte seine Mutter ? zweifellos eine gute Mutter ? nach dem genauen Datum. Sie konnte sich nicht erinnern! Nein, der Griech, wenn er was feiert, und das tut er (auch mit Geschenken und allem drum und dran), dann den Namenstag. Niko z.B., nat&#xfc;rlich, am 6. Dezember, dem Tag des hl. Nikolaus. Wahrscheinlich nennt der Griech seinen Sohn deswegen nicht z.B. Cedric-Noel (vgl. aktuelle Titanic, ?Briefe an die Leser?). W&#xfc;&#xdf;te nicht, da&#xdf; es je einen hl. Cedric-Noel gegeben h&#xe4;tte. 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Mein Lieblingsbegriff aus dem diesj&#xe4;hrigen Urlaub ist &#xfc;brigens ?Opferanode?. Es handelt sich dabei um ein Zinkteil an Booten, das die elektrische Energie abf&#xfc;hrt, die durch die verschiedenen Baumaterialien entsteht. Super, was? Opferanode. Super.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und mein Lieblings-T-Shirt sah ich auf der F&#xe4;hre. Es trug, auf ?Taille?, ein bayerischer Mittdrei&#xdf;iger mit Bierwampe und Damenbart (der au&#xdf;erdem stets ein Fl&#xe4;schchen Heineken mit sich f&#xfc;hrte). NOTARZT stand, in Versalien, auf der Brust. Und drunter, mit Spiegelstrichen: Ausziehen, hinlegen. Gell, Juserin, Du ahnst es? Die Weiber rannten nur so hinter ihm her.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ein Gedicht 
Best&#xe4;ndig rennst du gegen Schund
Rings um das Erdenrund
Schon beim geringsten Schandbefund
Kommst tief du auf den Hund
Du stolperst &#xfc;ber jeden Spund
Zu jeder Tagesstund?
Du haust dir selbst aufs Maul und
Tust prompt den Jammer kund
Als Dichter stets im Herz waidwund
F&#xfc;hlst du dich ungesund
&amp;nbsp;&amp;nbsp;(Ein dicker Demijohn Burgunder
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bewirkt gen Abend dann das Wunder:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Du ganz allein
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorm Ego-Schrein)
Und morgens geht es wieder rund
Beim Kampf auf Leben, Tod und Schund
Nicht wahr, Kollege des Klabund?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch ?n Gedicht
Auf Pro 7 grinst ein Model.
(?Ich grinse, also ergo sum.?)
Unger&#xfc;hrt spiel ich am Troddel
meiner Kaffeem&#xfc;tz? herum. 

In der K&#xfc;che k&#xfc;hlt der K&#xfc;hlschrank
Bier und Gurken, Speck und Ei.
Auf 3sat explodiert ein &#xd6;ltank,
herrscht Hungersnot, ja Barbarei.

Doch da: Sat 1! Elf nackte Frauen,
wie sie keck und volles Pfund 
das Fernsehpublikum versauen!
Wer sagt?s denn, stimmt?s? Die Welt ist bunt.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Tote sterben nie
Der beinharte Eso-Thriller, Folge 10
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Fassade des ?Om? schien recht friedlich. Hornblower schlich geduckt zur R&#xfc;ckseite des Hauses, stieg durch das nur angelehnte Fenster und landete genau im strohgedeckten Urinal. Verdammt, die Tempot&#xfc;cher waren alle. Hornblower versuchte, sich notd&#xfc;rftig mit einem F&#xf6;n zu reinigen. Aber einerseits hing der viel zu hoch, und andererseits war es mit der Saugf&#xe4;higkeit des Ger&#xe4;ts nicht weit her. &apos;Wenn man nicht alles selber macht&apos;, dachte Hornblower. 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;So etwas hinterlie&#xdf; immer einen bitteren Nachgeschmack, und eigentlich war sein Bedarf an Dem&#xfc;tigungen f&#xfc;r heute bereits gedeckt: Auf dem Weg hierher war Hornblower schwarzgefahren, weil er wegen des &#xfc;ppigen Schmiergelds f&#xfc;r den Barkeeper sparen mu&#xdf;te, und als der U-Bahn-Schaffner nach seiner Fahrkarte gefragt hatte, stie&#xdf; ihn Hornblower im Affekt aus dem Zug. Da der jedoch gerade auf einem Bahnsteig hielt, mu&#xdf;te Hornblower eine erhebliche Maulschelle einstecken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&apos;Dieser verdammte Job&apos;, dachte der Esodetektiv. Dann schlich er geduckt ans Bambusgatter vor dem ersten Gang zum Schwitzkasten und dr&#xfc;ckte abrupt sein linkes Ohr zwischen die St&#xe4;be. Es war kein Laut zu h&#xf6;ren. Vorm zweiten Gang auch nicht, ganz zu schweigen vom dritten und vierten. 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorm R&#xfc;ckw&#xe4;rtsgang pl&#xf6;tzlich ein winselndes Wimmern ? fast sexual.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Hornblower &#xf6;ffnete seinen Werkzeugkoffer, entnahm ihm spontan eine Handgranate, hielt den Atem an und warf sie abrupt gegen das Gatterschlo&#xdf;. Mit einem explosionsartigen Ger&#xe4;usch polterte die Granate zu Boden, aber sie explodierte nicht. Hornblower hatte vergessen, den Abzug zu ziehen?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch er hatte Gl&#xfc;ck im Ungl&#xfc;ck: Das Gatterschlo&#xdf; war schon vorher offen gewesen. Hornblower z&#xfc;ckte im Affekt seine Wasserpistole und st&#xfc;rmte den dunklen Gang hinunter ? vorschriftsm&#xe4;&#xdf;ig r&#xfc;ckw&#xe4;rts, man mu&#xdf;te ja nicht ohne Not dumm auffallen.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;(Warnung: Der Eso-Thriller Tote sterben nie ist nichts f&#xfc;r schwache Nerven. Der Kolk-Rabe entschuldigt sich f&#xfc;r die Urinalmetaphorik. Aber n&#xfc;tzt ja nix! Wie sagte doch Robert Gernhardt? Die haben angefangen!)

 

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Absolut letzter Missing Link der Woche

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella und das B&#xfc;ro des Grauens. Fortsetzungsroman aus dem Jahre 1994 von Norbert Eberlein und Frank Schulz. Folge 40 (NE). ?und l&#xe4;rmend st&#xfc;rzten tiefe Fl&#xfc;gelschl&#xe4;ge in das B&#xfc;ro der 4A, warfen die Hottners nieder. ?Warum ich?? fragte sich Bella bang?

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ja, Juserin und Juser, das ist sie, die definitiv letzte Folge, das gro&#xdf;e, letztendlich finale Schlu&#xdf;finale des unertr&#xe4;glich spannenden erotischen Post-Polit-Fortsetzungs-Thrillers ?Bella und das B&#xfc;ro des Grauens? von Norbert Eberlein und Frank Schulz aus dem Jahre 1994. Klick auf den Link, lies, Juser und Juserin, um Himmels willen das grandiose end und hilf uns, den Autoren, bei der Antwort auf die Frage, ob es nun happy ist oder nicht!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch, das kannst Du. N&#xe4;mlich, indem Du nach der Lekt&#xfc;re folgende gro&#xdf;e Preisfrage beantwortest: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;WAS FL&#xdc;STERTE DER POSTSCHAFFNER?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;In den kommenden Kolk-Raben werden die originellsten L&#xf6;sungen vorgestellt und ggfs. diskutiert. Im letzten Kolk-Raben (No. 52) wird das Ergebnis der Jury, bestehend aus den Autoren, bekanntgegeben. Es gibt viele sch&#xf6;ne Sachpreise im Werte von 1 ? zu gewinnen! Halt, falsch; umgekehrt: 1 sch&#xf6;nen Sachpreis im Werte von vielen ? (ca. 10 oder so, plus Porto und Verpackung)!

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorschau
&amp;nbsp;&amp;nbsp;auf den Kolk-Raben No.46
- Erster L&#xf6;sungsvorschlag: Was fl&#xfc;sterte der Postschaffner?
- Zweiter L&#xf6;sungsvorschlag: Was fl&#xfc;sterte der Postschaffner?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Psst!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dein
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Schulz
				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 08 Aug 2005 13:35:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=95EEC461-F602-8CCB-D0326FEC1DBC1266</guid>
				
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			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 40)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=95C1A848-E353-D797-516D17E896B67208</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des IV. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Endlich ist er eingestr&#xf6;mt, um unserer Heldin Bella aus dem Ewigen Kreislauf des Kamilleinhalierens herauszuhelfen, er, Walter Ego, der Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;). Mitgebracht hat er ein ganzes Waffenarsenal, von AKT bis ZAR. Mit deren Hilfe werden ihre Kollegen zun&#xe4;chst einmal in die Zweidimensionalit&#xe4;t versetzt, damit sie nicht im Weg rumstehen. Doch gerade, als Walter Ego den Kontakt zur Erz&#xe4;hlebene aufnehmen will, knallt einmal mehr ein knallharter Schu&#xdf;: Ratzlaff, der wohlbekannte, ber&#xfc;chtigte Dienstf&#xf6;rster, &#xfc;bernimmt durch einen Putsch die Rejierung! Als erste Amtshandlung erschie&#xdf;t er den verehrten Chef Lui Pfui?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie geht es weiter?! Herrhottnernochmal, wie um der Gro&#xdf;en Ze-Ze-Fliege, der Chefin aller Zen-Zentralen, geht es weiter!? Wird es ein Happy end geben? Lies, Juserin; oh Juser: Lies!


Kapitel V

Folge 37 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella fuhr ihm mit der flachen Hand &#xfc;ber die starren Augen. F&#xfc;r einen Moment meinte sie Luis Seele aus seinem K&#xf6;rper austreten zu sehen. Oder war das nur der Pulverdampf?
?Beerdijen!? befahl Ratzlaff, indem er mit einem &#xfc;berdimensionalen Pfeifenreiniger im Gewehrlauf bohrte. Rita zog die Leiche des Postschaffners an den Ohren in die DUK.
?Nehmen Sie wenigstens seinen DMF mit, Sie Bestie!? schrie Bella wie von Sinnen.
?Puhuhuuu?, heulte Lulu hemmungslos.
DF Ratzlaff lud seine Knarre nach, &#xe4;ugte im B&#xfc;ro umher und schnarrte: ?Vorhin war&apos;s doch noch volla jewesen in diesem H&#xfc;hnaschdall, wenn ick mir nich irre. Wo is&apos;n zum Beispiel dieser? dieser Jummianzuch abjeblieben! Und der andre, der aussah wie&apos;n volljeschissna Schdrumpf! Und diesa Jartenzwerch, der mit&apos;m Propella auf&apos;m Hut?! H&#xe4;!?? Er zog Bella am Dekollet&#xe9; dicht an sich heran. 
Bella wurde schlecht. Der Mann hatte akuten Mundgeruch. ?U&#xe4;!? machte Bella. 
?Was haben Sie denn gegessen? Pansen??
Ratzlaff stutzte. ?Nee. Pre&#xdf;kopf mit S&#xfc;lze. Wieso.?
?Weil Sie aus dem Maul stinken wie ein Pavian am S.A.C.K.?, buchstabierte Bella gerissen.
Ratzlaff lief rot an.
Det hat noch keena zu mia jesacht!? grollte er und stie&#xdf; Bella von sich. Hektisch fingerte er an seinem Ballermann. ?Det brauch ick mia nich zu jefallen zu jelassn, nich wahr! Ab f&#xfc;mf Ua f&#xfc;mundvirzich wird zur&#xfc;ckjeschossen!?
?Was hab ich denn gesagt?? tat Bella unschuldig und sp&#xe4;hte gleichzeitig nerv&#xf6;s zu Dr. Porschmanns Schreibtisch hin&#xfc;ber, wo sie ein winziges Handsch&#xfc;hchen hinter der Laserkanone auftauchen sah.
Det mit dem Affm! Hab ick jenau jeh&#xf6;rt, nich wahr!? wetterte Ratzlaff und starrte wutbebend auf seine Armbanduhr. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, zwanzig Sekunden, sah Bella. &apos;Walter!&apos; betete sie inwendig.
?Aber doch nicht nur das!? flehte Bella.
Jloben Se ja nich, det ick det noch ma wiedahole!? dr&#xf6;hnte Ratzlaff erbittert. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, vierzig Sekunden.
Ratzlaff lud durch.
?Vulg&#xe4;res sexuelles Schimpfwort mit sechs Buchstaben?, schrillte Bella in hellster Panik. ?F&#xe4;ngt mit &apos;F&apos; an und h&#xf6;rt mit &apos;icken&apos; auf!?
?Nie jeh&#xf6;rt, nich wahr!? donnerte Ratzlaff und legte an. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, f&#xfc;nfundf&#xfc;nfzig Sekunden. Bella blickte in die finstere M&#xfc;ndung des Gewehrlaufs und schlo&#xdf; wie bet&#xe4;ubt die Augen. Adieu, Fr&#xfc;hst&#xfc;ck! Adieu, Geist! Adieu, Walter Ego!
Lulu schlug die H&#xe4;nde vors Gesicht. ?Pein!? kreischte sie.
Ratzlaffs Finger mit dem schmutzigen Nagel kr&#xfc;mmte sich langsam um den Abzug und?
Pl&#xf6;tzlich kam Rita aus der DUK und sagte: ?So, Chef. Habe den komischen Lui unter der DUK begraben. Oben hui, unten Pfui! Hihihi!?
?Puhuuuu!? heulte Lulu aufs neue los. ?Pist? pist er jetzt im Pimmel??
Dann ging alles ganz schnell.
Mit einem grellen Pfeifen fuhr ein giftgr&#xfc;ner Tampon aus der Laserkanone, gefolgt von einem pink-zink-blinkenden Z&#xe4;pfchen. Dieses scho&#xdf; ohne Umwege von hinten unter Lulus Kleid ? ?Pohooo!? machte sie, bevor sie flach wie nie zu Boden flatterte ?, w&#xe4;hrend jener einmal Ratzlaffs Gewehrkolben umrundete und an Ritas Ledertanga abprallte. ?Honnnnggg!? machte sie.
?Sapperlot!? &#xe4;chzte Ratzlaff, verzog Kimme und Korn und scho&#xdf; den Kalender von der Wand. 
Bella reagierte blitzschnell. Sie hechtete zu Bodos Schreibtisch hin&#xfc;ber, verbarg sich dahinter und drehte am Joystick des Dienst-Krans. Die Zange schnappte nach Ritas Hinterteil, kriegte das Tangab&#xe4;ndsel unterm Leder-Dirndl zu fassen und lie&#xdf; nicht mehr los. ?Arrr!? fauchte Rita.
Gleichzeitig erklang ein entschlossenes ?H&#xfc;!? Surrend brummte Walter Ego hinter dem Kan&#xf6;nchen hervor, zog noch im Flug eines seiner Schraubenschl&#xfc;sselchen aus dem Blaum&#xe4;nnchen und preschte direkt auf Ratzlaffs Visage zu. ?Halt! Stehenbleiben! CI&#xc4;!? piepste das Agentchen.
Ratzlaff sperrte vor Schreck das Maul.


Folge 38 (NE)
?Arschloch!? schrie Ratzlaff, und sogleich war ein weiteres pink-zink-farbenes Z&#xe4;pfchen unterwegs und traf den Dienstf&#xf6;rster genau da. Auch zweidimensional stand der Putschist noch immer martialisch stramm und aufrecht. Mit seinen Schraubenschl&#xfc;sselchen legte Walter ihn flach und faltete ihn zusammen. Bella hatte unterdessen ihre Fingerfertigkeit am Dienst-Kran bewiesen und Rita mit ihrem dehnbaren Ledertanga gefesselt und geknebelt.
Walter faltete auch Lulu zusammen und legte sie zu den beiden Kollegen in die Klarsichth&#xfc;lle, wo die drei dematerialisierten Nebenfiguren die Sandwich-Stellung einnahmen. DF Ratzlaff bekam eine H&#xfc;lle f&#xfc;r sich allein - aus hygienischen Gr&#xfc;den, wie Walter erkl&#xe4;rte. Dann sahen sich Bella und Walter tief in die Augen bzw. &#xc4;uglein.
?Sieht so aus, als w&#xe4;ren wir die einzigen, die diese Schlacht &#xfc;berlebt haben?, sagte Bella.
?Irgendwie stinkt es nach Knoblauch?, antwortete Walter.
Bella reckt ihre schlanke, zarte Nase in die B&#xfc;roluft. Tats&#xe4;chlich: Durch die Duftschwaden von Pulverdampf und Schwei&#xdf; str&#xf6;mte ein Hauch Knoblauch.
?Was ist das?? fragte Walter leise.
Bella hatte nicht den geringsten Zweifel. ?Das ist die Seele von Lui Pfui. Das ist die Spur, der wir folgen m&#xfc;ssen??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Folge 39 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Chtnnnnnng!? meldete sich pl&#xf6;tzlich Rita, die paramilit&#xe4;rische Nymphomanin zu Wort. Sie sah fast wie eine gut verschn&#xfc;rte Leiche in einem gr&#xfc;nen Lederteppich aus ? wenn der brachiale nackte Superarsch sowie die Korrespondenzkugeln oberhalb der G&#xfc;rtellinie nicht so hervorragende Beispiele f&#xfc;r dreiste Lebendigkeit abgegeben h&#xe4;tten.
?Was grinsen Sie denn so d&#xe4;mlich?? Bella war emp&#xf6;rt &#xfc;ber die Frechheit, mit der dieses Aas selbst in derart aussichtloser Lage frech wurde.
?Bella-Maus?, beg&#xfc;tigte Walter, ?das kommt vom Knebel. Reg dich nicht auf. Wir werden diesen Fall jetzt ganz in Ruhe abwickeln. Zuallererst, wenn du dir so sicher bist, gehen wir Luis Knoblauch-Seele nach. Vielleicht k&#xf6;nnen wir wenigstens sie retten. Dann werden wir die Belegschaft aus der Ablage holen und reaktivieren ? den Dienstf&#xf6;rster k&#xf6;nnt ihr aufs Dienst-Dartboard kleben. Und als letztes stellen wir mit deiner Hilfe den Kontakt zur Erz&#xe4;hlebene her. Dann sind wir in h&#xf6;chstens sieben, acht Minuten hier raus. Und?&quot;
?Chtnnnnnng! Vdmmmtnchmmlllll! P&#xdf;t&apos;fff, d&apos;Httnr&#xdf;&#xdf;&#xdf;&#xdf;!? Mitleidig schauten die beiden Helden auf die geifernde Gefangene, die sich vor der DUK in ihren Tangafesseln wand.
?Vielleicht will sie uns etwas sagen?, wandte sich Walter nachdenklich an Bella. ?Soll ich sie umlegen??
Doch Bellas gro&#xdf;es Herz hatte bereits gesiegt. Sie beugte sich zu Rita hinab und zog ihr den Riemen aus dem Mund.
?Ihr verdammten Deppen!? zischte Rita. ?Jetzt ist es zu sp&#xe4;t.?
Bella blickte zu Walter hin&#xfc;ber, der pl&#xf6;tzlich an ihr vorbei in die DUK starrte, hektisch an seinem Helmrotor nestelte und in Panik ?H&#xfc;a! H&#xfc;a!? fistelte. Doch er bewegte sich nicht von der Stelle.
Da sp&#xfc;rte sie einen Luftzug in ihrem Nacken. Einen unangenehmen Geruch f&#xfc;hrte diese B&#xf6; mit sich ? nein, kein Knoblauch, sondern eine? eine Alkoholfahne?
Bella drehte sich um. In dem Moment zersplitterte etwas mit einem nervkappenden L&#xe4;rm.
Da standen sie, in der geborstenen Scheibe. Hottner I und Hottner II. Rot&#xe4;ugig, g&#xe4;hnend, grinsend und vorzeitig verkatert starrten sie ihr ins Dekollet&#xe9;.
Ach du Schei&#xdf;e, dachte Bella, bekam aber sofort ein schlechtes Gewissen. Ein ganz, ganz schlechtes Gewissen. Ja, geradezu Kopfschmerzen vor schlechtem Gewissen. Ihr wurde schon wieder hellgrau vor Augen.
Mit schwindender Kraft wandte sie sich wieder hilfesuchend zu Walter um. Es wurde noch grauer vor ihren Augen.
Walter war dabei, ein winziges Teppichlein aus seinem Blaum&#xe4;nnchen zu ziehen, breitete es schlie&#xdf;lich auf dem Boden aus und kniete darauf nieder. 
Dunkelgrau war es fast vor Bellas Augen. Walter spreizte jeweils D&#xe4;umchen und kleines Fingerchen von seinen F&#xe4;ustchen ab, legte die D&#xe4;umchenspitzchen an die Schl&#xe4;fchen und ber&#xfc;hrte mit dem Stirnchen den Boden.

Bella wurde schwarz vor Augen, und kurz bevor sie mit dem l&#xe4;hmenden Gedanken, wieder &#xfc;ber einer Kamillesch&#xfc;ssel zu erwachen, in ein tiefes, dunkles Nichts st&#xfc;rzte, h&#xf6;rte sie noch Walters muezzinhaftes Stimmchen kn&#xf6;deln?
?Oh gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?, h&#xf6;rte sie, ?wir lieben und verehren Dich, Deine F&#xfc;hler f&#xfc;hlen alles, Deine Fl&#xfc;gel &#xfc;berfl&#xfc;geln uns, Deinen Facettenaugen entgeht nichts, erh&#xf6;re uns nichtsw&#xfc;rdigen papierenen Kreaturen? Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege, wir rufen Dich!? 
Und dann sank Bella in eine abgrundtiefe Ohnmacht, begleitet von einem unheimlichen Summen und Brummen, das immer mehr anschwoll?


&amp;nbsp;&amp;nbsp;Folge 40 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;und l&#xe4;rmend st&#xfc;rzten tiefe Fl&#xfc;gelschl&#xe4;ge in das B&#xfc;ro der 4A, warfen die Hottners nieder.
?Warum ich?? fragte sich Bella bang, als sie die Hottners unter sich begrub und mit ihren m&#xe4;chtigen F&#xfc;hlern die hilflos gestreckten Schreiberf&#xe4;uste wegwischte. ?Warum ich??
Vor ihren Facettenaugen erstreckte sich die gewundene Knoblauchbahn der geschundenen Seele einer Nebenfigur. Sie f&#xfc;hrte heraus aus dem B&#xfc;ro, f&#xfc;hrte in ferne St&#xe4;dte, vergangene Zeiten, zu Leidenschaft und Verantwortung, Abenteuer und Geist!, Fr&#xfc;hst&#xfc;ck und Feierabend.
?Steig auf, Bella!? Walter hatte seinen Gebetsteppich neben Bella zum Halten gebracht.
?Danke, ich fliege selber?, wollte Bella gerade antworten, da sa&#xdf; sie bereits in ihrer gewohnten wohlformulierten Leibhaftigkeit neben dem Agenten.
?Wohin soll die Reise gehen? Prag? Paris? Wien? London? New York? Und welches Jahr h&#xe4;ttest du gern??
?Paris, bitte. 1927.?
?Und welche Geschichte soll es sein?? fragte Walter und wollte bereits vollgas in den Teppich treten.
?Welche Geschichte?? wiederholte Bella, und ihr L&#xe4;cheln erstarb. ?Ja? welche Geschichte? Ich wei&#xdf; auch nicht... Ich bin doch nur eine doofe B&#xfc;ro-Mieze mit dicken Titten.?
?Das darfst du nicht sagen, Bella?, erwiderte Walter erschrocken. ?Konzentriere dich! Du allein hast Zugang zur Erz&#xe4;hlebene. Setz&apos; dich durch! Diese Chance kommt nicht wieder! Also: Wohin? Paris??
?Kann man dort auch mit Kamille inhalieren? Ich f&#xfc;rchte, ich bekomme eine Erk&#xe4;ltung, wissen Sie, und? vielleicht sollten wir auch einfach in ein nettes kleines B&#xfc;ro fliegen, nicht so weit, verstehen Sie, irgendwo in der City-Nord? ich meine, es ist schlie&#xdf;lich eine ziemlich dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, und da k&#xf6;nnte ich mit meinen lieben Kollegen??
Zun&#xe4;chst glaubte Bella, der Teppich laufe hochtourig, doch dann begriff sie: Das dr&#xf6;hnende Ger&#xe4;usch war nichts anderes als das rauhe Gel&#xe4;chter der Hottners, die sich jetzt rechts und links zu ihr hinunterbeugten.
?Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege! H&#xe4;h? Willst du mal sehen, was wir hier f&#xfc;r dich haben??
Bella richtete den Blick gehorsam auf. &#xdc;ber ihr lauerte die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliegen-Klatsche.


Epilog
Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg-City Nord. Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg, City-Nord. Der Postschaffner Lui Pfui wandte sich an seine Sekret&#xe4;rin und fl&#xfc;sterte: ?????.?
E N D E

Ja, Juserin und Juser, das ist die gro&#xdf;e Preisfrage zum gro&#xdf;en, letztendlich finalen Schlu&#xdf;finale des Fortsetzungsromans ?Bella und das B&#xfc;ro des Grauens? von Norbert Eberlein und Frank Schulz aus dem Jahre 1994:
WAS FL&#xdc;STERTE DER POSTSCHAFFNER?
In den kommenden Kolk-Raben werden die originellsten L&#xf6;sungen vorgestellt und ggfs. diskutiert. Im letzten Kolk-Raben (No. 52) wird das Ergebnis der Jury, bestehend aus den Autoren, bekanntgegeben. Es gibt viele sch&#xf6;ne Sachpreise im Werte von 1 ? zu gewinnen! Halt, falsch; umgekehrt: 1 sch&#xf6;nen Sachpreis im Werte von vielen ? (ca. 10 oder so, plus Porto und Verpackung)!




Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 08 Aug 2005 12:40:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=95C1A848-E353-D797-516D17E896B67208</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 39)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=721F41B0-EBB3-AC7F-BDEBFF3FFDB77966</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des IV. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Endlich ist er eingestr&#xf6;mt, um unserer Heldin Bella aus dem Ewigen Kreislauf des Kamilleinhalierens herauszuhelfen, er, Walter Ego, der Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;). Mitgebracht hat er ein ganzes Waffenarsenal, von AKT bis ZAR. Mit deren Hilfe werden ihre Kollegen zun&#xe4;chst einmal in die Zweidimensionalit&#xe4;t versetzt, damit sie nicht im Weg rumstehen. Doch gerade, als Walter Ego den Kontakt zur Erz&#xe4;hlebene aufnehmen will, knallt einmal mehr ein knallharter Schu&#xdf;: Ratzlaff, der wohlbekannte, ber&#xfc;chtigte Dienstf&#xf6;rster, &#xfc;bernimmt durch einen Putsch die Rejierung! Als erste Amtshandlung erschie&#xdf;t er den verehrten Chef Lui Pfui?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie geht es weiter?! Herrhottnernochmal, wie um der Gro&#xdf;en Ze-Ze-Fliege, der Chefin aller Zen-Zentralen, geht es weiter!? Wird es ein Happy end geben? Lies, Juserin; oh Juser: Lies!


Kapitel V

Folge 37 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella fuhr ihm mit der flachen Hand &#xfc;ber die starren Augen. F&#xfc;r einen Moment meinte sie Luis Seele aus seinem K&#xf6;rper austreten zu sehen. Oder war das nur der Pulverdampf?
?Beerdijen!? befahl Ratzlaff, indem er mit einem &#xfc;berdimensionalen Pfeifenreiniger im Gewehrlauf bohrte. Rita zog die Leiche des Postschaffners an den Ohren in die DUK.
?Nehmen Sie wenigstens seinen DMF mit, Sie Bestie!? schrie Bella wie von Sinnen.
?Puhuhuuu?, heulte Lulu hemmungslos.
DF Ratzlaff lud seine Knarre nach, &#xe4;ugte im B&#xfc;ro umher und schnarrte: ?Vorhin war&apos;s doch noch volla jewesen in diesem H&#xfc;hnaschdall, wenn ick mir nich irre. Wo is&apos;n zum Beispiel dieser? dieser Jummianzuch abjeblieben! Und der andre, der aussah wie&apos;n volljeschissna Schdrumpf! Und diesa Jartenzwerch, der mit&apos;m Propella auf&apos;m Hut?! H&#xe4;!?? Er zog Bella am Dekollet&#xe9; dicht an sich heran. 
Bella wurde schlecht. Der Mann hatte akuten Mundgeruch. ?U&#xe4;!? machte Bella. 
?Was haben Sie denn gegessen? Pansen??
Ratzlaff stutzte. ?Nee. Pre&#xdf;kopf mit S&#xfc;lze. Wieso.?
?Weil Sie aus dem Maul stinken wie ein Pavian am S.A.C.K.?, buchstabierte Bella gerissen.
Ratzlaff lief rot an.
Det hat noch keena zu mia jesacht!? grollte er und stie&#xdf; Bella von sich. Hektisch fingerte er an seinem Ballermann. ?Det brauch ick mia nich zu jefallen zu jelassn, nich wahr! Ab f&#xfc;mf Ua f&#xfc;mundvirzich wird zur&#xfc;ckjeschossen!?
?Was hab ich denn gesagt?? tat Bella unschuldig und sp&#xe4;hte gleichzeitig nerv&#xf6;s zu Dr. Porschmanns Schreibtisch hin&#xfc;ber, wo sie ein winziges Handsch&#xfc;hchen hinter der Laserkanone auftauchen sah.
Det mit dem Affm! Hab ick jenau jeh&#xf6;rt, nich wahr!? wetterte Ratzlaff und starrte wutbebend auf seine Armbanduhr. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, zwanzig Sekunden, sah Bella. &apos;Walter!&apos; betete sie inwendig.
?Aber doch nicht nur das!? flehte Bella.
Jloben Se ja nich, det ick det noch ma wiedahole!? dr&#xf6;hnte Ratzlaff erbittert. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, vierzig Sekunden.
Ratzlaff lud durch.
?Vulg&#xe4;res sexuelles Schimpfwort mit sechs Buchstaben?, schrillte Bella in hellster Panik. ?F&#xe4;ngt mit &apos;F&apos; an und h&#xf6;rt mit &apos;icken&apos; auf!?
?Nie jeh&#xf6;rt, nich wahr!? donnerte Ratzlaff und legte an. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, f&#xfc;nfundf&#xfc;nfzig Sekunden. Bella blickte in die finstere M&#xfc;ndung des Gewehrlaufs und schlo&#xdf; wie bet&#xe4;ubt die Augen. Adieu, Fr&#xfc;hst&#xfc;ck! Adieu, Geist! Adieu, Walter Ego!
Lulu schlug die H&#xe4;nde vors Gesicht. ?Pein!? kreischte sie.
Ratzlaffs Finger mit dem schmutzigen Nagel kr&#xfc;mmte sich langsam um den Abzug und?
Pl&#xf6;tzlich kam Rita aus der DUK und sagte: ?So, Chef. Habe den komischen Lui unter der DUK begraben. Oben hui, unten Pfui! Hihihi!?
?Puhuuuu!? heulte Lulu aufs neue los. ?Pist? pist er jetzt im Pimmel??
Dann ging alles ganz schnell.
Mit einem grellen Pfeifen fuhr ein giftgr&#xfc;ner Tampon aus der Laserkanone, gefolgt von einem pink-zink-blinkenden Z&#xe4;pfchen. Dieses scho&#xdf; ohne Umwege von hinten unter Lulus Kleid ? ?Pohooo!? machte sie, bevor sie flach wie nie zu Boden flatterte ?, w&#xe4;hrend jener einmal Ratzlaffs Gewehrkolben umrundete und an Ritas Ledertanga abprallte. ?Honnnnggg!? machte sie.
?Sapperlot!? &#xe4;chzte Ratzlaff, verzog Kimme und Korn und scho&#xdf; den Kalender von der Wand. 
Bella reagierte blitzschnell. Sie hechtete zu Bodos Schreibtisch hin&#xfc;ber, verbarg sich dahinter und drehte am Joystick des Dienst-Krans. Die Zange schnappte nach Ritas Hinterteil, kriegte das Tangab&#xe4;ndsel unterm Leder-Dirndl zu fassen und lie&#xdf; nicht mehr los. ?Arrr!? fauchte Rita.
Gleichzeitig erklang ein entschlossenes ?H&#xfc;!? Surrend brummte Walter Ego hinter dem Kan&#xf6;nchen hervor, zog noch im Flug eines seiner Schraubenschl&#xfc;sselchen aus dem Blaum&#xe4;nnchen und preschte direkt auf Ratzlaffs Visage zu. ?Halt! Stehenbleiben! CI&#xc4;!? piepste das Agentchen.
Ratzlaff sperrte vor Schreck das Maul.


Folge 38 (NE)
?Arschloch!? schrie Ratzlaff, und sogleich war ein weiteres pink-zink-farbenes Z&#xe4;pfchen unterwegs und traf den Dienstf&#xf6;rster genau da. Auch zweidimensional stand der Putschist noch immer martialisch stramm und aufrecht. Mit seinen Schraubenschl&#xfc;sselchen legte Walter ihn flach und faltete ihn zusammen. Bella hatte unterdessen ihre Fingerfertigkeit am Dienst-Kran bewiesen und Rita mit ihrem dehnbaren Ledertanga gefesselt und geknebelt.
Walter faltete auch Lulu zusammen und legte sie zu den beiden Kollegen in die Klarsichth&#xfc;lle, wo die drei dematerialisierten Nebenfiguren die Sandwich-Stellung einnahmen. DF Ratzlaff bekam eine H&#xfc;lle f&#xfc;r sich allein - aus hygienischen Gr&#xfc;den, wie Walter erkl&#xe4;rte. Dann sahen sich Bella und Walter tief in die Augen bzw. &#xc4;uglein.
?Sieht so aus, als w&#xe4;ren wir die einzigen, die diese Schlacht &#xfc;berlebt haben?, sagte Bella.
?Irgendwie stinkt es nach Knoblauch?, antwortete Walter.
Bella reckt ihre schlanke, zarte Nase in die B&#xfc;roluft. Tats&#xe4;chlich: Durch die Duftschwaden von Pulverdampf und Schwei&#xdf; str&#xf6;mte ein Hauch Knoblauch.
?Was ist das?? fragte Walter leise.
Bella hatte nicht den geringsten Zweifel. ?Das ist die Seele von Lui Pfui. Das ist die Spur, der wir folgen m&#xfc;ssen??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Folge 39 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Chtnnnnnng!? meldete sich pl&#xf6;tzlich Rita, die paramilit&#xe4;rische Nymphomanin zu Wort. Sie sah fast wie eine gut verschn&#xfc;rte Leiche in einem gr&#xfc;nen Lederteppich aus ? wenn der brachiale nackte Superarsch sowie die Korrespondenzkugeln oberhalb der G&#xfc;rtellinie nicht so hervorragende Beispiele f&#xfc;r dreiste Lebendigkeit abgegeben h&#xe4;tten.
?Was grinsen Sie denn so d&#xe4;mlich?? Bella war emp&#xf6;rt &#xfc;ber die Frechheit, mit der dieses Aas selbst in derart aussichtloser Lage frech wurde.
?Bella-Maus?, beg&#xfc;tigte Walter, ?das kommt vom Knebel. Reg dich nicht auf. Wir werden diesen Fall jetzt ganz in Ruhe abwickeln. Zuallererst, wenn du dir so sicher bist, gehen wir Luis Knoblauch-Seele nach. Vielleicht k&#xf6;nnen wir wenigstens sie retten. Dann werden wir die Belegschaft aus der Ablage holen und reaktivieren ? den Dienstf&#xf6;rster k&#xf6;nnt ihr aufs Dienst-Dartboard kleben. Und als letztes stellen wir mit deiner Hilfe den Kontakt zur Erz&#xe4;hlebene her. Dann sind wir in h&#xf6;chstens sieben, acht Minuten hier raus. Und?&quot;
?Chtnnnnnng! Vdmmmtnchmmlllll! P&#xdf;t&apos;fff, d&apos;Httnr&#xdf;&#xdf;&#xdf;&#xdf;!? Mitleidig schauten die beiden Helden auf die geifernde Gefangene, die sich vor der DUK in ihren Tangafesseln wand.
?Vielleicht will sie uns etwas sagen?, wandte sich Walter nachdenklich an Bella. ?Soll ich sie umlegen??
Doch Bellas gro&#xdf;es Herz hatte bereits gesiegt. Sie beugte sich zu Rita hinab und zog ihr den Riemen aus dem Mund.
?Ihr verdammten Deppen!? zischte Rita. ?Jetzt ist es zu sp&#xe4;t.?
Bella blickte zu Walter hin&#xfc;ber, der pl&#xf6;tzlich an ihr vorbei in die DUK starrte, hektisch an seinem Helmrotor nestelte und in Panik ?H&#xfc;a! H&#xfc;a!? fistelte. Doch er bewegte sich nicht von der Stelle.
Da sp&#xfc;rte sie einen Luftzug in ihrem Nacken. Einen unangenehmen Geruch f&#xfc;hrte diese B&#xf6; mit sich ? nein, kein Knoblauch, sondern eine? eine Alkoholfahne?
Bella drehte sich um. In dem Moment zersplitterte etwas mit einem nervkappenden L&#xe4;rm.
Da standen sie, in der geborstenen Scheibe. Hottner I und Hottner II. Rot&#xe4;ugig, g&#xe4;hnend, grinsend und vorzeitig verkatert starrten sie ihr ins Dekollet&#xe9;.
Ach du Schei&#xdf;e, dachte Bella, bekam aber sofort ein schlechtes Gewissen. Ein ganz, ganz schlechtes Gewissen. Ja, geradezu Kopfschmerzen vor schlechtem Gewissen. Ihr wurde schon wieder hellgrau vor Augen.
Mit schwindender Kraft wandte sie sich wieder hilfesuchend zu Walter um. Es wurde noch grauer vor ihren Augen.
Walter war dabei, ein winziges Teppichlein aus seinem Blaum&#xe4;nnchen zu ziehen, breitete es schlie&#xdf;lich auf dem Boden aus und kniete darauf nieder. 
Dunkelgrau war es fast vor Bellas Augen. Walter spreizte jeweils D&#xe4;umchen und kleines Fingerchen von seinen F&#xe4;ustchen ab, legte die D&#xe4;umchenspitzchen an die Schl&#xe4;fchen und ber&#xfc;hrte mit dem Stirnchen den Boden.

Bella wurde schwarz vor Augen, und kurz bevor sie mit dem l&#xe4;hmenden Gedanken, wieder &#xfc;ber einer Kamillesch&#xfc;ssel zu erwachen, in ein tiefes, dunkles Nichts st&#xfc;rzte, h&#xf6;rte sie noch Walters muezzinhaftes Stimmchen kn&#xf6;deln?
?Oh gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?, h&#xf6;rte sie, ?wir lieben und verehren Dich, Deine F&#xfc;hler f&#xfc;hlen alles, Deine Fl&#xfc;gel &#xfc;berfl&#xfc;geln uns, Deinen Facettenaugen entgeht nichts, erh&#xf6;re uns nichtsw&#xfc;rdigen papierenen Kreaturen? Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege, wir rufen Dich!? 
Und dann sank Bella in eine abgrundtiefe Ohnmacht, begleitet von einem unheimlichen Summen und Brummen, das immer mehr anschwoll?

Vorschau auf Folge 40 (NE):
und l&#xe4;rmend st&#xfc;rzten tiefe Fl&#xfc;gelschl&#xe4;ge in das B&#xfc;ro der 4A, warfen die Hottners nieder.
?Warum ich?? fragte sich Bella bang?


Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 01 Aug 2005 14:44:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=721F41B0-EBB3-AC7F-BDEBFF3FFDB77966</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 38)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=2AA1FD5C-FB2C-8EB4-17150F1F3ED389F1</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des IV. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Endlich ist er eingestr&#xf6;mt, um unserer Heldin Bella aus dem Ewigen Kreislauf des Kamilleinhalierens herauszuhelfen, er, Walter Ego, der Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;). Mitgebracht hat er ein ganzes Waffenarsenal, von AKT bis ZAR. Mit deren Hilfe werden ihre Kollegen zun&#xe4;chst einmal in die Zweidimensionalit&#xe4;t versetzt, damit sie nicht im Weg rumstehen. Doch gerade, als Walter Ego den Kontakt zur Erz&#xe4;hlebene aufnehmen will, knallt einmal mehr ein knallharter Schu&#xdf;: Ratzlaff, der wohlbekannte, ber&#xfc;chtigte Dienstf&#xf6;rster, &#xfc;bernimmt durch einen Putsch die Rejierung! Als erste Amtshandlung erschie&#xdf;t er den verehrten Chef Lui Pfui?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie geht es weiter?! Herrhottnernochmal, wie um der Gro&#xdf;en Ze-Ze-Fliege, der Chefin aller Zen-Zentralen, geht es weiter!? Wird es ein Happy end geben? Lies, Juserin; oh Juser: Lies!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun, Juserin und Juser ? lies, sage ich Dir! Lies das IV. Kapitel! Lies, wie der zw&#xf6;lf Zentimeter gro&#xdf;e Tausendsassa der CI&#xc4; seine Waffen einsetzt, um Bella zu helfen! Lies endlich, wie all seine tollen Tools und Superwaffen zum Einsatz kommen: der AKT (Anti-Kalauer-Tampon), die ZAR (Zoten-Abwehr-Rakete) und der PVC (Prosa- Visualisierungs-Chapeauclaque)! Verfolge den Kampf der geschundenen Forsetzungsroman-Kreaturen um ihre Fortsetzung!


Kapitel V

Folge 37 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella fuhr ihm mit der flachen Hand &#xfc;ber die starren Augen. F&#xfc;r einen Moment meinte sie Luis Seele aus seinem K&#xf6;rper austreten zu sehen. Oder war das nur der Pulverdampf?
?Beerdijen!? befahl Ratzlaff, indem er mit einem &#xfc;berdimensionalen Pfeifenreiniger im Gewehrlauf bohrte. Rita zog die Leiche des Postschaffners an den Ohren in die DUK.
?Nehmen Sie wenigstens seinen DMF mit, Sie Bestie!? schrie Bella wie von Sinnen.
?Puhuhuuu?, heulte Lulu hemmungslos.
DF Ratzlaff lud seine Knarre nach, &#xe4;ugte im B&#xfc;ro umher und schnarrte: ?Vorhin war&apos;s doch noch volla jewesen in diesem H&#xfc;hnaschdall, wenn ick mir nich irre. Wo is&apos;n zum Beispiel dieser? dieser Jummianzuch abjeblieben! Und der andre, der aussah wie&apos;n volljeschissna Schdrumpf! Und diesa Jartenzwerch, der mit&apos;m Propella auf&apos;m Hut?! H&#xe4;!?? Er zog Bella am Dekollet&#xe9; dicht an sich heran. 
Bella wurde schlecht. Der Mann hatte akuten Mundgeruch. ?U&#xe4;!? machte Bella. 
?Was haben Sie denn gegessen? Pansen??
Ratzlaff stutzte. ?Nee. Pre&#xdf;kopf mit S&#xfc;lze. Wieso.?
?Weil Sie aus dem Maul stinken wie ein Pavian am S.A.C.K.?, buchstabierte Bella gerissen.
Ratzlaff lief rot an.
Det hat noch keena zu mia jesacht!? grollte er und stie&#xdf; Bella von sich. Hektisch fingerte er an seinem Ballermann. ?Det brauch ick mia nich zu jefallen zu jelassn, nich wahr! Ab f&#xfc;mf Ua f&#xfc;mundvirzich wird zur&#xfc;ckjeschossen!?
?Was hab ich denn gesagt?? tat Bella unschuldig und sp&#xe4;hte gleichzeitig nerv&#xf6;s zu Dr. Porschmanns Schreibtisch hin&#xfc;ber, wo sie ein winziges Handsch&#xfc;hchen hinter der Laserkanone auftauchen sah.
Det mit dem Affm! Hab ick jenau jeh&#xf6;rt, nich wahr!? wetterte Ratzlaff und starrte wutbebend auf seine Armbanduhr. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, zwanzig Sekunden, sah Bella. &apos;Walter!&apos; betete sie inwendig.
?Aber doch nicht nur das!? flehte Bella.
Jloben Se ja nich, det ick det noch ma wiedahole!? dr&#xf6;hnte Ratzlaff erbittert. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, vierzig Sekunden.
Ratzlaff lud durch.
?Vulg&#xe4;res sexuelles Schimpfwort mit sechs Buchstaben?, schrillte Bella in hellster Panik. ?F&#xe4;ngt mit &apos;F&apos; an und h&#xf6;rt mit &apos;icken&apos; auf!?
?Nie jeh&#xf6;rt, nich wahr!? donnerte Ratzlaff und legte an. F&#xfc;nf Uhr vierundvierzig, f&#xfc;nfundf&#xfc;nfzig Sekunden. Bella blickte in die finstere M&#xfc;ndung des Gewehrlaufs und schlo&#xdf; wie bet&#xe4;ubt die Augen. Adieu, Fr&#xfc;hst&#xfc;ck! Adieu, Geist! Adieu, Walter Ego!
Lulu schlug die H&#xe4;nde vors Gesicht. ?Pein!? kreischte sie.
Ratzlaffs Finger mit dem schmutzigen Nagel kr&#xfc;mmte sich langsam um den Abzug und?
Pl&#xf6;tzlich kam Rita aus der DUK und sagte: ?So, Chef. Habe den komischen Lui unter der DUK begraben. Oben hui, unten Pfui! Hihihi!?
?Puhuuuu!? heulte Lulu aufs neue los. ?Pist? pist er jetzt im Pimmel??
Dann ging alles ganz schnell.
Mit einem grellen Pfeifen fuhr ein giftgr&#xfc;ner Tampon aus der Laserkanone, gefolgt von einem pink-zink-blinkenden Z&#xe4;pfchen. Dieses scho&#xdf; ohne Umwege von hinten unter Lulus Kleid ? ?Pohooo!? machte sie, bevor sie flach wie nie zu Boden flatterte ?, w&#xe4;hrend jener einmal Ratzlaffs Gewehrkolben umrundete und an Ritas Ledertanga abprallte. ?Honnnnggg!? machte sie.
?Sapperlot!? &#xe4;chzte Ratzlaff, verzog Kimme und Korn und scho&#xdf; den Kalender von der Wand. 
Bella reagierte blitzschnell. Sie hechtete zu Bodos Schreibtisch hin&#xfc;ber, verbarg sich dahinter und drehte am Joystick des Dienst-Krans. Die Zange schnappte nach Ritas Hinterteil, kriegte das Tangab&#xe4;ndsel unterm Leder-Dirndl zu fassen und lie&#xdf; nicht mehr los. ?Arrr!? fauchte Rita.
Gleichzeitig erklang ein entschlossenes ?H&#xfc;!? Surrend brummte Walter Ego hinter dem Kan&#xf6;nchen hervor, zog noch im Flug eines seiner Schraubenschl&#xfc;sselchen aus dem Blaum&#xe4;nnchen und preschte direkt auf Ratzlaffs Visage zu. ?Halt! Stehenbleiben! CI&#xc4;!? piepste das Agentchen.
Ratzlaff sperrte vor Schreck das Maul.


Folge 38 (NE)
?Arschloch!? schrie Ratzlaff, und sogleich war ein weiteres pink-zink-farbenes Z&#xe4;pfchen unterwegs und traf den Dienstf&#xf6;rster genau da. Auch zweidimensional stand der Putschist noch immer martialisch stramm und aufrecht. Mit seinen Schraubenschl&#xfc;sselchen legte Walter ihn flach und faltete ihn zusammen. Bella hatte unterdessen ihre Fingerfertigkeit am Dienst-Kran bewiesen und Rita mit ihrem dehnbaren Ledertanga gefesselt und geknebelt.
Walter faltete auch Lulu zusammen und legte sie zu den beiden Kollegen in die Klarsichth&#xfc;lle, wo die drei dematerialisierten Nebenfiguren die Sandwich-Stellung einnahmen. DF Ratzlaff bekam eine H&#xfc;lle f&#xfc;r sich allein - aus hygienischen Gr&#xfc;den, wie Walter erkl&#xe4;rte. Dann sahen sich Bella und Walter tief in die Augen bzw. &#xc4;uglein.
?Sieht so aus, als w&#xe4;ren wir die einzigen, die diese Schlacht &#xfc;berlebt haben?, sagte Bella.
?Irgendwie stinkt es nach Knoblauch?, antwortete Walter.
Bella reckt ihre schlanke, zarte Nase in die B&#xfc;roluft. Tats&#xe4;chlich: Durch die Duftschwaden von Pulverdampf und Schwei&#xdf; str&#xf6;mte ein Hauch Knoblauch.
?Was ist das?? fragte Walter leise.
Bella hatte nicht den geringsten Zweifel. ?Das ist die Seele von Lui Pfui. Das ist die Spur, der wir folgen m&#xfc;ssen??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorschau auf Folge 39 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Chtnnnnnng!? meldete sich pl&#xf6;tzlich Rita, die paramilit&#xe4;rische Nymphomanin zu Wort?



Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 25 Jul 2005 17:21:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=2AA1FD5C-FB2C-8EB4-17150F1F3ED389F1</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 36)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=521C2022-ED9E-40B3-24E2BD87D84FAA79</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des III. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ja, was zum Teufel geschah &#xfc;berhaupt bisher? Geschah &#xfc;berhaupt je irgendwas in jenem Dienstb&#xfc;ro der Gro&#xdf;en Gelben Post in Hamburg-City Nord in jener dunklen und st&#xfc;rmischen Nacht Ende Juni?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Aber hallo! Chef Lui Pfui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu kommen ihm immer n&#xe4;her, dem Geheimnis ihrer Existenz. (Bella jedenfalls, die andern sind ja leider zu d&#xe4;mlich.) Inzwischen hat sich n&#xe4;mlich gekl&#xe4;rt, da&#xdf; a) die mysteri&#xf6;se Zen-Zentrale, die f&#xfc;r ihr langweiliges Eintagsschicksal verantwortlich ist, aus den Herren Hottner A und Hottner B besteht, die sich in einer Kneipe namens ?Klett? einen geh&#xf6;rigen Rausch antrinken, und da&#xdf; b) Bella und Lulu die Hottners mit ihren Strapsen quasi lenken k&#xf6;nnen wie Marionetten. W&#xe4;hrend Lulu beginnt zu posieren, um die Hottners in Schach zu halten, arbeitet Bella fieberhaft an einem Putschplan. Und da str&#xf6;mt er endlich ein, ER, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun, Juserin und Juser ? lies, sage ich Dir! Lies das IV. Kapitel! Lies, wie der zw&#xf6;lf Zentimeter gro&#xdf;e Tausendsassa der CI&#xc4; seine Waffen einsetzt, um Bella zu helfen! Lies endlich, wie all seine tollen Tools und Superwaffen zum Einsatz kommen: der AKT (Anti-Kalauer-Tampon), die ZAR (Zoten-Abwehr-Rakete) und der PVC (Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque)! Verfolge den Kampf der geschundenen Forsetzungsroman-Kreaturen um ihre Fortsetzung!


Kapitel IV


Folge 31 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter! Walter Ego! Wo hatte sie den Namen schon einmal geh&#xf6;rt? D.h., wo, war klar. Hier. Wo sonst. Aber von wem? H&#xfc;stelnd wedelte Bella Walters Begleiterscheinungsnebel zur Seite. Die Gestalt wurde deutlicher. Da stand er. In der L&#xfc;ftungsklappe. Walter. Walter Ego. Er war ungef&#xe4;hr zw&#xf6;lf Zenti&#xac;meter gro&#xdf;, schm&#xe4;chtig gebaut, trug ein orangefarbenes Baseballm&#xfc;tzchen mit der Aufschrift ?CI&#xc4;? und am K&#xf6;rperchen ein schmuddeliges Blaum&#xe4;nnchen, aus dessen T&#xe4;schchen Schraubenschl&#xfc;sselchen lugten. Hinter einem der &#xd6;hrchen steckte ein Bleistiftchen, auf dem N&#xe4;schen sa&#xdf; ein Nickelbrillein, und die H&#xe4;ndchen waren von Drillich-Arbeits-Handsch&#xfc;hchen verh&#xfc;llt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella stie&#xdf; einen entz&#xfc;ckten, spitzen Schrei der Freude, der &#xdc;berraschung, der Hoffnung, des Sehnens und der Erleichterung aus. ?Endlich ein Mann!? jauchzte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nicht so laut!? Walter hielt sich die Ohren zu. ?Ich bin empfindlich!? Er hustete. Seine &#xc4;uglein tr&#xe4;nten. ?Dieser Nebel immer?, wimmerte er. ?K&#xf6;nntest du mich hier mal raushieven, Bella-Maus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella nahm Walter vorsichtig in beide H&#xe4;nde, wobei sie entdeckte, da&#xdf; er auf dem Buckelchen ein Rucks&#xe4;ckchen trug, und stieg von Dr. Porschmanns Stuhl. Beinah w&#xe4;re sie &#xfc;ber Lui ?Horst? Pfui gestolpert, der gerade unter dem Schreibtisch nach seiner Identit&#xe4;t recherchierte. Wie die Idiotenzwillinge grinsend standen Bodo und Dr. Porschmann nebeneinander und gafften.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella beschlo&#xdf;, sie zu ignorieren. Diese Pappkameraden waren doch noch zum Briefmarkenlecken zu doof. Nein, sie wu&#xdf;te: Wenn jemand Rettung versprach, dann dieses heilige Walter Ego.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie setzte ihn in den Ablagekorb. Herr Ego schwitzte ein wenig. ?Herrje, ist das ein Stre&#xdf;!? klagte er. ?Du glaubst gar nicht, wieviel ich zu tun habe!? Er wischte sich &#xfc;ber das Stirnchen. ?Gestern mu&#xdf;te ich sage und schreibe achtundzwanzigmal ausr&#xfc;cken, davon zehnmal zum Fehlalarm! Jede dritte Roman-, Novellen-, Dramen-, Drehbuch- und M&#xe4;rchenfigur f&#xfc;hlt sich ungerecht behandelt! Mehr als jede dritte: genau 36,7%! Zweimal war ich in In-Schwimmen-zwei-V&#xf6;gel, je einmal im Vorderen Orient, L&#xfc;beck, Jork, New York, Entenhausen und und und. H&#xf6;r mir blo&#xdf; auf. Was meinst du, was in den neuen Bundesl&#xe4;ndern los ist.? Walter st&#xf6;hnte pittoresk. ?Nichts als Jammerlappen! Und die meisten begreifen einfach nicht, in welchen F&#xe4;llen ich &#xfc;berhaupt einzugreifen befugt bin. Sind die Figuren auch noch so bla&#xdf;: sofern sie nicht unter werkimmanenten Aspekten sinnlos gequ&#xe4;lt, verh&#xf6;hnt oder erniedrigt werden, sofern die Story einigerma&#xdf;en in sich logisch ist, sofern auch nur die geringsten &#xe4;sthetischen Kriterien befolgt werden, sind mir die H&#xe4;n&#xac;de gebunden! Ich kann doch nicht zu jeder dahergeschriebenen Anna oder Maria einstr&#xf6;men, die sich ,leblos?, ,lieblos? oder ,irgendwie papieren? gezeichnet f&#xfc;hlt, Herrhottner nochmal.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella war total aufgeregt. Da&#xdf; es sowas gab!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was ist&apos;n das f&#xfc;r&apos;n Pumuckl!? t&#xf6;nte pl&#xf6;tzlich Dr. Porschmann peinlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halten Sie die Klappe!? herrschte Bella ihn an. Walter ver&#xac;zog schmerzhaft das Gesicht ? sind so kleine Ohren / darf man nicht drin bohren / auch nicht mit Ger&#xe4;uschen / sind sonst aus dem H&#xe4;uschen ?, war solche Attacken aber offenbar gew&#xf6;hnt. Gesch&#xfc;ttelt, aber unger&#xfc;hrt zog er aus dem Brustt&#xe4;schchen seines Blaum&#xe4;nnchens ein Visitenk&#xe4;rtchen, reichte es Dr. Porschmann und sagte: ?Mein Name ist Walter. Walter Ego. Ich bin hier gerade eingestr&#xf6;mt.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann hielt sich das K&#xe4;rtchen mit spitzen Fingern dicht vor die Augen und entzifferte stockend: ?Walter Ego. Geheimagent der Conf&#xf6;derativen Internationalen &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;).?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xfc;bsche Abk&#xfc;rzung!? meinte Bodo voll fachm&#xe4;nnischer Anerkennung.
Bella wollte sich nicht mit L&#xe4;ppischkeiten abgeben. ?Sagen Sie, Walter?, sagte sie zu Walter, ?k&#xf6;nnen Sie uns helfen? Haben wir eine Chance??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter sprang behend aus dem K&#xf6;rbchen und lehnte sich an Dr. Porschmanns Locher. ?Ich denke schon?, sagte er. ?Zumindest liegt hier ein eindeutiger Fall von Qu&#xe4;lerei vor. Au&#xdf;erdem k&#xf6;nnte man die Zen-Zentralisten wegen Trunkenheit am PC drankriegen. Aber das mu&#xdf; letztlich Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege entscheiden. Ich bin f&#xfc;r schnelles Eingreifen zust&#xe4;ndig, und bevor die IG Medien oder der Kritikerpapst ihren ranzigen Senf dazugeben, bin ich schon wieder weg.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?? fragte Bella neugierig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja?, &#xe4;chzte Walter Ego, w&#xe4;hrend er sich das Rucks&#xe4;ckchen vom Buckelchen schnallte. ?Die M&#xe4;chtige G&#xf6;ttin Aller Zen-Zentralen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach so?, sagte Bella mit offenem Mund.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der gute alte Ego kn&#xfc;pfte die B&#xe4;ndselchen auf und

Folge 32 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;lud eine Miniatur-Computer- und Kommunikationsanlage aus. Bella sah ein Laptop, ein Telefonschuhtelefon, eine Laserkanone.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mu&#xdf; das sein?? fragte sie etwas vorwurfsvoll und legte die Hand auf das W&#xe4;ffchen. Walter nickte. ?Ich habe die Lizenz zum L&#xf6;ten.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Oh?, erschrak Bella damenhaft.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn alles auseinanderbricht, geht es eben manchmal nicht anders?, meinte Walterchen und h&#xfc;stelte. Routiniert stellte er die Steckverbindungen zwischen einigen Modems und einem Rechner her, testete das Telefonschuhtelefon ? es pa&#xdf;te, wie Bella &#xfc;berrascht feststellte, sowohl an seinem rechten, wie an seinem linken Fu&#xdf; ? und schraubte einen Schalld&#xe4;mpfer auf die Laserkanone. Dann setzte sich Walter ersch&#xf6;pft auf Dr. Porschmanns Bleistiftanspitzer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und jetzt?, wandte er sich wieder Bella zu, ?geben Sie mir bitte einen Lagebericht.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Tja, wo soll ich da anfangen?? Bella &#xfc;berlegte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit dem Anfang?, half Walter und lie&#xdf; sich seine Berufserfahrung anmerken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg City-Nord. So f&#xe4;ngt es immer an.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aha.? Walter tippte in sein Laptop.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, ich hab schon soviel vom Dezember geh&#xf6;rt ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Kommen Sie mir nicht so. Da ist nix zu machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber: Die Handlung schreitet voran, nur die Zeit bleibt stehen ? das ist doch nicht in Ordnung!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Das ist eben Kunst?, meinte Walter. ?Also, mein Geschmack ist es auch nicht, wenn ich mal als Privatmensch reden soll. Aber da kann man nichts machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber was ist mit uns? Sehen Sie sich doch mal um: die M&#xe4;nner sind verbl&#xf6;det, und die Frauen tragen Strapse.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Strapse sind brachen&#xfc;blich?, erwiderte Walter. ?Sie k&#xf6;nnen davon ausgehen, da&#xdf; alle Frauen in allen Romanen Strapse tragen ? auch wenn es nicht ausdr&#xfc;cklich erw&#xe4;hnt wird.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber

Folge 33 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;warum denn nur?? Bella rang die H&#xe4;nde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Weil die Banane krumm ist?, grinsten Bodo und Dr. Porschmann dreckig. &apos;Sie sind gar nicht mehr sie selbst&apos;, dachte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;ren Sie, meine Herren?, schaltete sich Walter ein, ?Ihre Kollegin versucht sehr engagiert, Ihnen allen ? ich wiederhole: Ihnen allen eine Zukunft zu verschaffen, falls Sie verstehen, was ich meine. Was glauben Sie, da&#xdf; das hier ist? Ein Kaffeekr&#xe4;nzchen? Meine Arbeit ist topgef&#xe4;hrlich! Bitte bewahren Sie Ruhe, W&#xfc;rde und Contenance, sonst ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was sonst?? unterbrach Bodo, eher neugierig als drohend. Zum Drohen war er zu d&#xe4;mlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sonst rufe ich meinen gro&#xdf;en Bruder, und dann gibt&apos;s was mit&apos;m ZAR hintendrauf!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zar? Was&apos;n f&#xfc;r&apos;n Zar? Von Ru&#xdf;land oder wie?? Dr. Porschmann schmunzelte &#xfc;berheblich. ?Und wie gro&#xdf; soll der denn sein, Ihr gro&#xdf;er Bruder? Zwei K&#xf6;pfe gr&#xf6;&#xdf;er als Sie?? Der Assistenzsekret&#xe4;r erheischte brauenhebend Bodos Beifall.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter seufzte, zog sich das Telefonschuhtelefon aus, tippte 0-0-7 ein und sprach: ?Humberto! Humberto Ego! Hier Walter! Walter Ego! Humberto, bitte melden! Bitte kommen, Humberto!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Alter Ego!? dr&#xf6;hnte eine Ba&#xdf;geigenstimme aus der Hackenmembrane. ?Hier Humberto! Was denn nun, erst melden oder gleich kommen? Bitte melden, Walter! Hier Humberto! Humberto Ego!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hier Ego! Walter Ego! Mach keine Witze, Humberto! Es riecht hier nach &#xc4;rger! Lad&apos; mir mal den Laser mit &apos;nem halben Dutzend ZARen! Melden, Humberto! Humberto Ego! Hier Walter!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Walter Ego! Hier Humberto Ego! Logo! Ergo! Go &#xe0; Gogo! Humberto Ende! Ego! Over! Out!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter zog st&#xf6;hnend sein Telefonschuhtelefon wieder an. Kurz darauf brummte sein Lapt&#xf6;pchen, und gleichzeitig ergl&#xfc;hte ein rotes L&#xe4;mpchen auf der Kimme des Laserkan&#xf6;nchens.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So?, konstatierte Walter k&#xfc;hl, ?das Zoten-Abwehr-Raketensystem ist aktiviert. Es ist h&#xf6;chst empfindlich. Wenn in diesem Raum noch ein einziges schmutziges Wort gesprochen wird, geht die Kanone los. Klar??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und dann?? fragte Dr. Porschmann skeptisch, aber nicht mehr ganz so vorlaut.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann wird der NVA, der?, Walter unterbrach sich selbst, die Augen rollend, Nachfragen der blutigen Laien vorwegnehmend, ?der Niedere Verbal-Aggressor, in diesem Fall also Sie, wird dann wieder in seine urspr&#xfc;ngliche Zweidimensionalit&#xe4;t dematerialisiert, gefaltet und bis auf weiteres abgeheftet.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Eierjeierjei?, keuchte Bodo erschrocken. Ihm schlotterten geradezu die Hosen vor Angst. ?Mir schwanz &#xdc;bles?, jammerte er. Wie Kinder im dunklen Keller begann er freudianisch zu singen: ?Sack mir wo die Blusen sind, ich hals nich aus. Muschi denn, Muschi denn, zuhum St&#xe4;dtele hinaus, mit der Pimmelbahn? Bums, da fiel die Schlampe um!? Vollends panisch, den Blick auf die Kanone gerichtet, wie das Kaninchen seinen auf die Schlange, setzte er stotternd hinzu: ?H&#xfc;-H&#xfc;-Hymen, Arsch und Zwirn. Ich bin fick-fick-fick und fotzi.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Psssst!? Dr. Porschmann hatte kaum den Finger auf die Lippen gelegt, da puffte es schon. Ein vorne pink-, hinten zinkfarben blinkendes Z&#xe4;pfchen entfuhr dem Kanonenr&#xf6;hrchen, umschwirrte Bodos Kopf, der mit den H&#xe4;nden wedelnd laut schreiend floh, folgte ihm summend und ereilte ihn kurz vor der DUK. Es scho&#xdf; durch seinen Hosenboden, hinterlie&#xdf; dort auf Anush&#xf6;he ein verbrannt-fransiges L&#xf6;chlein und war auch schon verschwunden. ?Ahhmm!? st&#xf6;hnte Bodo, aber es klang schon, als bliese man auf einem butterbrotpapierverh&#xfc;llten Kamm. Dann, mit einem uns&#xe4;glich melancholischen Pffft-Laut, war er pl&#xf6;tzlich wie in Luft aufgel&#xf6;st ? nur ein hampelmannf&#xf6;rmiges St&#xfc;ckchen Papier schwebte in weit ausladenden Pendelbewegungen langsam zu Boden.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wirkte m&#xfc;de. Bella hielt die Hand vor den offenen Mund. Dr. Porschmann nicht. ?Da ? da ? da?!? stammelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wurde w&#xfc;tend. ?Dadada, dadada! Ich hab&apos;s Ihnen doch gesagt! Die Dinger arbeiten hochsensibel! Die High-Tech ist die gleiche wie bei Flugabwehrraketen ? sie schlagen in die w&#xe4;rmste Stelle eines K&#xf6;rpers ein und explodieren dort! Ach, gehen Sie mir aus den &#xc4;uglein! Falten Sie Ihren Kollegen und legen Sie ihn ab! Aber passen Sie auf, wo Sie ihn lochen! Nicht da&#xdf; er bei Rematerilisierung aussieht wie&apos;n Schie&#xdf;stand-Dummy!? Walter hackte hochrot in seinen Laptop. ?Und ich hab wieder die Arbeit davon?, fistelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;W&#xe4;hrend Dr. Porschmann somnambul in Richtung DUK wankte, erholte sich Bella von ihrem Schrecken. Ihr kam eine Idee. Eine gute Idee. Eine supergute Idee.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, Walter?, sie kraulte ihn mit der Spitze ihres Fingernagels unterhalb des Baseball-K&#xe4;ppchens. ?K&#xf6;nnten wir nicht auch?? Sie beugte sich zu ihm herunter und fl&#xfc;sterte ihm ein paar hei&#xdf;e W&#xf6;rtchen ins &#xd6;hrchen, da&#xdf; sein Sch&#xf6;pfchen wehte. ?Der st&#xf6;rt doch nur?, sagte sie abschlie&#xdf;end.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Baby?, versetzte Walter, ein bi&#xdf;chen rosig um die B&#xe4;ckchen, ?ich m&#xf6;chte dich bitten, mir nicht allzu nah zu kommen, damit wir alle hier unseren Job tun k&#xf6;nnen. ? Aber?, fuhr Walter fort und erlangte sein gewohntes Souver&#xe4;nit&#xe4;tchen zur&#xfc;ck, ?um auf deinen Vorschlag zur&#xfc;ckzukommen: Wenn du meinst, da&#xdf; es einer schnelleren L&#xf6;sung dienlich ist? okay.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Toll?, freute sich Bella und sah ein bi&#xdf;chen schuldbewu&#xdf;t drein. Walter haute ein paar Befehle in die Tasten, und kurz darauf leuchtete erneut das Kimme-Birnchen auf dem Laser.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde ganz aufgeregt. ?Ich?, sagte sie und deutete geheimnisvoll im B&#xfc;ro umher, wobei sie hm und hm-hm machte, und f&#xfc;gte dann hinzu: ?Und dann waltern Sie Ihres Amtes!? Sie kicherte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ooorrr?, grunzelte Walter und hielt sich die Augen zu, ?bitte nicht. Zwing mich nicht, auch noch den AKT einzusetzen. Bitte.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja! Den AKT! A-K-T! Anti-Kalauer-Tampon! Okay? Habe ich mich klar genug ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Huch!? juchzte Bella, und ?Ja doch? murmelnd st&#xf6;ckelte sie zum weinenden Dr. Porschmann, der Bodo gerade liebevoll kniffte und in eine gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle steckte. ?Bodo?, wimmerte er, ?sag doch was, nur eine klitzekleine Abk&#xfc;rzung? irgendwas??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella tippte ihm auf die schon v&#xf6;llig durchn&#xe4;&#xdf;te Schulter. ?Aber Dr. Porschmann?, gurrte sie m&#xfc;tterlich, ?er wird doch wieder heile, wenn wir hier erstmal alles &#xfc;berstanden haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Porsche h&#xf6;rte gar nicht hin. ?Mensch, Alter?, flennte der Akademiker, ?wei&#xdf;t du noch, wie du mich um meine Taucherausr&#xfc;stung beneidet hast? Oder wie Rita mich durchsucht hat? Und jetzt liegst du da, ganz d&#xfc;nn und bla&#xdf; und faltig ? buhuhuhuuuu!? Dr. Porschmann wiegte die Plastikh&#xfc;lle z&#xe4;rtlich in seinen Ar&#xac;men.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?A propos Rita?, sagte Bella listig, unterdr&#xfc;ckt kichernd, ?das war doch eine unheimliche scharfe ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann schluchzte nur.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na?? half ihm Bella auf die Spr&#xfc;nge.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Frauhuhuhu?, winselte der alte Waschlappen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Naaaain?, stampfte Bella mit dem Fu&#xdf; auf, ?schlimmer: Unheimlich scharfe ? na??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wei&#xdf; nicht? buhu, buhuhu??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na gut, sagen wir mal??, sinnierte Bella leicht ver&#xe4;rgert; dann ging ihr ein neues Licht auf: ?Sagen wir mal Lulu. Sie kennen doch Lulu? Herr Dr. Porschmann? Die hat doch zwei so richtig scharfe, dicke, runde ? na? Was?? Sie lauerte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Augen?? Dr. Porschmann schniefte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella atmete tief ein und aus. Sie meditierte kurz &#xfc;ber ihr Poem. Mit frischer Kraft ausgestattet, versuchte sie es erneut. Diesmal mit noch clevererer Taktiktiktik. Schon an ihrer Gedanken-Sprache sp&#xfc;rte sie, da&#xdf; die Hottners bald v&#xf6;llig von Sinnen sein w&#xfc;rden, und dann w&#xfc;rde endlich Geist! einkehren in dieses B&#xfc;ro, Geist!, Zukunft, Fr&#xfc;hst&#xfc;cksbuffet?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Porschi?, umgarnte sie ihn, ?was reimt sich auf Mitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Bitte?, assoziierte Porschi schlaff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, sagte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Doch?, sagte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und noch??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gitte, Hitte, Itte, Jitte, Kitte, Litte, Nitte, Pitte, Quitte, Ritte, Sitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und?? Bella hielt den Atem an.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wittewittewitt, bum, bum?, st&#xf6;hnte Dr. Porschmann matt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da verlor Bella die Beherrschung und verpa&#xdf;te dem ehemaligen geist!igen &#xdc;berflieger der Abteilung eine Maulschelle, da&#xdf; es nur so pfiff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aua!? weinte der Mann. ?Alte Titte!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und dann ging es Schlag auf Schlag. Mehrere Dinge passierten gleichzeitig. Erstens: Pink- und zink-blinkend scho&#xdf; die zweite Zoten-Abwehr-Rakete durchs B&#xfc;ro, wich zweitens im letzten Moment Lui Pfuis ger&#xe4;umiger Nase aus, die just in dem Moment hinter dem Dienst-Tresor auftauchte, und fand schlie&#xdf;lich doch ihren Weg in einem eleganten Halbkreis um Dr. Porschmanns Dienst-Torso herum. Dr. Porschmann erstarrte viertens, w&#xe4;hrend sein Becken in einem einzigen entsetzlichen Krampf scharnierartig nach vorn einrastete (4.a). ?Haaa...!? machte er (4.b). Sein Gesichtsausdruck wandelte sich sehr rasch von eher unselig in eher selig (4.c). Dann ? f&#xfc;nftens ? fl&#xfc;sterte Lui Pfui, das Gesicht entstellt vor Ganz-und-gar-kein-bi&#xdf;chen-im-Bilde-Befindlichkeit: ?Wo bin ich? Wer bin ich? Was bin ich? Wie geht es Ihnen?? Und sextens kam Lulu aus der DUK, nackt aber gl&#xfc;cklich, und piepste: ?Ist der Zeiger schon zweimal &apos;rum?? Sie drehte sich, vor Vergn&#xfc;gen hopsend, einmal um ihre Ost-West-Achse. ?Die hauen sich da alle im &apos;Klett&apos;. Ich hatte keine Figuren mehr zum Posieren, und da hab ich Striptease gemacht. Die beiden Hottis haben den Brandy aus Biergl&#xe4;sern getrunken, und seit ich ihnen mein Po-Tat&#xfc;? &#xe4;h ?? Als s&#xe4;&#xdf;e sie auf der Schulbank und die richtige L&#xf6;sung l&#xe4;ge ihr auf der Zunge, sch&#xfc;ttelte sie so heftig ihre rechte Hand aus, da&#xdf; nicht nur ihr loser Daumen schnalzte: ?? mein Po-Tattoo; seitdem sie das gesehen haben, liegen sie im Soma! Hihihi!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Langsam, scherenschnittartig, segelte Dr. Porschmann beschwingt vor ihren Br&#xfc;sten, vor ihrem Bauch, vor ihrem B&#xe4;rchen auch und dann, etwas rascher, zu ihren nackten F&#xfc;&#xdf;en nieder.

Folge 34 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?B&#xfc;robestattung?, wies Walter an. ?Falten und ablegen!? Lulu b&#xfc;ckte sich brav, faltete den zweidimensionalen Parade-Akademiker und legte ihn sanft zu Bodo in die gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle. ?B&#xfc;robestattung?, wies Walter an. ?Falten und ablegen!? Lulu b&#xfc;ckte sich brav, faltete den zweidimensionalen Parade-Akademiker und legte ihn sanft zu Bodo in die gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter hatte sich unterdessen einen Blechzylinder mit einer kleinen Parabolantenne aufgesetzt. Der Zylinder gl&#xfc;hte leicht, und Walter sa&#xdf; mit geschlossenen Augen da.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie da?? fragte Bella besorgt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich habe meinen PVC aufgesetzt, meinen Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und was sehen Sie??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Komposition ist uneinheitlich, die Handlung verschleppt, die Autoren laufen nur noch &#xfc;ber Notstrom.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann lassen Sie uns doch einfach abhauen ? endlich raus aus diesem B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da gibt es nichts.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ihre Welt besteht nur aus diesem B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber k&#xf6;nnen Sie denn da gar nichts machen?? Bella war verzweifelt. Bedeutete das weitere Kamilleinhalationen? Ein endloses M&#xe4;rtyrium unter den unreifen Scherzen des Dr. Porschmann und den Geist!losigkeiten Lulus? Nein, da war noch etwas anderes?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;ren Sie, Walter?, sagte Bella nun sehr fest. ?Das kann nicht alles sein. Ich hatte immer das Gef&#xfc;hl, Zusammenh&#xe4;nge zu ahnen, eine stumme Stimme zu h&#xf6;ren, besonders, wenn das Deutsch so schlecht wurde, wenn Sie verstehen, was ich meine??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter blickte sie unter seinem PVC scharf an. ?Wollen Sie etwa behaupten, da&#xdf; sie Zugang zur Erz&#xe4;hlebene haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella erwiderte seinen Blick. ?Ich glaube, ja.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber warum sollten die Hottners sich auf so was einlassen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Vielleicht brauchen sie mich??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter und Bella schwiegen einen Moment.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich bin jedenfalls sicher, da&#xdf; es einen Ausweg aus diesem B&#xfc;ro gibt?, sagte Bella dann. Sie wandte sich dem kleiderschrankgro&#xdf;en Verschlag zu. Walter folgte ihrem Blick. ?Das ist er?, sagte sie, ?unser literarischer Notausgang. Die DUK.?

Folge 35 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Moment mal.? Walter setzte den PVC vorl&#xe4;ufig ab, justierte an einem kleinen daran befindlichen R&#xe4;dchen herum und bet&#xe4;tigte zwei Kippschalter. Dann setzte er den Zylinder wieder auf und gab dem Laptop zwei Befehle. Pl&#xf6;tzlich wurde die Parabolantenne summend eingezogen und stattdessen ein Propellerchen ausgefahren. Walter zurrte den Kinnriemen fest, sagte ?H&#xfc;a!?, und schon surrte das Agentchen wie eine Libelle von Dr. Porschmanns Schreibtisch hin&#xfc;ber zur DUK, wo Bella ihn schon erwartete. Er landete ? in beruhigendem Tonfall &quot;Ho!&quot; rufend ? auf ihrer Schulter.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu staunte. ?Uiii!? Nackt, wie Hottners sie geschafen hatten, gesellte sie sich zu den beiden. Horst Pfui verzog sich auf seinen DMF, schmiegte sich daran wie an eine ferne Erinnerung und wimmerte in einem kindlichen Singsang vor sich hin: ?Ach wie gut, da&#xdf; niemand wei&#xdf;, da&#xdf; ich? da&#xdf; ich?? Er begann zu weinen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella konnte sich mit solchen Alzheimerschen Waschlappen nicht befassen. In bestechend exakter K&#xfc;rze erl&#xe4;uterte sie dem CI&#xc4;-M&#xe4;nnchen, was sich hinter dem schweren gelben Brokatvorhang verbarg und was geschehen war. Lulu raffte in aller Eile ihre sieben Seidensachen zusammen, die noch am Boden der DUK lagen, und begann, da und dort und hin und wieder ein bi&#xdf;chen vor sich hin posierend, sich wieder anzukleiden. ?Aha?, brummte Walter Ego, ?ungew&#xf6;hnlich. Aber wenn das so ist, da sollte mich doch die Ze-Ze-Fliege holen, wenn wir da nicht? Lulu-Darling, zieh doch mal den Vorhang beiseite.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu st&#xf6;ckelte in die DUK, fa&#xdf;te nach der gelben Gardine, wobei sie sich ? H&#xfc;ften rund, linkes Knie angewinkelt ? wie ein Nummerngirl zum Publikum wandte, und rief ?Pfusch!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sie meint &apos;Tusch&apos;!? raunte Bella ihrem Mann am Ohr zu.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu ri&#xdf; den Vorhang auf.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella erstarrte. ?Was??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, und?? Walter blickte verst&#xe4;ndnislos von einer zur andern. Alles was er sah, waren Bellas erschrockenes Gesicht, sich selbst daneben und Lulus Kehrseitenrundungen: ein Spiegel.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, fl&#xfc;sterte Bella, der v&#xf6;lligen und endg&#xfc;ltigen Verzweiflung so nah wie nie zuvor, ?nein??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Haltstop!? Walter tippte sich an den PVC. ?Ist ja klar. Die laufen nur noch auf Notstrom. Deshalb. Das haben wir gleich. ? H&#xfc;!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Er schwirrte zur&#xfc;ck auf Dr. Porschmanns Schreibtisch, richtete die Laserkanone auf den Spiegel, tippte auf dem portablen PC herum, und schon wurde ein smaragdgr&#xfc;ner, trichterf&#xf6;rmiger Laserstrahl auf die Scheibe abgeschossen, und in dem runden Kreis erkannte man einen wei&#xdf;en Schimmel, einen schwarzen Neger sowie ? die beiden Hottners, die benebelten K&#xf6;pfe auf dem Tresen abgelegt, grinsend, schnarchend und vollkommen dicht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella jauchzte auf. ?Super, Walter! Sie sind ein Super-Walter!? Sie lief zu ihm hin&#xfc;ber und k&#xfc;&#xdf;te ihn spontan auf den Kopf. ?Und nun??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn du wirklich Kontakt zur Erz&#xe4;hlebene hast?, sagte Walter, dessen Gesicht vom Stirnchen bis zum Kinnchen rot von Bellas Lippenstift war, ?dann seid ihr in sieben bis acht Minuten gerettet. Wir m&#xfc;ssen nur??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da knallte pl&#xf6;tzlich ein knallharter Schu&#xdf;. Walters PVC flog durchs B&#xfc;ro. 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Uuuuuu!? schrie Lulu. 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aaaaaa!? schrie Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?CI&#xc4;&#xc4;&#xc4;&#xc4;!? schrie Walt&#xe4;.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch der Eindringling lie&#xdf; sich nicht einsch&#xfc;chtern. Wie aus dem Nichts erschienen, schritt er, die Doppelb&#xfc;chsflinte im Anschlag, auf Walter zu und setzte den Gewehrlauf auf dessen Nase. Sie pa&#xdf;te genau hinein.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Von wejen sieben, acht Minuten! Da hamse aba die Rechnung ohne den Wirt jemacht! Jebe hiermit bekannt, da&#xdf; die Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rsterei die Rejierung &#xfc;banomm hat, bis wieda jeordnete Vah&#xe4;ltnisse herjeschtellt! Ausjangsschperre f&#xfc;a alle Zivilisten bis zum Fr&#xfc;hst&#xfc;ck. Klar?? DF Ratzlaff schmatzte triumphierend, als h&#xe4;tte er den Rachen bereits randvoll mit Blut.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Soll ich ihn fesseln, Chef?? fragte Rita, die diesmal ein violettes Lederdirndl trug ? so kurz, da&#xdf; man vorne nur den lila Ledertanga sah und hinten das blanke Entsetzen, und hob mit ihrem Fingernagel Walter Egos Kinn ein wenig an. ?Ich hab&apos; &apos;ne Garnrolle dabei!?

Folge 36 (NE)
Ratzlaff aber grinste, als h&#xe4;tte er eine &#xdc;berdosis Diabolika geschluckt. ?Jefangene werden nich mehr jemacht, Rita.?
Bella, Lulu, Walter und auch Lui Pfui alias Horst zw&#xe4;ngten Speichel durch dicke H&#xe4;lse.
?Ja?, setzte Ratzlaff fort, ?die Hottners ham ausjespielt ? mal wieda jesoffen wie die Elche und nix als Chaos anjerichtet. Aber damit is jetzt Schlu&#xdf;. Allet h&#xf6;rt auf mein Kommando. Heute jeh&#xf6;rt mir die 4A und morjen die janze Zen-Zentrale. Du da!? rief er Pfui an. ?Jleich ma an die Dienstwand jeschtellt! Die janze Abteilung wird jetzt umschtrukturiat!?
?Aber?, stammelte Pfui hilflos, ?mein Kreuzwortr&#xe4;tsel, mein Futon, meine Identit&#xe4;t??
Rita f&#xfc;hrte ihn an die B&#xfc;rowand, die von einem gro&#xdf;formatigen Kalenderblatt mit dem Monat Juni geziert wurde.
?Sie sind ja wahnsinnig!? rief Bella best&#xfc;rzt.
?Im Jejenteil?, entgegnete Ratzlaff. ?Ick f&#xfc;hl mir putschmunta!?
F&#xfc;r einen Moment hoffte Bella auf einen AKT, doch da kam nichts. Ratzlaff lud die Doppelb&#xfc;chsflinte durch und legte an.
Bella schrie auf: ?Schlu&#xdf;! Das k&#xf6;nnt ihr doch nicht machen!?
Und auch Lulu gab das Letzte. ?Aber Herr Oberforstrat, kann ich Ihnen nicht eventuell etwas pers&#xf6;nlicher stimmen??
Doch Ratzlaff zischte nur: ?Bei mir herrscht Ruhe im Jlied!? und scho&#xdf;.
T&#xf6;dlich getroffen sank Lui ?Horst? Pfui an der Wand zusammen. Bella st&#xfc;rzte zu ihm.
?Bella?, hauchte er. ?Ich glaub&apos;, jetzt hab&apos; ich&apos;s??
?Was??
?Urlaub??, er verzog schmerzerf&#xfc;llt das Gesicht, ??mit sechs Buchstaben??
Bella sah verzweifelt in die ausdruckslosen Augen des stets vorbildlichen Vorgesetzten, der sich nur noch einmal zu einer letzten Kraftanstrengung aufb&#xe4;umte.
?Rosbod??
Bella nickte, aber das sah Pfui schon nicht mehr.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ende des vierten Kapitels.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Achtung! Cliffhanger! Das dramatische Finale (Kapitel V) ab 18. Juli!



Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 06 Jun 2005 16:27:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=521C2022-ED9E-40B3-24E2BD87D84FAA79</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 35)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=2D1B2290-9B5F-C880-0BDA60C0B7A7B712</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des III. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ja, was zum Teufel geschah &#xfc;berhaupt bisher? Geschah &#xfc;berhaupt je irgendwas in jenem Dienstb&#xfc;ro der Gro&#xdf;en Gelben Post in Hamburg-City Nord in jener dunklen und st&#xfc;rmischen Nacht Ende Juni?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Aber hallo! Chef Lui Pfui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu kommen ihm immer n&#xe4;her, dem Geheimnis ihrer Existenz. (Bella jedenfalls, die andern sind ja leider zu d&#xe4;mlich.) Inzwischen hat sich n&#xe4;mlich gekl&#xe4;rt, da&#xdf; a) die mysteri&#xf6;se Zen-Zentrale, die f&#xfc;r ihr langweiliges Eintagsschicksal verantwortlich ist, aus den Herren Hottner A und Hottner B besteht, die sich in einer Kneipe namens ?Klett? einen geh&#xf6;rigen Rausch antrinken, und da&#xdf; b) Bella und Lulu die Hottners mit ihren Strapsen quasi lenken k&#xf6;nnen wie Marionetten. W&#xe4;hrend Lulu beginnt zu posieren, um die Hottners in Schach zu halten, arbeitet Bella fieberhaft an einem Putschplan. Und da str&#xf6;mt er endlich ein, ER, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun, Juserin und Juser ? lies, sage ich Dir! Lies das IV. Kapitel! Lies, wie der zw&#xf6;lf Zentimeter gro&#xdf;e Tausendsassa der CI&#xc4; seine Waffen einsetzt, um Bella zu helfen! Lies endlich, wie all seine tollen Tools und Superwaffen zum Einsatz kommen: der AKT (Anti-Kalauer-Tampon), die ZAR (Zoten-Abwehr-Rakete) und der PVC (Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque)! Verfolge den Kampf der geschundenen Forsetzungsroman-Kreaturen um ihre Fortsetzung!


Kapitel IV


Folge 31 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter! Walter Ego! Wo hatte sie den Namen schon einmal geh&#xf6;rt? D.h., wo, war klar. Hier. Wo sonst. Aber von wem? H&#xfc;stelnd wedelte Bella Walters Begleiterscheinungsnebel zur Seite. Die Gestalt wurde deutlicher. Da stand er. In der L&#xfc;ftungsklappe. Walter. Walter Ego. Er war ungef&#xe4;hr zw&#xf6;lf Zenti&#xac;meter gro&#xdf;, schm&#xe4;chtig gebaut, trug ein orangefarbenes Baseballm&#xfc;tzchen mit der Aufschrift ?CI&#xc4;? und am K&#xf6;rperchen ein schmuddeliges Blaum&#xe4;nnchen, aus dessen T&#xe4;schchen Schraubenschl&#xfc;sselchen lugten. Hinter einem der &#xd6;hrchen steckte ein Bleistiftchen, auf dem N&#xe4;schen sa&#xdf; ein Nickelbrillein, und die H&#xe4;ndchen waren von Drillich-Arbeits-Handsch&#xfc;hchen verh&#xfc;llt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella stie&#xdf; einen entz&#xfc;ckten, spitzen Schrei der Freude, der &#xdc;berraschung, der Hoffnung, des Sehnens und der Erleichterung aus. ?Endlich ein Mann!? jauchzte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nicht so laut!? Walter hielt sich die Ohren zu. ?Ich bin empfindlich!? Er hustete. Seine &#xc4;uglein tr&#xe4;nten. ?Dieser Nebel immer?, wimmerte er. ?K&#xf6;nntest du mich hier mal raushieven, Bella-Maus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella nahm Walter vorsichtig in beide H&#xe4;nde, wobei sie entdeckte, da&#xdf; er auf dem Buckelchen ein Rucks&#xe4;ckchen trug, und stieg von Dr. Porschmanns Stuhl. Beinah w&#xe4;re sie &#xfc;ber Lui ?Horst? Pfui gestolpert, der gerade unter dem Schreibtisch nach seiner Identit&#xe4;t recherchierte. Wie die Idiotenzwillinge grinsend standen Bodo und Dr. Porschmann nebeneinander und gafften.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella beschlo&#xdf;, sie zu ignorieren. Diese Pappkameraden waren doch noch zum Briefmarkenlecken zu doof. Nein, sie wu&#xdf;te: Wenn jemand Rettung versprach, dann dieses heilige Walter Ego.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie setzte ihn in den Ablagekorb. Herr Ego schwitzte ein wenig. ?Herrje, ist das ein Stre&#xdf;!? klagte er. ?Du glaubst gar nicht, wieviel ich zu tun habe!? Er wischte sich &#xfc;ber das Stirnchen. ?Gestern mu&#xdf;te ich sage und schreibe achtundzwanzigmal ausr&#xfc;cken, davon zehnmal zum Fehlalarm! Jede dritte Roman-, Novellen-, Dramen-, Drehbuch- und M&#xe4;rchenfigur f&#xfc;hlt sich ungerecht behandelt! Mehr als jede dritte: genau 36,7%! Zweimal war ich in In-Schwimmen-zwei-V&#xf6;gel, je einmal im Vorderen Orient, L&#xfc;beck, Jork, New York, Entenhausen und und und. H&#xf6;r mir blo&#xdf; auf. Was meinst du, was in den neuen Bundesl&#xe4;ndern los ist.? Walter st&#xf6;hnte pittoresk. ?Nichts als Jammerlappen! Und die meisten begreifen einfach nicht, in welchen F&#xe4;llen ich &#xfc;berhaupt einzugreifen befugt bin. Sind die Figuren auch noch so bla&#xdf;: sofern sie nicht unter werkimmanenten Aspekten sinnlos gequ&#xe4;lt, verh&#xf6;hnt oder erniedrigt werden, sofern die Story einigerma&#xdf;en in sich logisch ist, sofern auch nur die geringsten &#xe4;sthetischen Kriterien befolgt werden, sind mir die H&#xe4;n&#xac;de gebunden! Ich kann doch nicht zu jeder dahergeschriebenen Anna oder Maria einstr&#xf6;men, die sich ,leblos?, ,lieblos? oder ,irgendwie papieren? gezeichnet f&#xfc;hlt, Herrhottner nochmal.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella war total aufgeregt. Da&#xdf; es sowas gab!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was ist&apos;n das f&#xfc;r&apos;n Pumuckl!? t&#xf6;nte pl&#xf6;tzlich Dr. Porschmann peinlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halten Sie die Klappe!? herrschte Bella ihn an. Walter ver&#xac;zog schmerzhaft das Gesicht ? sind so kleine Ohren / darf man nicht drin bohren / auch nicht mit Ger&#xe4;uschen / sind sonst aus dem H&#xe4;uschen ?, war solche Attacken aber offenbar gew&#xf6;hnt. Gesch&#xfc;ttelt, aber unger&#xfc;hrt zog er aus dem Brustt&#xe4;schchen seines Blaum&#xe4;nnchens ein Visitenk&#xe4;rtchen, reichte es Dr. Porschmann und sagte: ?Mein Name ist Walter. Walter Ego. Ich bin hier gerade eingestr&#xf6;mt.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann hielt sich das K&#xe4;rtchen mit spitzen Fingern dicht vor die Augen und entzifferte stockend: ?Walter Ego. Geheimagent der Conf&#xf6;derativen Internationalen &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;).?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xfc;bsche Abk&#xfc;rzung!? meinte Bodo voll fachm&#xe4;nnischer Anerkennung.
Bella wollte sich nicht mit L&#xe4;ppischkeiten abgeben. ?Sagen Sie, Walter?, sagte sie zu Walter, ?k&#xf6;nnen Sie uns helfen? Haben wir eine Chance??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter sprang behend aus dem K&#xf6;rbchen und lehnte sich an Dr. Porschmanns Locher. ?Ich denke schon?, sagte er. ?Zumindest liegt hier ein eindeutiger Fall von Qu&#xe4;lerei vor. Au&#xdf;erdem k&#xf6;nnte man die Zen-Zentralisten wegen Trunkenheit am PC drankriegen. Aber das mu&#xdf; letztlich Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege entscheiden. Ich bin f&#xfc;r schnelles Eingreifen zust&#xe4;ndig, und bevor die IG Medien oder der Kritikerpapst ihren ranzigen Senf dazugeben, bin ich schon wieder weg.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?? fragte Bella neugierig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja?, &#xe4;chzte Walter Ego, w&#xe4;hrend er sich das Rucks&#xe4;ckchen vom Buckelchen schnallte. ?Die M&#xe4;chtige G&#xf6;ttin Aller Zen-Zentralen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach so?, sagte Bella mit offenem Mund.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der gute alte Ego kn&#xfc;pfte die B&#xe4;ndselchen auf und

Folge 32 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;lud eine Miniatur-Computer- und Kommunikationsanlage aus. Bella sah ein Laptop, ein Telefonschuhtelefon, eine Laserkanone.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mu&#xdf; das sein?? fragte sie etwas vorwurfsvoll und legte die Hand auf das W&#xe4;ffchen. Walter nickte. ?Ich habe die Lizenz zum L&#xf6;ten.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Oh?, erschrak Bella damenhaft.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn alles auseinanderbricht, geht es eben manchmal nicht anders?, meinte Walterchen und h&#xfc;stelte. Routiniert stellte er die Steckverbindungen zwischen einigen Modems und einem Rechner her, testete das Telefonschuhtelefon ? es pa&#xdf;te, wie Bella &#xfc;berrascht feststellte, sowohl an seinem rechten, wie an seinem linken Fu&#xdf; ? und schraubte einen Schalld&#xe4;mpfer auf die Laserkanone. Dann setzte sich Walter ersch&#xf6;pft auf Dr. Porschmanns Bleistiftanspitzer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und jetzt?, wandte er sich wieder Bella zu, ?geben Sie mir bitte einen Lagebericht.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Tja, wo soll ich da anfangen?? Bella &#xfc;berlegte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit dem Anfang?, half Walter und lie&#xdf; sich seine Berufserfahrung anmerken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg City-Nord. So f&#xe4;ngt es immer an.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aha.? Walter tippte in sein Laptop.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, ich hab schon soviel vom Dezember geh&#xf6;rt ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Kommen Sie mir nicht so. Da ist nix zu machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber: Die Handlung schreitet voran, nur die Zeit bleibt stehen ? das ist doch nicht in Ordnung!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Das ist eben Kunst?, meinte Walter. ?Also, mein Geschmack ist es auch nicht, wenn ich mal als Privatmensch reden soll. Aber da kann man nichts machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber was ist mit uns? Sehen Sie sich doch mal um: die M&#xe4;nner sind verbl&#xf6;det, und die Frauen tragen Strapse.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Strapse sind brachen&#xfc;blich?, erwiderte Walter. ?Sie k&#xf6;nnen davon ausgehen, da&#xdf; alle Frauen in allen Romanen Strapse tragen ? auch wenn es nicht ausdr&#xfc;cklich erw&#xe4;hnt wird.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber

Folge 33 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;warum denn nur?? Bella rang die H&#xe4;nde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Weil die Banane krumm ist?, grinsten Bodo und Dr. Porschmann dreckig. &apos;Sie sind gar nicht mehr sie selbst&apos;, dachte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;ren Sie, meine Herren?, schaltete sich Walter ein, ?Ihre Kollegin versucht sehr engagiert, Ihnen allen ? ich wiederhole: Ihnen allen eine Zukunft zu verschaffen, falls Sie verstehen, was ich meine. Was glauben Sie, da&#xdf; das hier ist? Ein Kaffeekr&#xe4;nzchen? Meine Arbeit ist topgef&#xe4;hrlich! Bitte bewahren Sie Ruhe, W&#xfc;rde und Contenance, sonst ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was sonst?? unterbrach Bodo, eher neugierig als drohend. Zum Drohen war er zu d&#xe4;mlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sonst rufe ich meinen gro&#xdf;en Bruder, und dann gibt&apos;s was mit&apos;m ZAR hintendrauf!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zar? Was&apos;n f&#xfc;r&apos;n Zar? Von Ru&#xdf;land oder wie?? Dr. Porschmann schmunzelte &#xfc;berheblich. ?Und wie gro&#xdf; soll der denn sein, Ihr gro&#xdf;er Bruder? Zwei K&#xf6;pfe gr&#xf6;&#xdf;er als Sie?? Der Assistenzsekret&#xe4;r erheischte brauenhebend Bodos Beifall.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter seufzte, zog sich das Telefonschuhtelefon aus, tippte 0-0-7 ein und sprach: ?Humberto! Humberto Ego! Hier Walter! Walter Ego! Humberto, bitte melden! Bitte kommen, Humberto!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Alter Ego!? dr&#xf6;hnte eine Ba&#xdf;geigenstimme aus der Hackenmembrane. ?Hier Humberto! Was denn nun, erst melden oder gleich kommen? Bitte melden, Walter! Hier Humberto! Humberto Ego!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hier Ego! Walter Ego! Mach keine Witze, Humberto! Es riecht hier nach &#xc4;rger! Lad&apos; mir mal den Laser mit &apos;nem halben Dutzend ZARen! Melden, Humberto! Humberto Ego! Hier Walter!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Walter Ego! Hier Humberto Ego! Logo! Ergo! Go &#xe0; Gogo! Humberto Ende! Ego! Over! Out!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter zog st&#xf6;hnend sein Telefonschuhtelefon wieder an. Kurz darauf brummte sein Lapt&#xf6;pchen, und gleichzeitig ergl&#xfc;hte ein rotes L&#xe4;mpchen auf der Kimme des Laserkan&#xf6;nchens.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So?, konstatierte Walter k&#xfc;hl, ?das Zoten-Abwehr-Raketensystem ist aktiviert. Es ist h&#xf6;chst empfindlich. Wenn in diesem Raum noch ein einziges schmutziges Wort gesprochen wird, geht die Kanone los. Klar??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und dann?? fragte Dr. Porschmann skeptisch, aber nicht mehr ganz so vorlaut.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann wird der NVA, der?, Walter unterbrach sich selbst, die Augen rollend, Nachfragen der blutigen Laien vorwegnehmend, ?der Niedere Verbal-Aggressor, in diesem Fall also Sie, wird dann wieder in seine urspr&#xfc;ngliche Zweidimensionalit&#xe4;t dematerialisiert, gefaltet und bis auf weiteres abgeheftet.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Eierjeierjei?, keuchte Bodo erschrocken. Ihm schlotterten geradezu die Hosen vor Angst. ?Mir schwanz &#xdc;bles?, jammerte er. Wie Kinder im dunklen Keller begann er freudianisch zu singen: ?Sack mir wo die Blusen sind, ich hals nich aus. Muschi denn, Muschi denn, zuhum St&#xe4;dtele hinaus, mit der Pimmelbahn? Bums, da fiel die Schlampe um!? Vollends panisch, den Blick auf die Kanone gerichtet, wie das Kaninchen seinen auf die Schlange, setzte er stotternd hinzu: ?H&#xfc;-H&#xfc;-Hymen, Arsch und Zwirn. Ich bin fick-fick-fick und fotzi.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Psssst!? Dr. Porschmann hatte kaum den Finger auf die Lippen gelegt, da puffte es schon. Ein vorne pink-, hinten zinkfarben blinkendes Z&#xe4;pfchen entfuhr dem Kanonenr&#xf6;hrchen, umschwirrte Bodos Kopf, der mit den H&#xe4;nden wedelnd laut schreiend floh, folgte ihm summend und ereilte ihn kurz vor der DUK. Es scho&#xdf; durch seinen Hosenboden, hinterlie&#xdf; dort auf Anush&#xf6;he ein verbrannt-fransiges L&#xf6;chlein und war auch schon verschwunden. ?Ahhmm!? st&#xf6;hnte Bodo, aber es klang schon, als bliese man auf einem butterbrotpapierverh&#xfc;llten Kamm. Dann, mit einem uns&#xe4;glich melancholischen Pffft-Laut, war er pl&#xf6;tzlich wie in Luft aufgel&#xf6;st ? nur ein hampelmannf&#xf6;rmiges St&#xfc;ckchen Papier schwebte in weit ausladenden Pendelbewegungen langsam zu Boden.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wirkte m&#xfc;de. Bella hielt die Hand vor den offenen Mund. Dr. Porschmann nicht. ?Da ? da ? da?!? stammelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wurde w&#xfc;tend. ?Dadada, dadada! Ich hab&apos;s Ihnen doch gesagt! Die Dinger arbeiten hochsensibel! Die High-Tech ist die gleiche wie bei Flugabwehrraketen ? sie schlagen in die w&#xe4;rmste Stelle eines K&#xf6;rpers ein und explodieren dort! Ach, gehen Sie mir aus den &#xc4;uglein! Falten Sie Ihren Kollegen und legen Sie ihn ab! Aber passen Sie auf, wo Sie ihn lochen! Nicht da&#xdf; er bei Rematerilisierung aussieht wie&apos;n Schie&#xdf;stand-Dummy!? Walter hackte hochrot in seinen Laptop. ?Und ich hab wieder die Arbeit davon?, fistelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;W&#xe4;hrend Dr. Porschmann somnambul in Richtung DUK wankte, erholte sich Bella von ihrem Schrecken. Ihr kam eine Idee. Eine gute Idee. Eine supergute Idee.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, Walter?, sie kraulte ihn mit der Spitze ihres Fingernagels unterhalb des Baseball-K&#xe4;ppchens. ?K&#xf6;nnten wir nicht auch?? Sie beugte sich zu ihm herunter und fl&#xfc;sterte ihm ein paar hei&#xdf;e W&#xf6;rtchen ins &#xd6;hrchen, da&#xdf; sein Sch&#xf6;pfchen wehte. ?Der st&#xf6;rt doch nur?, sagte sie abschlie&#xdf;end.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Baby?, versetzte Walter, ein bi&#xdf;chen rosig um die B&#xe4;ckchen, ?ich m&#xf6;chte dich bitten, mir nicht allzu nah zu kommen, damit wir alle hier unseren Job tun k&#xf6;nnen. ? Aber?, fuhr Walter fort und erlangte sein gewohntes Souver&#xe4;nit&#xe4;tchen zur&#xfc;ck, ?um auf deinen Vorschlag zur&#xfc;ckzukommen: Wenn du meinst, da&#xdf; es einer schnelleren L&#xf6;sung dienlich ist? okay.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Toll?, freute sich Bella und sah ein bi&#xdf;chen schuldbewu&#xdf;t drein. Walter haute ein paar Befehle in die Tasten, und kurz darauf leuchtete erneut das Kimme-Birnchen auf dem Laser.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde ganz aufgeregt. ?Ich?, sagte sie und deutete geheimnisvoll im B&#xfc;ro umher, wobei sie hm und hm-hm machte, und f&#xfc;gte dann hinzu: ?Und dann waltern Sie Ihres Amtes!? Sie kicherte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ooorrr?, grunzelte Walter und hielt sich die Augen zu, ?bitte nicht. Zwing mich nicht, auch noch den AKT einzusetzen. Bitte.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja! Den AKT! A-K-T! Anti-Kalauer-Tampon! Okay? Habe ich mich klar genug ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Huch!? juchzte Bella, und ?Ja doch? murmelnd st&#xf6;ckelte sie zum weinenden Dr. Porschmann, der Bodo gerade liebevoll kniffte und in eine gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle steckte. ?Bodo?, wimmerte er, ?sag doch was, nur eine klitzekleine Abk&#xfc;rzung? irgendwas??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella tippte ihm auf die schon v&#xf6;llig durchn&#xe4;&#xdf;te Schulter. ?Aber Dr. Porschmann?, gurrte sie m&#xfc;tterlich, ?er wird doch wieder heile, wenn wir hier erstmal alles &#xfc;berstanden haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Porsche h&#xf6;rte gar nicht hin. ?Mensch, Alter?, flennte der Akademiker, ?wei&#xdf;t du noch, wie du mich um meine Taucherausr&#xfc;stung beneidet hast? Oder wie Rita mich durchsucht hat? Und jetzt liegst du da, ganz d&#xfc;nn und bla&#xdf; und faltig ? buhuhuhuuuu!? Dr. Porschmann wiegte die Plastikh&#xfc;lle z&#xe4;rtlich in seinen Ar&#xac;men.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?A propos Rita?, sagte Bella listig, unterdr&#xfc;ckt kichernd, ?das war doch eine unheimliche scharfe ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann schluchzte nur.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na?? half ihm Bella auf die Spr&#xfc;nge.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Frauhuhuhu?, winselte der alte Waschlappen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Naaaain?, stampfte Bella mit dem Fu&#xdf; auf, ?schlimmer: Unheimlich scharfe ? na??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wei&#xdf; nicht? buhu, buhuhu??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na gut, sagen wir mal??, sinnierte Bella leicht ver&#xe4;rgert; dann ging ihr ein neues Licht auf: ?Sagen wir mal Lulu. Sie kennen doch Lulu? Herr Dr. Porschmann? Die hat doch zwei so richtig scharfe, dicke, runde ? na? Was?? Sie lauerte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Augen?? Dr. Porschmann schniefte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella atmete tief ein und aus. Sie meditierte kurz &#xfc;ber ihr Poem. Mit frischer Kraft ausgestattet, versuchte sie es erneut. Diesmal mit noch clevererer Taktiktiktik. Schon an ihrer Gedanken-Sprache sp&#xfc;rte sie, da&#xdf; die Hottners bald v&#xf6;llig von Sinnen sein w&#xfc;rden, und dann w&#xfc;rde endlich Geist! einkehren in dieses B&#xfc;ro, Geist!, Zukunft, Fr&#xfc;hst&#xfc;cksbuffet?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Porschi?, umgarnte sie ihn, ?was reimt sich auf Mitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Bitte?, assoziierte Porschi schlaff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, sagte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Doch?, sagte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und noch??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gitte, Hitte, Itte, Jitte, Kitte, Litte, Nitte, Pitte, Quitte, Ritte, Sitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und?? Bella hielt den Atem an.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wittewittewitt, bum, bum?, st&#xf6;hnte Dr. Porschmann matt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da verlor Bella die Beherrschung und verpa&#xdf;te dem ehemaligen geist!igen &#xdc;berflieger der Abteilung eine Maulschelle, da&#xdf; es nur so pfiff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aua!? weinte der Mann. ?Alte Titte!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und dann ging es Schlag auf Schlag. Mehrere Dinge passierten gleichzeitig. Erstens: Pink- und zink-blinkend scho&#xdf; die zweite Zoten-Abwehr-Rakete durchs B&#xfc;ro, wich zweitens im letzten Moment Lui Pfuis ger&#xe4;umiger Nase aus, die just in dem Moment hinter dem Dienst-Tresor auftauchte, und fand schlie&#xdf;lich doch ihren Weg in einem eleganten Halbkreis um Dr. Porschmanns Dienst-Torso herum. Dr. Porschmann erstarrte viertens, w&#xe4;hrend sein Becken in einem einzigen entsetzlichen Krampf scharnierartig nach vorn einrastete (4.a). ?Haaa...!? machte er (4.b). Sein Gesichtsausdruck wandelte sich sehr rasch von eher unselig in eher selig (4.c). Dann ? f&#xfc;nftens ? fl&#xfc;sterte Lui Pfui, das Gesicht entstellt vor Ganz-und-gar-kein-bi&#xdf;chen-im-Bilde-Befindlichkeit: ?Wo bin ich? Wer bin ich? Was bin ich? Wie geht es Ihnen?? Und sextens kam Lulu aus der DUK, nackt aber gl&#xfc;cklich, und piepste: ?Ist der Zeiger schon zweimal &apos;rum?? Sie drehte sich, vor Vergn&#xfc;gen hopsend, einmal um ihre Ost-West-Achse. ?Die hauen sich da alle im &apos;Klett&apos;. Ich hatte keine Figuren mehr zum Posieren, und da hab ich Striptease gemacht. Die beiden Hottis haben den Brandy aus Biergl&#xe4;sern getrunken, und seit ich ihnen mein Po-Tat&#xfc;? &#xe4;h ?? Als s&#xe4;&#xdf;e sie auf der Schulbank und die richtige L&#xf6;sung l&#xe4;ge ihr auf der Zunge, sch&#xfc;ttelte sie so heftig ihre rechte Hand aus, da&#xdf; nicht nur ihr loser Daumen schnalzte: ?? mein Po-Tattoo; seitdem sie das gesehen haben, liegen sie im Soma! Hihihi!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Langsam, scherenschnittartig, segelte Dr. Porschmann beschwingt vor ihren Br&#xfc;sten, vor ihrem Bauch, vor ihrem B&#xe4;rchen auch und dann, etwas rascher, zu ihren nackten F&#xfc;&#xdf;en nieder.

Folge 34 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?B&#xfc;robestattung?, wies Walter an. ?Falten und ablegen!? Lulu b&#xfc;ckte sich brav, faltete den zweidimensionalen Parade-Akademiker und legte ihn sanft zu Bodo in die gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle. ?B&#xfc;robestattung?, wies Walter an. ?Falten und ablegen!? Lulu b&#xfc;ckte sich brav, faltete den zweidimensionalen Parade-Akademiker und legte ihn sanft zu Bodo in die gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter hatte sich unterdessen einen Blechzylinder mit einer kleinen Parabolantenne aufgesetzt. Der Zylinder gl&#xfc;hte leicht, und Walter sa&#xdf; mit geschlossenen Augen da.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie da?? fragte Bella besorgt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich habe meinen PVC aufgesetzt, meinen Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und was sehen Sie??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Komposition ist uneinheitlich, die Handlung verschleppt, die Autoren laufen nur noch &#xfc;ber Notstrom.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann lassen Sie uns doch einfach abhauen ? endlich raus aus diesem B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da gibt es nichts.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ihre Welt besteht nur aus diesem B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber k&#xf6;nnen Sie denn da gar nichts machen?? Bella war verzweifelt. Bedeutete das weitere Kamilleinhalationen? Ein endloses M&#xe4;rtyrium unter den unreifen Scherzen des Dr. Porschmann und den Geist!losigkeiten Lulus? Nein, da war noch etwas anderes?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;ren Sie, Walter?, sagte Bella nun sehr fest. ?Das kann nicht alles sein. Ich hatte immer das Gef&#xfc;hl, Zusammenh&#xe4;nge zu ahnen, eine stumme Stimme zu h&#xf6;ren, besonders, wenn das Deutsch so schlecht wurde, wenn Sie verstehen, was ich meine??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter blickte sie unter seinem PVC scharf an. ?Wollen Sie etwa behaupten, da&#xdf; sie Zugang zur Erz&#xe4;hlebene haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella erwiderte seinen Blick. ?Ich glaube, ja.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber warum sollten die Hottners sich auf so was einlassen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Vielleicht brauchen sie mich??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter und Bella schwiegen einen Moment.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich bin jedenfalls sicher, da&#xdf; es einen Ausweg aus diesem B&#xfc;ro gibt?, sagte Bella dann. Sie wandte sich dem kleiderschrankgro&#xdf;en Verschlag zu. Walter folgte ihrem Blick. ?Das ist er?, sagte sie, ?unser literarischer Notausgang. Die DUK.?

Folge 35 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Moment mal.? Walter setzte den PVC vorl&#xe4;ufig ab, justierte an einem kleinen daran befindlichen R&#xe4;dchen herum und bet&#xe4;tigte zwei Kippschalter. Dann setzte er den Zylinder wieder auf und gab dem Laptop zwei Befehle. Pl&#xf6;tzlich wurde die Parabolantenne summend eingezogen und stattdessen ein Propellerchen ausgefahren. Walter zurrte den Kinnriemen fest, sagte ?H&#xfc;a!?, und schon surrte das Agentchen wie eine Libelle von Dr. Porschmanns Schreibtisch hin&#xfc;ber zur DUK, wo Bella ihn schon erwartete. Er landete ? in beruhigendem Tonfall &quot;Ho!&quot; rufend ? auf ihrer Schulter.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu staunte. ?Uiii!? Nackt, wie Hottners sie geschafen hatten, gesellte sie sich zu den beiden. Horst Pfui verzog sich auf seinen DMF, schmiegte sich daran wie an eine ferne Erinnerung und wimmerte in einem kindlichen Singsang vor sich hin: ?Ach wie gut, da&#xdf; niemand wei&#xdf;, da&#xdf; ich? da&#xdf; ich?? Er begann zu weinen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella konnte sich mit solchen Alzheimerschen Waschlappen nicht befassen. In bestechend exakter K&#xfc;rze erl&#xe4;uterte sie dem CI&#xc4;-M&#xe4;nnchen, was sich hinter dem schweren gelben Brokatvorhang verbarg und was geschehen war. Lulu raffte in aller Eile ihre sieben Seidensachen zusammen, die noch am Boden der DUK lagen, und begann, da und dort und hin und wieder ein bi&#xdf;chen vor sich hin posierend, sich wieder anzukleiden. ?Aha?, brummte Walter Ego, ?ungew&#xf6;hnlich. Aber wenn das so ist, da sollte mich doch die Ze-Ze-Fliege holen, wenn wir da nicht? Lulu-Darling, zieh doch mal den Vorhang beiseite.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu st&#xf6;ckelte in die DUK, fa&#xdf;te nach der gelben Gardine, wobei sie sich ? H&#xfc;ften rund, linkes Knie angewinkelt ? wie ein Nummerngirl zum Publikum wandte, und rief ?Pfusch!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sie meint &apos;Tusch&apos;!? raunte Bella ihrem Mann am Ohr zu.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu ri&#xdf; den Vorhang auf.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella erstarrte. ?Was??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, und?? Walter blickte verst&#xe4;ndnislos von einer zur andern. Alles was er sah, waren Bellas erschrockenes Gesicht, sich selbst daneben und Lulus Kehrseitenrundungen: ein Spiegel.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, fl&#xfc;sterte Bella, der v&#xf6;lligen und endg&#xfc;ltigen Verzweiflung so nah wie nie zuvor, ?nein??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Haltstop!? Walter tippte sich an den PVC. ?Ist ja klar. Die laufen nur noch auf Notstrom. Deshalb. Das haben wir gleich. ? H&#xfc;!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Er schwirrte zur&#xfc;ck auf Dr. Porschmanns Schreibtisch, richtete die Laserkanone auf den Spiegel, tippte auf dem portablen PC herum, und schon wurde ein smaragdgr&#xfc;ner, trichterf&#xf6;rmiger Laserstrahl auf die Scheibe abgeschossen, und in dem runden Kreis erkannte man einen wei&#xdf;en Schimmel, einen schwarzen Neger sowie ? die beiden Hottners, die benebelten K&#xf6;pfe auf dem Tresen abgelegt, grinsend, schnarchend und vollkommen dicht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella jauchzte auf. ?Super, Walter! Sie sind ein Super-Walter!? Sie lief zu ihm hin&#xfc;ber und k&#xfc;&#xdf;te ihn spontan auf den Kopf. ?Und nun??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn du wirklich Kontakt zur Erz&#xe4;hlebene hast?, sagte Walter, dessen Gesicht vom Stirnchen bis zum Kinnchen rot von Bellas Lippenstift war, ?dann seid ihr in sieben bis acht Minuten gerettet. Wir m&#xfc;ssen nur??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da knallte pl&#xf6;tzlich ein knallharter Schu&#xdf;. Walters PVC flog durchs B&#xfc;ro. 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Uuuuuu!? schrie Lulu. 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aaaaaa!? schrie Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?CI&#xc4;&#xc4;&#xc4;&#xc4;!? schrie Walt&#xe4;.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Doch der Eindringling lie&#xdf; sich nicht einsch&#xfc;chtern. Wie aus dem Nichts erschienen, schritt er, die Doppelb&#xfc;chsflinte im Anschlag, auf Walter zu und setzte den Gewehrlauf auf dessen Nase. Sie pa&#xdf;te genau hinein.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Von wejen sieben, acht Minuten! Da hamse aba die Rechnung ohne den Wirt jemacht! Jebe hiermit bekannt, da&#xdf; die Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rsterei die Rejierung &#xfc;banomm hat, bis wieda jeordnete Vah&#xe4;ltnisse herjeschtellt! Ausjangsschperre f&#xfc;a alle Zivilisten bis zum Fr&#xfc;hst&#xfc;ck. Klar?? DF Ratzlaff schmatzte triumphierend, als h&#xe4;tte er den Rachen bereits randvoll mit Blut.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Soll ich ihn fesseln, Chef?? fragte Rita, die diesmal ein violettes Lederdirndl trug ? so kurz, da&#xdf; man vorne nur den lila Ledertanga sah und hinten das blanke Entsetzen, und hob mit ihrem Fingernagel Walter Egos Kinn ein wenig an. ?Ich hab&apos; &apos;ne Garnrolle dabei!?

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorschau auf Folge 36 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ratzlaff aber grinste, als h&#xe4;tte er eine &#xdc;berdosis Diabolika geschluckt. ?Jefangene werden nich mehr jemacht, Rita??

Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 30 May 2005 11:49:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=2D1B2290-9B5F-C880-0BDA60C0B7A7B712</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 34)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=08E4D934-CB5D-A67D-1402470EF6669689</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des III. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ja, was zum Teufel geschah &#xfc;berhaupt bisher? Geschah &#xfc;berhaupt je irgendwas in jenem Dienstb&#xfc;ro der Gro&#xdf;en Gelben Post in Hamburg-City Nord in jener dunklen und st&#xfc;rmischen Nacht Ende Juni?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Aber hallo! Chef Lui Pfui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu kommen ihm immer n&#xe4;her, dem Geheimnis ihrer Existenz. (Bella jedenfalls, die andern sind ja leider zu d&#xe4;mlich.) Inzwischen hat sich n&#xe4;mlich gekl&#xe4;rt, da&#xdf; a) die mysteri&#xf6;se Zen-Zentrale, die f&#xfc;r ihr langweiliges Eintagsschicksal verantwortlich ist, aus den Herren Hottner A und Hottner B besteht, die sich in einer Kneipe namens ?Klett? einen geh&#xf6;rigen Rausch antrinken, und da&#xdf; b) Bella und Lulu die Hottners mit ihren Strapsen quasi lenken k&#xf6;nnen wie Marionetten. W&#xe4;hrend Lulu beginnt zu posieren, um die Hottners in Schach zu halten, arbeitet Bella fieberhaft an einem Putschplan. Und da str&#xf6;mt er endlich ein, ER, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun, Juserin und Juser ? lies, sage ich Dir! Lies das IV. Kapitel! Lies, wie der zw&#xf6;lf Zentimeter gro&#xdf;e Tausendsassa der CI&#xc4; seine Waffen einsetzt, um Bella zu helfen! Lies endlich, wie all seine tollen Tools und Superwaffen zum Einsatz kommen: der AKT (Anti-Kalauer-Tampon), die ZAR (Zoten-Abwehr-Rakete) und der PVC (Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque)! Verfolge den Kampf der geschundenen Forsetzungsroman-Kreaturen um ihre Fortsetzung!


Kapitel IV


Folge 31 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter! Walter Ego! Wo hatte sie den Namen schon einmal geh&#xf6;rt? D.h., wo, war klar. Hier. Wo sonst. Aber von wem? H&#xfc;stelnd wedelte Bella Walters Begleiterscheinungsnebel zur Seite. Die Gestalt wurde deutlicher. Da stand er. In der L&#xfc;ftungsklappe. Walter. Walter Ego. Er war ungef&#xe4;hr zw&#xf6;lf Zenti&#xac;meter gro&#xdf;, schm&#xe4;chtig gebaut, trug ein orangefarbenes Baseballm&#xfc;tzchen mit der Aufschrift ?CI&#xc4;? und am K&#xf6;rperchen ein schmuddeliges Blaum&#xe4;nnchen, aus dessen T&#xe4;schchen Schraubenschl&#xfc;sselchen lugten. Hinter einem der &#xd6;hrchen steckte ein Bleistiftchen, auf dem N&#xe4;schen sa&#xdf; ein Nickelbrillein, und die H&#xe4;ndchen waren von Drillich-Arbeits-Handsch&#xfc;hchen verh&#xfc;llt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella stie&#xdf; einen entz&#xfc;ckten, spitzen Schrei der Freude, der &#xdc;berraschung, der Hoffnung, des Sehnens und der Erleichterung aus. ?Endlich ein Mann!? jauchzte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nicht so laut!? Walter hielt sich die Ohren zu. ?Ich bin empfindlich!? Er hustete. Seine &#xc4;uglein tr&#xe4;nten. ?Dieser Nebel immer?, wimmerte er. ?K&#xf6;nntest du mich hier mal raushieven, Bella-Maus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella nahm Walter vorsichtig in beide H&#xe4;nde, wobei sie entdeckte, da&#xdf; er auf dem Buckelchen ein Rucks&#xe4;ckchen trug, und stieg von Dr. Porschmanns Stuhl. Beinah w&#xe4;re sie &#xfc;ber Lui ?Horst? Pfui gestolpert, der gerade unter dem Schreibtisch nach seiner Identit&#xe4;t recherchierte. Wie die Idiotenzwillinge grinsend standen Bodo und Dr. Porschmann nebeneinander und gafften.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella beschlo&#xdf;, sie zu ignorieren. Diese Pappkameraden waren doch noch zum Briefmarkenlecken zu doof. Nein, sie wu&#xdf;te: Wenn jemand Rettung versprach, dann dieses heilige Walter Ego.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie setzte ihn in den Ablagekorb. Herr Ego schwitzte ein wenig. ?Herrje, ist das ein Stre&#xdf;!? klagte er. ?Du glaubst gar nicht, wieviel ich zu tun habe!? Er wischte sich &#xfc;ber das Stirnchen. ?Gestern mu&#xdf;te ich sage und schreibe achtundzwanzigmal ausr&#xfc;cken, davon zehnmal zum Fehlalarm! Jede dritte Roman-, Novellen-, Dramen-, Drehbuch- und M&#xe4;rchenfigur f&#xfc;hlt sich ungerecht behandelt! Mehr als jede dritte: genau 36,7%! Zweimal war ich in In-Schwimmen-zwei-V&#xf6;gel, je einmal im Vorderen Orient, L&#xfc;beck, Jork, New York, Entenhausen und und und. H&#xf6;r mir blo&#xdf; auf. Was meinst du, was in den neuen Bundesl&#xe4;ndern los ist.? Walter st&#xf6;hnte pittoresk. ?Nichts als Jammerlappen! Und die meisten begreifen einfach nicht, in welchen F&#xe4;llen ich &#xfc;berhaupt einzugreifen befugt bin. Sind die Figuren auch noch so bla&#xdf;: sofern sie nicht unter werkimmanenten Aspekten sinnlos gequ&#xe4;lt, verh&#xf6;hnt oder erniedrigt werden, sofern die Story einigerma&#xdf;en in sich logisch ist, sofern auch nur die geringsten &#xe4;sthetischen Kriterien befolgt werden, sind mir die H&#xe4;n&#xac;de gebunden! Ich kann doch nicht zu jeder dahergeschriebenen Anna oder Maria einstr&#xf6;men, die sich ,leblos?, ,lieblos? oder ,irgendwie papieren? gezeichnet f&#xfc;hlt, Herrhottner nochmal.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella war total aufgeregt. Da&#xdf; es sowas gab!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was ist&apos;n das f&#xfc;r&apos;n Pumuckl!? t&#xf6;nte pl&#xf6;tzlich Dr. Porschmann peinlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halten Sie die Klappe!? herrschte Bella ihn an. Walter ver&#xac;zog schmerzhaft das Gesicht ? sind so kleine Ohren / darf man nicht drin bohren / auch nicht mit Ger&#xe4;uschen / sind sonst aus dem H&#xe4;uschen ?, war solche Attacken aber offenbar gew&#xf6;hnt. Gesch&#xfc;ttelt, aber unger&#xfc;hrt zog er aus dem Brustt&#xe4;schchen seines Blaum&#xe4;nnchens ein Visitenk&#xe4;rtchen, reichte es Dr. Porschmann und sagte: ?Mein Name ist Walter. Walter Ego. Ich bin hier gerade eingestr&#xf6;mt.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann hielt sich das K&#xe4;rtchen mit spitzen Fingern dicht vor die Augen und entzifferte stockend: ?Walter Ego. Geheimagent der Conf&#xf6;derativen Internationalen &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;).?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xfc;bsche Abk&#xfc;rzung!? meinte Bodo voll fachm&#xe4;nnischer Anerkennung.
Bella wollte sich nicht mit L&#xe4;ppischkeiten abgeben. ?Sagen Sie, Walter?, sagte sie zu Walter, ?k&#xf6;nnen Sie uns helfen? Haben wir eine Chance??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter sprang behend aus dem K&#xf6;rbchen und lehnte sich an Dr. Porschmanns Locher. ?Ich denke schon?, sagte er. ?Zumindest liegt hier ein eindeutiger Fall von Qu&#xe4;lerei vor. Au&#xdf;erdem k&#xf6;nnte man die Zen-Zentralisten wegen Trunkenheit am PC drankriegen. Aber das mu&#xdf; letztlich Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege entscheiden. Ich bin f&#xfc;r schnelles Eingreifen zust&#xe4;ndig, und bevor die IG Medien oder der Kritikerpapst ihren ranzigen Senf dazugeben, bin ich schon wieder weg.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?? fragte Bella neugierig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja?, &#xe4;chzte Walter Ego, w&#xe4;hrend er sich das Rucks&#xe4;ckchen vom Buckelchen schnallte. ?Die M&#xe4;chtige G&#xf6;ttin Aller Zen-Zentralen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach so?, sagte Bella mit offenem Mund.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der gute alte Ego kn&#xfc;pfte die B&#xe4;ndselchen auf und

Folge 32 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;lud eine Miniatur-Computer- und Kommunikationsanlage aus. Bella sah ein Laptop, ein Telefonschuhtelefon, eine Laserkanone.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mu&#xdf; das sein?? fragte sie etwas vorwurfsvoll und legte die Hand auf das W&#xe4;ffchen. Walter nickte. ?Ich habe die Lizenz zum L&#xf6;ten.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Oh?, erschrak Bella damenhaft.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn alles auseinanderbricht, geht es eben manchmal nicht anders?, meinte Walterchen und h&#xfc;stelte. Routiniert stellte er die Steckverbindungen zwischen einigen Modems und einem Rechner her, testete das Telefonschuhtelefon ? es pa&#xdf;te, wie Bella &#xfc;berrascht feststellte, sowohl an seinem rechten, wie an seinem linken Fu&#xdf; ? und schraubte einen Schalld&#xe4;mpfer auf die Laserkanone. Dann setzte sich Walter ersch&#xf6;pft auf Dr. Porschmanns Bleistiftanspitzer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und jetzt?, wandte er sich wieder Bella zu, ?geben Sie mir bitte einen Lagebericht.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Tja, wo soll ich da anfangen?? Bella &#xfc;berlegte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit dem Anfang?, half Walter und lie&#xdf; sich seine Berufserfahrung anmerken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg City-Nord. So f&#xe4;ngt es immer an.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aha.? Walter tippte in sein Laptop.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, ich hab schon soviel vom Dezember geh&#xf6;rt ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Kommen Sie mir nicht so. Da ist nix zu machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber: Die Handlung schreitet voran, nur die Zeit bleibt stehen ? das ist doch nicht in Ordnung!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Das ist eben Kunst?, meinte Walter. ?Also, mein Geschmack ist es auch nicht, wenn ich mal als Privatmensch reden soll. Aber da kann man nichts machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber was ist mit uns? Sehen Sie sich doch mal um: die M&#xe4;nner sind verbl&#xf6;det, und die Frauen tragen Strapse.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Strapse sind brachen&#xfc;blich?, erwiderte Walter. ?Sie k&#xf6;nnen davon ausgehen, da&#xdf; alle Frauen in allen Romanen Strapse tragen ? auch wenn es nicht ausdr&#xfc;cklich erw&#xe4;hnt wird.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber

Folge 33 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;warum denn nur?? Bella rang die H&#xe4;nde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Weil die Banane krumm ist?, grinsten Bodo und Dr. Porschmann dreckig. &apos;Sie sind gar nicht mehr sie selbst&apos;, dachte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;ren Sie, meine Herren?, schaltete sich Walter ein, ?Ihre Kollegin versucht sehr engagiert, Ihnen allen ? ich wiederhole: Ihnen allen eine Zukunft zu verschaffen, falls Sie verstehen, was ich meine. Was glauben Sie, da&#xdf; das hier ist? Ein Kaffeekr&#xe4;nzchen? Meine Arbeit ist topgef&#xe4;hrlich! Bitte bewahren Sie Ruhe, W&#xfc;rde und Contenance, sonst ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was sonst?? unterbrach Bodo, eher neugierig als drohend. Zum Drohen war er zu d&#xe4;mlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sonst rufe ich meinen gro&#xdf;en Bruder, und dann gibt&apos;s was mit&apos;m ZAR hintendrauf!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zar? Was&apos;n f&#xfc;r&apos;n Zar? Von Ru&#xdf;land oder wie?? Dr. Porschmann schmunzelte &#xfc;berheblich. ?Und wie gro&#xdf; soll der denn sein, Ihr gro&#xdf;er Bruder? Zwei K&#xf6;pfe gr&#xf6;&#xdf;er als Sie?? Der Assistenzsekret&#xe4;r erheischte brauenhebend Bodos Beifall.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter seufzte, zog sich das Telefonschuhtelefon aus, tippte 0-0-7 ein und sprach: ?Humberto! Humberto Ego! Hier Walter! Walter Ego! Humberto, bitte melden! Bitte kommen, Humberto!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Alter Ego!? dr&#xf6;hnte eine Ba&#xdf;geigenstimme aus der Hackenmembrane. ?Hier Humberto! Was denn nun, erst melden oder gleich kommen? Bitte melden, Walter! Hier Humberto! Humberto Ego!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hier Ego! Walter Ego! Mach keine Witze, Humberto! Es riecht hier nach &#xc4;rger! Lad&apos; mir mal den Laser mit &apos;nem halben Dutzend ZARen! Melden, Humberto! Humberto Ego! Hier Walter!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Walter Ego! Hier Humberto Ego! Logo! Ergo! Go &#xe0; Gogo! Humberto Ende! Ego! Over! Out!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter zog st&#xf6;hnend sein Telefonschuhtelefon wieder an. Kurz darauf brummte sein Lapt&#xf6;pchen, und gleichzeitig ergl&#xfc;hte ein rotes L&#xe4;mpchen auf der Kimme des Laserkan&#xf6;nchens.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So?, konstatierte Walter k&#xfc;hl, ?das Zoten-Abwehr-Raketensystem ist aktiviert. Es ist h&#xf6;chst empfindlich. Wenn in diesem Raum noch ein einziges schmutziges Wort gesprochen wird, geht die Kanone los. Klar??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und dann?? fragte Dr. Porschmann skeptisch, aber nicht mehr ganz so vorlaut.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann wird der NVA, der?, Walter unterbrach sich selbst, die Augen rollend, Nachfragen der blutigen Laien vorwegnehmend, ?der Niedere Verbal-Aggressor, in diesem Fall also Sie, wird dann wieder in seine urspr&#xfc;ngliche Zweidimensionalit&#xe4;t dematerialisiert, gefaltet und bis auf weiteres abgeheftet.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Eierjeierjei?, keuchte Bodo erschrocken. Ihm schlotterten geradezu die Hosen vor Angst. ?Mir schwanz &#xdc;bles?, jammerte er. Wie Kinder im dunklen Keller begann er freudianisch zu singen: ?Sack mir wo die Blusen sind, ich hals nich aus. Muschi denn, Muschi denn, zuhum St&#xe4;dtele hinaus, mit der Pimmelbahn? Bums, da fiel die Schlampe um!? Vollends panisch, den Blick auf die Kanone gerichtet, wie das Kaninchen seinen auf die Schlange, setzte er stotternd hinzu: ?H&#xfc;-H&#xfc;-Hymen, Arsch und Zwirn. Ich bin fick-fick-fick und fotzi.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Psssst!? Dr. Porschmann hatte kaum den Finger auf die Lippen gelegt, da puffte es schon. Ein vorne pink-, hinten zinkfarben blinkendes Z&#xe4;pfchen entfuhr dem Kanonenr&#xf6;hrchen, umschwirrte Bodos Kopf, der mit den H&#xe4;nden wedelnd laut schreiend floh, folgte ihm summend und ereilte ihn kurz vor der DUK. Es scho&#xdf; durch seinen Hosenboden, hinterlie&#xdf; dort auf Anush&#xf6;he ein verbrannt-fransiges L&#xf6;chlein und war auch schon verschwunden. ?Ahhmm!? st&#xf6;hnte Bodo, aber es klang schon, als bliese man auf einem butterbrotpapierverh&#xfc;llten Kamm. Dann, mit einem uns&#xe4;glich melancholischen Pffft-Laut, war er pl&#xf6;tzlich wie in Luft aufgel&#xf6;st ? nur ein hampelmannf&#xf6;rmiges St&#xfc;ckchen Papier schwebte in weit ausladenden Pendelbewegungen langsam zu Boden.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wirkte m&#xfc;de. Bella hielt die Hand vor den offenen Mund. Dr. Porschmann nicht. ?Da ? da ? da?!? stammelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wurde w&#xfc;tend. ?Dadada, dadada! Ich hab&apos;s Ihnen doch gesagt! Die Dinger arbeiten hochsensibel! Die High-Tech ist die gleiche wie bei Flugabwehrraketen ? sie schlagen in die w&#xe4;rmste Stelle eines K&#xf6;rpers ein und explodieren dort! Ach, gehen Sie mir aus den &#xc4;uglein! Falten Sie Ihren Kollegen und legen Sie ihn ab! Aber passen Sie auf, wo Sie ihn lochen! Nicht da&#xdf; er bei Rematerilisierung aussieht wie&apos;n Schie&#xdf;stand-Dummy!? Walter hackte hochrot in seinen Laptop. ?Und ich hab wieder die Arbeit davon?, fistelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;W&#xe4;hrend Dr. Porschmann somnambul in Richtung DUK wankte, erholte sich Bella von ihrem Schrecken. Ihr kam eine Idee. Eine gute Idee. Eine supergute Idee.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, Walter?, sie kraulte ihn mit der Spitze ihres Fingernagels unterhalb des Baseball-K&#xe4;ppchens. ?K&#xf6;nnten wir nicht auch?? Sie beugte sich zu ihm herunter und fl&#xfc;sterte ihm ein paar hei&#xdf;e W&#xf6;rtchen ins &#xd6;hrchen, da&#xdf; sein Sch&#xf6;pfchen wehte. ?Der st&#xf6;rt doch nur?, sagte sie abschlie&#xdf;end.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Baby?, versetzte Walter, ein bi&#xdf;chen rosig um die B&#xe4;ckchen, ?ich m&#xf6;chte dich bitten, mir nicht allzu nah zu kommen, damit wir alle hier unseren Job tun k&#xf6;nnen. ? Aber?, fuhr Walter fort und erlangte sein gewohntes Souver&#xe4;nit&#xe4;tchen zur&#xfc;ck, ?um auf deinen Vorschlag zur&#xfc;ckzukommen: Wenn du meinst, da&#xdf; es einer schnelleren L&#xf6;sung dienlich ist? okay.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Toll?, freute sich Bella und sah ein bi&#xdf;chen schuldbewu&#xdf;t drein. Walter haute ein paar Befehle in die Tasten, und kurz darauf leuchtete erneut das Kimme-Birnchen auf dem Laser.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde ganz aufgeregt. ?Ich?, sagte sie und deutete geheimnisvoll im B&#xfc;ro umher, wobei sie hm und hm-hm machte, und f&#xfc;gte dann hinzu: ?Und dann waltern Sie Ihres Amtes!? Sie kicherte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ooorrr?, grunzelte Walter und hielt sich die Augen zu, ?bitte nicht. Zwing mich nicht, auch noch den AKT einzusetzen. Bitte.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja! Den AKT! A-K-T! Anti-Kalauer-Tampon! Okay? Habe ich mich klar genug ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Huch!? juchzte Bella, und ?Ja doch? murmelnd st&#xf6;ckelte sie zum weinenden Dr. Porschmann, der Bodo gerade liebevoll kniffte und in eine gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle steckte. ?Bodo?, wimmerte er, ?sag doch was, nur eine klitzekleine Abk&#xfc;rzung? irgendwas??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella tippte ihm auf die schon v&#xf6;llig durchn&#xe4;&#xdf;te Schulter. ?Aber Dr. Porschmann?, gurrte sie m&#xfc;tterlich, ?er wird doch wieder heile, wenn wir hier erstmal alles &#xfc;berstanden haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Porsche h&#xf6;rte gar nicht hin. ?Mensch, Alter?, flennte der Akademiker, ?wei&#xdf;t du noch, wie du mich um meine Taucherausr&#xfc;stung beneidet hast? Oder wie Rita mich durchsucht hat? Und jetzt liegst du da, ganz d&#xfc;nn und bla&#xdf; und faltig ? buhuhuhuuuu!? Dr. Porschmann wiegte die Plastikh&#xfc;lle z&#xe4;rtlich in seinen Ar&#xac;men.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?A propos Rita?, sagte Bella listig, unterdr&#xfc;ckt kichernd, ?das war doch eine unheimliche scharfe ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann schluchzte nur.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na?? half ihm Bella auf die Spr&#xfc;nge.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Frauhuhuhu?, winselte der alte Waschlappen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Naaaain?, stampfte Bella mit dem Fu&#xdf; auf, ?schlimmer: Unheimlich scharfe ? na??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wei&#xdf; nicht? buhu, buhuhu??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na gut, sagen wir mal??, sinnierte Bella leicht ver&#xe4;rgert; dann ging ihr ein neues Licht auf: ?Sagen wir mal Lulu. Sie kennen doch Lulu? Herr Dr. Porschmann? Die hat doch zwei so richtig scharfe, dicke, runde ? na? Was?? Sie lauerte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Augen?? Dr. Porschmann schniefte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella atmete tief ein und aus. Sie meditierte kurz &#xfc;ber ihr Poem. Mit frischer Kraft ausgestattet, versuchte sie es erneut. Diesmal mit noch clevererer Taktiktiktik. Schon an ihrer Gedanken-Sprache sp&#xfc;rte sie, da&#xdf; die Hottners bald v&#xf6;llig von Sinnen sein w&#xfc;rden, und dann w&#xfc;rde endlich Geist! einkehren in dieses B&#xfc;ro, Geist!, Zukunft, Fr&#xfc;hst&#xfc;cksbuffet?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Porschi?, umgarnte sie ihn, ?was reimt sich auf Mitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Bitte?, assoziierte Porschi schlaff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, sagte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Doch?, sagte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und noch??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gitte, Hitte, Itte, Jitte, Kitte, Litte, Nitte, Pitte, Quitte, Ritte, Sitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und?? Bella hielt den Atem an.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wittewittewitt, bum, bum?, st&#xf6;hnte Dr. Porschmann matt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da verlor Bella die Beherrschung und verpa&#xdf;te dem ehemaligen geist!igen &#xdc;berflieger der Abteilung eine Maulschelle, da&#xdf; es nur so pfiff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aua!? weinte der Mann. ?Alte Titte!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und dann ging es Schlag auf Schlag. Mehrere Dinge passierten gleichzeitig. Erstens: Pink- und zink-blinkend scho&#xdf; die zweite Zoten-Abwehr-Rakete durchs B&#xfc;ro, wich zweitens im letzten Moment Lui Pfuis ger&#xe4;umiger Nase aus, die just in dem Moment hinter dem Dienst-Tresor auftauchte, und fand schlie&#xdf;lich doch ihren Weg in einem eleganten Halbkreis um Dr. Porschmanns Dienst-Torso herum. Dr. Porschmann erstarrte viertens, w&#xe4;hrend sein Becken in einem einzigen entsetzlichen Krampf scharnierartig nach vorn einrastete (4.a). ?Haaa...!? machte er (4.b). Sein Gesichtsausdruck wandelte sich sehr rasch von eher unselig in eher selig (4.c). Dann ? f&#xfc;nftens ? fl&#xfc;sterte Lui Pfui, das Gesicht entstellt vor Ganz-und-gar-kein-bi&#xdf;chen-im-Bilde-Befindlichkeit: ?Wo bin ich? Wer bin ich? Was bin ich? Wie geht es Ihnen?? Und sextens kam Lulu aus der DUK, nackt aber gl&#xfc;cklich, und piepste: ?Ist der Zeiger schon zweimal &apos;rum?? Sie drehte sich, vor Vergn&#xfc;gen hopsend, einmal um ihre Ost-West-Achse. ?Die hauen sich da alle im &apos;Klett&apos;. Ich hatte keine Figuren mehr zum Posieren, und da hab ich Striptease gemacht. Die beiden Hottis haben den Brandy aus Biergl&#xe4;sern getrunken, und seit ich ihnen mein Po-Tat&#xfc;? &#xe4;h ?? Als s&#xe4;&#xdf;e sie auf der Schulbank und die richtige L&#xf6;sung l&#xe4;ge ihr auf der Zunge, sch&#xfc;ttelte sie so heftig ihre rechte Hand aus, da&#xdf; nicht nur ihr loser Daumen schnalzte: ?? mein Po-Tattoo; seitdem sie das gesehen haben, liegen sie im Soma! Hihihi!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Langsam, scherenschnittartig, segelte Dr. Porschmann beschwingt vor ihren Br&#xfc;sten, vor ihrem Bauch, vor ihrem B&#xe4;rchen auch und dann, etwas rascher, zu ihren nackten F&#xfc;&#xdf;en nieder.

Folge 34 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?B&#xfc;robestattung?, wies Walter an. ?Falten und ablegen!? Lulu b&#xfc;ckte sich brav, faltete den zweidimensionalen Parade-Akademiker und legte ihn sanft zu Bodo in die gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle. ?B&#xfc;robestattung?, wies Walter an. ?Falten und ablegen!? Lulu b&#xfc;ckte sich brav, faltete den zweidimensionalen Parade-Akademiker und legte ihn sanft zu Bodo in die gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter hatte sich unterdessen einen Blechzylinder mit einer kleinen Parabolantenne aufgesetzt. Der Zylinder gl&#xfc;hte leicht, und Walter sa&#xdf; mit geschlossenen Augen da.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie da?? fragte Bella besorgt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich habe meinen PVC aufgesetzt, meinen Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und was sehen Sie??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Komposition ist uneinheitlich, die Handlung verschleppt, die Autoren laufen nur noch &#xfc;ber Notstrom.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann lassen Sie uns doch einfach abhauen ? endlich raus aus diesem B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da gibt es nichts.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ihre Welt besteht nur aus diesem B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber k&#xf6;nnen Sie denn da gar nichts machen?? Bella war verzweifelt. Bedeutete das weitere Kamilleinhalationen? Ein endloses M&#xe4;rtyrium unter den unreifen Scherzen des Dr. Porschmann und den Geist!losigkeiten Lulus? Nein, da war noch etwas anderes?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;ren Sie, Walter?, sagte Bella nun sehr fest. ?Das kann nicht alles sein. Ich hatte immer das Gef&#xfc;hl, Zusammenh&#xe4;nge zu ahnen, eine stumme Stimme zu h&#xf6;ren, besonders, wenn das Deutsch so schlecht wurde, wenn Sie verstehen, was ich meine??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter blickte sie unter seinem PVC scharf an. ?Wollen Sie etwa behaupten, da&#xdf; sie Zugang zur Erz&#xe4;hlebene haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella erwiderte seinen Blick. ?Ich glaube, ja.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber warum sollten die Hottners sich auf so was einlassen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Vielleicht brauchen sie mich??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter und Bella schwiegen einen Moment.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich bin jedenfalls sicher, da&#xdf; es einen Ausweg aus diesem B&#xfc;ro gibt?, sagte Bella dann. Sie wandte sich dem kleiderschrankgro&#xdf;en Verschlag zu. Walter folgte ihrem Blick. ?Das ist er?, sagte sie, ?unser literarischer Notausgang. Die DUK.?

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorschau auf Folge 35 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Moment mal.? Walter setzte den PVC vorl&#xe4;ufig ab, justierte an einem kleinen daran befindlichen R&#xe4;dchen herum und bet&#xe4;tigte zwei Kippschalter. Dann setzte er den Zylinder wieder auf und gab dem Laptop zwei Befehle. Pl&#xf6;tzlich?

Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 23 May 2005 11:13:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=08E4D934-CB5D-A67D-1402470EF6669689</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 33)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=EA7EFF65-FBA2-6E90-53E3DE0A97FA8DC0</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des III. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ja, was zum Teufel geschah &#xfc;berhaupt bisher? Geschah &#xfc;berhaupt je irgendwas in jenem Dienstb&#xfc;ro der Gro&#xdf;en Gelben Post in Hamburg-City Nord in jener dunklen und st&#xfc;rmischen Nacht Ende Juni?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Aber hallo! Chef Lui Pfui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu kommen ihm immer n&#xe4;her, dem Geheimnis ihrer Existenz. (Bella jedenfalls, die andern sind ja leider zu d&#xe4;mlich.) Inzwischen hat sich n&#xe4;mlich gekl&#xe4;rt, da&#xdf; a) die mysteri&#xf6;se Zen-Zentrale, die f&#xfc;r ihr langweiliges Eintagsschicksal verantwortlich ist, aus den Herren Hottner A und Hottner B besteht, die sich in einer Kneipe namens ?Klett? einen geh&#xf6;rigen Rausch antrinken, und da&#xdf; b) Bella und Lulu die Hottners mit ihren Strapsen quasi lenken k&#xf6;nnen wie Marionetten. W&#xe4;hrend Lulu beginnt zu posieren, um die Hottners in Schach zu halten, arbeitet Bella fieberhaft an einem Putschplan. Und da str&#xf6;mt er endlich ein, ER, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun, Juserin und Juser ? lies, sage ich Dir! Lies das IV. Kapitel! Lies, wie der zw&#xf6;lf Zentimeter gro&#xdf;e Tausendsassa der CI&#xc4; seine Waffen einsetzt, um Bella zu helfen! Lies endlich, wie all seine tollen Tools und Superwaffen zum Einsatz kommen: der AKT (Anti-Kalauer-Tampon), die ZAR (Zoten-Abwehr-Rakete) und der PVC (Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque)! Verfolge den Kampf der geschundenen Forsetzungsroman-Kreaturen um ihre Fortsetzung!


Kapitel IV


Folge 31 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter! Walter Ego! Wo hatte sie den Namen schon einmal geh&#xf6;rt? D.h., wo, war klar. Hier. Wo sonst. Aber von wem? H&#xfc;stelnd wedelte Bella Walters Begleiterscheinungsnebel zur Seite. Die Gestalt wurde deutlicher. Da stand er. In der L&#xfc;ftungsklappe. Walter. Walter Ego. Er war ungef&#xe4;hr zw&#xf6;lf Zenti&#xac;meter gro&#xdf;, schm&#xe4;chtig gebaut, trug ein orangefarbenes Baseballm&#xfc;tzchen mit der Aufschrift ?CI&#xc4;? und am K&#xf6;rperchen ein schmuddeliges Blaum&#xe4;nnchen, aus dessen T&#xe4;schchen Schraubenschl&#xfc;sselchen lugten. Hinter einem der &#xd6;hrchen steckte ein Bleistiftchen, auf dem N&#xe4;schen sa&#xdf; ein Nickelbrillein, und die H&#xe4;ndchen waren von Drillich-Arbeits-Handsch&#xfc;hchen verh&#xfc;llt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella stie&#xdf; einen entz&#xfc;ckten, spitzen Schrei der Freude, der &#xdc;berraschung, der Hoffnung, des Sehnens und der Erleichterung aus. ?Endlich ein Mann!? jauchzte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nicht so laut!? Walter hielt sich die Ohren zu. ?Ich bin empfindlich!? Er hustete. Seine &#xc4;uglein tr&#xe4;nten. ?Dieser Nebel immer?, wimmerte er. ?K&#xf6;nntest du mich hier mal raushieven, Bella-Maus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella nahm Walter vorsichtig in beide H&#xe4;nde, wobei sie entdeckte, da&#xdf; er auf dem Buckelchen ein Rucks&#xe4;ckchen trug, und stieg von Dr. Porschmanns Stuhl. Beinah w&#xe4;re sie &#xfc;ber Lui ?Horst? Pfui gestolpert, der gerade unter dem Schreibtisch nach seiner Identit&#xe4;t recherchierte. Wie die Idiotenzwillinge grinsend standen Bodo und Dr. Porschmann nebeneinander und gafften.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella beschlo&#xdf;, sie zu ignorieren. Diese Pappkameraden waren doch noch zum Briefmarkenlecken zu doof. Nein, sie wu&#xdf;te: Wenn jemand Rettung versprach, dann dieses heilige Walter Ego.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie setzte ihn in den Ablagekorb. Herr Ego schwitzte ein wenig. ?Herrje, ist das ein Stre&#xdf;!? klagte er. ?Du glaubst gar nicht, wieviel ich zu tun habe!? Er wischte sich &#xfc;ber das Stirnchen. ?Gestern mu&#xdf;te ich sage und schreibe achtundzwanzigmal ausr&#xfc;cken, davon zehnmal zum Fehlalarm! Jede dritte Roman-, Novellen-, Dramen-, Drehbuch- und M&#xe4;rchenfigur f&#xfc;hlt sich ungerecht behandelt! Mehr als jede dritte: genau 36,7%! Zweimal war ich in In-Schwimmen-zwei-V&#xf6;gel, je einmal im Vorderen Orient, L&#xfc;beck, Jork, New York, Entenhausen und und und. H&#xf6;r mir blo&#xdf; auf. Was meinst du, was in den neuen Bundesl&#xe4;ndern los ist.? Walter st&#xf6;hnte pittoresk. ?Nichts als Jammerlappen! Und die meisten begreifen einfach nicht, in welchen F&#xe4;llen ich &#xfc;berhaupt einzugreifen befugt bin. Sind die Figuren auch noch so bla&#xdf;: sofern sie nicht unter werkimmanenten Aspekten sinnlos gequ&#xe4;lt, verh&#xf6;hnt oder erniedrigt werden, sofern die Story einigerma&#xdf;en in sich logisch ist, sofern auch nur die geringsten &#xe4;sthetischen Kriterien befolgt werden, sind mir die H&#xe4;n&#xac;de gebunden! Ich kann doch nicht zu jeder dahergeschriebenen Anna oder Maria einstr&#xf6;men, die sich ,leblos?, ,lieblos? oder ,irgendwie papieren? gezeichnet f&#xfc;hlt, Herrhottner nochmal.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella war total aufgeregt. Da&#xdf; es sowas gab!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was ist&apos;n das f&#xfc;r&apos;n Pumuckl!? t&#xf6;nte pl&#xf6;tzlich Dr. Porschmann peinlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halten Sie die Klappe!? herrschte Bella ihn an. Walter ver&#xac;zog schmerzhaft das Gesicht ? sind so kleine Ohren / darf man nicht drin bohren / auch nicht mit Ger&#xe4;uschen / sind sonst aus dem H&#xe4;uschen ?, war solche Attacken aber offenbar gew&#xf6;hnt. Gesch&#xfc;ttelt, aber unger&#xfc;hrt zog er aus dem Brustt&#xe4;schchen seines Blaum&#xe4;nnchens ein Visitenk&#xe4;rtchen, reichte es Dr. Porschmann und sagte: ?Mein Name ist Walter. Walter Ego. Ich bin hier gerade eingestr&#xf6;mt.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann hielt sich das K&#xe4;rtchen mit spitzen Fingern dicht vor die Augen und entzifferte stockend: ?Walter Ego. Geheimagent der Conf&#xf6;derativen Internationalen &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;).?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xfc;bsche Abk&#xfc;rzung!? meinte Bodo voll fachm&#xe4;nnischer Anerkennung.
Bella wollte sich nicht mit L&#xe4;ppischkeiten abgeben. ?Sagen Sie, Walter?, sagte sie zu Walter, ?k&#xf6;nnen Sie uns helfen? Haben wir eine Chance??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter sprang behend aus dem K&#xf6;rbchen und lehnte sich an Dr. Porschmanns Locher. ?Ich denke schon?, sagte er. ?Zumindest liegt hier ein eindeutiger Fall von Qu&#xe4;lerei vor. Au&#xdf;erdem k&#xf6;nnte man die Zen-Zentralisten wegen Trunkenheit am PC drankriegen. Aber das mu&#xdf; letztlich Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege entscheiden. Ich bin f&#xfc;r schnelles Eingreifen zust&#xe4;ndig, und bevor die IG Medien oder der Kritikerpapst ihren ranzigen Senf dazugeben, bin ich schon wieder weg.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?? fragte Bella neugierig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja?, &#xe4;chzte Walter Ego, w&#xe4;hrend er sich das Rucks&#xe4;ckchen vom Buckelchen schnallte. ?Die M&#xe4;chtige G&#xf6;ttin Aller Zen-Zentralen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach so?, sagte Bella mit offenem Mund.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der gute alte Ego kn&#xfc;pfte die B&#xe4;ndselchen auf und

Folge 32 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;lud eine Miniatur-Computer- und Kommunikationsanlage aus. Bella sah ein Laptop, ein Telefonschuhtelefon, eine Laserkanone.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mu&#xdf; das sein?? fragte sie etwas vorwurfsvoll und legte die Hand auf das W&#xe4;ffchen. Walter nickte. ?Ich habe die Lizenz zum L&#xf6;ten.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Oh?, erschrak Bella damenhaft.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn alles auseinanderbricht, geht es eben manchmal nicht anders?, meinte Walterchen und h&#xfc;stelte. Routiniert stellte er die Steckverbindungen zwischen einigen Modems und einem Rechner her, testete das Telefonschuhtelefon ? es pa&#xdf;te, wie Bella &#xfc;berrascht feststellte, sowohl an seinem rechten, wie an seinem linken Fu&#xdf; ? und schraubte einen Schalld&#xe4;mpfer auf die Laserkanone. Dann setzte sich Walter ersch&#xf6;pft auf Dr. Porschmanns Bleistiftanspitzer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und jetzt?, wandte er sich wieder Bella zu, ?geben Sie mir bitte einen Lagebericht.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Tja, wo soll ich da anfangen?? Bella &#xfc;berlegte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit dem Anfang?, half Walter und lie&#xdf; sich seine Berufserfahrung anmerken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg City-Nord. So f&#xe4;ngt es immer an.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aha.? Walter tippte in sein Laptop.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, ich hab schon soviel vom Dezember geh&#xf6;rt ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Kommen Sie mir nicht so. Da ist nix zu machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber: Die Handlung schreitet voran, nur die Zeit bleibt stehen ? das ist doch nicht in Ordnung!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Das ist eben Kunst?, meinte Walter. ?Also, mein Geschmack ist es auch nicht, wenn ich mal als Privatmensch reden soll. Aber da kann man nichts machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber was ist mit uns? Sehen Sie sich doch mal um: die M&#xe4;nner sind verbl&#xf6;det, und die Frauen tragen Strapse.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Strapse sind brachen&#xfc;blich?, erwiderte Walter. ?Sie k&#xf6;nnen davon ausgehen, da&#xdf; alle Frauen in allen Romanen Strapse tragen ? auch wenn es nicht ausdr&#xfc;cklich erw&#xe4;hnt wird.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber

Folge 33 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;warum denn nur?? Bella rang die H&#xe4;nde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Weil die Banane krumm ist?, grinsten Bodo und Dr. Porschmann dreckig. &apos;Sie sind gar nicht mehr sie selbst&apos;, dachte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;ren Sie, meine Herren?, schaltete sich Walter ein, ?Ihre Kollegin versucht sehr engagiert, Ihnen allen ? ich wiederhole: Ihnen allen eine Zukunft zu verschaffen, falls Sie verstehen, was ich meine. Was glauben Sie, da&#xdf; das hier ist? Ein Kaffeekr&#xe4;nzchen? Meine Arbeit ist topgef&#xe4;hrlich! Bitte bewahren Sie Ruhe, W&#xfc;rde und Contenance, sonst ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was sonst?? unterbrach Bodo, eher neugierig als drohend. Zum Drohen war er zu d&#xe4;mlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sonst rufe ich meinen gro&#xdf;en Bruder, und dann gibt&apos;s was mit&apos;m ZAR hintendrauf!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zar? Was&apos;n f&#xfc;r&apos;n Zar? Von Ru&#xdf;land oder wie?? Dr. Porschmann schmunzelte &#xfc;berheblich. ?Und wie gro&#xdf; soll der denn sein, Ihr gro&#xdf;er Bruder? Zwei K&#xf6;pfe gr&#xf6;&#xdf;er als Sie?? Der Assistenzsekret&#xe4;r erheischte brauenhebend Bodos Beifall.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter seufzte, zog sich das Telefonschuhtelefon aus, tippte 0-0-7 ein und sprach: ?Humberto! Humberto Ego! Hier Walter! Walter Ego! Humberto, bitte melden! Bitte kommen, Humberto!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Alter Ego!? dr&#xf6;hnte eine Ba&#xdf;geigenstimme aus der Hackenmembrane. ?Hier Humberto! Was denn nun, erst melden oder gleich kommen? Bitte melden, Walter! Hier Humberto! Humberto Ego!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hier Ego! Walter Ego! Mach keine Witze, Humberto! Es riecht hier nach &#xc4;rger! Lad&apos; mir mal den Laser mit &apos;nem halben Dutzend ZARen! Melden, Humberto! Humberto Ego! Hier Walter!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter! Walter Ego! Hier Humberto Ego! Logo! Ergo! Go &#xe0; Gogo! Humberto Ende! Ego! Over! Out!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter zog st&#xf6;hnend sein Telefonschuhtelefon wieder an. Kurz darauf brummte sein Lapt&#xf6;pchen, und gleichzeitig ergl&#xfc;hte ein rotes L&#xe4;mpchen auf der Kimme des Laserkan&#xf6;nchens.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So?, konstatierte Walter k&#xfc;hl, ?das Zoten-Abwehr-Raketensystem ist aktiviert. Es ist h&#xf6;chst empfindlich. Wenn in diesem Raum noch ein einziges schmutziges Wort gesprochen wird, geht die Kanone los. Klar??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und dann?? fragte Dr. Porschmann skeptisch, aber nicht mehr ganz so vorlaut.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann wird der NVA, der?, Walter unterbrach sich selbst, die Augen rollend, Nachfragen der blutigen Laien vorwegnehmend, ?der Niedere Verbal-Aggressor, in diesem Fall also Sie, wird dann wieder in seine urspr&#xfc;ngliche Zweidimensionalit&#xe4;t dematerialisiert, gefaltet und bis auf weiteres abgeheftet.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Eierjeierjei?, keuchte Bodo erschrocken. Ihm schlotterten geradezu die Hosen vor Angst. ?Mir schwanz &#xdc;bles?, jammerte er. Wie Kinder im dunklen Keller begann er freudianisch zu singen: ?Sack mir wo die Blusen sind, ich hals nich aus. Muschi denn, Muschi denn, zuhum St&#xe4;dtele hinaus, mit der Pimmelbahn? Bums, da fiel die Schlampe um!? Vollends panisch, den Blick auf die Kanone gerichtet, wie das Kaninchen seinen auf die Schlange, setzte er stotternd hinzu: ?H&#xfc;-H&#xfc;-Hymen, Arsch und Zwirn. Ich bin fick-fick-fick und fotzi.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Psssst!? Dr. Porschmann hatte kaum den Finger auf die Lippen gelegt, da puffte es schon. Ein vorne pink-, hinten zinkfarben blinkendes Z&#xe4;pfchen entfuhr dem Kanonenr&#xf6;hrchen, umschwirrte Bodos Kopf, der mit den H&#xe4;nden wedelnd laut schreiend floh, folgte ihm summend und ereilte ihn kurz vor der DUK. Es scho&#xdf; durch seinen Hosenboden, hinterlie&#xdf; dort auf Anush&#xf6;he ein verbrannt-fransiges L&#xf6;chlein und war auch schon verschwunden. ?Ahhmm!? st&#xf6;hnte Bodo, aber es klang schon, als bliese man auf einem butterbrotpapierverh&#xfc;llten Kamm. Dann, mit einem uns&#xe4;glich melancholischen Pffft-Laut, war er pl&#xf6;tzlich wie in Luft aufgel&#xf6;st ? nur ein hampelmannf&#xf6;rmiges St&#xfc;ckchen Papier schwebte in weit ausladenden Pendelbewegungen langsam zu Boden.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wirkte m&#xfc;de. Bella hielt die Hand vor den offenen Mund. Dr. Porschmann nicht. ?Da ? da ? da?!? stammelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter wurde w&#xfc;tend. ?Dadada, dadada! Ich hab&apos;s Ihnen doch gesagt! Die Dinger arbeiten hochsensibel! Die High-Tech ist die gleiche wie bei Flugabwehrraketen ? sie schlagen in die w&#xe4;rmste Stelle eines K&#xf6;rpers ein und explodieren dort! Ach, gehen Sie mir aus den &#xc4;uglein! Falten Sie Ihren Kollegen und legen Sie ihn ab! Aber passen Sie auf, wo Sie ihn lochen! Nicht da&#xdf; er bei Rematerilisierung aussieht wie&apos;n Schie&#xdf;stand-Dummy!? Walter hackte hochrot in seinen Laptop. ?Und ich hab wieder die Arbeit davon?, fistelte er.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;W&#xe4;hrend Dr. Porschmann somnambul in Richtung DUK wankte, erholte sich Bella von ihrem Schrecken. Ihr kam eine Idee. Eine gute Idee. Eine supergute Idee.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, Walter?, sie kraulte ihn mit der Spitze ihres Fingernagels unterhalb des Baseball-K&#xe4;ppchens. ?K&#xf6;nnten wir nicht auch?? Sie beugte sich zu ihm herunter und fl&#xfc;sterte ihm ein paar hei&#xdf;e W&#xf6;rtchen ins &#xd6;hrchen, da&#xdf; sein Sch&#xf6;pfchen wehte. ?Der st&#xf6;rt doch nur?, sagte sie abschlie&#xdf;end.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Baby?, versetzte Walter, ein bi&#xdf;chen rosig um die B&#xe4;ckchen, ?ich m&#xf6;chte dich bitten, mir nicht allzu nah zu kommen, damit wir alle hier unseren Job tun k&#xf6;nnen. ? Aber?, fuhr Walter fort und erlangte sein gewohntes Souver&#xe4;nit&#xe4;tchen zur&#xfc;ck, ?um auf deinen Vorschlag zur&#xfc;ckzukommen: Wenn du meinst, da&#xdf; es einer schnelleren L&#xf6;sung dienlich ist? okay.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Toll?, freute sich Bella und sah ein bi&#xdf;chen schuldbewu&#xdf;t drein. Walter haute ein paar Befehle in die Tasten, und kurz darauf leuchtete erneut das Kimme-Birnchen auf dem Laser.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde ganz aufgeregt. ?Ich?, sagte sie und deutete geheimnisvoll im B&#xfc;ro umher, wobei sie hm und hm-hm machte, und f&#xfc;gte dann hinzu: ?Und dann waltern Sie Ihres Amtes!? Sie kicherte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ooorrr?, grunzelte Walter und hielt sich die Augen zu, ?bitte nicht. Zwing mich nicht, auch noch den AKT einzusetzen. Bitte.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja! Den AKT! A-K-T! Anti-Kalauer-Tampon! Okay? Habe ich mich klar genug ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Huch!? juchzte Bella, und ?Ja doch? murmelnd st&#xf6;ckelte sie zum weinenden Dr. Porschmann, der Bodo gerade liebevoll kniffte und in eine gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle steckte. ?Bodo?, wimmerte er, ?sag doch was, nur eine klitzekleine Abk&#xfc;rzung? irgendwas??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella tippte ihm auf die schon v&#xf6;llig durchn&#xe4;&#xdf;te Schulter. ?Aber Dr. Porschmann?, gurrte sie m&#xfc;tterlich, ?er wird doch wieder heile, wenn wir hier erstmal alles &#xfc;berstanden haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Porsche h&#xf6;rte gar nicht hin. ?Mensch, Alter?, flennte der Akademiker, ?wei&#xdf;t du noch, wie du mich um meine Taucherausr&#xfc;stung beneidet hast? Oder wie Rita mich durchsucht hat? Und jetzt liegst du da, ganz d&#xfc;nn und bla&#xdf; und faltig ? buhuhuhuuuu!? Dr. Porschmann wiegte die Plastikh&#xfc;lle z&#xe4;rtlich in seinen Ar&#xac;men.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?A propos Rita?, sagte Bella listig, unterdr&#xfc;ckt kichernd, ?das war doch eine unheimliche scharfe ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann schluchzte nur.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na?? half ihm Bella auf die Spr&#xfc;nge.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Frauhuhuhu?, winselte der alte Waschlappen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Naaaain?, stampfte Bella mit dem Fu&#xdf; auf, ?schlimmer: Unheimlich scharfe ? na??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wei&#xdf; nicht? buhu, buhuhu??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Na gut, sagen wir mal??, sinnierte Bella leicht ver&#xe4;rgert; dann ging ihr ein neues Licht auf: ?Sagen wir mal Lulu. Sie kennen doch Lulu? Herr Dr. Porschmann? Die hat doch zwei so richtig scharfe, dicke, runde ? na? Was?? Sie lauerte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Augen?? Dr. Porschmann schniefte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella atmete tief ein und aus. Sie meditierte kurz &#xfc;ber ihr Poem. Mit frischer Kraft ausgestattet, versuchte sie es erneut. Diesmal mit noch clevererer Taktiktiktik. Schon an ihrer Gedanken-Sprache sp&#xfc;rte sie, da&#xdf; die Hottners bald v&#xf6;llig von Sinnen sein w&#xfc;rden, und dann w&#xfc;rde endlich Geist! einkehren in dieses B&#xfc;ro, Geist!, Zukunft, Fr&#xfc;hst&#xfc;cksbuffet?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;r mal, Porschi?, umgarnte sie ihn, ?was reimt sich auf Mitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Bitte?, assoziierte Porschi schlaff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, sagte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Doch?, sagte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und noch??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gitte, Hitte, Itte, Jitte, Kitte, Litte, Nitte, Pitte, Quitte, Ritte, Sitte??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und?? Bella hielt den Atem an.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wittewittewitt, bum, bum?, st&#xf6;hnte Dr. Porschmann matt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da verlor Bella die Beherrschung und verpa&#xdf;te dem ehemaligen geist!igen &#xdc;berflieger der Abteilung eine Maulschelle, da&#xdf; es nur so pfiff.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aua!? weinte der Mann. ?Alte Titte!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und dann ging es Schlag auf Schlag. Mehrere Dinge passierten gleichzeitig. Erstens: Pink- und zink-blinkend scho&#xdf; die zweite Zoten-Abwehr-Rakete durchs B&#xfc;ro, wich zweitens im letzten Moment Lui Pfuis ger&#xe4;umiger Nase aus, die just in dem Moment hinter dem Dienst-Tresor auftauchte, und fand schlie&#xdf;lich doch ihren Weg in einem eleganten Halbkreis um Dr. Porschmanns Dienst-Torso herum. Dr. Porschmann erstarrte viertens, w&#xe4;hrend sein Becken in einem einzigen entsetzlichen Krampf scharnierartig nach vorn einrastete (4.a). ?Haaa...!? machte er (4.b). Sein Gesichtsausdruck wandelte sich sehr rasch von eher unselig in eher selig (4.c). Dann ? f&#xfc;nftens ? fl&#xfc;sterte Lui Pfui, das Gesicht entstellt vor Ganz-und-gar-kein-bi&#xdf;chen-im-Bilde-Befindlichkeit: ?Wo bin ich? Wer bin ich? Was bin ich? Wie geht es Ihnen?? Und sextens kam Lulu aus der DUK, nackt aber gl&#xfc;cklich, und piepste: ?Ist der Zeiger schon zweimal &apos;rum?? Sie drehte sich, vor Vergn&#xfc;gen hopsend, einmal um ihre Ost-West-Achse. ?Die hauen sich da alle im &apos;Klett&apos;. Ich hatte keine Figuren mehr zum Posieren, und da hab ich Striptease gemacht. Die beiden Hottis haben den Brandy aus Biergl&#xe4;sern getrunken, und seit ich ihnen mein Po-Tat&#xfc;? &#xe4;h ?? Als s&#xe4;&#xdf;e sie auf der Schulbank und die richtige L&#xf6;sung l&#xe4;ge ihr auf der Zunge, sch&#xfc;ttelte sie so heftig ihre rechte Hand aus, da&#xdf; nicht nur ihr loser Daumen schnalzte: ?? mein Po-Tattoo; seitdem sie das gesehen haben, liegen sie im Soma! Hihi&#xac;hi!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Langsam, scherenschnittartig, segelte Dr. Porschmann beschwingt vor ihren Br&#xfc;sten, vor ihrem Bauch, vor ihrem B&#xe4;rchen auch und dann, etwas rascher, zu ihren nackten F&#xfc;&#xdf;en nieder.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorschau auf Folge 34 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?B&#xfc;robestattung?, wies Walter an. ?Falten und ablegen!? Lulu b&#xfc;ckte sich brav, faltete den zweidimensionalen Parade-Akademiker und legte ihn sanft zu Bodo in die gelochte Plastik-Schutzh&#xfc;lle.

Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Tue, 17 May 2005 13:11:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=EA7EFF65-FBA2-6E90-53E3DE0A97FA8DC0</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 32)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=C0A1EF86-D5B6-C71B-6A78ADC410DFF623</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des III. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ja, was zum Teufel geschah &#xfc;berhaupt bisher? Geschah &#xfc;berhaupt je irgendwas in jenem Dienstb&#xfc;ro der Gro&#xdf;en Gelben Post in Hamburg-City Nord in jener dunklen und st&#xfc;rmischen Nacht Ende Juni?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Aber hallo! Chef Lui Pfui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu kommen ihm immer n&#xe4;her, dem Geheimnis ihrer Existenz. (Bella jedenfalls, die andern sind ja leider zu d&#xe4;mlich.) Inzwischen hat sich n&#xe4;mlich gekl&#xe4;rt, da&#xdf; a) die mysteri&#xf6;se Zen-Zentrale, die f&#xfc;r ihr langweiliges Eintagsschicksal verantwortlich ist, aus den Herren Hottner A und Hottner B besteht, die sich in einer Kneipe namens ?Klett? einen geh&#xf6;rigen Rausch antrinken, und da&#xdf; b) Bella und Lulu die Hottners mit ihren Strapsen quasi lenken k&#xf6;nnen wie Marionetten. W&#xe4;hrend Lulu beginnt zu posieren, um die Hottners in Schach zu halten, arbeitet Bella fieberhaft an einem Putschplan. Und da str&#xf6;mt er endlich ein, ER, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun, Juserin und Juser ? lies, sage ich Dir! Lies das IV. Kapitel! Lies, wie der zw&#xf6;lf Zentimeter gro&#xdf;e Tausendsassa der CI&#xc4; seine Waffen einsetzt, um Bella zu helfen! Lies endlich, wie all seine tollen Tools und Superwaffen zum Einsatz kommen: der AKT (Anti-Kalauer-Tampon), die ZAR (Zoten-Abwehr-Rakete) und der PVC (Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque)! Verfolge den Kampf der geschundenen Forsetzungsroman-Kreaturen um ihre Fortsetzung!


Kapitel IV


Folge 31 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter! Walter Ego! Wo hatte sie den Namen schon einmal geh&#xf6;rt? D.h., wo, war klar. Hier. Wo sonst. Aber von wem? H&#xfc;stelnd wedelte Bella Walters Begleiterscheinungsnebel zur Seite. Die Gestalt wurde deutlicher. Da stand er. In der L&#xfc;ftungsklappe. Walter. Walter Ego. Er war ungef&#xe4;hr zw&#xf6;lf Zenti&#xac;meter gro&#xdf;, schm&#xe4;chtig gebaut, trug ein orangefarbenes Baseballm&#xfc;tzchen mit der Aufschrift ?CI&#xc4;? und am K&#xf6;rperchen ein schmuddeliges Blaum&#xe4;nnchen, aus dessen T&#xe4;schchen Schraubenschl&#xfc;sselchen lugten. Hinter einem der &#xd6;hrchen steckte ein Bleistiftchen, auf dem N&#xe4;schen sa&#xdf; ein Nickelbrillein, und die H&#xe4;ndchen waren von Drillich-Arbeits-Handsch&#xfc;hchen verh&#xfc;llt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella stie&#xdf; einen entz&#xfc;ckten, spitzen Schrei der Freude, der &#xdc;berraschung, der Hoffnung, des Sehnens und der Erleichterung aus. ?Endlich ein Mann!? jauchzte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nicht so laut!? Walter hielt sich die Ohren zu. ?Ich bin empfindlich!? Er hustete. Seine &#xc4;uglein tr&#xe4;nten. ?Dieser Nebel immer?, wimmerte er. ?K&#xf6;nntest du mich hier mal raushieven, Bella-Maus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella nahm Walter vorsichtig in beide H&#xe4;nde, wobei sie entdeckte, da&#xdf; er auf dem Buckelchen ein Rucks&#xe4;ckchen trug, und stieg von Dr. Porschmanns Stuhl. Beinah w&#xe4;re sie &#xfc;ber Lui ?Horst? Pfui gestolpert, der gerade unter dem Schreibtisch nach seiner Identit&#xe4;t recherchierte. Wie die Idiotenzwillinge grinsend standen Bodo und Dr. Porschmann nebeneinander und gafften.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella beschlo&#xdf;, sie zu ignorieren. Diese Pappkameraden waren doch noch zum Briefmarkenlecken zu doof. Nein, sie wu&#xdf;te: Wenn jemand Rettung versprach, dann dieses heilige Walter Ego.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie setzte ihn in den Ablagekorb. Herr Ego schwitzte ein wenig. ?Herrje, ist das ein Stre&#xdf;!? klagte er. ?Du glaubst gar nicht, wieviel ich zu tun habe!? Er wischte sich &#xfc;ber das Stirnchen. ?Gestern mu&#xdf;te ich sage und schreibe achtundzwanzigmal ausr&#xfc;cken, davon zehnmal zum Fehlalarm! Jede dritte Roman-, Novellen-, Dramen-, Drehbuch- und M&#xe4;rchenfigur f&#xfc;hlt sich ungerecht behandelt! Mehr als jede dritte: genau 36,7%! Zweimal war ich in In-Schwimmen-zwei-V&#xf6;gel, je einmal im Vorderen Orient, L&#xfc;beck, Jork, New York, Entenhausen und und und. H&#xf6;r mir blo&#xdf; auf. Was meinst du, was in den neuen Bundesl&#xe4;ndern los ist.? Walter st&#xf6;hnte pittoresk. ?Nichts als Jammerlappen! Und die meisten begreifen einfach nicht, in welchen F&#xe4;llen ich &#xfc;berhaupt einzugreifen befugt bin. Sind die Figuren auch noch so bla&#xdf;: sofern sie nicht unter werkimmanenten Aspekten sinnlos gequ&#xe4;lt, verh&#xf6;hnt oder erniedrigt werden, sofern die Story einigerma&#xdf;en in sich logisch ist, sofern auch nur die geringsten &#xe4;sthetischen Kriterien befolgt werden, sind mir die H&#xe4;n&#xac;de gebunden! Ich kann doch nicht zu jeder dahergeschriebenen Anna oder Maria einstr&#xf6;men, die sich ,leblos?, ,lieblos? oder ,irgendwie papieren? gezeichnet f&#xfc;hlt, Herrhottner nochmal.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella war total aufgeregt. Da&#xdf; es sowas gab!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was ist&apos;n das f&#xfc;r&apos;n Pumuckl!? t&#xf6;nte pl&#xf6;tzlich Dr. Porschmann peinlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halten Sie die Klappe!? herrschte Bella ihn an. Walter ver&#xac;zog schmerzhaft das Gesicht ? sind so kleine Ohren / darf man nicht drin bohren / auch nicht mit Ger&#xe4;uschen / sind sonst aus dem H&#xe4;uschen ?, war solche Attacken aber offenbar gew&#xf6;hnt. Gesch&#xfc;ttelt, aber unger&#xfc;hrt zog er aus dem Brustt&#xe4;schchen seines Blaum&#xe4;nnchens ein Visitenk&#xe4;rtchen, reichte es Dr. Porschmann und sagte: ?Mein Name ist Walter. Walter Ego. Ich bin hier gerade eingestr&#xf6;mt.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann hielt sich das K&#xe4;rtchen mit spitzen Fingern dicht vor die Augen und entzifferte stockend: ?Walter Ego. Geheimagent der Conf&#xf6;derativen Internationalen &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;).?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xfc;bsche Abk&#xfc;rzung!? meinte Bodo voll fachm&#xe4;nnischer Anerkennung.
Bella wollte sich nicht mit L&#xe4;ppischkeiten abgeben. ?Sagen Sie, Walter?, sagte sie zu Walter, ?k&#xf6;nnen Sie uns helfen? Haben wir eine Chance??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter sprang behend aus dem K&#xf6;rbchen und lehnte sich an Dr. Porschmanns Locher. ?Ich denke schon?, sagte er. ?Zumindest liegt hier ein eindeutiger Fall von Qu&#xe4;lerei vor. Au&#xdf;erdem k&#xf6;nnte man die Zen-Zentralisten wegen Trunkenheit am PC drankriegen. Aber das mu&#xdf; letztlich Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege entscheiden. Ich bin f&#xfc;r schnelles Eingreifen zust&#xe4;ndig, und bevor die IG Medien oder der Kritikerpapst ihren ranzigen Senf dazugeben, bin ich schon wieder weg.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?? fragte Bella neugierig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja?, &#xe4;chzte Walter Ego, w&#xe4;hrend er sich das Rucks&#xe4;ckchen vom Buckelchen schnallte. ?Die M&#xe4;chtige G&#xf6;ttin Aller Zen-Zentralen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach so?, sagte Bella mit offenem Mund.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der gute alte Ego kn&#xfc;pfte die B&#xe4;ndselchen auf und

Folge 32 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;lud eine Miniatur-Computer- und Kommunikationsanlage aus. Bella sah ein Laptop, ein Telefonschuhtelefon, eine Laserkanone.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mu&#xdf; das sein?? fragte sie etwas vorwurfsvoll und legte die Hand auf das W&#xe4;ffchen. Walter nickte. ?Ich habe die Lizenz zum L&#xf6;ten.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Oh?, erschrak Bella damenhaft.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn alles auseinanderbricht, geht es eben manchmal nicht anders?, meinte Walterchen und h&#xfc;stelte. Routiniert stellte er die Steckverbindungen zwischen einigen Modems und einem Rechner her, testete das Telefonschuhtelefon ? es pa&#xdf;te, wie Bella &#xfc;berrascht feststellte, sowohl an seinem rechten, wie an seinem linken Fu&#xdf; ? und schraubte einen Schalld&#xe4;mpfer auf die Laserkanone. Dann setzte sich Walter ersch&#xf6;pft auf Dr. Porschmanns Bleistiftanspitzer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und jetzt?, wandte er sich wieder Bella zu, ?geben Sie mir bitte einen Lagebericht.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Tja, wo soll ich da anfangen?? Bella &#xfc;berlegte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit dem Anfang?, half Walter und lie&#xdf; sich seine Berufserfahrung anmerken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg City-Nord. So f&#xe4;ngt es immer an.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aha.? Walter tippte in sein Laptop.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sagen Sie, ich hab schon soviel vom Dezember geh&#xf6;rt ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Kommen Sie mir nicht so. Da ist nix zu machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, aber: Die Handlung schreitet voran, nur die Zeit bleibt stehen ? das ist doch nicht in Ordnung!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Das ist eben Kunst?, meinte Walter. ?Also, mein Geschmack ist es auch nicht, wenn ich mal als Privatmensch reden soll. Aber da kann man nichts machen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber was ist mit uns? Sehen Sie sich doch mal um: die M&#xe4;nner sind verbl&#xf6;det, und die Frauen tragen Strapse.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Strapse sind brachen&#xfc;blich?, erwiderte Walter. ?Sie k&#xf6;nnen davon ausgehen, da&#xdf; alle Frauen in allen Romanen Strapse tragen ? auch wenn es nicht ausdr&#xfc;cklich erw&#xe4;hnt wird.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorschau auf Folge 33 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;warum denn nur?? Bella rang die H&#xe4;nde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Weil die Banane krumm ist?, grinsten Bodo und Dr. Porschmann dreckig?

Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 09 May 2005 10:33:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=C0A1EF86-D5B6-C71B-6A78ADC410DFF623</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 31)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=9D46B505-FB09-5639-28E506691C22BF0F</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des III. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ja, was zum Teufel geschah &#xfc;berhaupt bisher? Geschah &#xfc;berhaupt je irgendwas in jenem Dienstb&#xfc;ro der Gro&#xdf;en Gelben Post in Hamburg-City Nord in jener dunklen und st&#xfc;rmischen Nacht Ende Juni?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Aber hallo! Chef Lui Pfui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu kommen ihm immer n&#xe4;her, dem Geheimnis ihrer Existenz. (Bella jedenfalls, die andern sind ja leider zu d&#xe4;mlich.) Inzwischen hat sich n&#xe4;mlich gekl&#xe4;rt, da&#xdf; a) die mysteri&#xf6;se Zen-Zentrale, die f&#xfc;r ihr langweiliges Eintagsschicksal verantwortlich ist, aus den Herren Hottner A und Hottner B besteht, die sich in einer Kneipe namens ?Klett? einen geh&#xf6;rigen Rausch antrinken, und da&#xdf; b) Bella und Lulu die Hottners mit ihren Strapsen quasi lenken k&#xf6;nnen wie Marionetten. W&#xe4;hrend Lulu beginnt zu posieren, um die Hottners in Schach zu halten, arbeitet Bella fieberhaft an einem Putschplan. Und da str&#xf6;mt er endlich ein, ER, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nun, Juserin und Juser ? lies, sage ich Dir! Lies das IV. Kapitel! Lies, wie der zw&#xf6;lf Zentimeter gro&#xdf;e Tausendsassa der CI&#xc4; seine Waffen einsetzt, um Bella zu helfen! Lies endlich, wie all seine tollen Tools und Superwaffen zum Einsatz kommen: der AKT (Anti-Kalauer-Tampon), die ZAR (Zoten-Abwehr-Rakete) und der PVC (Prosa-Visualisierungs-Chapeauclaque)! Verfolge den Kampf der geschundenen Forsetzungsroman-Kreaturen um ihre Fortsetzung!


Kapitel IV


Folge 31 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter! Walter Ego! Wo hatte sie den Namen schon einmal geh&#xf6;rt? D.h., wo, war klar. Hier. Wo sonst. Aber von wem? H&#xfc;stelnd wedelte Bella Walters Begleiterscheinungsnebel zur Seite. Die Gestalt wurde deutlicher. Da stand er. In der L&#xfc;ftungsklappe. Walter. Walter Ego. Er war ungef&#xe4;hr zw&#xf6;lf Zenti&#xac;meter gro&#xdf;, schm&#xe4;chtig gebaut, trug ein orangefarbenes Baseballm&#xfc;tzchen mit der Aufschrift ?CI&#xc4;? und am K&#xf6;rperchen ein schmuddeliges Blaum&#xe4;nnchen, aus dessen T&#xe4;schchen Schraubenschl&#xfc;sselchen lugten. Hinter einem der &#xd6;hrchen steckte ein Bleistiftchen, auf dem N&#xe4;schen sa&#xdf; ein Nickelbrillein, und die H&#xe4;ndchen waren von Drillich-Arbeits-Handsch&#xfc;hchen verh&#xfc;llt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella stie&#xdf; einen entz&#xfc;ckten, spitzen Schrei der Freude, der &#xdc;berraschung, der Hoffnung, des Sehnens und der Erleichterung aus. ?Endlich ein Mann!? jauchzte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nicht so laut!? Walter hielt sich die Ohren zu. ?Ich bin empfindlich!? Er hustete. Seine &#xc4;uglein tr&#xe4;nten. ?Dieser Nebel immer?, wimmerte er. ?K&#xf6;nntest du mich hier mal raushieven, Bella-Maus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella nahm Walter vorsichtig in beide H&#xe4;nde, wobei sie entdeckte, da&#xdf; er auf dem Buckelchen ein Rucks&#xe4;ckchen trug, und stieg von Dr. Porschmanns Stuhl. Beinah w&#xe4;re sie &#xfc;ber Lui ?Horst? Pfui gestolpert, der gerade unter dem Schreibtisch nach seiner Identit&#xe4;t recherchierte. Wie die Idiotenzwillinge grinsend standen Bodo und Dr. Porschmann nebeneinander und gafften.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella beschlo&#xdf;, sie zu ignorieren. Diese Pappkameraden waren doch noch zum Briefmarkenlecken zu doof. Nein, sie wu&#xdf;te: Wenn jemand Rettung versprach, dann dieses heilige Walter Ego.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Sie setzte ihn in den Ablagekorb. Herr Ego schwitzte ein wenig. ?Herrje, ist das ein Stre&#xdf;!? klagte er. ?Du glaubst gar nicht, wieviel ich zu tun habe!? Er wischte sich &#xfc;ber das Stirnchen. ?Gestern mu&#xdf;te ich sage und schreibe achtundzwanzigmal ausr&#xfc;cken, davon zehnmal zum Fehlalarm! Jede dritte Roman-, Novellen-, Dramen-, Drehbuch- und M&#xe4;rchenfigur f&#xfc;hlt sich ungerecht behandelt! Mehr als jede dritte: genau 36,7%! Zweimal war ich in In-Schwimmen-zwei-V&#xf6;gel, je einmal im Vorderen Orient, L&#xfc;beck, Jork, New York, Entenhausen und und und. H&#xf6;r mir blo&#xdf; auf. Was meinst du, was in den neuen Bundesl&#xe4;ndern los ist.? Walter st&#xf6;hnte pittoresk. ?Nichts als Jammerlappen! Und die meisten begreifen einfach nicht, in welchen F&#xe4;llen ich &#xfc;berhaupt einzugreifen befugt bin. Sind die Figuren auch noch so bla&#xdf;: sofern sie nicht unter werkimmanenten Aspekten sinnlos gequ&#xe4;lt, verh&#xf6;hnt oder erniedrigt werden, sofern die Story einigerma&#xdf;en in sich logisch ist, sofern auch nur die geringsten &#xe4;sthetischen Kriterien befolgt werden, sind mir die H&#xe4;n&#xac;de gebunden! Ich kann doch nicht zu jeder dahergeschriebenen Anna oder Maria einstr&#xf6;men, die sich ,leblos?, ,lieblos? oder ,irgendwie papieren? gezeichnet f&#xfc;hlt, Herrhottner nochmal.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella war total aufgeregt. Da&#xdf; es sowas gab!
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was ist&apos;n das f&#xfc;r&apos;n Pumuckl!? t&#xf6;nte pl&#xf6;tzlich Dr. Porschmann peinlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halten Sie die Klappe!? herrschte Bella ihn an. Walter ver&#xac;zog schmerzhaft das Gesicht ? sind so kleine Ohren / darf man nicht drin bohren / auch nicht mit Ger&#xe4;uschen / sind sonst aus dem H&#xe4;uschen ?, war solche Attacken aber offenbar gew&#xf6;hnt. Gesch&#xfc;ttelt, aber unger&#xfc;hrt zog er aus dem Brustt&#xe4;schchen seines Blaum&#xe4;nnchens ein Visitenk&#xe4;rtchen, reichte es Dr. Porschmann und sagte: ?Mein Name ist Walter. Walter Ego. Ich bin hier gerade eingestr&#xf6;mt.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann hielt sich das K&#xe4;rtchen mit spitzen Fingern dicht vor die Augen und entzifferte stockend: ?Walter Ego. Geheimagent der Conf&#xf6;derativen Internationalen &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;).?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xfc;bsche Abk&#xfc;rzung!? meinte Bodo voll fachm&#xe4;nnischer Anerkennung.
Bella wollte sich nicht mit L&#xe4;ppischkeiten abgeben. ?Sagen Sie, Walter?, sagte sie zu Walter, ?k&#xf6;nnen Sie uns helfen? Haben wir eine Chance??

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter sprang behend aus dem K&#xf6;rbchen und lehnte sich an Dr. Porschmanns Locher. ?Ich denke schon?, sagte er. ?Zumindest liegt hier ein eindeutiger Fall von Qu&#xe4;lerei vor. Au&#xdf;erdem k&#xf6;nnte man die Zen-Zentralisten wegen Trunkenheit am PC drankriegen. Aber das mu&#xdf; letztlich Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege entscheiden. Ich bin f&#xfc;r schnelles Eingreifen zust&#xe4;ndig, und bevor die IG Medien oder der Kritikerpapst ihren ranzigen Senf dazugeben, bin ich schon wieder weg.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Die Gro&#xdf;e Ze-Ze-Fliege?? fragte Bella neugierig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja?, &#xe4;chzte Walter Ego, w&#xe4;hrend er sich das Rucks&#xe4;ckchen vom Buckelchen schnallte. ?Die M&#xe4;chtige G&#xf6;ttin Aller Zen-Zentralen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach so?, sagte Bella mit offenem Mund.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der gute alte Ego kn&#xfc;pfte die B&#xe4;ndselchen auf und

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Vorschau auf Folge 32 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;lud eine Miniatur-Computer- und Kommunikationsanlage aus. Bella sah ein Laptop, ein Telefonschuhtelefon, eine Laserkanone?

Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 02 May 2005 13:33:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=9D46B505-FB09-5639-28E506691C22BF0F</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 30)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=7A4E2FDE-C43A-7416-4269728A0C6C3982</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des 2. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kaum ist der Schu&#xdf; am Schlu&#xdf; des 1. Kapitels verklungen, sehen Bella und ihre Kollegen sich mit dem ungehobelten Dienstf&#xf6;rster Ratzlaff sowie seiner geist!losen Gehilfin Rita konfrontiert, Mitgliedern der Paramilit&#xe4;risch-polizeilichen Dienstf&#xf6;rsterei. Sie sind im Auftrag der Zen-Zentrale unterwegs, um eine ?&#xdc;berpr&#xfc;fung der innerbetrieblichen Wehrf&#xe4;higkeit? durchzuf&#xfc;hren. Dr. Porschmann wird aufs schl&#xfc;pfrigste von Rita geschurigelt, Lulu vom DF aber nicht ? durchaus zu ihrem Leidwesen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Durch eine List weckt Ratzlaff Lui Pfui aus dem Dienstschlaf, so da&#xdf; die Dienstordnung wiederhergestellt ist. Bella d&#xe4;mmert, da&#xdf; die Zen-Zentrale ein b&#xf6;ses Spiel mit ihnen treibt: Das B&#xfc;ro, in dem sie alle arbeiten ? Chef Lui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu ?: Es ist ein B&#xfc;ro des Grauens, in dem es niemals einen anderen Tag geben wird als diesen (vielleicht nicht frei und fromm, aber fr&#xf6;hlich und frech nach ?Und t&#xe4;glich gr&#xfc;&#xdf;t das Murmeltier?; die Verf.). Nachdem der DF und Rita verschwunden sind, herrscht wie immer dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg-City Nord?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;In Kapitel III jedoch werden sich die Ereignisse nahezu &#xfc;berschlagen: Bodo r&#xfc;ckt erstmals die 20.000seitige Zen-Bibel mit den Dienstanweisungen raus. Bella h&#xe4;lt eine Brandrede auf die Freiheit und stellt fest, da&#xdf; sie mit der Zen-Zentrale kommunizieren kann. Ein metaphysischer Kampf entbrennt. Die Vernichtung des B&#xfc;ros droht, doch gerade noch rechtzeitig str&#xf6;mt ER ein: Er, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;)?


Kapitel III


Folge 20 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geist!? Bella zog die Kamillend&#xe4;mpfe tief ein. Hier kommen wir nie raus! dachte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein ,O??? gr&#xfc;belte Lui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu hatte eine Idee: ?Ausflog!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wandte sich milde an Bodo. ?W&#xfc;rden Sie das bitte aus dem Protokoll streichen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der B&#xfc;rostenograph hob so lange das Kinn, bis der Gesamteindruck &#xe4;u&#xdf;erster Arroganz erreicht war. ?Sie wissen genau, Herr Dr. Porschmann, da&#xdf; die Dienstanweisungen derlei Eingriffe nicht vorsehen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dienstanweisungen!? rief Bella pl&#xf6;tzlich, schob das Handtuch zur&#xfc;ck und richtete sich auf. ?Nat&#xfc;rlich. Was ist mit den Dienstanweisungen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui sah Bella ungl&#xe4;ubig an, dann tippte er behutsam mit der Kugelschreiberspitze die leeren K&#xe4;stchen seines Kreuzwortr&#xe4;tsels ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Pa&#xdf;t nicht?, meinte er schlie&#xdf;lich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Irgendwie mu&#xdf; es doch einen Ausweg geben!? rief Bella feierlich und wischte sich eine Kamillenspur aus dem Gesicht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit?? wiederholte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein!? widersprach Bella. ?Das kann es nicht immer sein! Der Kampf um Geist!, um Freiheit und Selbstbestimmung mu&#xdf; hier ausgefochten werden, hier in den Labyrinthen des ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ist das schon aus Ihrem Gedicht?? frage Bodo wehleidig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Habt ihr denn immer noch nicht begriffen, was hier geschieht? Da oben gibt es eine Macht, die st&#xe4;rker ist als wir, die mich zu diesen Kamille-Inhalationen zwingt, Lui an den DMF fesselt und daf&#xfc;r sorgt, da&#xdf; es nie &#xfc;bermorgen wird!?
Die Kollegen glotzten l&#xe4;mmern und schwiegen. Dann entschl&#xfc;pfte dem Postschaffner ein G&#xe4;hnen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich glaub, ich hau mich noch mal ?n Augenblick hin?, sagte Lui und senkte sich langsam ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich kann es euch beweisen!? rang Bella um die Ungl&#xe4;ubigen. ?Bodo! Wo sammeln Sie die Protokolle??


Folge 21 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln?? Bl&#xf6;de gaffend blaffte Bodo Bella an. ?Wieso sammeln? Ich bin diplomierter Steno-Protokolleur und kein Sammler! Von Sammeln steht nichts in den Dienstanweisungen! Sammeln, sammeln, sammeln! Daf&#xfc;r hab ich keine achtzehn Semester Allgemeine Deutsche Bundes-Stenographie, -Stereotypie und -onanie studiert, um letztlich als Sammler zu vergammeln. Sammeln!? Bodo intonierte das harmlose W&#xf6;rtchen, als habe Bella von ihm verlangt, Harnflaschen f&#xfc;r die Dienstliche Volksurologie (DVU) mundzublasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, wie ihr Mut zu sinken begann. ?Sie sammeln sie nicht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln, sammeln, sammeln!? Die jahrelange Stenomanie hatte Bodo nicht gerade beredter gemacht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie denn mit den Protokollen?? fragte Bella bang.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich esse sie nat&#xfc;rlich auf!? bollerte Bodo. ?Wie?s in der Dienstanweisung unmi&#xdf;verst&#xe4;ndlich vorgeschrieben ist!? Bodo bewegte sich auf den Dienst-Tresor, wo offenbar die ?Zen-Bibel?, wie das 20.000seitige Konvolut der Dienstanweisungen des Zen-Zentralrats der GROSSEN GELBEN POST, die seit unvordenklichen Zeiten immer wieder tradiert, radiert und ratifiziert worden waren und noch heute, im Zeitalter der Post-POST, galten, im Dienstvolksmund genannt wurde, verwahrt war, zu.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde &#xfc;bel von der Syntax. Sie f&#xfc;hlte sich wie ein russisches P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen war, war, war. Diese Zen-Zentrale war sprach-, geist!- und romanfigurenverachtend. Diese Zen-Zentrale mu&#xdf;te durch eine Revolu?, nein durch einen Pu? Sie wagte die W&#xf6;rter nicht auszudenken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bodo, der die offenbar ziemlich komplizierte Tresorkombination mit vorgehaltenem Arm eingespeist hatte, unterbrach ihren def&#xe4;tistischen Gedankengang, indem er die schwere T&#xfc;r mithilfe des Dienst-Kuhfu&#xdf;es unter Einsatz seines ganzen K&#xf6;rpers &#xf6;ffnete, die Zen-Bibel mit einem kleinen gro&#xdf;en Kran, der sich auf Knopfdruck teleskopartig aus einem Karteikasten erhob, aus dem Panzerschrank hievte und hektisch zu bl&#xe4;ttern begann. ?Hier?, triumphierte er und zitierte: ?&#xa7; 1227, Absatz 1, Punkt 3, Spiel 4, Schneider 5: Die erstellten Steno-Protokolle sind sofort, umgehend und mit bei prestom&#xe4;&#xdf;iger Avantigeschwindigkeitsmaximierung subito vollzogener Unverz&#xfc;glichkeit aus diensttragenden Sicherheitsgr&#xfc;nden der Stufe Hellgelb ohne weiteres vom B&#xfc;rostenographen selbst eigenoral zu verabfolgen. Zuwiderhandlungen werden durch die PMPDF geahndet! Fristlos!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Echt?? Dr. Porschmann wurde hellh&#xf6;rig und -rosa. ?K&#xf6;nnten Sie mir dieses neue Protokoll da nicht einmal kurz &#xfc;berlassen?? Er machte lange Finger. Bodo reagierte blitzschnell. Ein, zwei Handgriffe am Joystickpult, und die Kranzange kniff den AS in die Griffel. ?Auer!? qu&#xe4;kte der.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ohral?? fragte Lulu verwirrt. ?Ich denk, Sie m&#xfc;ssen sie essen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella versuchte, ihrer Tr&#xe4;nendr&#xfc;sen Herrin zu werden. Pl&#xf6;tzlich wuchs ihr alles &#xfc;ber den Kopf. Sie sammelte ihre geist!igen Kr&#xe4;fte, um der Verrammelt- und Verdammtheit, Verdatterung und Vergatterung des B&#xfc;ro-Stenographen etwas entgegenzusetzen. Sie ri&#xdf; sich zusammen, holte tief Luft, z&#xe4;hlte leise bis 3 und ? fing an zu weinen. ?Ihr seid alle so? Es ist alles so? so? Huhuhu?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So wie? So was?? Dr. Porschmann, heftig aufs schmerzende H&#xe4;ndchen pustend, war schon wieder auf dem Weg in die DUK. Fr&#xf6;hlich wie ein Lemming schwang er den Kleiderkoffer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lassen Sie ihr doch in Ruhe!? erhielt Bella pl&#xf6;tzlich busigen Beistand durch Lulu. ?Sie ist menthol nicht gut drauf!? Dann wandte sie sich heuchlerisch an Bella: ?K&#xf6;nnten Sie nicht mal ganz kurz ein klitzekleines F&#xf6;tchen von mich machen? Nur seitlich, im Profan. Please!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hau mich noch mal hin?, wiederholte Lui Pfui vers&#xf6;hnlich. ?Oder hat noch jemand ?ne Idee zu Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein O??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu steckte Bella die Zunge heraus, als sie intuitiv sp&#xfc;rte, da&#xdf; Bellas erhobener Mittelfinger ablehnend gemeint war. Dann n&#xe4;herte sie sich Lui, der noch mal die Nase reckte und streckte, bevor er sich auf dem DMF einkuschelte, und sagte: ?Vielleicht? Italion? Spanion? Saudi-Arabion??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Jetzt hatte Bella genug. W&#xfc;tend sprang sie auf, warf dabei die Kamille-Sch&#xfc;ssel um und begann, eine flammende Rede zu halten: ?Merkt ihr denn gar nichts mehr? Wir sind die Sklaven von zwei Wahnsinnigen, die sich auf unsere Kosten am&#xfc;sieren! Ihnen ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Omen, w&#xe4;hrend es f&#xfc;r uns nicht einmal ein &#xdc;bermorgen gibt! Sie haben den heiligen Geist! gepachtet, w&#xe4;hrend wir das bittere Brot der Kamille, Protokolle und Unterwasserfr&#xfc;hst&#xfc;cke schlucken m&#xfc;ssen! Urlaub mit sechs Buchstaben, O und Ei, DUK und GeiDiHi ? das ist alles, was euch interessiert, w&#xe4;hrend die Zen-Zentrale in Manna und Hosianna lebt! Wir sollten uns die imperialistische Unterdr&#xfc;ckung des geist!ig-milit&#xe4;rischen Komplexes und seiner subalternen Helfershelferin nicht l&#xe4;nger gefallen lassen! Die Gedanken sind frei! Freiheit! sage ich! Die Kapelle humtata / und der Papst war auch schon da! Freiheit, Gleichheit, Liederlichkeit! Liebe, Geist! und Metrik, soweit die Versf&#xfc;&#xdf;e tragen! Vamos! Venceremos! No pasaran!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella hatte nicht bemerkt, wie ihr Handtuch erst von den &#xfc;ppigen Schultern und dann &#xfc;ber ihre Bbbbr&#xfc;ste geglitten war und schlie&#xdf;lich an den Rubens-H&#xfc;ften Halt gemacht hatte. Die rechte Faust erhoben, stand sie da. Schwei&#xdf;perlen kullerten smaragden &#xfc;ber ihren K&#xf6;rper.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Why! &#xc4;h, wow!? brach Lulu schlie&#xdf;lich das Ba&#xdf;schweigen. ?Guckt mal! Wie Johanni van Haiden! Nein, ich Schussel: Zarah von Oleander? auch nicht, &#xe4;h? auf Franz&#xf6;sisch hei&#xdf;t er Jan Dachs?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jeanne d?Arc, Sie dummes Pferd! Johanna von Orleans!? rief Dr. Porschmann begeist!ert aus. Seine Augen, beinah so vergr&#xf6;&#xdf;ert, als tr&#xfc;ge er noch bzw. schon wieder die Taucherbrille, glichen Okularen. Unbewu&#xdf;t freute er sich, da&#xdf; er zwei davon hatte. F&#xfc;r jede eins. ?Frl. Bella?, hauchte er und knibbelte z&#xe4;rtlich an der Willy-Brandt-Sondermarke, ?ich


Folge 22 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;bin unverheiratet. Wu&#xdf;ten Sie das schon??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wies auf den Kleiderkoffer neben sich. ?Darf ich Sie jetzt vielleicht zu einer kleinen Plantsch-Partie einladen? In meinem Taucheranzug ist Platz f&#xfc;r zwei.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bellas revolution&#xe4;rer Enthusiasmus war jedoch noch lange nicht verrauscht. ?Dr. Porschmann!? Geist!esabwesend zog sie ihr Dienstbadelaken zurecht. ?K&#xf6;nnen Sie sich daran erinnern, was sie gestern nach Dienstschlu&#xdf; getan haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ha!? rief Bella triumphierend und glaubte schon, die Zen-Zentrale ausgetrickst zu haben. Dann aber erinnerte sich Dr. Porschmann doch. Am Vortag hatte er sich aus dem Volks-Brockhaus seine Lieblingsseitenzahlen herausgeschrieben, um dann auf der gro&#xdf;en Weltkarte alle L&#xe4;nder rot anzustreichen, von denen er mal geh&#xf6;rt hatte. Schlie&#xdf;lich hatte er ohne technische Hilfsmittel versucht, die Gl&#xfc;hbirne zu erfinden. Nach wie vor f&#xfc;hlte er sich eben den Wissenschaften verpflichtet.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Schei&#xdf; Zen-Zentrale!? fluchte Bella damenhaft. ?Das habt ihr ihm eben schnell untergeschoben! In Wahrheit hat der doch noch nie was anderes gesehen als dieses B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit wen reden Sie denn da?? wunderte sich Lulu. ?Mit Ihrem Walter Ego?? Dann wunderte sie sich selbst.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Sie? K&#xf6;nnen Sie sich an gestern erinnern? Schnell!? forderte Bella nun Lulu heraus.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gestern? Sie meinen den Tag, der vor heute war??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Genau den.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu dachte an ihr Bewerbungsgespr&#xe4;ch als Nachrichtensprecherin des Pornokanals. Dann war sie bei ihrem Gem&#xfc;seh&#xe4;ndler rausgeworfen worden, weil sie eine halbe Stunde lang eine Salatgurke auf ihre Festigkeit hin gepr&#xfc;ft hatte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hatte ein Probeliegen, und danach war ich ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zu sp&#xe4;t, dumme Pute?, unterbrach Bella. ?Das ist euer Thema, ihr Zenxisten?, knurrte Bella ins Nirgendwo und bekam sofort Kopfschmerzen, b&#xf6;sartige, stechende, das Bewu&#xdf;tsein bedr&#xe4;ngende, fiese, schwer schmerzende, &#xe4;u&#xdf;erst schmerzhafte Kopfschmerzen?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Kopfschmerzen lie&#xdf;en &#xfc;berraschend schnell nach. Ich kann mit ihnen kommunizieren, dachte Bella und wandte sich schnell dem B&#xfc;rostenographen zu. ?Bodo? Was haben Sie gestern gemacht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;J?Ich bin immer nur hier gewesen. Wie es die Dienstvorschriften verlangen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seht ihr?? wandte sich Bella stolz an die anderen Kollegen. ?Das ist es, was ich meine! Und Sie, Lui??


Folge 23 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui setzte die fr&#xf6;mmste, eifrigste, willf&#xe4;hrigste, wohlfeilste, bravste, artigste, liebedienerischste Miene auf, zu der er f&#xe4;hig war, und wach, weich und wirsch wie nie sagte er: ?Ich auch. Ich auch. Hier gewesen. Immer nur hiergewesen. Kreuzwortr&#xe4;tsel, DMF, pofen. Hier. Immer nur hier. Ich auch. Jawoll.? Anschlie&#xdf;end kratzte er sich am Kopf, bef&#xfc;hlte seine Lippen, als k&#xf6;nne er es nicht glauben, da&#xdf; die f&#xfc;r diese Worte verantwortlich waren, und &#xf6;ffnete probeweise weit den Mund: G&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;hn!? Ging nicht. Die so geliebte bleierne M&#xfc;digkeit war wie fortgeblasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde sicherer. Es klappt, dachte sie und warf sich vor Genugtuung in die Brust. Auf und ab stolzierte sie. ?Es m&#xfc;ssen M&#xe4;nner sein!? rief sie aufgeregt ihren Kollegen zu. ?Zwei! Ich kann sie beeinflussen! Mit meinen Dessous! Sie sind ? erpre&#xdf;bar!? schrie sie im Bewu&#xdf;tsein des nahen Sieges. ?Bodo! Lui! Lulu! Dr. Porschmann! Die Freiheit ist nah! Sie h&#xe4;ngt am seidenen Straps, aber ich werde es schaffen!? Sie tanzte durchs B&#xfc;ro. ?Oh, mein Poem! Geist! Zweimal werden wir noch wach, hei&#xdf;a dann ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seidene Strapse?? schmollte Lulu und hob ihren Rock an der einen H&#xfc;fte, ?? hab ich auch!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wedelte erschrocken mit den H&#xe4;nden. ?Pssst!? Da &#xfc;berfiel sie wieder diese Migr&#xe4;ne, eine miese, morbilde, marode Migr&#xe4;ne. Ein f&#xfc;rchterlicher Schwindel ergriff sie, die Knie zitterten. Es war, als w&#xfc;rde sie an einer Klippe h&#xe4;ngen. Fieberhaft &#xfc;berlegte sie. Und kurz bevor ihr schwarz vor Augen wurde,



Folge 24 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;h&#xf6;rte sie noch eine Stimme, eine m&#xe4;nnliche, aufgeweckte Stimme, die von weit her rief: ?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wer bist du?? fragte sie schwach. Jeden Moment, das sp&#xfc;rte sie deutlich, w&#xfc;rde ihre das Bewu&#xdf;tsein schwinden, denn es war ihr schon grau vor den Augen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!? wiederholte die Stimme.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Okay, okay. Das hab ich verstanden. Aber wer bist du denn nun?? fragte sie energisch nach. Allm&#xe4;hlich wuchs das Grau bedrohlich ins Dunkelgrau.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halt aus, Bella! Ich werde dir ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mensch, wenn du auch so ?ne Lusche bist, kannst du bleiben, wo du  bist. Ich hab hier schon genug Fehlz&#xfc;ndungen um mich herum versammelt?, rief Bella, die sich noch einmal aufb&#xe4;umte, jetzt, da das Dunkelgrau vor ihren Augen deutlich ins Hellschwarze changierte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?? helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wann denn, verdammt noch mal?? Bella sah deutlich die ersten tiefschwarzen Punkte im Mittelschwarz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gegen Ende dieses Kapitels, Baby!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und endlich war ihr vollst&#xe4;ndig und unwiderlegbar schwarz vor Augen.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;*

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Fast w&#xe4;re Bella &#xfc;ber ihrer Inhaliersch&#xfc;ssel eingenickt, doch im letzten Moment brachten die hei&#xdf;en Kamillend&#xe4;mpfe sie wieder zu Bewu&#xdf;tsein.



Folge 25 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch leicht benebelt nahm sie eine m&#xe4;nnliche, versoffene Stimme wahr, die ihr bekannt vorkam. ?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische City, Ende Nordnacht, in Hamburg-Juni?, fastelte die Stimme. ?Der Postschaffner Lui Pfui verwandte sich an seine? Nee. Haltstop.? Die Stimme r&#xe4;usperte und ermannte sich und lallte: ?Der Postler Pfui sekretierte seine Verwandte? falsch. Der Dings, der Pfui, der Lump? h&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella f&#xfc;hlte ihre Kr&#xe4;fte wiederkehren und zugleich die Hoffnung aufkeimen auf eine gro&#xdf;e Zukunft, diesmal aber wirklich. Rasch zog sie ihr Handtuch vom Kopf und blickte sich um, gerade rechtzeitig, um verfolgen zu k&#xf6;nnen, wie Lui Pfui ein wenig ratlos auf seinem DMF &#xfc;ber dem Kreuzwortr&#xe4;tsel kauerte und mit verzweifeltem Gesichtsausdruck ausrief: ?Mein Hottner!? Dann fa&#xdf;te er sich an den Kopf, offenbar v&#xf6;llig verwirrt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch Dr. Porschmann schien von einer Art Identit&#xe4;tskrise gesch&#xfc;ttelt. ?Ich f&#xfc;hle mich nur noch wie ein halber Mensch?, murmelte er, ri&#xdf; sich schlie&#xdf;lich aber doch zusammen und sagte: ?,Ja?? ? Nein: ,Das denn?? ? &#xc4;h: W! ,Was denn?? Ja. ,Was denn??? Und f&#xfc;gte verst&#xe4;ndnislos hinzu. ?Hottner? Was f&#xfc;r?n Hottner??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie defekt brummte Lui: ?Ursex mit 0 Buchstaben, der vorletzte ist ein Buch.? Dann massierte er seine Nase und sagte: ?H&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? wieherte es von irgendwoher.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu posierte lustlos vor dem Dienstspiegel, brach pl&#xf6;tzlich ab und kuschelte sich an Bodo. ?Ich hab Angst, Hase?, piepste sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich auch?, wimmerte Bodo. ?Was geschieht mit uns?? Panisch stenographierte er vor sich hin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? trompetete die unheimliche Stimme. ?A-harrharr??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kurz entschlossen ergriff Bella die Initiative. Sie erhob sich und lief auf Zehenspitzen durchs B&#xfc;ro. ?Ja, wo sind denn meine Strapse?? sagte sie laut und scheinheilig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;!? t&#xf6;nte es von irgendwoher. Bella reckte den Hals. Es kam aus der DUK! Auf leisen Sohlen huschte sie hinein. Bodo, Lulu und Dr. Porschmann folgten ihr versch&#xfc;chtert. Zu viert schoben sie den schweren gelben Brokatvorhang zur Seite und ? erschraken zu Tode. Die gro&#xdf;e verspiegelte Schrankwand gegen&#xfc;ber warf nicht ihr Spiegelbild zur&#xfc;ck, sondern die Szenerie aus einer fremden Welt, die ihnen so sch&#xf6;n, so wunderbar, so geist!voll und so prima erschien, da&#xdf; ihre Sehnsucht nach einem &#xdc;bermorgen sich f&#xfc;r immer in ihren Herzen festsetzte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da sind sie!? fl&#xfc;sterte Bella &#xfc;berw&#xe4;ltigt. ?Der eine sieht sehr gut aus! Mm!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp?Der andere?, wisperte Lulu aufgeregt, ?hat einen sehr sch&#xf6;nen Bauch und eine entz&#xfc;ckende Brille! Wahrscheinlich ein Intelligentueller!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jedenfalls sieht?s darin nicht wie in unserem B&#xfc;ro aus?, sagte Lulu leis.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Der eine raucht, der andere nicht?, registrierte Dr. Porschmann in seiner Eigenschaft als Wissenschaftler.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber beide trinken?, brummte Bodo.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lachen?, erg&#xe4;nzte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?&#xdc;ber uns?, ahnte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Pl&#xf6;tzlich stand einer der beiden Wahnsinnigen auf und zeigte mit dem Finger direkt auf ihn, Porschmann, und gurgelte:


Folge 26 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hiermit spreche ich dir feierlich s&#xe4;mtliche akademischen Titel ab. Prost!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?? Das blanke Entsetzen stand in Porschmanns Gesicht geschrieben. ?Das k&#xf6;nnen Sie mir nicht antun. Ich hab doch sonst nichts anderes!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lasse au&#xdf;erdem?, fuhr der Wahnsinnige ungetr&#xfc;bt fort, ?einen ungeheuren Schwindel auffliegen, durch den du dir mit falschen Papieren deine Position ergaunert hast. Dein wahrer Name ist n&#xe4;mlich Stanislaus Proschinski. Und du hast noch nicht mal Mittlere Reife.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;?? Proschinski grinste debil und wandte sich seinen fassungslosen Kollegen zu. ?Issas gut oder issas schlecht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich protestiere energisch?, rief Bella. ?Wer sind wir denn, da&#xdf; man so was mit uns machen kann!?


Folge 27 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, wer denn?? fragte der andere Wahnsinnige etwas ratlos. ?Und wer sind WIR denn &#xfc;berhaupt??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wir sind die Hottners?, sagte der erste Verr&#xfc;ckte und gab bei der h&#xfc;bschen blonden Bedienung einen Brandy in Auftrag.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach ja?, schlug sich der andere Irre auf den Kopf.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und DIE sind?, &#xfc;berlegte Hottner A., ?sagen wir mal??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich werd? dir sagen, wer die sind?, drehte Hottner B vollends durch. ?Das ist Stanislaus Proschinski. Und das?, er wies mit einer Zigarette auf Lulu, ?das ist Berta Mostrich, Serviettenhalterin bei Wimpy.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Iiiiiiih!? kreischte Berta emp&#xf6;rt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, ganz richtig?, erinnerte sich Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und das?, Hottner B schraubte den dicken Daumen &#xfc;ber die Schulter in Richtung Bodo, ?das ist im Grunde meines Herzens eigentlich Freddie ,der Aal?, Chefcursor bei MacIntosh, Tr&#xe4;ger des Hosentr&#xe4;gers III. Klasse!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Freddie ,der Aal? wand sich sch&#xfc;chtern-geschmeichelt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nie!? protestierte Lui Pfui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?DU mach? mal den Kopp zu!? herrschte ihn Hottner A an. ?Du hei&#xdf;t n&#xe4;mlich allenfalls Horst oder so, du Tr&#xe4;nensack!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Bella?? pirschte Hottner B hinterfotzig. ?Hei&#xdf;t Bella nicht eher Marion Ette? Ist sie nicht ? frag? ich mich unwillk&#xfc;rlich ? in Wahrheit die ber&#xfc;hmt-ber&#xfc;chtigte Betriebsnudel bei der 3 GLOCKEN GmbH in 69469 Weinheim??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, hauchte die Ette, ?bitte nicht 3 Glocken, bitte nicht eine solch unanst&#xe4;ndige Postleitzahl??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hm?, kratzte sich Hottner A an seinem Brandy


Folge 28 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;und wollte gerade am Aschenbecher nippen, da fiel ihm ein: ?Langsam verlier? ich den &#xdc;berblick.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?n f&#xfc;r?n &#xdc;berblick?? fragte Hottner B versonnen und blickte besorgt in sein abgrundtiefes Bierglas.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann la&#xdf; mich doch wieder Bella sein!? begehrte Marion. ?Und Berta wieder Lulu und Freddie wieder Bodo!? eiferte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geschenkt!? meinten Hottners einm&#xfc;tig, sehr beansprucht von der Fahndung nach der blonden Kellnerin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Also Storno?? hakte Marion nach.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Storno und Pils und Brandy?, befehligten die Wahnsinnigen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Auch f&#xfc;r Horst und Stanislaus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nee?, meinte Hottner B nun pl&#xf6;tzlich sehr entschieden. ?Horst bleibt Horst!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ganz richtig?, nebelte Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, da&#xdf; die Hottners zu keinen weiteren Zugest&#xe4;ndnissen bereit waren, und zugleich wu&#xdf;ten sie: Jetzt war sie am Zug. Wenn es jemals ein &#xdc;bermorgen, jemals Geist!, jemals &#xfc;berhaupt Fr&#xfc;hst&#xfc;ck f&#xfc;r sie alle geben sollte, dann nur, wenn jetzt entschieden gehandelt w&#xfc;rde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lulu? Wie lange kannst du posieren??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu &#xfc;berlegte niedlich. ?Mit alle Figuren??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn du alles zeigst, was du drauf hast?, sagte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zweimal den Zeiger rum.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Welchen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Welchen? Den Zeiger!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den gro&#xdf;en oder den kleinen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den gro&#xdf;en!? betonte Lulu stolz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Immerhin?, &#xfc;berlegte Bella. ?Also gut, Lulu. Mach diese beiden Irren fertig. Posiere, was das Zeug h&#xe4;lt. Aber la&#xdf; dich nicht durch die Glasscheibe ziehen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu machte sich sofort ans Werk, fest entschlossen, Hottner A und Hottner B f&#xfc;r den Rest der Nacht gedanklich zu belegen und zu einem Mordsrausch anzuregen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella verlie&#xdf; mit den anderen die DUK und nahm vor ihren Kollegen eine respektable K&#xf6;rperhaltung ein.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ihr wi&#xdf;t, worum es geht??


Folge 29 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ohne auf sie einzugehen, fl&#xfc;sterte Dr. Porschmann, der nunmehr wieder Dr. Porschmann war anstatt Stanislaus: ?Was sind das alles f&#xfc;r Leute?? Offenbar hatte er nach wie vor die erregende ?Klett?-Welt vorm inneren Auge und war vom Drang des ewigen Empirikers beseelt. ?Signifikant weniger Kreuzwortr&#xe4;tsel, Taucheranz&#xfc;ge und Dienstkr&#xe4;ne!? konstatierte er akribisch. Seine Ged&#xe4;chtnisl&#xfc;cke von einigen Minuten, die wie ein b&#xf6;ser Traum war, in dem er Stanislaus Proschinski hie&#xdf;, hatte er offenbar schon vergessen. Somit war sie wieder geschlossen. Bodo erinnerte sich sehr gut. Schade: Ein paar Sekunden war ihm eine andere Existenz sehr verlockend erschienen. Freddie der Aal? das klang doch geradezu sexuell. Zum ersten Mal in seinem Dasein scherten ihn Dienstvorschriften, Stenobl&#xf6;cke und Abk&#xfc;rzungen einen feuchten Kehricht. Auch er starrte im Geist!e immer noch fasziniert durch die Spiegelscheiben der DUK.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu, das Dusselk&#xf6;pfchen monroesk &#xfc;ber die Schulter gedreht, versuchte, mit schwingendem Hinterteil die Aufmerksamkeit der desorientierten Hottners zu gewinnen, die freilich ihrerseits um die Aufmerksamkeit der blonden Bedienung hinterm ?Klett?-Tresen k&#xe4;mpften und dabei S&#xe4;tze lallten wie ?Au ja, Storno, mal wieder so?n richtigen Hardcore-Storno? oder ?Brandy, Brandy, Brandy, wir sind so handytrendy / Pils, Pils, Pils, jetzt gilt?s?. Dann schaute der eine Hottner pl&#xf6;tzlich zu ihnen r&#xfc;ber.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu vermittelte ihnen ihren wackelnden Allerwertesten.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Heda!? bl&#xf6;kte der eine Hottner und tippte dem anderen auf die Schulter. ?Kuckma!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der andere drehte sich um 179 Grad. ?Wat dat denn dor!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wo sinn?n die annan?? sagte Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lul drehte sich halb um ihre bet&#xf6;rende Achse und pr&#xe4;sentierte ihnen nun die n&#xf6;rdlichen Halbkugeln. ?Meinst du die?? Sie l&#xe4;chelte laut und deutlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Unterdessen, im B&#xfc;ro, zischte Bella ihren geist!esabwesenden m&#xe4;nnlichen Kollegen zu: ?He! Ihr Hanseln! Ich hab euch was gefragt!?

Folge 30 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann und Bodo glotzten pl&#xf6;tzlich leicht benebelt und greinten einm&#xfc;tig: ?Ganz richtich!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella erschrak. Die beiden Kollegen, auf deren ideenreiche, muskelstarke Unterst&#xfc;tzung sie so fest gebaut hatte, waren offenbar mit den Herrschern der Zen-Zentrale im hottnerschen Brandysuff versunken. Ihr Blick suchte Lui oder Horst oder wie er jetzt hie&#xdf;, doch der kroch nur armselig durch den Dienstraum auf der Suche nach einer neuen Identit&#xe4;t.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was mach ich nur? Ich bin allein!? Bellas h&#xfc;bsche Augen wurden feucht.
?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Diese Stimme hatte sie doch schon mal geh&#xf6;rt! Es war die Stimme aus dem Off, doch diesmal klang sie weniger off. ?Wo bist du??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich str&#xf6;me jetzt ein!? hallte es aus dem Nirgendwo, dann stie&#xdf; Nebel durch die L&#xfc;ftungsklappe, und kurz darauf schien ein Sack Erdbeermarmelade einen 50 Meter freien Fall erfolgreich abzuschlie&#xdf;en. Bella stieg sofort auf den herrenlosen B&#xfc;rostuhl Dr. Porschmanns, r&#xfc;ttelte energisch an der L&#xfc;ftungsklappe und ri&#xdf; sie aus den Scharnieren. Dahinter war der Nebel noch dichter, und nur allm&#xe4;hlich l&#xf6;ste sich eine winzige Gestalt heraus.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wer sind Sie?? frage Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Walter. Mein Name ist Walter. Walter Ego. Ich bin hier gerade eingestr&#xf6;mt.?

Vorschau auf Kapitel IV, Folge 31 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Walter! Walter Ego! Wo hatte sie den Namen schon einmal geh&#xf6;rt? D.h. wo, war klar. Hier. Wo sonst. Aber von wem? H&#xfc;stelnd wedelte Bella Walters Begleiterscheinungsnebel zur Seite?

Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 25 Apr 2005 18:53:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=7A4E2FDE-C43A-7416-4269728A0C6C3982</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 29)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=574042FA-9BC8-EAE5-93195AD9971D66D5</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des 2. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kaum ist der Schu&#xdf; am Schlu&#xdf; des 1. Kapitels verklungen, sehen Bella und ihre Kollegen sich mit dem ungehobelten Dienstf&#xf6;rster Ratzlaff sowie seiner geist!losen Gehilfin Rita konfrontiert, Mitgliedern der Paramilit&#xe4;risch-polizeilichen Dienstf&#xf6;rsterei. Sie sind im Auftrag der Zen-Zentrale unterwegs, um eine ?&#xdc;berpr&#xfc;fung der innerbetrieblichen Wehrf&#xe4;higkeit? durchzuf&#xfc;hren. Dr. Porschmann wird aufs schl&#xfc;pfrigste von Rita geschurigelt, Lulu vom DF aber nicht ? durchaus zu ihrem Leidwesen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Durch eine List weckt Ratzlaff Lui Pfui aus dem Dienstschlaf, so da&#xdf; die Dienstordnung wiederhergestellt ist. Bella d&#xe4;mmert, da&#xdf; die Zen-Zentrale ein b&#xf6;ses Spiel mit ihnen treibt: Das B&#xfc;ro, in dem sie alle arbeiten ? Chef Lui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu ?: Es ist ein B&#xfc;ro des Grauens, in dem es niemals einen anderen Tag geben wird als diesen (vielleicht nicht frei und fromm, aber fr&#xf6;hlich und frech nach ?Und t&#xe4;glich gr&#xfc;&#xdf;t das Murmeltier?; die Verf.). Nachdem der DF und Rita verschwunden sind, herrscht wie immer dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg-City Nord?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;In Kapitel III jedoch werden sich die Ereignisse nahezu &#xfc;berschlagen: Bodo r&#xfc;ckt erstmals die 20.000seitige Zen-Bibel mit den Dienstanweisungen raus. Bella h&#xe4;lt eine Brandrede auf die Freiheit und stellt fest, da&#xdf; sie mit der Zen-Zentrale kommunizieren kann. Ein metaphysischer Kampf entbrennt. Die Vernichtung des B&#xfc;ros droht, doch gerade noch rechtzeitig str&#xf6;mt ER ein: Er, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;)?


Kapitel III


Folge 20 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geist!? Bella zog die Kamillend&#xe4;mpfe tief ein. Hier kommen wir nie raus! dachte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein ,O??? gr&#xfc;belte Lui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu hatte eine Idee: ?Ausflog!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wandte sich milde an Bodo. ?W&#xfc;rden Sie das bitte aus dem Protokoll streichen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der B&#xfc;rostenograph hob so lange das Kinn, bis der Gesamteindruck &#xe4;u&#xdf;erster Arroganz erreicht war. ?Sie wissen genau, Herr Dr. Porschmann, da&#xdf; die Dienstanweisungen derlei Eingriffe nicht vorsehen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dienstanweisungen!? rief Bella pl&#xf6;tzlich, schob das Handtuch zur&#xfc;ck und richtete sich auf. ?Nat&#xfc;rlich. Was ist mit den Dienstanweisungen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui sah Bella ungl&#xe4;ubig an, dann tippte er behutsam mit der Kugelschreiberspitze die leeren K&#xe4;stchen seines Kreuzwortr&#xe4;tsels ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Pa&#xdf;t nicht?, meinte er schlie&#xdf;lich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Irgendwie mu&#xdf; es doch einen Ausweg geben!? rief Bella feierlich und wischte sich eine Kamillenspur aus dem Gesicht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit?? wiederholte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein!? widersprach Bella. ?Das kann es nicht immer sein! Der Kampf um Geist!, um Freiheit und Selbstbestimmung mu&#xdf; hier ausgefochten werden, hier in den Labyrinthen des ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ist das schon aus Ihrem Gedicht?? frage Bodo wehleidig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Habt ihr denn immer noch nicht begriffen, was hier geschieht? Da oben gibt es eine Macht, die st&#xe4;rker ist als wir, die mich zu diesen Kamille-Inhalationen zwingt, Lui an den DMF fesselt und daf&#xfc;r sorgt, da&#xdf; es nie &#xfc;bermorgen wird!?
Die Kollegen glotzten l&#xe4;mmern und schwiegen. Dann entschl&#xfc;pfte dem Postschaffner ein G&#xe4;hnen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich glaub, ich hau mich noch mal ?n Augenblick hin?, sagte Lui und senkte sich langsam ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich kann es euch beweisen!? rang Bella um die Ungl&#xe4;ubigen. ?Bodo! Wo sammeln Sie die Protokolle??


Folge 21 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln?? Bl&#xf6;de gaffend blaffte Bodo Bella an. ?Wieso sammeln? Ich bin diplomierter Steno-Protokolleur und kein Sammler! Von Sammeln steht nichts in den Dienstanweisungen! Sammeln, sammeln, sammeln! Daf&#xfc;r hab ich keine achtzehn Semester Allgemeine Deutsche Bundes-Stenographie, -Stereotypie und -onanie studiert, um letztlich als Sammler zu vergammeln. Sammeln!? Bodo intonierte das harmlose W&#xf6;rtchen, als habe Bella von ihm verlangt, Harnflaschen f&#xfc;r die Dienstliche Volksurologie (DVU) mundzublasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, wie ihr Mut zu sinken begann. ?Sie sammeln sie nicht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln, sammeln, sammeln!? Die jahrelange Stenomanie hatte Bodo nicht gerade beredter gemacht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie denn mit den Protokollen?? fragte Bella bang.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich esse sie nat&#xfc;rlich auf!? bollerte Bodo. ?Wie?s in der Dienstanweisung unmi&#xdf;verst&#xe4;ndlich vorgeschrieben ist!? Bodo bewegte sich auf den Dienst-Tresor, wo offenbar die ?Zen-Bibel?, wie das 20.000seitige Konvolut der Dienstanweisungen des Zen-Zentralrats der GROSSEN GELBEN POST, die seit unvordenklichen Zeiten immer wieder tradiert, radiert und ratifiziert worden waren und noch heute, im Zeitalter der Post-POST, galten, im Dienstvolksmund genannt wurde, verwahrt war, zu.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde &#xfc;bel von der Syntax. Sie f&#xfc;hlte sich wie ein russisches P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen war, war, war. Diese Zen-Zentrale war sprach-, geist!- und romanfigurenverachtend. Diese Zen-Zentrale mu&#xdf;te durch eine Revolu?, nein durch einen Pu? Sie wagte die W&#xf6;rter nicht auszudenken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bodo, der die offenbar ziemlich komplizierte Tresorkombination mit vorgehaltenem Arm eingespeist hatte, unterbrach ihren def&#xe4;tistischen Gedankengang, indem er die schwere T&#xfc;r mithilfe des Dienst-Kuhfu&#xdf;es unter Einsatz seines ganzen K&#xf6;rpers &#xf6;ffnete, die Zen-Bibel mit einem kleinen gro&#xdf;en Kran, der sich auf Knopfdruck teleskopartig aus einem Karteikasten erhob, aus dem Panzerschrank hievte und hektisch zu bl&#xe4;ttern begann. ?Hier?, triumphierte er und zitierte: ?&#xa7; 1227, Absatz 1, Punkt 3, Spiel 4, Schneider 5: Die erstellten Steno-Protokolle sind sofort, umgehend und mit bei prestom&#xe4;&#xdf;iger Avantigeschwindigkeitsmaximierung subito vollzogener Unverz&#xfc;glichkeit aus diensttragenden Sicherheitsgr&#xfc;nden der Stufe Hellgelb ohne weiteres vom B&#xfc;rostenographen selbst eigenoral zu verabfolgen. Zuwiderhandlungen werden durch die PMPDF geahndet! Fristlos!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Echt?? Dr. Porschmann wurde hellh&#xf6;rig und -rosa. ?K&#xf6;nnten Sie mir dieses neue Protokoll da nicht einmal kurz &#xfc;berlassen?? Er machte lange Finger. Bodo reagierte blitzschnell. Ein, zwei Handgriffe am Joystickpult, und die Kranzange kniff den AS in die Griffel. ?Auer!? qu&#xe4;kte der.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ohral?? fragte Lulu verwirrt. ?Ich denk, Sie m&#xfc;ssen sie essen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella versuchte, ihrer Tr&#xe4;nendr&#xfc;sen Herrin zu werden. Pl&#xf6;tzlich wuchs ihr alles &#xfc;ber den Kopf. Sie sammelte ihre geist!igen Kr&#xe4;fte, um der Verrammelt- und Verdammtheit, Verdatterung und Vergatterung des B&#xfc;ro-Stenographen etwas entgegenzusetzen. Sie ri&#xdf; sich zusammen, holte tief Luft, z&#xe4;hlte leise bis 3 und ? fing an zu weinen. ?Ihr seid alle so? Es ist alles so? so? Huhuhu?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So wie? So was?? Dr. Porschmann, heftig aufs schmerzende H&#xe4;ndchen pustend, war schon wieder auf dem Weg in die DUK. Fr&#xf6;hlich wie ein Lemming schwang er den Kleiderkoffer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lassen Sie ihr doch in Ruhe!? erhielt Bella pl&#xf6;tzlich busigen Beistand durch Lulu. ?Sie ist menthol nicht gut drauf!? Dann wandte sie sich heuchlerisch an Bella: ?K&#xf6;nnten Sie nicht mal ganz kurz ein klitzekleines F&#xf6;tchen von mich machen? Nur seitlich, im Profan. Please!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hau mich noch mal hin?, wiederholte Lui Pfui vers&#xf6;hnlich. ?Oder hat noch jemand ?ne Idee zu Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein O??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu steckte Bella die Zunge heraus, als sie intuitiv sp&#xfc;rte, da&#xdf; Bellas erhobener Mittelfinger ablehnend gemeint war. Dann n&#xe4;herte sie sich Lui, der noch mal die Nase reckte und streckte, bevor er sich auf dem DMF einkuschelte, und sagte: ?Vielleicht? Italion? Spanion? Saudi-Arabion??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Jetzt hatte Bella genug. W&#xfc;tend sprang sie auf, warf dabei die Kamille-Sch&#xfc;ssel um und begann, eine flammende Rede zu halten: ?Merkt ihr denn gar nichts mehr? Wir sind die Sklaven von zwei Wahnsinnigen, die sich auf unsere Kosten am&#xfc;sieren! Ihnen ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Omen, w&#xe4;hrend es f&#xfc;r uns nicht einmal ein &#xdc;bermorgen gibt! Sie haben den heiligen Geist! gepachtet, w&#xe4;hrend wir das bittere Brot der Kamille, Protokolle und Unterwasserfr&#xfc;hst&#xfc;cke schlucken m&#xfc;ssen! Urlaub mit sechs Buchstaben, O und Ei, DUK und GeiDiHi ? das ist alles, was euch interessiert, w&#xe4;hrend die Zen-Zentrale in Manna und Hosianna lebt! Wir sollten uns die imperialistische Unterdr&#xfc;ckung des geist!ig-milit&#xe4;rischen Komplexes und seiner subalternen Helfershelferin nicht l&#xe4;nger gefallen lassen! Die Gedanken sind frei! Freiheit! sage ich! Die Kapelle humtata / und der Papst war auch schon da! Freiheit, Gleichheit, Liederlichkeit! Liebe, Geist! und Metrik, soweit die Versf&#xfc;&#xdf;e tragen! Vamos! Venceremos! No pasaran!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella hatte nicht bemerkt, wie ihr Handtuch erst von den &#xfc;ppigen Schultern und dann &#xfc;ber ihre Bbbbr&#xfc;ste geglitten war und schlie&#xdf;lich an den Rubens-H&#xfc;ften Halt gemacht hatte. Die rechte Faust erhoben, stand sie da. Schwei&#xdf;perlen kullerten smaragden &#xfc;ber ihren K&#xf6;rper.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Why! &#xc4;h, wow!? brach Lulu schlie&#xdf;lich das Ba&#xdf;schweigen. ?Guckt mal! Wie Johanni van Haiden! Nein, ich Schussel: Zarah von Oleander? auch nicht, &#xe4;h? auf Franz&#xf6;sisch hei&#xdf;t er Jan Dachs?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jeanne d?Arc, Sie dummes Pferd! Johanna von Orleans!? rief Dr. Porschmann begeist!ert aus. Seine Augen, beinah so vergr&#xf6;&#xdf;ert, als tr&#xfc;ge er noch bzw. schon wieder die Taucherbrille, glichen Okularen. Unbewu&#xdf;t freute er sich, da&#xdf; er zwei davon hatte. F&#xfc;r jede eins. ?Frl. Bella?, hauchte er und knibbelte z&#xe4;rtlich an der Willy-Brandt-Sondermarke, ?ich


Folge 22 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;bin unverheiratet. Wu&#xdf;ten Sie das schon??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wies auf den Kleiderkoffer neben sich. ?Darf ich Sie jetzt vielleicht zu einer kleinen Plantsch-Partie einladen? In meinem Taucheranzug ist Platz f&#xfc;r zwei.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bellas revolution&#xe4;rer Enthusiasmus war jedoch noch lange nicht verrauscht. ?Dr. Porschmann!? Geist!esabwesend zog sie ihr Dienstbadelaken zurecht. ?K&#xf6;nnen Sie sich daran erinnern, was sie gestern nach Dienstschlu&#xdf; getan haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ha!? rief Bella triumphierend und glaubte schon, die Zen-Zentrale ausgetrickst zu haben. Dann aber erinnerte sich Dr. Porschmann doch. Am Vortag hatte er sich aus dem Volks-Brockhaus seine Lieblingsseitenzahlen herausgeschrieben, um dann auf der gro&#xdf;en Weltkarte alle L&#xe4;nder rot anzustreichen, von denen er mal geh&#xf6;rt hatte. Schlie&#xdf;lich hatte er ohne technische Hilfsmittel versucht, die Gl&#xfc;hbirne zu erfinden. Nach wie vor f&#xfc;hlte er sich eben den Wissenschaften verpflichtet.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Schei&#xdf; Zen-Zentrale!? fluchte Bella damenhaft. ?Das habt ihr ihm eben schnell untergeschoben! In Wahrheit hat der doch noch nie was anderes gesehen als dieses B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit wen reden Sie denn da?? wunderte sich Lulu. ?Mit Ihrem Walter Ego?? Dann wunderte sie sich selbst.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Sie? K&#xf6;nnen Sie sich an gestern erinnern? Schnell!? forderte Bella nun Lulu heraus.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gestern? Sie meinen den Tag, der vor heute war??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Genau den.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu dachte an ihr Bewerbungsgespr&#xe4;ch als Nachrichtensprecherin des Pornokanals. Dann war sie bei ihrem Gem&#xfc;seh&#xe4;ndler rausgeworfen worden, weil sie eine halbe Stunde lang eine Salatgurke auf ihre Festigkeit hin gepr&#xfc;ft hatte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hatte ein Probeliegen, und danach war ich ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zu sp&#xe4;t, dumme Pute?, unterbrach Bella. ?Das ist euer Thema, ihr Zenxisten?, knurrte Bella ins Nirgendwo und bekam sofort Kopfschmerzen, b&#xf6;sartige, stechende, das Bewu&#xdf;tsein bedr&#xe4;ngende, fiese, schwer schmerzende, &#xe4;u&#xdf;erst schmerzhafte Kopfschmerzen?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Kopfschmerzen lie&#xdf;en &#xfc;berraschend schnell nach. Ich kann mit ihnen kommunizieren, dachte Bella und wandte sich schnell dem B&#xfc;rostenographen zu. ?Bodo? Was haben Sie gestern gemacht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;J?Ich bin immer nur hier gewesen. Wie es die Dienstvorschriften verlangen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seht ihr?? wandte sich Bella stolz an die anderen Kollegen. ?Das ist es, was ich meine! Und Sie, Lui??


Folge 23 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui setzte die fr&#xf6;mmste, eifrigste, willf&#xe4;hrigste, wohlfeilste, bravste, artigste, liebedienerischste Miene auf, zu der er f&#xe4;hig war, und wach, weich und wirsch wie nie sagte er: ?Ich auch. Ich auch. Hier gewesen. Immer nur hiergewesen. Kreuzwortr&#xe4;tsel, DMF, pofen. Hier. Immer nur hier. Ich auch. Jawoll.? Anschlie&#xdf;end kratzte er sich am Kopf, bef&#xfc;hlte seine Lippen, als k&#xf6;nne er es nicht glauben, da&#xdf; die f&#xfc;r diese Worte verantwortlich waren, und &#xf6;ffnete probeweise weit den Mund: G&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;hn!? Ging nicht. Die so geliebte bleierne M&#xfc;digkeit war wie fortgeblasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde sicherer. Es klappt, dachte sie und warf sich vor Genugtuung in die Brust. Auf und ab stolzierte sie. ?Es m&#xfc;ssen M&#xe4;nner sein!? rief sie aufgeregt ihren Kollegen zu. ?Zwei! Ich kann sie beeinflussen! Mit meinen Dessous! Sie sind ? erpre&#xdf;bar!? schrie sie im Bewu&#xdf;tsein des nahen Sieges. ?Bodo! Lui! Lulu! Dr. Porschmann! Die Freiheit ist nah! Sie h&#xe4;ngt am seidenen Straps, aber ich werde es schaffen!? Sie tanzte durchs B&#xfc;ro. ?Oh, mein Poem! Geist! Zweimal werden wir noch wach, hei&#xdf;a dann ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seidene Strapse?? schmollte Lulu und hob ihren Rock an der einen H&#xfc;fte, ?? hab ich auch!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wedelte erschrocken mit den H&#xe4;nden. ?Pssst!? Da &#xfc;berfiel sie wieder diese Migr&#xe4;ne, eine miese, morbilde, marode Migr&#xe4;ne. Ein f&#xfc;rchterlicher Schwindel ergriff sie, die Knie zitterten. Es war, als w&#xfc;rde sie an einer Klippe h&#xe4;ngen. Fieberhaft &#xfc;berlegte sie. Und kurz bevor ihr schwarz vor Augen wurde,



Folge 24 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;h&#xf6;rte sie noch eine Stimme, eine m&#xe4;nnliche, aufgeweckte Stimme, die von weit her rief: ?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wer bist du?? fragte sie schwach. Jeden Moment, das sp&#xfc;rte sie deutlich, w&#xfc;rde ihre das Bewu&#xdf;tsein schwinden, denn es war ihr schon grau vor den Augen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!? wiederholte die Stimme.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Okay, okay. Das hab ich verstanden. Aber wer bist du denn nun?? fragte sie energisch nach. Allm&#xe4;hlich wuchs das Grau bedrohlich ins Dunkelgrau.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halt aus, Bella! Ich werde dir ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mensch, wenn du auch so ?ne Lusche bist, kannst du bleiben, wo du  bist. Ich hab hier schon genug Fehlz&#xfc;ndungen um mich herum versammelt?, rief Bella, die sich noch einmal aufb&#xe4;umte, jetzt, da das Dunkelgrau vor ihren Augen deutlich ins Hellschwarze changierte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?? helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wann denn, verdammt noch mal?? Bella sah deutlich die ersten tiefschwarzen Punkte im Mittelschwarz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gegen Ende dieses Kapitels, Baby!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und endlich war ihr vollst&#xe4;ndig und unwiderlegbar schwarz vor Augen.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;*

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Fast w&#xe4;re Bella &#xfc;ber ihrer Inhaliersch&#xfc;ssel eingenickt, doch im letzten Moment brachten die hei&#xdf;en Kamillend&#xe4;mpfe sie wieder zu Bewu&#xdf;tsein.



Folge 25 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch leicht benebelt nahm sie eine m&#xe4;nnliche, versoffene Stimme wahr, die ihr bekannt vorkam. ?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische City, Ende Nordnacht, in Hamburg-Juni?, fastelte die Stimme. ?Der Postschaffner Lui Pfui verwandte sich an seine? Nee. Haltstop.? Die Stimme r&#xe4;usperte und ermannte sich und lallte: ?Der Postler Pfui sekretierte seine Verwandte? falsch. Der Dings, der Pfui, der Lump? h&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella f&#xfc;hlte ihre Kr&#xe4;fte wiederkehren und zugleich die Hoffnung aufkeimen auf eine gro&#xdf;e Zukunft, diesmal aber wirklich. Rasch zog sie ihr Handtuch vom Kopf und blickte sich um, gerade rechtzeitig, um verfolgen zu k&#xf6;nnen, wie Lui Pfui ein wenig ratlos auf seinem DMF &#xfc;ber dem Kreuzwortr&#xe4;tsel kauerte und mit verzweifeltem Gesichtsausdruck ausrief: ?Mein Hottner!? Dann fa&#xdf;te er sich an den Kopf, offenbar v&#xf6;llig verwirrt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch Dr. Porschmann schien von einer Art Identit&#xe4;tskrise gesch&#xfc;ttelt. ?Ich f&#xfc;hle mich nur noch wie ein halber Mensch?, murmelte er, ri&#xdf; sich schlie&#xdf;lich aber doch zusammen und sagte: ?,Ja?? ? Nein: ,Das denn?? ? &#xc4;h: W! ,Was denn?? Ja. ,Was denn??? Und f&#xfc;gte verst&#xe4;ndnislos hinzu. ?Hottner? Was f&#xfc;r?n Hottner??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie defekt brummte Lui: ?Ursex mit 0 Buchstaben, der vorletzte ist ein Buch.? Dann massierte er seine Nase und sagte: ?H&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? wieherte es von irgendwoher.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu posierte lustlos vor dem Dienstspiegel, brach pl&#xf6;tzlich ab und kuschelte sich an Bodo. ?Ich hab Angst, Hase?, piepste sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich auch?, wimmerte Bodo. ?Was geschieht mit uns?? Panisch stenographierte er vor sich hin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? trompetete die unheimliche Stimme. ?A-harrharr??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kurz entschlossen ergriff Bella die Initiative. Sie erhob sich und lief auf Zehenspitzen durchs B&#xfc;ro. ?Ja, wo sind denn meine Strapse?? sagte sie laut und scheinheilig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;!? t&#xf6;nte es von irgendwoher. Bella reckte den Hals. Es kam aus der DUK! Auf leisen Sohlen huschte sie hinein. Bodo, Lulu und Dr. Porschmann folgten ihr versch&#xfc;chtert. Zu viert schoben sie den schweren gelben Brokatvorhang zur Seite und ? erschraken zu Tode. Die gro&#xdf;e verspiegelte Schrankwand gegen&#xfc;ber warf nicht ihr Spiegelbild zur&#xfc;ck, sondern die Szenerie aus einer fremden Welt, die ihnen so sch&#xf6;n, so wunderbar, so geist!voll und so prima erschien, da&#xdf; ihre Sehnsucht nach einem &#xdc;bermorgen sich f&#xfc;r immer in ihren Herzen festsetzte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da sind sie!? fl&#xfc;sterte Bella &#xfc;berw&#xe4;ltigt. ?Der eine sieht sehr gut aus! Mm!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp?Der andere?, wisperte Lulu aufgeregt, ?hat einen sehr sch&#xf6;nen Bauch und eine entz&#xfc;ckende Brille! Wahrscheinlich ein Intelligentueller!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jedenfalls sieht?s darin nicht wie in unserem B&#xfc;ro aus?, sagte Lulu leis.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Der eine raucht, der andere nicht?, registrierte Dr. Porschmann in seiner Eigenschaft als Wissenschaftler.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber beide trinken?, brummte Bodo.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lachen?, erg&#xe4;nzte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?&#xdc;ber uns?, ahnte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Pl&#xf6;tzlich stand einer der beiden Wahnsinnigen auf und zeigte mit dem Finger direkt auf ihn, Porschmann, und gurgelte:


Folge 26 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hiermit spreche ich dir feierlich s&#xe4;mtliche akademischen Titel ab. Prost!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?? Das blanke Entsetzen stand in Porschmanns Gesicht geschrieben. ?Das k&#xf6;nnen Sie mir nicht antun. Ich hab doch sonst nichts anderes!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lasse au&#xdf;erdem?, fuhr der Wahnsinnige ungetr&#xfc;bt fort, ?einen ungeheuren Schwindel auffliegen, durch den du dir mit falschen Papieren deine Position ergaunert hast. Dein wahrer Name ist n&#xe4;mlich Stanislaus Proschinski. Und du hast noch nicht mal Mittlere Reife.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;?? Proschinski grinste debil und wandte sich seinen fassungslosen Kollegen zu. ?Issas gut oder issas schlecht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich protestiere energisch?, rief Bella. ?Wer sind wir denn, da&#xdf; man so was mit uns machen kann!?


Folge 27 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, wer denn?? fragte der andere Wahnsinnige etwas ratlos. ?Und wer sind WIR denn &#xfc;berhaupt??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wir sind die Hottners?, sagte der erste Verr&#xfc;ckte und gab bei der h&#xfc;bschen blonden Bedienung einen Brandy in Auftrag.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach ja?, schlug sich der andere Irre auf den Kopf.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und DIE sind?, &#xfc;berlegte Hottner A., ?sagen wir mal??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich werd? dir sagen, wer die sind?, drehte Hottner B vollends durch. ?Das ist Stanislaus Proschinski. Und das?, er wies mit einer Zigarette auf Lulu, ?das ist Berta Mostrich, Serviettenhalterin bei Wimpy.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Iiiiiiih!? kreischte Berta emp&#xf6;rt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, ganz richtig?, erinnerte sich Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und das?, Hottner B schraubte den dicken Daumen &#xfc;ber die Schulter in Richtung Bodo, ?das ist im Grunde meines Herzens eigentlich Freddie ,der Aal?, Chefcursor bei MacIntosh, Tr&#xe4;ger des Hosentr&#xe4;gers III. Klasse!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Freddie ,der Aal? wand sich sch&#xfc;chtern-geschmeichelt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nie!? protestierte Lui Pfui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?DU mach? mal den Kopp zu!? herrschte ihn Hottner A an. ?Du hei&#xdf;t n&#xe4;mlich allenfalls Horst oder so, du Tr&#xe4;nensack!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Bella?? pirschte Hottner B hinterfotzig. ?Hei&#xdf;t Bella nicht eher Marion Ette? Ist sie nicht ? frag? ich mich unwillk&#xfc;rlich ? in Wahrheit die ber&#xfc;hmt-ber&#xfc;chtigte Betriebsnudel bei der 3 GLOCKEN GmbH in 69469 Weinheim??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, hauchte die Ette, ?bitte nicht 3 Glocken, bitte nicht eine solch unanst&#xe4;ndige Postleitzahl??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hm?, kratzte sich Hottner A an seinem Brandy


Folge 28 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;und wollte gerade am Aschenbecher nippen, da fiel ihm ein: ?Langsam verlier? ich den &#xdc;berblick.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?n f&#xfc;r?n &#xdc;berblick?? fragte Hottner B versonnen und blickte besorgt in sein abgrundtiefes Bierglas.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann la&#xdf; mich doch wieder Bella sein!? begehrte Marion. ?Und Berta wieder Lulu und Freddie wieder Bodo!? eiferte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geschenkt!? meinten Hottners einm&#xfc;tig, sehr beansprucht von der Fahndung nach der blonden Kellnerin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Also Storno?? hakte Marion nach.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Storno und Pils und Brandy?, befehligten die Wahnsinnigen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Auch f&#xfc;r Horst und Stanislaus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nee?, meinte Hottner B nun pl&#xf6;tzlich sehr entschieden. ?Horst bleibt Horst!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ganz richtig?, nebelte Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, da&#xdf; die Hottners zu keinen weiteren Zugest&#xe4;ndnissen bereit waren, und zugleich wu&#xdf;ten sie: Jetzt war sie am Zug. Wenn es jemals ein &#xdc;bermorgen, jemals Geist!, jemals &#xfc;berhaupt Fr&#xfc;hst&#xfc;ck f&#xfc;r sie alle geben sollte, dann nur, wenn jetzt entschieden gehandelt w&#xfc;rde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lulu? Wie lange kannst du posieren??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu &#xfc;berlegte niedlich. ?Mit alle Figuren??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn du alles zeigst, was du drauf hast?, sagte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zweimal den Zeiger rum.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Welchen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Welchen? Den Zeiger!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den gro&#xdf;en oder den kleinen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den gro&#xdf;en!? betonte Lulu stolz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Immerhin?, &#xfc;berlegte Bella. ?Also gut, Lulu. Mach diese beiden Irren fertig. Posiere, was das Zeug h&#xe4;lt. Aber la&#xdf; dich nicht durch die Glasscheibe ziehen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu machte sich sofort ans Werk, fest entschlossen, Hottner A und Hottner B f&#xfc;r den Rest der Nacht gedanklich zu belegen und zu einem Mordsrausch anzuregen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella verlie&#xdf; mit den anderen die DUK und nahm vor ihren Kollegen eine respektable K&#xf6;rperhaltung ein.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ihr wi&#xdf;t, worum es geht??


Folge 29 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ohne auf sie einzugehen, fl&#xfc;sterte Dr. Porschmann, der nunmehr wieder Dr. Porschmann war anstatt Stanislaus: ?Was sind das alles f&#xfc;r Leute?? Offenbar hatte er nach wie vor die erregende ?Klett?-Welt vorm inneren Auge und war vom Drang des ewigen Empirikers beseelt. ?Signifikant weniger Kreuzwortr&#xe4;tsel, Taucheranz&#xfc;ge und Dienstkr&#xe4;ne!? konstatierte er akribisch. Seine Ged&#xe4;chtnisl&#xfc;cke von einigen Minuten, die wie ein b&#xf6;ser Traum war, in dem er Stanislaus Proschinski hie&#xdf;, hatte er offenbar schon vergessen. Somit war sie wieder geschlossen. Bodo erinnerte sich sehr gut. Schade: Ein paar Sekunden war ihm eine andere Existenz sehr verlockend erschienen. Freddie der Aal? das klang doch geradezu sexuell. Zum ersten Mal in seinem Dasein scherten ihn Dienstvorschriften, Stenobl&#xf6;cke und Abk&#xfc;rzungen einen feuchten Kehricht. Auch er starrte im Geist!e immer noch fasziniert durch die Spiegelscheiben der DUK.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu, das Dusselk&#xf6;pfchen monroesk &#xfc;ber die Schulter gedreht, versuchte, mit schwingendem Hinterteil die Aufmerksamkeit der desorientierten Hottners zu gewinnen, die freilich ihrerseits um die Aufmerksamkeit der blonden Bedienung hinterm ?Klett?-Tresen k&#xe4;mpften und dabei S&#xe4;tze lallten wie ?Au ja, Storno, mal wieder so?n richtigen Hardcore-Storno? oder ?Brandy, Brandy, Brandy, wir sind so handytrendy / Pils, Pils, Pils, jetzt gilt?s?. Dann schaute der eine Hottner pl&#xf6;tzlich zu ihnen r&#xfc;ber.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu vermittelte ihnen ihren wackelnden Allerwertesten.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Heda!? bl&#xf6;kte der eine Hottner und tippte dem anderen auf die Schulter. ?Kuckma!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der andere drehte sich um 179 Grad. ?Wat dat denn dor!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wo sinn?n die annan?? sagte Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lul drehte sich halb um ihre bet&#xf6;rende Achse und pr&#xe4;sentierte ihnen nun die n&#xf6;rdlichen Halbkugeln. ?Meinst du die?? Sie l&#xe4;chelte laut und deutlich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Unterdessen, im B&#xfc;ro, zischte Bella ihren geist!esabwesenden m&#xe4;nnlichen Kollegen zu: ?He! Ihr Hanseln! Ich hab euch was gefragt!?


Vorschau auf Folge 30 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann und Bodo glotzten pl&#xf6;tzlich leicht benebelt und greinten einm&#xfc;tig: ?Ganz richtich!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella erschrak?


Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 18 Apr 2005 23:38:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=574042FA-9BC8-EAE5-93195AD9971D66D5</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 28)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=31D447E1-0E24-8A0A-B2CFE11121FC7565</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des 2. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kaum ist der Schu&#xdf; am Schlu&#xdf; des 1. Kapitels verklungen, sehen Bella und ihre Kollegen sich mit dem ungehobelten Dienstf&#xf6;rster Ratzlaff sowie seiner geist!losen Gehilfin Rita konfrontiert, Mitgliedern der Paramilit&#xe4;risch-polizeilichen Dienstf&#xf6;rsterei. Sie sind im Auftrag der Zen-Zentrale unterwegs, um eine ?&#xdc;berpr&#xfc;fung der innerbetrieblichen Wehrf&#xe4;higkeit? durchzuf&#xfc;hren. Dr. Porschmann wird aufs schl&#xfc;pfrigste von Rita geschurigelt, Lulu vom DF aber nicht ? durchaus zu ihrem Leidwesen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Durch eine List weckt Ratzlaff Lui Pfui aus dem Dienstschlaf, so da&#xdf; die Dienstordnung wiederhergestellt ist. Bella d&#xe4;mmert, da&#xdf; die Zen-Zentrale ein b&#xf6;ses Spiel mit ihnen treibt: Das B&#xfc;ro, in dem sie alle arbeiten ? Chef Lui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu ?: Es ist ein B&#xfc;ro des Grauens, in dem es niemals einen anderen Tag geben wird als diesen (vielleicht nicht frei und fromm, aber fr&#xf6;hlich und frech nach ?Und t&#xe4;glich gr&#xfc;&#xdf;t das Murmeltier?; die Verf.). Nachdem der DF und Rita verschwunden sind, herrscht wie immer dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg-City Nord?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;In Kapitel III jedoch werden sich die Ereignisse nahezu &#xfc;berschlagen: Bodo r&#xfc;ckt erstmals die 20.000seitige Zen-Bibel mit den Dienstanweisungen raus. Bella h&#xe4;lt eine Brandrede auf die Freiheit und stellt fest, da&#xdf; sie mit der Zen-Zentrale kommunizieren kann. Ein metaphysischer Kampf entbrennt. Die Vernichtung des B&#xfc;ros droht, doch gerade noch rechtzeitig str&#xf6;mt ER ein: Er, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;)?


Kapitel III


Folge 20 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geist!? Bella zog die Kamillend&#xe4;mpfe tief ein. Hier kommen wir nie raus! dachte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein ,O??? gr&#xfc;belte Lui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu hatte eine Idee: ?Ausflog!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wandte sich milde an Bodo. ?W&#xfc;rden Sie das bitte aus dem Protokoll streichen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der B&#xfc;rostenograph hob so lange das Kinn, bis der Gesamteindruck &#xe4;u&#xdf;erster Arroganz erreicht war. ?Sie wissen genau, Herr Dr. Porschmann, da&#xdf; die Dienstanweisungen derlei Eingriffe nicht vorsehen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dienstanweisungen!? rief Bella pl&#xf6;tzlich, schob das Handtuch zur&#xfc;ck und richtete sich auf. ?Nat&#xfc;rlich. Was ist mit den Dienstanweisungen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui sah Bella ungl&#xe4;ubig an, dann tippte er behutsam mit der Kugelschreiberspitze die leeren K&#xe4;stchen seines Kreuzwortr&#xe4;tsels ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Pa&#xdf;t nicht?, meinte er schlie&#xdf;lich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Irgendwie mu&#xdf; es doch einen Ausweg geben!? rief Bella feierlich und wischte sich eine Kamillenspur aus dem Gesicht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit?? wiederholte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein!? widersprach Bella. ?Das kann es nicht immer sein! Der Kampf um Geist!, um Freiheit und Selbstbestimmung mu&#xdf; hier ausgefochten werden, hier in den Labyrinthen des ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ist das schon aus Ihrem Gedicht?? frage Bodo wehleidig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Habt ihr denn immer noch nicht begriffen, was hier geschieht? Da oben gibt es eine Macht, die st&#xe4;rker ist als wir, die mich zu diesen Kamille-Inhalationen zwingt, Lui an den DMF fesselt und daf&#xfc;r sorgt, da&#xdf; es nie &#xfc;bermorgen wird!?
Die Kollegen glotzten l&#xe4;mmern und schwiegen. Dann entschl&#xfc;pfte dem Postschaffner ein G&#xe4;hnen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich glaub, ich hau mich noch mal ?n Augenblick hin?, sagte Lui und senkte sich langsam ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich kann es euch beweisen!? rang Bella um die Ungl&#xe4;ubigen. ?Bodo! Wo sammeln Sie die Protokolle??


Folge 21 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln?? Bl&#xf6;de gaffend blaffte Bodo Bella an. ?Wieso sammeln? Ich bin diplomierter Steno-Protokolleur und kein Sammler! Von Sammeln steht nichts in den Dienstanweisungen! Sammeln, sammeln, sammeln! Daf&#xfc;r hab ich keine achtzehn Semester Allgemeine Deutsche Bundes-Stenographie, -Stereotypie und -onanie studiert, um letztlich als Sammler zu vergammeln. Sammeln!? Bodo intonierte das harmlose W&#xf6;rtchen, als habe Bella von ihm verlangt, Harnflaschen f&#xfc;r die Dienstliche Volksurologie (DVU) mundzublasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, wie ihr Mut zu sinken begann. ?Sie sammeln sie nicht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln, sammeln, sammeln!? Die jahrelange Stenomanie hatte Bodo nicht gerade beredter gemacht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie denn mit den Protokollen?? fragte Bella bang.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich esse sie nat&#xfc;rlich auf!? bollerte Bodo. ?Wie?s in der Dienstanweisung unmi&#xdf;verst&#xe4;ndlich vorgeschrieben ist!? Bodo bewegte sich auf den Dienst-Tresor, wo offenbar die ?Zen-Bibel?, wie das 20.000seitige Konvolut der Dienstanweisungen des Zen-Zentralrats der GROSSEN GELBEN POST, die seit unvordenklichen Zeiten immer wieder tradiert, radiert und ratifiziert worden waren und noch heute, im Zeitalter der Post-POST, galten, im Dienstvolksmund genannt wurde, verwahrt war, zu.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde &#xfc;bel von der Syntax. Sie f&#xfc;hlte sich wie ein russisches P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen war, war, war. Diese Zen-Zentrale war sprach-, geist!- und romanfigurenverachtend. Diese Zen-Zentrale mu&#xdf;te durch eine Revolu?, nein durch einen Pu? Sie wagte die W&#xf6;rter nicht auszudenken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bodo, der die offenbar ziemlich komplizierte Tresorkombination mit vorgehaltenem Arm eingespeist hatte, unterbrach ihren def&#xe4;tistischen Gedankengang, indem er die schwere T&#xfc;r mithilfe des Dienst-Kuhfu&#xdf;es unter Einsatz seines ganzen K&#xf6;rpers &#xf6;ffnete, die Zen-Bibel mit einem kleinen gro&#xdf;en Kran, der sich auf Knopfdruck teleskopartig aus einem Karteikasten erhob, aus dem Panzerschrank hievte und hektisch zu bl&#xe4;ttern begann. ?Hier?, triumphierte er und zitierte: ?&#xa7; 1227, Absatz 1, Punkt 3, Spiel 4, Schneider 5: Die erstellten Steno-Protokolle sind sofort, umgehend und mit bei prestom&#xe4;&#xdf;iger Avantigeschwindigkeitsmaximierung subito vollzogener Unverz&#xfc;glichkeit aus diensttragenden Sicherheitsgr&#xfc;nden der Stufe Hellgelb ohne weiteres vom B&#xfc;rostenographen selbst eigenoral zu verabfolgen. Zuwiderhandlungen werden durch die PMPDF geahndet! Fristlos!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Echt?? Dr. Porschmann wurde hellh&#xf6;rig und -rosa. ?K&#xf6;nnten Sie mir dieses neue Protokoll da nicht einmal kurz &#xfc;berlassen?? Er machte lange Finger. Bodo reagierte blitzschnell. Ein, zwei Handgriffe am Joystickpult, und die Kranzange kniff den AS in die Griffel. ?Auer!? qu&#xe4;kte der.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ohral?? fragte Lulu verwirrt. ?Ich denk, Sie m&#xfc;ssen sie essen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella versuchte, ihrer Tr&#xe4;nendr&#xfc;sen Herrin zu werden. Pl&#xf6;tzlich wuchs ihr alles &#xfc;ber den Kopf. Sie sammelte ihre geist!igen Kr&#xe4;fte, um der Verrammelt- und Verdammtheit, Verdatterung und Vergatterung des B&#xfc;ro-Stenographen etwas entgegenzusetzen. Sie ri&#xdf; sich zusammen, holte tief Luft, z&#xe4;hlte leise bis 3 und ? fing an zu weinen. ?Ihr seid alle so? Es ist alles so? so? Huhuhu?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So wie? So was?? Dr. Porschmann, heftig aufs schmerzende H&#xe4;ndchen pustend, war schon wieder auf dem Weg in die DUK. Fr&#xf6;hlich wie ein Lemming schwang er den Kleiderkoffer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lassen Sie ihr doch in Ruhe!? erhielt Bella pl&#xf6;tzlich busigen Beistand durch Lulu. ?Sie ist menthol nicht gut drauf!? Dann wandte sie sich heuchlerisch an Bella: ?K&#xf6;nnten Sie nicht mal ganz kurz ein klitzekleines F&#xf6;tchen von mich machen? Nur seitlich, im Profan. Please!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hau mich noch mal hin?, wiederholte Lui Pfui vers&#xf6;hnlich. ?Oder hat noch jemand ?ne Idee zu Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein O??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu steckte Bella die Zunge heraus, als sie intuitiv sp&#xfc;rte, da&#xdf; Bellas erhobener Mittelfinger ablehnend gemeint war. Dann n&#xe4;herte sie sich Lui, der noch mal die Nase reckte und streckte, bevor er sich auf dem DMF einkuschelte, und sagte: ?Vielleicht? Italion? Spanion? Saudi-Arabion??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Jetzt hatte Bella genug. W&#xfc;tend sprang sie auf, warf dabei die Kamille-Sch&#xfc;ssel um und begann, eine flammende Rede zu halten: ?Merkt ihr denn gar nichts mehr? Wir sind die Sklaven von zwei Wahnsinnigen, die sich auf unsere Kosten am&#xfc;sieren! Ihnen ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Omen, w&#xe4;hrend es f&#xfc;r uns nicht einmal ein &#xdc;bermorgen gibt! Sie haben den heiligen Geist! gepachtet, w&#xe4;hrend wir das bittere Brot der Kamille, Protokolle und Unterwasserfr&#xfc;hst&#xfc;cke schlucken m&#xfc;ssen! Urlaub mit sechs Buchstaben, O und Ei, DUK und GeiDiHi ? das ist alles, was euch interessiert, w&#xe4;hrend die Zen-Zentrale in Manna und Hosianna lebt! Wir sollten uns die imperialistische Unterdr&#xfc;ckung des geist!ig-milit&#xe4;rischen Komplexes und seiner subalternen Helfershelferin nicht l&#xe4;nger gefallen lassen! Die Gedanken sind frei! Freiheit! sage ich! Die Kapelle humtata / und der Papst war auch schon da! Freiheit, Gleichheit, Liederlichkeit! Liebe, Geist! und Metrik, soweit die Versf&#xfc;&#xdf;e tragen! Vamos! Venceremos! No pasaran!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella hatte nicht bemerkt, wie ihr Handtuch erst von den &#xfc;ppigen Schultern und dann &#xfc;ber ihre Bbbbr&#xfc;ste geglitten war und schlie&#xdf;lich an den Rubens-H&#xfc;ften Halt gemacht hatte. Die rechte Faust erhoben, stand sie da. Schwei&#xdf;perlen kullerten smaragden &#xfc;ber ihren K&#xf6;rper.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Why! &#xc4;h, wow!? brach Lulu schlie&#xdf;lich das Ba&#xdf;schweigen. ?Guckt mal! Wie Johanni van Haiden! Nein, ich Schussel: Zarah von Oleander? auch nicht, &#xe4;h? auf Franz&#xf6;sisch hei&#xdf;t er Jan Dachs?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jeanne d?Arc, Sie dummes Pferd! Johanna von Orleans!? rief Dr. Porschmann begeist!ert aus. Seine Augen, beinah so vergr&#xf6;&#xdf;ert, als tr&#xfc;ge er noch bzw. schon wieder die Taucherbrille, glichen Okularen. Unbewu&#xdf;t freute er sich, da&#xdf; er zwei davon hatte. F&#xfc;r jede eins. ?Frl. Bella?, hauchte er und knibbelte z&#xe4;rtlich an der Willy-Brandt-Sondermarke, ?ich


Folge 22 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;bin unverheiratet. Wu&#xdf;ten Sie das schon??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wies auf den Kleiderkoffer neben sich. ?Darf ich Sie jetzt vielleicht zu einer kleinen Plantsch-Partie einladen? In meinem Taucheranzug ist Platz f&#xfc;r zwei.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bellas revolution&#xe4;rer Enthusiasmus war jedoch noch lange nicht verrauscht. ?Dr. Porschmann!? Geist!esabwesend zog sie ihr Dienstbadelaken zurecht. ?K&#xf6;nnen Sie sich daran erinnern, was sie gestern nach Dienstschlu&#xdf; getan haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ha!? rief Bella triumphierend und glaubte schon, die Zen-Zentrale ausgetrickst zu haben. Dann aber erinnerte sich Dr. Porschmann doch. Am Vortag hatte er sich aus dem Volks-Brockhaus seine Lieblingsseitenzahlen herausgeschrieben, um dann auf der gro&#xdf;en Weltkarte alle L&#xe4;nder rot anzustreichen, von denen er mal geh&#xf6;rt hatte. Schlie&#xdf;lich hatte er ohne technische Hilfsmittel versucht, die Gl&#xfc;hbirne zu erfinden. Nach wie vor f&#xfc;hlte er sich eben den Wissenschaften verpflichtet.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Schei&#xdf; Zen-Zentrale!? fluchte Bella damenhaft. ?Das habt ihr ihm eben schnell untergeschoben! In Wahrheit hat der doch noch nie was anderes gesehen als dieses B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit wen reden Sie denn da?? wunderte sich Lulu. ?Mit Ihrem Walter Ego?? Dann wunderte sie sich selbst.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Sie? K&#xf6;nnen Sie sich an gestern erinnern? Schnell!? forderte Bella nun Lulu heraus.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gestern? Sie meinen den Tag, der vor heute war??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Genau den.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu dachte an ihr Bewerbungsgespr&#xe4;ch als Nachrichtensprecherin des Pornokanals. Dann war sie bei ihrem Gem&#xfc;seh&#xe4;ndler rausgeworfen worden, weil sie eine halbe Stunde lang eine Salatgurke auf ihre Festigkeit hin gepr&#xfc;ft hatte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hatte ein Probeliegen, und danach war ich ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zu sp&#xe4;t, dumme Pute?, unterbrach Bella. ?Das ist euer Thema, ihr Zenxisten?, knurrte Bella ins Nirgendwo und bekam sofort Kopfschmerzen, b&#xf6;sartige, stechende, das Bewu&#xdf;tsein bedr&#xe4;ngende, fiese, schwer schmerzende, &#xe4;u&#xdf;erst schmerzhafte Kopfschmerzen?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Kopfschmerzen lie&#xdf;en &#xfc;berraschend schnell nach. Ich kann mit ihnen kommunizieren, dachte Bella und wandte sich schnell dem B&#xfc;rostenographen zu. ?Bodo? Was haben Sie gestern gemacht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;J?Ich bin immer nur hier gewesen. Wie es die Dienstvorschriften verlangen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seht ihr?? wandte sich Bella stolz an die anderen Kollegen. ?Das ist es, was ich meine! Und Sie, Lui??


Folge 23 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui setzte die fr&#xf6;mmste, eifrigste, willf&#xe4;hrigste, wohlfeilste, bravste, artigste, liebedienerischste Miene auf, zu der er f&#xe4;hig war, und wach, weich und wirsch wie nie sagte er: ?Ich auch. Ich auch. Hier gewesen. Immer nur hiergewesen. Kreuzwortr&#xe4;tsel, DMF, pofen. Hier. Immer nur hier. Ich auch. Jawoll.? Anschlie&#xdf;end kratzte er sich am Kopf, bef&#xfc;hlte seine Lippen, als k&#xf6;nne er es nicht glauben, da&#xdf; die f&#xfc;r diese Worte verantwortlich waren, und &#xf6;ffnete probeweise weit den Mund: G&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;hn!? Ging nicht. Die so geliebte bleierne M&#xfc;digkeit war wie fortgeblasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde sicherer. Es klappt, dachte sie und warf sich vor Genugtuung in die Brust. Auf und ab stolzierte sie. ?Es m&#xfc;ssen M&#xe4;nner sein!? rief sie aufgeregt ihren Kollegen zu. ?Zwei! Ich kann sie beeinflussen! Mit meinen Dessous! Sie sind ? erpre&#xdf;bar!? schrie sie im Bewu&#xdf;tsein des nahen Sieges. ?Bodo! Lui! Lulu! Dr. Porschmann! Die Freiheit ist nah! Sie h&#xe4;ngt am seidenen Straps, aber ich werde es schaffen!? Sie tanzte durchs B&#xfc;ro. ?Oh, mein Poem! Geist! Zweimal werden wir noch wach, hei&#xdf;a dann ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seidene Strapse?? schmollte Lulu und hob ihren Rock an der einen H&#xfc;fte, ?? hab ich auch!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wedelte erschrocken mit den H&#xe4;nden. ?Pssst!? Da &#xfc;berfiel sie wieder diese Migr&#xe4;ne, eine miese, morbilde, marode Migr&#xe4;ne. Ein f&#xfc;rchterlicher Schwindel ergriff sie, die Knie zitterten. Es war, als w&#xfc;rde sie an einer Klippe h&#xe4;ngen. Fieberhaft &#xfc;berlegte sie. Und kurz bevor ihr schwarz vor Augen wurde,



Folge 24 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;h&#xf6;rte sie noch eine Stimme, eine m&#xe4;nnliche, aufgeweckte Stimme, die von weit her rief: ?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wer bist du?? fragte sie schwach. Jeden Moment, das sp&#xfc;rte sie deutlich, w&#xfc;rde ihre das Bewu&#xdf;tsein schwinden, denn es war ihr schon grau vor den Augen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!? wiederholte die Stimme.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Okay, okay. Das hab ich verstanden. Aber wer bist du denn nun?? fragte sie energisch nach. Allm&#xe4;hlich wuchs das Grau bedrohlich ins Dunkelgrau.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halt aus, Bella! Ich werde dir ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mensch, wenn du auch so ?ne Lusche bist, kannst du bleiben, wo du  bist. Ich hab hier schon genug Fehlz&#xfc;ndungen um mich herum versammelt?, rief Bella, die sich noch einmal aufb&#xe4;umte, jetzt, da das Dunkelgrau vor ihren Augen deutlich ins Hellschwarze changierte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?? helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wann denn, verdammt noch mal?? Bella sah deutlich die ersten tiefschwarzen Punkte im Mittelschwarz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gegen Ende dieses Kapitels, Baby!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und endlich war ihr vollst&#xe4;ndig und unwiderlegbar schwarz vor Augen.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;*

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Fast w&#xe4;re Bella &#xfc;ber ihrer Inhaliersch&#xfc;ssel eingenickt, doch im letzten Moment brachten die hei&#xdf;en Kamillend&#xe4;mpfe sie wieder zu Bewu&#xdf;tsein.



Folge 25 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch leicht benebelt nahm sie eine m&#xe4;nnliche, versoffene Stimme wahr, die ihr bekannt vorkam. ?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische City, Ende Nordnacht, in Hamburg-Juni?, fastelte die Stimme. ?Der Postschaffner Lui Pfui verwandte sich an seine? Nee. Haltstop.? Die Stimme r&#xe4;usperte und ermannte sich und lallte: ?Der Postler Pfui sekretierte seine Verwandte? falsch. Der Dings, der Pfui, der Lump? h&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella f&#xfc;hlte ihre Kr&#xe4;fte wiederkehren und zugleich die Hoffnung aufkeimen auf eine gro&#xdf;e Zukunft, diesmal aber wirklich. Rasch zog sie ihr Handtuch vom Kopf und blickte sich um, gerade rechtzeitig, um verfolgen zu k&#xf6;nnen, wie Lui Pfui ein wenig ratlos auf seinem DMF &#xfc;ber dem Kreuzwortr&#xe4;tsel kauerte und mit verzweifeltem Gesichtsausdruck ausrief: ?Mein Hottner!? Dann fa&#xdf;te er sich an den Kopf, offenbar v&#xf6;llig verwirrt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch Dr. Porschmann schien von einer Art Identit&#xe4;tskrise gesch&#xfc;ttelt. ?Ich f&#xfc;hle mich nur noch wie ein halber Mensch?, murmelte er, ri&#xdf; sich schlie&#xdf;lich aber doch zusammen und sagte: ?,Ja?? ? Nein: ,Das denn?? ? &#xc4;h: W! ,Was denn?? Ja. ,Was denn??? Und f&#xfc;gte verst&#xe4;ndnislos hinzu. ?Hottner? Was f&#xfc;r?n Hottner??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie defekt brummte Lui: ?Ursex mit 0 Buchstaben, der vorletzte ist ein Buch.? Dann massierte er seine Nase und sagte: ?H&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? wieherte es von irgendwoher.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu posierte lustlos vor dem Dienstspiegel, brach pl&#xf6;tzlich ab und kuschelte sich an Bodo. ?Ich hab Angst, Hase?, piepste sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich auch?, wimmerte Bodo. ?Was geschieht mit uns?? Panisch stenographierte er vor sich hin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? trompetete die unheimliche Stimme. ?A-harrharr??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kurz entschlossen ergriff Bella die Initiative. Sie erhob sich und lief auf Zehenspitzen durchs B&#xfc;ro. ?Ja, wo sind denn meine Strapse?? sagte sie laut und scheinheilig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;!? t&#xf6;nte es von irgendwoher. Bella reckte den Hals. Es kam aus der DUK! Auf leisen Sohlen huschte sie hinein. Bodo, Lulu und Dr. Porschmann folgten ihr versch&#xfc;chtert. Zu viert schoben sie den schweren gelben Brokatvorhang zur Seite und ? erschraken zu Tode. Die gro&#xdf;e verspiegelte Schrankwand gegen&#xfc;ber warf nicht ihr Spiegelbild zur&#xfc;ck, sondern die Szenerie aus einer fremden Welt, die ihnen so sch&#xf6;n, so wunderbar, so geist!voll und so prima erschien, da&#xdf; ihre Sehnsucht nach einem &#xdc;bermorgen sich f&#xfc;r immer in ihren Herzen festsetzte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da sind sie!? fl&#xfc;sterte Bella &#xfc;berw&#xe4;ltigt. ?Der eine sieht sehr gut aus! Mm!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp?Der andere?, wisperte Lulu aufgeregt, ?hat einen sehr sch&#xf6;nen Bauch und eine entz&#xfc;ckende Brille! Wahrscheinlich ein Intelligentueller!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jedenfalls sieht?s darin nicht wie in unserem B&#xfc;ro aus?, sagte Lulu leis.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Der eine raucht, der andere nicht?, registrierte Dr. Porschmann in seiner Eigenschaft als Wissenschaftler.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber beide trinken?, brummte Bodo.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lachen?, erg&#xe4;nzte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?&#xdc;ber uns?, ahnte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Pl&#xf6;tzlich stand einer der beiden Wahnsinnigen auf und zeigte mit dem Finger direkt auf ihn, Porschmann, und gurgelte:


Folge 26 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hiermit spreche ich dir feierlich s&#xe4;mtliche akademischen Titel ab. Prost!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?? Das blanke Entsetzen stand in Porschmanns Gesicht geschrieben. ?Das k&#xf6;nnen Sie mir nicht antun. Ich hab doch sonst nichts anderes!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lasse au&#xdf;erdem?, fuhr der Wahnsinnige ungetr&#xfc;bt fort, ?einen ungeheuren Schwindel auffliegen, durch den du dir mit falschen Papieren deine Position ergaunert hast. Dein wahrer Name ist n&#xe4;mlich Stanislaus Proschinski. Und du hast noch nicht mal Mittlere Reife.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;?? Proschinski grinste debil und wandte sich seinen fassungslosen Kollegen zu. ?Issas gut oder issas schlecht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich protestiere energisch?, rief Bella. ?Wer sind wir denn, da&#xdf; man so was mit uns machen kann!?


Folge 27 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, wer denn?? fragte der andere Wahnsinnige etwas ratlos. ?Und wer sind WIR denn &#xfc;berhaupt??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wir sind die Hottners?, sagte der erste Verr&#xfc;ckte und gab bei der h&#xfc;bschen blonden Bedienung einen Brandy in Auftrag.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach ja?, schlug sich der andere Irre auf den Kopf.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und DIE sind?, &#xfc;berlegte Hottner A., ?sagen wir mal??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich werd? dir sagen, wer die sind?, drehte Hottner B vollends durch. ?Das ist Stanislaus Proschinski. Und das?, er wies mit einer Zigarette auf Lulu, ?das ist Berta Mostrich, Serviettenhalterin bei Wimpy.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Iiiiiiih!? kreischte Berta emp&#xf6;rt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, ganz richtig?, erinnerte sich Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und das?, Hottner B schraubte den dicken Daumen &#xfc;ber die Schulter in Richtung Bodo, ?das ist im Grunde meines Herzens eigentlich Freddie ,der Aal?, Chefcursor bei MacIntosh, Tr&#xe4;ger des Hosentr&#xe4;gers III. Klasse!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Freddie ,der Aal? wand sich sch&#xfc;chtern-geschmeichelt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nie!? protestierte Lui Pfui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?DU mach? mal den Kopp zu!? herrschte ihn Hottner A an. ?Du hei&#xdf;t n&#xe4;mlich allenfalls Horst oder so, du Tr&#xe4;nensack!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Bella?? pirschte Hottner B hinterfotzig. ?Hei&#xdf;t Bella nicht eher Marion Ette? Ist sie nicht ? frag? ich mich unwillk&#xfc;rlich ? in Wahrheit die ber&#xfc;hmt-ber&#xfc;chtigte Betriebsnudel bei der 3 GLOCKEN GmbH in 69469 Weinheim??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, hauchte die Ette, ?bitte nicht 3 Glocken, bitte nicht eine solch unanst&#xe4;ndige Postleitzahl??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hm?, kratzte sich Hottner A an seinem Brandy


Folge 28 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;und wollte gerade am Aschenbecher nippen, da fiel ihm ein: ?Langsam verlier? ich den &#xdc;berblick.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?n f&#xfc;r?n &#xdc;berblick?? fragte Hottner B versonnen und blickte besorgt in sein abgrundtiefes Bierglas.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dann la&#xdf; mich doch wieder Bella sein!? begehrte Marion. ?Und Berta wieder Lulu und Freddie wieder Bodo!? eiferte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geschenkt!? meinten Hottners einm&#xfc;tig, sehr beansprucht von der Fahndung nach der blonden Kellnerin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Also Storno?? hakte Marion nach.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Storno und Pils und Brandy?, befehligten die Wahnsinnigen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Auch f&#xfc;r Horst und Stanislaus??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nee?, meinte Hottner B nun pl&#xf6;tzlich sehr entschieden. ?Horst bleibt Horst!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ganz richtig?, nebelte Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, da&#xdf; die Hottners zu keinen weiteren Zugest&#xe4;ndnissen bereit waren, und zugleich wu&#xdf;ten sie: Jetzt war sie am Zug. Wenn es jemals ein &#xdc;bermorgen, jemals Geist!, jemals &#xfc;berhaupt Fr&#xfc;hst&#xfc;ck f&#xfc;r sie alle geben sollte, dann nur, wenn jetzt entschieden gehandelt w&#xfc;rde.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lulu? Wie lange kannst du posieren??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu &#xfc;berlegte niedlich. ?Mit alle Figuren??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wenn du alles zeigst, was du drauf hast?, sagte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zweimal den Zeiger rum.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Welchen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Welchen? Den Zeiger!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den gro&#xdf;en oder den kleinen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Den gro&#xdf;en!? betonte Lulu stolz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Immerhin?, &#xfc;berlegte Bella. ?Also gut, Lulu. Mach diese beiden Irren fertig. Posiere, was das Zeug h&#xe4;lt. Aber la&#xdf; dich nicht durch die Glasscheibe ziehen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu machte sich sofort ans Werk, fest entschlossen, Hottner A und Hottner B f&#xfc;r den Rest der Nacht gedanklich zu belegen und zu einem Mordsrausch anzuregen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella verlie&#xdf; mit den anderen die DUK und nahm vor ihren Kollegen eine respektable K&#xf6;rperhaltung ein.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ihr wi&#xdf;t, worum es geht??


Vorschau auf Folge 29 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Ohne auf sie einzugehen, fl&#xfc;sterte Dr. Porschmann, der nunmehr wieder Dr. Porschmann war anstatt Stanislaus: ?Was sind das alles f&#xfc;r Leute?? Offenbar hatte er nach wie vor die erregende ?Klett?-Welt vorm inneren Auge und war vom Drang des ewigen Empirikers beseelt?


Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 11 Apr 2005 17:04:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=31D447E1-0E24-8A0A-B2CFE11121FC7565</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 27)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=0EF69E08-CAB4-3F1F-8318ED9FCF4D6FC3</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des 2. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kaum ist der Schu&#xdf; am Schlu&#xdf; des 1. Kapitels verklungen, sehen Bella und ihre Kollegen sich mit dem ungehobelten Dienstf&#xf6;rster Ratzlaff sowie seiner geist!losen Gehilfin Rita konfrontiert, Mitgliedern der Paramilit&#xe4;risch-polizeilichen Dienstf&#xf6;rsterei. Sie sind im Auftrag der Zen-Zentrale unterwegs, um eine ?&#xdc;berpr&#xfc;fung der innerbetrieblichen Wehrf&#xe4;higkeit? durchzuf&#xfc;hren. Dr. Porschmann wird aufs schl&#xfc;pfrigste von Rita geschurigelt, Lulu vom DF aber nicht ? durchaus zu ihrem Leidwesen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Durch eine List weckt Ratzlaff Lui Pfui aus dem Dienstschlaf, so da&#xdf; die Dienstordnung wiederhergestellt ist. Bella d&#xe4;mmert, da&#xdf; die Zen-Zentrale ein b&#xf6;ses Spiel mit ihnen treibt: Das B&#xfc;ro, in dem sie alle arbeiten ? Chef Lui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu ?: Es ist ein B&#xfc;ro des Grauens, in dem es niemals einen anderen Tag geben wird als diesen (vielleicht nicht frei und fromm, aber fr&#xf6;hlich und frech nach ?Und t&#xe4;glich gr&#xfc;&#xdf;t das Murmeltier?; die Verf.). Nachdem der DF und Rita verschwunden sind, herrscht wie immer dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg-City Nord?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;In Kapitel III jedoch werden sich die Ereignisse nahezu &#xfc;berschlagen: Bodo r&#xfc;ckt erstmals die 20.000seitige Zen-Bibel mit den Dienstanweisungen raus. Bella h&#xe4;lt eine Brandrede auf die Freiheit und stellt fest, da&#xdf; sie mit der Zen-Zentrale kommunizieren kann. Ein metaphysischer Kampf entbrennt. Die Vernichtung des B&#xfc;ros droht, doch gerade noch rechtzeitig str&#xf6;mt ER ein: Er, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;)?


Kapitel III


Folge 20 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geist!? Bella zog die Kamillend&#xe4;mpfe tief ein. Hier kommen wir nie raus! dachte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein ,O??? gr&#xfc;belte Lui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu hatte eine Idee: ?Ausflog!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wandte sich milde an Bodo. ?W&#xfc;rden Sie das bitte aus dem Protokoll streichen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der B&#xfc;rostenograph hob so lange das Kinn, bis der Gesamteindruck &#xe4;u&#xdf;erster Arroganz erreicht war. ?Sie wissen genau, Herr Dr. Porschmann, da&#xdf; die Dienstanweisungen derlei Eingriffe nicht vorsehen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dienstanweisungen!? rief Bella pl&#xf6;tzlich, schob das Handtuch zur&#xfc;ck und richtete sich auf. ?Nat&#xfc;rlich. Was ist mit den Dienstanweisungen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui sah Bella ungl&#xe4;ubig an, dann tippte er behutsam mit der Kugelschreiberspitze die leeren K&#xe4;stchen seines Kreuzwortr&#xe4;tsels ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Pa&#xdf;t nicht?, meinte er schlie&#xdf;lich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Irgendwie mu&#xdf; es doch einen Ausweg geben!? rief Bella feierlich und wischte sich eine Kamillenspur aus dem Gesicht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit?? wiederholte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein!? widersprach Bella. ?Das kann es nicht immer sein! Der Kampf um Geist!, um Freiheit und Selbstbestimmung mu&#xdf; hier ausgefochten werden, hier in den Labyrinthen des ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ist das schon aus Ihrem Gedicht?? frage Bodo wehleidig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Habt ihr denn immer noch nicht begriffen, was hier geschieht? Da oben gibt es eine Macht, die st&#xe4;rker ist als wir, die mich zu diesen Kamille-Inhalationen zwingt, Lui an den DMF fesselt und daf&#xfc;r sorgt, da&#xdf; es nie &#xfc;bermorgen wird!?
Die Kollegen glotzten l&#xe4;mmern und schwiegen. Dann entschl&#xfc;pfte dem Postschaffner ein G&#xe4;hnen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich glaub, ich hau mich noch mal ?n Augenblick hin?, sagte Lui und senkte sich langsam ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich kann es euch beweisen!? rang Bella um die Ungl&#xe4;ubigen. ?Bodo! Wo sammeln Sie die Protokolle??


Folge 21 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln?? Bl&#xf6;de gaffend blaffte Bodo Bella an. ?Wieso sammeln? Ich bin diplomierter Steno-Protokolleur und kein Sammler! Von Sammeln steht nichts in den Dienstanweisungen! Sammeln, sammeln, sammeln! Daf&#xfc;r hab ich keine achtzehn Semester Allgemeine Deutsche Bundes-Stenographie, -Stereotypie und -onanie studiert, um letztlich als Sammler zu vergammeln. Sammeln!? Bodo intonierte das harmlose W&#xf6;rtchen, als habe Bella von ihm verlangt, Harnflaschen f&#xfc;r die Dienstliche Volksurologie (DVU) mundzublasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, wie ihr Mut zu sinken begann. ?Sie sammeln sie nicht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln, sammeln, sammeln!? Die jahrelange Stenomanie hatte Bodo nicht gerade beredter gemacht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie denn mit den Protokollen?? fragte Bella bang.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich esse sie nat&#xfc;rlich auf!? bollerte Bodo. ?Wie?s in der Dienstanweisung unmi&#xdf;verst&#xe4;ndlich vorgeschrieben ist!? Bodo bewegte sich auf den Dienst-Tresor, wo offenbar die ?Zen-Bibel?, wie das 20.000seitige Konvolut der Dienstanweisungen des Zen-Zentralrats der GROSSEN GELBEN POST, die seit unvordenklichen Zeiten immer wieder tradiert, radiert und ratifiziert worden waren und noch heute, im Zeitalter der Post-POST, galten, im Dienstvolksmund genannt wurde, verwahrt war, zu.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde &#xfc;bel von der Syntax. Sie f&#xfc;hlte sich wie ein russisches P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen war, war, war. Diese Zen-Zentrale war sprach-, geist!- und romanfigurenverachtend. Diese Zen-Zentrale mu&#xdf;te durch eine Revolu?, nein durch einen Pu? Sie wagte die W&#xf6;rter nicht auszudenken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bodo, der die offenbar ziemlich komplizierte Tresorkombination mit vorgehaltenem Arm eingespeist hatte, unterbrach ihren def&#xe4;tistischen Gedankengang, indem er die schwere T&#xfc;r mithilfe des Dienst-Kuhfu&#xdf;es unter Einsatz seines ganzen K&#xf6;rpers &#xf6;ffnete, die Zen-Bibel mit einem kleinen gro&#xdf;en Kran, der sich auf Knopfdruck teleskopartig aus einem Karteikasten erhob, aus dem Panzerschrank hievte und hektisch zu bl&#xe4;ttern begann. ?Hier?, triumphierte er und zitierte: ?&#xa7; 1227, Absatz 1, Punkt 3, Spiel 4, Schneider 5: Die erstellten Steno-Protokolle sind sofort, umgehend und mit bei prestom&#xe4;&#xdf;iger Avantigeschwindigkeitsmaximierung subito vollzogener Unverz&#xfc;glichkeit aus diensttragenden Sicherheitsgr&#xfc;nden der Stufe Hellgelb ohne weiteres vom B&#xfc;rostenographen selbst eigenoral zu verabfolgen. Zuwiderhandlungen werden durch die PMPDF geahndet! Fristlos!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Echt?? Dr. Porschmann wurde hellh&#xf6;rig und -rosa. ?K&#xf6;nnten Sie mir dieses neue Protokoll da nicht einmal kurz &#xfc;berlassen?? Er machte lange Finger. Bodo reagierte blitzschnell. Ein, zwei Handgriffe am Joystickpult, und die Kranzange kniff den AS in die Griffel. ?Auer!? qu&#xe4;kte der.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ohral?? fragte Lulu verwirrt. ?Ich denk, Sie m&#xfc;ssen sie essen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella versuchte, ihrer Tr&#xe4;nendr&#xfc;sen Herrin zu werden. Pl&#xf6;tzlich wuchs ihr alles &#xfc;ber den Kopf. Sie sammelte ihre geist!igen Kr&#xe4;fte, um der Verrammelt- und Verdammtheit, Verdatterung und Vergatterung des B&#xfc;ro-Stenographen etwas entgegenzusetzen. Sie ri&#xdf; sich zusammen, holte tief Luft, z&#xe4;hlte leise bis 3 und ? fing an zu weinen. ?Ihr seid alle so? Es ist alles so? so? Huhuhu?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So wie? So was?? Dr. Porschmann, heftig aufs schmerzende H&#xe4;ndchen pustend, war schon wieder auf dem Weg in die DUK. Fr&#xf6;hlich wie ein Lemming schwang er den Kleiderkoffer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lassen Sie ihr doch in Ruhe!? erhielt Bella pl&#xf6;tzlich busigen Beistand durch Lulu. ?Sie ist menthol nicht gut drauf!? Dann wandte sie sich heuchlerisch an Bella: ?K&#xf6;nnten Sie nicht mal ganz kurz ein klitzekleines F&#xf6;tchen von mich machen? Nur seitlich, im Profan. Please!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hau mich noch mal hin?, wiederholte Lui Pfui vers&#xf6;hnlich. ?Oder hat noch jemand ?ne Idee zu Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein O??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu steckte Bella die Zunge heraus, als sie intuitiv sp&#xfc;rte, da&#xdf; Bellas erhobener Mittelfinger ablehnend gemeint war. Dann n&#xe4;herte sie sich Lui, der noch mal die Nase reckte und streckte, bevor er sich auf dem DMF einkuschelte, und sagte: ?Vielleicht? Italion? Spanion? Saudi-Arabion??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Jetzt hatte Bella genug. W&#xfc;tend sprang sie auf, warf dabei die Kamille-Sch&#xfc;ssel um und begann, eine flammende Rede zu halten: ?Merkt ihr denn gar nichts mehr? Wir sind die Sklaven von zwei Wahnsinnigen, die sich auf unsere Kosten am&#xfc;sieren! Ihnen ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Omen, w&#xe4;hrend es f&#xfc;r uns nicht einmal ein &#xdc;bermorgen gibt! Sie haben den heiligen Geist! gepachtet, w&#xe4;hrend wir das bittere Brot der Kamille, Protokolle und Unterwasserfr&#xfc;hst&#xfc;cke schlucken m&#xfc;ssen! Urlaub mit sechs Buchstaben, O und Ei, DUK und GeiDiHi ? das ist alles, was euch interessiert, w&#xe4;hrend die Zen-Zentrale in Manna und Hosianna lebt! Wir sollten uns die imperialistische Unterdr&#xfc;ckung des geist!ig-milit&#xe4;rischen Komplexes und seiner subalternen Helfershelferin nicht l&#xe4;nger gefallen lassen! Die Gedanken sind frei! Freiheit! sage ich! Die Kapelle humtata / und der Papst war auch schon da! Freiheit, Gleichheit, Liederlichkeit! Liebe, Geist! und Metrik, soweit die Versf&#xfc;&#xdf;e tragen! Vamos! Venceremos! No pasaran!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella hatte nicht bemerkt, wie ihr Handtuch erst von den &#xfc;ppigen Schultern und dann &#xfc;ber ihre Bbbbr&#xfc;ste geglitten war und schlie&#xdf;lich an den Rubens-H&#xfc;ften Halt gemacht hatte. Die rechte Faust erhoben, stand sie da. Schwei&#xdf;perlen kullerten smaragden &#xfc;ber ihren K&#xf6;rper.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Why! &#xc4;h, wow!? brach Lulu schlie&#xdf;lich das Ba&#xdf;schweigen. ?Guckt mal! Wie Johanni van Haiden! Nein, ich Schussel: Zarah von Oleander? auch nicht, &#xe4;h? auf Franz&#xf6;sisch hei&#xdf;t er Jan Dachs?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jeanne d?Arc, Sie dummes Pferd! Johanna von Orleans!? rief Dr. Porschmann begeist!ert aus. Seine Augen, beinah so vergr&#xf6;&#xdf;ert, als tr&#xfc;ge er noch bzw. schon wieder die Taucherbrille, glichen Okularen. Unbewu&#xdf;t freute er sich, da&#xdf; er zwei davon hatte. F&#xfc;r jede eins. ?Frl. Bella?, hauchte er und knibbelte z&#xe4;rtlich an der Willy-Brandt-Sondermarke, ?ich


Folge 22 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;bin unverheiratet. Wu&#xdf;ten Sie das schon??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wies auf den Kleiderkoffer neben sich. ?Darf ich Sie jetzt vielleicht zu einer kleinen Plantsch-Partie einladen? In meinem Taucheranzug ist Platz f&#xfc;r zwei.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bellas revolution&#xe4;rer Enthusiasmus war jedoch noch lange nicht verrauscht. ?Dr. Porschmann!? Geist!esabwesend zog sie ihr Dienstbadelaken zurecht. ?K&#xf6;nnen Sie sich daran erinnern, was sie gestern nach Dienstschlu&#xdf; getan haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ha!? rief Bella triumphierend und glaubte schon, die Zen-Zentrale ausgetrickst zu haben. Dann aber erinnerte sich Dr. Porschmann doch. Am Vortag hatte er sich aus dem Volks-Brockhaus seine Lieblingsseitenzahlen herausgeschrieben, um dann auf der gro&#xdf;en Weltkarte alle L&#xe4;nder rot anzustreichen, von denen er mal geh&#xf6;rt hatte. Schlie&#xdf;lich hatte er ohne technische Hilfsmittel versucht, die Gl&#xfc;hbirne zu erfinden. Nach wie vor f&#xfc;hlte er sich eben den Wissenschaften verpflichtet.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Schei&#xdf; Zen-Zentrale!? fluchte Bella damenhaft. ?Das habt ihr ihm eben schnell untergeschoben! In Wahrheit hat der doch noch nie was anderes gesehen als dieses B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit wen reden Sie denn da?? wunderte sich Lulu. ?Mit Ihrem Walter Ego?? Dann wunderte sie sich selbst.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Sie? K&#xf6;nnen Sie sich an gestern erinnern? Schnell!? forderte Bella nun Lulu heraus.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gestern? Sie meinen den Tag, der vor heute war??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Genau den.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu dachte an ihr Bewerbungsgespr&#xe4;ch als Nachrichtensprecherin des Pornokanals. Dann war sie bei ihrem Gem&#xfc;seh&#xe4;ndler rausgeworfen worden, weil sie eine halbe Stunde lang eine Salatgurke auf ihre Festigkeit hin gepr&#xfc;ft hatte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hatte ein Probeliegen, und danach war ich ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zu sp&#xe4;t, dumme Pute?, unterbrach Bella. ?Das ist euer Thema, ihr Zenxisten?, knurrte Bella ins Nirgendwo und bekam sofort Kopfschmerzen, b&#xf6;sartige, stechende, das Bewu&#xdf;tsein bedr&#xe4;ngende, fiese, schwer schmerzende, &#xe4;u&#xdf;erst schmerzhafte Kopfschmerzen?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Kopfschmerzen lie&#xdf;en &#xfc;berraschend schnell nach. Ich kann mit ihnen kommunizieren, dachte Bella und wandte sich schnell dem B&#xfc;rostenographen zu. ?Bodo? Was haben Sie gestern gemacht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;J?Ich bin immer nur hier gewesen. Wie es die Dienstvorschriften verlangen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seht ihr?? wandte sich Bella stolz an die anderen Kollegen. ?Das ist es, was ich meine! Und Sie, Lui??


Folge 23 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui setzte die fr&#xf6;mmste, eifrigste, willf&#xe4;hrigste, wohlfeilste, bravste, artigste, liebedienerischste Miene auf, zu der er f&#xe4;hig war, und wach, weich und wirsch wie nie sagte er: ?Ich auch. Ich auch. Hier gewesen. Immer nur hiergewesen. Kreuzwortr&#xe4;tsel, DMF, pofen. Hier. Immer nur hier. Ich auch. Jawoll.? Anschlie&#xdf;end kratzte er sich am Kopf, bef&#xfc;hlte seine Lippen, als k&#xf6;nne er es nicht glauben, da&#xdf; die f&#xfc;r diese Worte verantwortlich waren, und &#xf6;ffnete probeweise weit den Mund: G&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;hn!? Ging nicht. Die so geliebte bleierne M&#xfc;digkeit war wie fortgeblasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde sicherer. Es klappt, dachte sie und warf sich vor Genugtuung in die Brust. Auf und ab stolzierte sie. ?Es m&#xfc;ssen M&#xe4;nner sein!? rief sie aufgeregt ihren Kollegen zu. ?Zwei! Ich kann sie beeinflussen! Mit meinen Dessous! Sie sind ? erpre&#xdf;bar!? schrie sie im Bewu&#xdf;tsein des nahen Sieges. ?Bodo! Lui! Lulu! Dr. Porschmann! Die Freiheit ist nah! Sie h&#xe4;ngt am seidenen Straps, aber ich werde es schaffen!? Sie tanzte durchs B&#xfc;ro. ?Oh, mein Poem! Geist! Zweimal werden wir noch wach, hei&#xdf;a dann ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seidene Strapse?? schmollte Lulu und hob ihren Rock an der einen H&#xfc;fte, ?? hab ich auch!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wedelte erschrocken mit den H&#xe4;nden. ?Pssst!? Da &#xfc;berfiel sie wieder diese Migr&#xe4;ne, eine miese, morbilde, marode Migr&#xe4;ne. Ein f&#xfc;rchterlicher Schwindel ergriff sie, die Knie zitterten. Es war, als w&#xfc;rde sie an einer Klippe h&#xe4;ngen. Fieberhaft &#xfc;berlegte sie. Und kurz bevor ihr schwarz vor Augen wurde,



Folge 24 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;h&#xf6;rte sie noch eine Stimme, eine m&#xe4;nnliche, aufgeweckte Stimme, die von weit her rief: ?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wer bist du?? fragte sie schwach. Jeden Moment, das sp&#xfc;rte sie deutlich, w&#xfc;rde ihre das Bewu&#xdf;tsein schwinden, denn es war ihr schon grau vor den Augen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!? wiederholte die Stimme.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Okay, okay. Das hab ich verstanden. Aber wer bist du denn nun?? fragte sie energisch nach. Allm&#xe4;hlich wuchs das Grau bedrohlich ins Dunkelgrau.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halt aus, Bella! Ich werde dir ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mensch, wenn du auch so ?ne Lusche bist, kannst du bleiben, wo du  bist. Ich hab hier schon genug Fehlz&#xfc;ndungen um mich herum versammelt?, rief Bella, die sich noch einmal aufb&#xe4;umte, jetzt, da das Dunkelgrau vor ihren Augen deutlich ins Hellschwarze changierte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?? helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wann denn, verdammt noch mal?? Bella sah deutlich die ersten tiefschwarzen Punkte im Mittelschwarz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gegen Ende dieses Kapitels, Baby!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und endlich war ihr vollst&#xe4;ndig und unwiderlegbar schwarz vor Augen.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;*

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Fast w&#xe4;re Bella &#xfc;ber ihrer Inhaliersch&#xfc;ssel eingenickt, doch im letzten Moment brachten die hei&#xdf;en Kamillend&#xe4;mpfe sie wieder zu Bewu&#xdf;tsein.



Folge 25 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch leicht benebelt nahm sie eine m&#xe4;nnliche, versoffene Stimme wahr, die ihr bekannt vorkam. ?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische City, Ende Nordnacht, in Hamburg-Juni?, fastelte die Stimme. ?Der Postschaffner Lui Pfui verwandte sich an seine? Nee. Haltstop.? Die Stimme r&#xe4;usperte und ermannte sich und lallte: ?Der Postler Pfui sekretierte seine Verwandte? falsch. Der Dings, der Pfui, der Lump? h&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella f&#xfc;hlte ihre Kr&#xe4;fte wiederkehren und zugleich die Hoffnung aufkeimen auf eine gro&#xdf;e Zukunft, diesmal aber wirklich. Rasch zog sie ihr Handtuch vom Kopf und blickte sich um, gerade rechtzeitig, um verfolgen zu k&#xf6;nnen, wie Lui Pfui ein wenig ratlos auf seinem DMF &#xfc;ber dem Kreuzwortr&#xe4;tsel kauerte und mit verzweifeltem Gesichtsausdruck ausrief: ?Mein Hottner!? Dann fa&#xdf;te er sich an den Kopf, offenbar v&#xf6;llig verwirrt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch Dr. Porschmann schien von einer Art Identit&#xe4;tskrise gesch&#xfc;ttelt. ?Ich f&#xfc;hle mich nur noch wie ein halber Mensch?, murmelte er, ri&#xdf; sich schlie&#xdf;lich aber doch zusammen und sagte: ?,Ja?? ? Nein: ,Das denn?? ? &#xc4;h: W! ,Was denn?? Ja. ,Was denn??? Und f&#xfc;gte verst&#xe4;ndnislos hinzu. ?Hottner? Was f&#xfc;r?n Hottner??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie defekt brummte Lui: ?Ursex mit 0 Buchstaben, der vorletzte ist ein Buch.? Dann massierte er seine Nase und sagte: ?H&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? wieherte es von irgendwoher.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu posierte lustlos vor dem Dienstspiegel, brach pl&#xf6;tzlich ab und kuschelte sich an Bodo. ?Ich hab Angst, Hase?, piepste sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich auch?, wimmerte Bodo. ?Was geschieht mit uns?? Panisch stenographierte er vor sich hin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? trompetete die unheimliche Stimme. ?A-harrharr??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kurz entschlossen ergriff Bella die Initiative. Sie erhob sich und lief auf Zehenspitzen durchs B&#xfc;ro. ?Ja, wo sind denn meine Strapse?? sagte sie laut und scheinheilig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;!? t&#xf6;nte es von irgendwoher. Bella reckte den Hals. Es kam aus der DUK! Auf leisen Sohlen huschte sie hinein. Bodo, Lulu und Dr. Porschmann folgten ihr versch&#xfc;chtert. Zu viert schoben sie den schweren gelben Brokatvorhang zur Seite und ? erschraken zu Tode. Die gro&#xdf;e verspiegelte Schrankwand gegen&#xfc;ber warf nicht ihr Spiegelbild zur&#xfc;ck, sondern die Szenerie aus einer fremden Welt, die ihnen so sch&#xf6;n, so wunderbar, so geist!voll und so prima erschien, da&#xdf; ihre Sehnsucht nach einem &#xdc;bermorgen sich f&#xfc;r immer in ihren Herzen festsetzte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da sind sie!? fl&#xfc;sterte Bella &#xfc;berw&#xe4;ltigt. ?Der eine sieht sehr gut aus! Mm!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp?Der andere?, wisperte Lulu aufgeregt, ?hat einen sehr sch&#xf6;nen Bauch und eine entz&#xfc;ckende Brille! Wahrscheinlich ein Intelligentueller!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jedenfalls sieht?s darin nicht wie in unserem B&#xfc;ro aus?, sagte Lulu leis.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Der eine raucht, der andere nicht?, registrierte Dr. Porschmann in seiner Eigenschaft als Wissenschaftler.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber beide trinken?, brummte Bodo.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lachen?, erg&#xe4;nzte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?&#xdc;ber uns?, ahnte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Pl&#xf6;tzlich stand einer der beiden Wahnsinnigen auf und zeigte mit dem Finger direkt auf ihn, Porschmann, und gurgelte:


Folge 26 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hiermit spreche ich dir feierlich s&#xe4;mtliche akademischen Titel ab. Prost!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?? Das blanke Entsetzen stand in Porschmanns Gesicht geschrieben. ?Das k&#xf6;nnen Sie mir nicht antun. Ich hab doch sonst nichts anderes!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lasse au&#xdf;erdem?, fuhr der Wahnsinnige ungetr&#xfc;bt fort, ?einen ungeheuren Schwindel auffliegen, durch den du dir mit falschen Papieren deine Position ergaunert hast. Dein wahrer Name ist n&#xe4;mlich Stanislaus Proschinski. Und du hast noch nicht mal Mittlere Reife.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;?? Proschinski grinste debil und wandte sich seinen fassungslosen Kollegen zu. ?Issas gut oder issas schlecht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich protestiere energisch?, rief Bella. ?Wer sind wir denn, da&#xdf; man so was mit uns machen kann!?


Folge 27 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, wer denn?? fragte der andere Wahnsinnige etwas ratlos. ?Und wer sind WIR denn &#xfc;berhaupt??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wir sind die Hottners?, sagte der erste Verr&#xfc;ckte und gab bei der h&#xfc;bschen blonden Bedienung einen Brandy in Auftrag.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ach ja?, schlug sich der andere Irre auf den Kopf.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und DIE sind?, &#xfc;berlegte Hottner A., ?sagen wir mal??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich werd? dir sagen, wer die sind?, drehte Hottner B vollends durch. ?Das ist Stanislaus Proschinski. Und das?, er wies mit einer Zigarette auf Lulu, ?das ist Berta Mostrich, Serviettenhalterin bei Wimpy.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Iiiiiiih!? kreischte Berta emp&#xf6;rt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, ganz richtig?, erinnerte sich Hottner A.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und das?, Hottner B schraubte den dicken Daumen &#xfc;ber die Schulter in Richtung Bodo, ?das ist im Grunde meines Herzens eigentlich Freddie ,der Aal?, Chefcursor bei MacIntosh, Tr&#xe4;ger des Hosentr&#xe4;gers III. Klasse!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Freddie ,der Aal? wand sich sch&#xfc;chtern-geschmeichelt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nie!? protestierte Lui Pfui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?DU mach? mal den Kopp zu!? herrschte ihn Hottner A an. ?Du hei&#xdf;t n&#xe4;mlich allenfalls Horst oder so, du Tr&#xe4;nensack!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Bella?? pirschte Hottner B hinterfotzig. ?Hei&#xdf;t Bella nicht eher Marion Ette? Ist sie nicht ? frag? ich mich unwillk&#xfc;rlich ? in Wahrheit die ber&#xfc;hmt-ber&#xfc;chtigte Betriebsnudel bei der 3 GLOCKEN GmbH in 69469 Weinheim??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein?, hauchte die Ette, ?bitte nicht 3 Glocken, bitte nicht eine solch unanst&#xe4;ndige Postleitzahl??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hm?, kratzte sich Hottner A an seinem Brandy


Vorschau auf Folge 28 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und wollte gerade am Aschenbecher nippen, da fiel ihm ein: ?Langsam verlier? ich den &#xdc;berblick.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?n f&#xfc;r?n &#xdc;berblick?? fragte Hottner B versonnen und blickt besorgt in sein abgrundtiefes Bierglas?


Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Conf&#xf6;derative intelligente &#xc4;sthetikfeuerwehrDaw&#xfc;-i-a: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Das w&#xfc;&#xdf;te ich aberDBDDHKP: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Doof bleibt doof da helfen keine PillenDBT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstbrieftaubeDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstf&#xf6;rsterDiKoNi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstkochnischeDisplex: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		disparater FragenkomplexDMF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstmeditationsfuton3Ei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		eigenartig eilige EilpostDUK: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		DienstumkleidekabineDVU: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Dienstliche Volksurologie5S: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Semiprofessioneller Super-Sonderstempel-ServiceGeiDiHi: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		geiler Diensthinterngg: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ganz gem&#xfc;tlichKo-glei: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Komme gleichLusch, lusch: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Lud, scho&#xdf;, lud, scho&#xdf;?NVA: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Niederer Verbal-AggressorPMPDF: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Paramilit&#xe4;risch-polizeiliche Dienstf&#xf6;rstereiPVC: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Prosa-Visualisierungs-ChapeauclaqueR&#xfc;Be: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		R&#xfc;hrung &amp; Betroffenheit4A: 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
	&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
	Busen-B&#xfc;ro

				
				</description>
				
				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 04 Apr 2005 22:37:00 --0200</pubDate>
				<guid>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=0EF69E08-CAB4-3F1F-8318ED9FCF4D6FC3</guid>
				
			</item>
			
		 	
			
			
			
			
			<item>
				<title>Bella und das B&#xfc;ro des Grauens (Folge 26)</title>
				<link>http://www.zweitausendeins.de/writersblog/schulz/index.cfm?mode=entry&amp;entry=EA3CDA58-C381-7E05-92AD4E8AD3F24136</link>
				<description>
				
				
Ein Fortsetzungsroman
aus dem Jahre 1994
von Norbert Eberlein und Frank Schulz

 
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Es handelt sich um eine literarische Kooperation zwischen Norbert Eberlein (?Seidenmatt?. Liebesroman, Haffmans, Z&#xfc;rich 1990) und mir (worin die Abk&#xfc;rzungen im Anhang vorkommen und der wir sp&#xe4;ter den Titel Bella und das B&#xfc;ro des Grauens gaben).
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wir hatten folgende hochprozentige, zugegebenerma&#xdf;en nicht ganz neue Schnapsidee entwickelt: Einer schickt dem anderen ein paar Zeilen (wof&#xfc;r jeweils nur ein paar Minuten aufgewendet werden sollen), und der andere spinnt sie weiter und schickt sie wieder dem einen, und dann spinnt wieder der und schickt?s dem andern. Und zwar per Post, frankiert mit Sondermarke, falls zur Hand ? es sollte uns dies m&#xfc;&#xdf;ige Treiben wenn nicht sinnliches Erg&#xf6;tzen bereiten, geschweige geistige Fortentwicklung, dann wenigstens philatelistisches Vergn&#xfc;gen. (Dieses bleibt Dir, Juser, nun leider versagt.)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch im Katerzustand schickte ich Norbert Ende Juni 1994 die erste Folge...


Was bisher geschah?

 Zusammenfassung des 2. Kapitels:
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kaum ist der Schu&#xdf; am Schlu&#xdf; des 1. Kapitels verklungen, sehen Bella und ihre Kollegen sich mit dem ungehobelten Dienstf&#xf6;rster Ratzlaff sowie seiner geist!losen Gehilfin Rita konfrontiert, Mitgliedern der Paramilit&#xe4;risch-polizeilichen Dienstf&#xf6;rsterei. Sie sind im Auftrag der Zen-Zentrale unterwegs, um eine ?&#xdc;berpr&#xfc;fung der innerbetrieblichen Wehrf&#xe4;higkeit? durchzuf&#xfc;hren. Dr. Porschmann wird aufs schl&#xfc;pfrigste von Rita geschurigelt, Lulu vom DF aber nicht ? durchaus zu ihrem Leidwesen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Durch eine List weckt Ratzlaff Lui Pfui aus dem Dienstschlaf, so da&#xdf; die Dienstordnung wiederhergestellt ist. Bella d&#xe4;mmert, da&#xdf; die Zen-Zentrale ein b&#xf6;ses Spiel mit ihnen treibt: Das B&#xfc;ro, in dem sie alle arbeiten ? Chef Lui und seine Sekret&#xe4;rin Bella, Assistenzsekret&#xe4;r Dr. Porschmann und Stenograph Bodo sowie Dienstfu&#xdf;masseuse Lulu ?: Es ist ein B&#xfc;ro des Grauens, in dem es niemals einen anderen Tag geben wird als diesen (vielleicht nicht frei und fromm, aber fr&#xf6;hlich und frech nach ?Und t&#xe4;glich gr&#xfc;&#xdf;t das Murmeltier?; die Verf.). Nachdem der DF und Rita verschwunden sind, herrscht wie immer dunkle und st&#xfc;rmische Nacht, Ende Juni, in Hamburg-City Nord?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;In Kapitel III jedoch werden sich die Ereignisse nahezu &#xfc;berschlagen: Bodo r&#xfc;ckt erstmals die 20.000seitige Zen-Bibel mit den Dienstanweisungen raus. Bella h&#xe4;lt eine Brandrede auf die Freiheit und stellt fest, da&#xdf; sie mit der Zen-Zentrale kommunizieren kann. Ein metaphysischer Kampf entbrennt. Die Vernichtung des B&#xfc;ros droht, doch gerade noch rechtzeitig str&#xf6;mt ER ein: Er, Walter Ego, Agent der Conf&#xf6;derativen intelligenten &#xc4;sthetikfeuerwehr (CI&#xc4;)?


Kapitel III


Folge 20 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Geist!? Bella zog die Kamillend&#xe4;mpfe tief ein. Hier kommen wir nie raus! dachte sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein ,O??? gr&#xfc;belte Lui.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu hatte eine Idee: ?Ausflog!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wandte sich milde an Bodo. ?W&#xfc;rden Sie das bitte aus dem Protokoll streichen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der B&#xfc;rostenograph hob so lange das Kinn, bis der Gesamteindruck &#xe4;u&#xdf;erster Arroganz erreicht war. ?Sie wissen genau, Herr Dr. Porschmann, da&#xdf; die Dienstanweisungen derlei Eingriffe nicht vorsehen.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Dienstanweisungen!? rief Bella pl&#xf6;tzlich, schob das Handtuch zur&#xfc;ck und richtete sich auf. ?Nat&#xfc;rlich. Was ist mit den Dienstanweisungen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui sah Bella ungl&#xe4;ubig an, dann tippte er behutsam mit der Kugelschreiberspitze die leeren K&#xe4;stchen seines Kreuzwortr&#xe4;tsels ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Pa&#xdf;t nicht?, meinte er schlie&#xdf;lich.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Irgendwie mu&#xdf; es doch einen Ausweg geben!? rief Bella feierlich und wischte sich eine Kamillenspur aus dem Gesicht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Urlaub mit?? wiederholte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein!? widersprach Bella. ?Das kann es nicht immer sein! Der Kampf um Geist!, um Freiheit und Selbstbestimmung mu&#xdf; hier ausgefochten werden, hier in den Labyrinthen des ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ist das schon aus Ihrem Gedicht?? frage Bodo wehleidig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Habt ihr denn immer noch nicht begriffen, was hier geschieht? Da oben gibt es eine Macht, die st&#xe4;rker ist als wir, die mich zu diesen Kamille-Inhalationen zwingt, Lui an den DMF fesselt und daf&#xfc;r sorgt, da&#xdf; es nie &#xfc;bermorgen wird!?
Die Kollegen glotzten l&#xe4;mmern und schwiegen. Dann entschl&#xfc;pfte dem Postschaffner ein G&#xe4;hnen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich glaub, ich hau mich noch mal ?n Augenblick hin?, sagte Lui und senkte sich langsam ab.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich kann es euch beweisen!? rang Bella um die Ungl&#xe4;ubigen. ?Bodo! Wo sammeln Sie die Protokolle??


Folge 21 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln?? Bl&#xf6;de gaffend blaffte Bodo Bella an. ?Wieso sammeln? Ich bin diplomierter Steno-Protokolleur und kein Sammler! Von Sammeln steht nichts in den Dienstanweisungen! Sammeln, sammeln, sammeln! Daf&#xfc;r hab ich keine achtzehn Semester Allgemeine Deutsche Bundes-Stenographie, -Stereotypie und -onanie studiert, um letztlich als Sammler zu vergammeln. Sammeln!? Bodo intonierte das harmlose W&#xf6;rtchen, als habe Bella von ihm verlangt, Harnflaschen f&#xfc;r die Dienstliche Volksurologie (DVU) mundzublasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella sp&#xfc;rte, wie ihr Mut zu sinken begann. ?Sie sammeln sie nicht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Sammeln, sammeln, sammeln!? Die jahrelange Stenomanie hatte Bodo nicht gerade beredter gemacht.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was machen Sie denn mit den Protokollen?? fragte Bella bang.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich esse sie nat&#xfc;rlich auf!? bollerte Bodo. ?Wie?s in der Dienstanweisung unmi&#xdf;verst&#xe4;ndlich vorgeschrieben ist!? Bodo bewegte sich auf den Dienst-Tresor, wo offenbar die ?Zen-Bibel?, wie das 20.000seitige Konvolut der Dienstanweisungen des Zen-Zentralrats der GROSSEN GELBEN POST, die seit unvordenklichen Zeiten immer wieder tradiert, radiert und ratifiziert worden waren und noch heute, im Zeitalter der Post-POST, galten, im Dienstvolksmund genannt wurde, verwahrt war, zu.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde &#xfc;bel von der Syntax. Sie f&#xfc;hlte sich wie ein russisches P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen, das in einem russischen P&#xfc;ppchen war, war, war. Diese Zen-Zentrale war sprach-, geist!- und romanfigurenverachtend. Diese Zen-Zentrale mu&#xdf;te durch eine Revolu?, nein durch einen Pu? Sie wagte die W&#xf6;rter nicht auszudenken.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bodo, der die offenbar ziemlich komplizierte Tresorkombination mit vorgehaltenem Arm eingespeist hatte, unterbrach ihren def&#xe4;tistischen Gedankengang, indem er die schwere T&#xfc;r mithilfe des Dienst-Kuhfu&#xdf;es unter Einsatz seines ganzen K&#xf6;rpers &#xf6;ffnete, die Zen-Bibel mit einem kleinen gro&#xdf;en Kran, der sich auf Knopfdruck teleskopartig aus einem Karteikasten erhob, aus dem Panzerschrank hievte und hektisch zu bl&#xe4;ttern begann. ?Hier?, triumphierte er und zitierte: ?&#xa7; 1227, Absatz 1, Punkt 3, Spiel 4, Schneider 5: Die erstellten Steno-Protokolle sind sofort, umgehend und mit bei prestom&#xe4;&#xdf;iger Avantigeschwindigkeitsmaximierung subito vollzogener Unverz&#xfc;glichkeit aus diensttragenden Sicherheitsgr&#xfc;nden der Stufe Hellgelb ohne weiteres vom B&#xfc;rostenographen selbst eigenoral zu verabfolgen. Zuwiderhandlungen werden durch die PMPDF geahndet! Fristlos!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Echt?? Dr. Porschmann wurde hellh&#xf6;rig und -rosa. ?K&#xf6;nnten Sie mir dieses neue Protokoll da nicht einmal kurz &#xfc;berlassen?? Er machte lange Finger. Bodo reagierte blitzschnell. Ein, zwei Handgriffe am Joystickpult, und die Kranzange kniff den AS in die Griffel. ?Auer!? qu&#xe4;kte der.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ohral?? fragte Lulu verwirrt. ?Ich denk, Sie m&#xfc;ssen sie essen??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella versuchte, ihrer Tr&#xe4;nendr&#xfc;sen Herrin zu werden. Pl&#xf6;tzlich wuchs ihr alles &#xfc;ber den Kopf. Sie sammelte ihre geist!igen Kr&#xe4;fte, um der Verrammelt- und Verdammtheit, Verdatterung und Vergatterung des B&#xfc;ro-Stenographen etwas entgegenzusetzen. Sie ri&#xdf; sich zusammen, holte tief Luft, z&#xe4;hlte leise bis 3 und ? fing an zu weinen. ?Ihr seid alle so? Es ist alles so? so? Huhuhu?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?So wie? So was?? Dr. Porschmann, heftig aufs schmerzende H&#xe4;ndchen pustend, war schon wieder auf dem Weg in die DUK. Fr&#xf6;hlich wie ein Lemming schwang er den Kleiderkoffer.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Lassen Sie ihr doch in Ruhe!? erhielt Bella pl&#xf6;tzlich busigen Beistand durch Lulu. ?Sie ist menthol nicht gut drauf!? Dann wandte sie sich heuchlerisch an Bella: ?K&#xf6;nnten Sie nicht mal ganz kurz ein klitzekleines F&#xf6;tchen von mich machen? Nur seitlich, im Profan. Please!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hau mich noch mal hin?, wiederholte Lui Pfui vers&#xf6;hnlich. ?Oder hat noch jemand ?ne Idee zu Urlaub mit sechs Buchstaben, der vorletzte ist ein O??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu steckte Bella die Zunge heraus, als sie intuitiv sp&#xfc;rte, da&#xdf; Bellas erhobener Mittelfinger ablehnend gemeint war. Dann n&#xe4;herte sie sich Lui, der noch mal die Nase reckte und streckte, bevor er sich auf dem DMF einkuschelte, und sagte: ?Vielleicht? Italion? Spanion? Saudi-Arabion??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Jetzt hatte Bella genug. W&#xfc;tend sprang sie auf, warf dabei die Kamille-Sch&#xfc;ssel um und begann, eine flammende Rede zu halten: ?Merkt ihr denn gar nichts mehr? Wir sind die Sklaven von zwei Wahnsinnigen, die sich auf unsere Kosten am&#xfc;sieren! Ihnen ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Omen, w&#xe4;hrend es f&#xfc;r uns nicht einmal ein &#xdc;bermorgen gibt! Sie haben den heiligen Geist! gepachtet, w&#xe4;hrend wir das bittere Brot der Kamille, Protokolle und Unterwasserfr&#xfc;hst&#xfc;cke schlucken m&#xfc;ssen! Urlaub mit sechs Buchstaben, O und Ei, DUK und GeiDiHi ? das ist alles, was euch interessiert, w&#xe4;hrend die Zen-Zentrale in Manna und Hosianna lebt! Wir sollten uns die imperialistische Unterdr&#xfc;ckung des geist!ig-milit&#xe4;rischen Komplexes und seiner subalternen Helfershelferin nicht l&#xe4;nger gefallen lassen! Die Gedanken sind frei! Freiheit! sage ich! Die Kapelle humtata / und der Papst war auch schon da! Freiheit, Gleichheit, Liederlichkeit! Liebe, Geist! und Metrik, soweit die Versf&#xfc;&#xdf;e tragen! Vamos! Venceremos! No pasaran!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella hatte nicht bemerkt, wie ihr Handtuch erst von den &#xfc;ppigen Schultern und dann &#xfc;ber ihre Bbbbr&#xfc;ste geglitten war und schlie&#xdf;lich an den Rubens-H&#xfc;ften Halt gemacht hatte. Die rechte Faust erhoben, stand sie da. Schwei&#xdf;perlen kullerten smaragden &#xfc;ber ihren K&#xf6;rper.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Why! &#xc4;h, wow!? brach Lulu schlie&#xdf;lich das Ba&#xdf;schweigen. ?Guckt mal! Wie Johanni van Haiden! Nein, ich Schussel: Zarah von Oleander? auch nicht, &#xe4;h? auf Franz&#xf6;sisch hei&#xdf;t er Jan Dachs?!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jeanne d?Arc, Sie dummes Pferd! Johanna von Orleans!? rief Dr. Porschmann begeist!ert aus. Seine Augen, beinah so vergr&#xf6;&#xdf;ert, als tr&#xfc;ge er noch bzw. schon wieder die Taucherbrille, glichen Okularen. Unbewu&#xdf;t freute er sich, da&#xdf; er zwei davon hatte. F&#xfc;r jede eins. ?Frl. Bella?, hauchte er und knibbelte z&#xe4;rtlich an der Willy-Brandt-Sondermarke, ?ich


Folge 22 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;bin unverheiratet. Wu&#xdf;ten Sie das schon??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dr. Porschmann wies auf den Kleiderkoffer neben sich. ?Darf ich Sie jetzt vielleicht zu einer kleinen Plantsch-Partie einladen? In meinem Taucheranzug ist Platz f&#xfc;r zwei.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bellas revolution&#xe4;rer Enthusiasmus war jedoch noch lange nicht verrauscht. ?Dr. Porschmann!? Geist!esabwesend zog sie ihr Dienstbadelaken zurecht. ?K&#xf6;nnen Sie sich daran erinnern, was sie gestern nach Dienstschlu&#xdf; getan haben??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Nein.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ha!? rief Bella triumphierend und glaubte schon, die Zen-Zentrale ausgetrickst zu haben. Dann aber erinnerte sich Dr. Porschmann doch. Am Vortag hatte er sich aus dem Volks-Brockhaus seine Lieblingsseitenzahlen herausgeschrieben, um dann auf der gro&#xdf;en Weltkarte alle L&#xe4;nder rot anzustreichen, von denen er mal geh&#xf6;rt hatte. Schlie&#xdf;lich hatte er ohne technische Hilfsmittel versucht, die Gl&#xfc;hbirne zu erfinden. Nach wie vor f&#xfc;hlte er sich eben den Wissenschaften verpflichtet.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Schei&#xdf; Zen-Zentrale!? fluchte Bella damenhaft. ?Das habt ihr ihm eben schnell untergeschoben! In Wahrheit hat der doch noch nie was anderes gesehen als dieses B&#xfc;ro!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mit wen reden Sie denn da?? wunderte sich Lulu. ?Mit Ihrem Walter Ego?? Dann wunderte sie sich selbst.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und Sie? K&#xf6;nnen Sie sich an gestern erinnern? Schnell!? forderte Bella nun Lulu heraus.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gestern? Sie meinen den Tag, der vor heute war??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Genau den.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu dachte an ihr Bewerbungsgespr&#xe4;ch als Nachrichtensprecherin des Pornokanals. Dann war sie bei ihrem Gem&#xfc;seh&#xe4;ndler rausgeworfen worden, weil sie eine halbe Stunde lang eine Salatgurke auf ihre Festigkeit hin gepr&#xfc;ft hatte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich hatte ein Probeliegen, und danach war ich ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Zu sp&#xe4;t, dumme Pute?, unterbrach Bella. ?Das ist euer Thema, ihr Zenxisten?, knurrte Bella ins Nirgendwo und bekam sofort Kopfschmerzen, b&#xf6;sartige, stechende, das Bewu&#xdf;tsein bedr&#xe4;ngende, fiese, schwer schmerzende, &#xe4;u&#xdf;erst schmerzhafte Kopfschmerzen?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Kopfschmerzen lie&#xdf;en &#xfc;berraschend schnell nach. Ich kann mit ihnen kommunizieren, dachte Bella und wandte sich schnell dem B&#xfc;rostenographen zu. ?Bodo? Was haben Sie gestern gemacht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;J?Ich bin immer nur hier gewesen. Wie es die Dienstvorschriften verlangen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seht ihr?? wandte sich Bella stolz an die anderen Kollegen. ?Das ist es, was ich meine! Und Sie, Lui??


Folge 23 (FS)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lui setzte die fr&#xf6;mmste, eifrigste, willf&#xe4;hrigste, wohlfeilste, bravste, artigste, liebedienerischste Miene auf, zu der er f&#xe4;hig war, und wach, weich und wirsch wie nie sagte er: ?Ich auch. Ich auch. Hier gewesen. Immer nur hiergewesen. Kreuzwortr&#xe4;tsel, DMF, pofen. Hier. Immer nur hier. Ich auch. Jawoll.? Anschlie&#xdf;end kratzte er sich am Kopf, bef&#xfc;hlte seine Lippen, als k&#xf6;nne er es nicht glauben, da&#xdf; die f&#xfc;r diese Worte verantwortlich waren, und &#xf6;ffnete probeweise weit den Mund: G&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;&#xe4;hn!? Ging nicht. Die so geliebte bleierne M&#xfc;digkeit war wie fortgeblasen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wurde sicherer. Es klappt, dachte sie und warf sich vor Genugtuung in die Brust. Auf und ab stolzierte sie. ?Es m&#xfc;ssen M&#xe4;nner sein!? rief sie aufgeregt ihren Kollegen zu. ?Zwei! Ich kann sie beeinflussen! Mit meinen Dessous! Sie sind ? erpre&#xdf;bar!? schrie sie im Bewu&#xdf;tsein des nahen Sieges. ?Bodo! Lui! Lulu! Dr. Porschmann! Die Freiheit ist nah! Sie h&#xe4;ngt am seidenen Straps, aber ich werde es schaffen!? Sie tanzte durchs B&#xfc;ro. ?Oh, mein Poem! Geist! Zweimal werden wir noch wach, hei&#xdf;a dann ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Seidene Strapse?? schmollte Lulu und hob ihren Rock an der einen H&#xfc;fte, ?? hab ich auch!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella wedelte erschrocken mit den H&#xe4;nden. ?Pssst!? Da &#xfc;berfiel sie wieder diese Migr&#xe4;ne, eine miese, morbilde, marode Migr&#xe4;ne. Ein f&#xfc;rchterlicher Schwindel ergriff sie, die Knie zitterten. Es war, als w&#xfc;rde sie an einer Klippe h&#xe4;ngen. Fieberhaft &#xfc;berlegte sie. Und kurz bevor ihr schwarz vor Augen wurde,



Folge 24 (NE)
&amp;nbsp;&amp;nbsp;h&#xf6;rte sie noch eine Stimme, eine m&#xe4;nnliche, aufgeweckte Stimme, die von weit her rief: ?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wer bist du?? fragte sie schwach. Jeden Moment, das sp&#xfc;rte sie deutlich, w&#xfc;rde ihre das Bewu&#xdf;tsein schwinden, denn es war ihr schon grau vor den Augen.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halte aus, Bella! Ich werde dir helfen!? wiederholte die Stimme.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Okay, okay. Das hab ich verstanden. Aber wer bist du denn nun?? fragte sie energisch nach. Allm&#xe4;hlich wuchs das Grau bedrohlich ins Dunkelgrau.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Halt aus, Bella! Ich werde dir ??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Mensch, wenn du auch so ?ne Lusche bist, kannst du bleiben, wo du  bist. Ich hab hier schon genug Fehlz&#xfc;ndungen um mich herum versammelt?, rief Bella, die sich noch einmal aufb&#xe4;umte, jetzt, da das Dunkelgrau vor ihren Augen deutlich ins Hellschwarze changierte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?? helfen!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Wann denn, verdammt noch mal?? Bella sah deutlich die ersten tiefschwarzen Punkte im Mittelschwarz.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Gegen Ende dieses Kapitels, Baby!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Und endlich war ihr vollst&#xe4;ndig und unwiderlegbar schwarz vor Augen.

&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;*

&amp;nbsp;&amp;nbsp;Fast w&#xe4;re Bella &#xfc;ber ihrer Inhaliersch&#xfc;ssel eingenickt, doch im letzten Moment brachten die hei&#xdf;en Kamillend&#xe4;mpfe sie wieder zu Bewu&#xdf;tsein.



Folge 25 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Noch leicht benebelt nahm sie eine m&#xe4;nnliche, versoffene Stimme wahr, die ihr bekannt vorkam. ?Es war eine dunkle und st&#xfc;rmische City, Ende Nordnacht, in Hamburg-Juni?, fastelte die Stimme. ?Der Postschaffner Lui Pfui verwandte sich an seine? Nee. Haltstop.? Die Stimme r&#xe4;usperte und ermannte sich und lallte: ?Der Postler Pfui sekretierte seine Verwandte? falsch. Der Dings, der Pfui, der Lump? h&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Bella f&#xfc;hlte ihre Kr&#xe4;fte wiederkehren und zugleich die Hoffnung aufkeimen auf eine gro&#xdf;e Zukunft, diesmal aber wirklich. Rasch zog sie ihr Handtuch vom Kopf und blickte sich um, gerade rechtzeitig, um verfolgen zu k&#xf6;nnen, wie Lui Pfui ein wenig ratlos auf seinem DMF &#xfc;ber dem Kreuzwortr&#xe4;tsel kauerte und mit verzweifeltem Gesichtsausdruck ausrief: ?Mein Hottner!? Dann fa&#xdf;te er sich an den Kopf, offenbar v&#xf6;llig verwirrt.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Auch Dr. Porschmann schien von einer Art Identit&#xe4;tskrise gesch&#xfc;ttelt. ?Ich f&#xfc;hle mich nur noch wie ein halber Mensch?, murmelte er, ri&#xdf; sich schlie&#xdf;lich aber doch zusammen und sagte: ?,Ja?? ? Nein: ,Das denn?? ? &#xc4;h: W! ,Was denn?? Ja. ,Was denn??? Und f&#xfc;gte verst&#xe4;ndnislos hinzu. ?Hottner? Was f&#xfc;r?n Hottner??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wie defekt brummte Lui: ?Ursex mit 0 Buchstaben, der vorletzte ist ein Buch.? Dann massierte er seine Nase und sagte: ?H&#xe4;??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? wieherte es von irgendwoher.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Lulu posierte lustlos vor dem Dienstspiegel, brach pl&#xf6;tzlich ab und kuschelte sich an Bodo. ?Ich hab Angst, Hase?, piepste sie.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich auch?, wimmerte Bodo. ?Was geschieht mit uns?? Panisch stenographierte er vor sich hin.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;h&#xe4;h&#xe4;?? trompetete die unheimliche Stimme. ?A-harrharr??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Kurz entschlossen ergriff Bella die Initiative. Sie erhob sich und lief auf Zehenspitzen durchs B&#xfc;ro. ?Ja, wo sind denn meine Strapse?? sagte sie laut und scheinheilig.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;h&#xf6;!? t&#xf6;nte es von irgendwoher. Bella reckte den Hals. Es kam aus der DUK! Auf leisen Sohlen huschte sie hinein. Bodo, Lulu und Dr. Porschmann folgten ihr versch&#xfc;chtert. Zu viert schoben sie den schweren gelben Brokatvorhang zur Seite und ? erschraken zu Tode. Die gro&#xdf;e verspiegelte Schrankwand gegen&#xfc;ber warf nicht ihr Spiegelbild zur&#xfc;ck, sondern die Szenerie aus einer fremden Welt, die ihnen so sch&#xf6;n, so wunderbar, so geist!voll und so prima erschien, da&#xdf; ihre Sehnsucht nach einem &#xdc;bermorgen sich f&#xfc;r immer in ihren Herzen festsetzte.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Da sind sie!? fl&#xfc;sterte Bella &#xfc;berw&#xe4;ltigt. ?Der eine sieht sehr gut aus! Mm!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp?Der andere?, wisperte Lulu aufgeregt, ?hat einen sehr sch&#xf6;nen Bauch und eine entz&#xfc;ckende Brille! Wahrscheinlich ein Intelligentueller!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Jedenfalls sieht?s darin nicht wie in unserem B&#xfc;ro aus?, sagte Lulu leis.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Der eine raucht, der andere nicht?, registrierte Dr. Porschmann in seiner Eigenschaft als Wissenschaftler.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Aber beide trinken?, brummte Bodo.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lachen?, erg&#xe4;nzte Bella.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?&#xdc;ber uns?, ahnte Dr. Porschmann.
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Pl&#xf6;tzlich stand einer der beiden Wahnsinnigen auf und zeigte mit dem Finger direkt auf ihn, Porschmann, und gurgelte:


Folge 26 (NE):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Hiermit spreche ich dir feierlich s&#xe4;mtliche akademischen Titel ab. Prost!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Was?? Das blanke Entsetzen stand in Porschmanns Gesicht geschrieben. ?Das k&#xf6;nnen Sie mir nicht antun. Ich hab doch sonst nichts anderes!?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Und lasse au&#xdf;erdem?, fuhr der Wahnsinnige ungetr&#xfc;bt fort, ?einen ungeheuren Schwindel auffliegen, durch den du dir mit falschen Papieren deine Position ergaunert hast. Dein wahrer Name ist n&#xe4;mlich Stanislaus Proschinski. Und du hast noch nicht mal Mittlere Reife.?
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?H&#xe4;?? Proschinski grinste debil und wandte sich seinen fassungslosen Kollegen zu. ?Issas gut oder issas schlecht??
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ich protestiere energisch?, rief Bella. ?Wer sind wir denn, da&#xdf; man so was mit uns machen kann!?


Vorschau auf Folge 27 (FS):
&amp;nbsp;&amp;nbsp;?Ja, wer denn?? fragte der andere Wahnsinnige etwas ratlos. ?Und wer sind WIR denn &#xfc;berhaupt??


Anhang

Abk&#xfc;rzungsglossar


	
		
	Abk&#xfc;rzungsabteilung: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Abk&#xfc;rzungsabteilungAKT: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Anti-Kalauer-TamponAlo: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		ArschlochAS: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Assistenzsekret&#xe4;rBiLuka: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		bis Lulu kamCI&#xc4;: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
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&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
Aktive Arbeitskraft-Auffang-Abteilung
ZAR: 
		&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
		Zoten-Abwehrrakete
2B: 
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	Busen-B&#xfc;ro

				
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				<category>&amp;quot;Bella&amp;quot;. Der Fortsetzungsroman.</category>
				
				<pubDate>Mon, 28 Mar 2005 19:32:00 --0200</pubDate>
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