Mathias Bröckers
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Writersblog von Mathias Bröckers.
2. Juni 2007
In Zukunft Feudalismus.
Zu Beginn der "G 8"-Woche ein Text aus meinem neuen Buch "Cogito Ergo Bum" - über die Verteilung des Wohlstands im globalen Dorf:
"Stellen wir uns vor, die gesamte Erde mit ihren derzeit 6,5 Milliarden Menschen sei ein Dorf mit 100 Einwohnern. In diesem globalen Dorf leben 51 Frauen und 49 Männer, aber das ist auch schon fast das einzige, was gleichmäßig verteilt ist. Was die Rassen und Sprachen betrifft, sind 60 Dorfbewohner Asiaten, 14 Afrikaner, 14 Südamerikaner, elf Europäer und fünf Nordamerikaner; 13 Bewohner sprechen Chinesisch, fünf Spanisch, vier Englisch, drei Hindi und je zwei Portugiesisch und Russisch – die restlichen 71 Bewohner sprechen jeder eine verschiedene Sprache. Auf ihre Religion angesprochen, bezeichnen sich 33 Bewohner als Christen, 21 als Muslime, 15 als Hindus, sechs als Buddhisten sowie 16 als Agnostiker, die keiner Religion anhängen. Im Lauf seiner langen Geschichte hat es das globale Dorf zu einigem Wohlstand gebracht, der in den historischen Anfängen unter den Bewohnern auch noch weitgehend gleich verteilt war, doch dann hatten vor einigen Jahrhunderten ein paar erfindungsreiche Bewohner begonnen, sich mit Waffen auszustatten und einige Gassen des Dorfs gewaltsam zu erobern, die Bewohner zu versklaven und die Bodenschätze auszubeuten. Diese Raubzüge verschafften ihnen die Mittel für weitere Waffen und Armeen, sodass sie bald alle schwächeren Bewohner und Häuser im Dorf unter ihre Kontrolle brachten. Gleichzeitig sorgten sie dafür, dass ein von den Dorfältesten in den Anfängen erlassenes Gesetz, dass Geld nur aus Mitgefühl, aber nicht gegen Zins verliehen werden durfte, abgeschafft wurde. Waren es bis dahin nur Gewalt und überlegene Waffen, die die Umverteilung des Wohlstands gesichert hatten, kam mit diesem neuen Geld ein weiterer Faktor dazu, mit dem Sklaven unter Kontrolle gehalten werden konnten. Es vermehrte sich von selbst, wenn man es ihnen auslieh. So stieg der Wohlstand der Waffen- und Geldbesitzer nach und nach ins Unermessliche.
Ende des Jahres 2006 legten die Vereinten Nationen – eine Institution aller Dorfbewohner – die Ergebnisse einer Studie vor, die die aktuelle Verteilung des Wohlstands im globalen Dorf untersucht hat. Danach sind 50 Prozent des gesamten Vermögens im Besitz von zwei Bewohnern, diesen beiden allein gehört also die Hälfte der gesamten Welt; acht weitere können 35 Prozent des gesamten Wohlstands ihr Eigen nennen. Diesen zehn Bewohnern, denen zusammen also 85 Prozent gehören, stehen 50 Bewohner gegenüber, die alle zusammen nur über ein Prozent des Wohlstand verfügen. Dieser Hälfte der Dorfbewohnerschaft reichen ihre Einkünfte oft nicht einmal zum Essen und für ausreichend Trinkwasser. Verbleiben noch 40 Dorfbewohner, die über die restlichen 14 Prozent des Vermögens verfügen – noch, denn sie sind verschuldet, und der Zinsmechanismus sorgt dafür, dass ihr Vermögen immer schneller dahinschmilzt und ebenfalls bei den Superreichen landet. Wenn wir uns das Ganze als großes Monopolyspiel mit 100 Spielern vorstellen, dann gehören zwei Spielern, über die Schlossallee und die Parkstraße hinaus, die Hälfte aller Straßen, aller Häuser und des Geldes, acht weitere kommen zusammen auf ein Drittel, und um den verbleibenden Rest von 15 Prozent schlagen sich 90 Spieler. Dass ein solches Spiel nicht funktionieren kann, weil die Verteilung der Chancen einfach nicht stimmt, ist offensichtlich; für 90 Prozent der Mitspieler kann so etwas wie Spielfreude überhaupt nicht aufkommen. Die Hälfte von ihnen nagt am Hungertuch und kommt kaum noch heil über die Runden – die andere Hälfte prügelt sich verbissen um den schmalen Wohlstandsrest, den die Supermonopolisten noch nicht vereinnahmt haben. Und von Runde zu Runde wird es enger ...
Würden Sie da gerne mitspielen? Das ist eine rhetorische Frage, denn dies ist kein Spiel, sondern die Welt, in der wir leben müssen. Wir haben keine Wahl, einfach auf »Mensch ärgere dich nicht« umzusteigen, weil uns dieses Monopolyspiel zum Scheitern verurteilt und keinen Spaß macht. Wir sind mittendrin, entrichten als Zinssklaven täglich unseren Obolus und füttern das System: Jedes Brötchen, jedes U-Bahn-Ticket, jedes Telefongespräch ist mit Zinskosten belastet, ebenso wie jeder Gang zum Klo, denn auch in den Abwassergebühren stecken Zinsen. Wir können also gar nicht anders, als dafür zu sorgen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. Bald werden in unserem Dorf nicht mehr acht Bewohner über 85 Prozent des gesamten Vermögens verfügen, sondern sieben über 90 Prozent, dann sechs über 93 Prozent, wenig später fünf über 95 Prozent usw. Worauf dieses Spiel hinausläuft, liegt auf der Hand: ein Feudalsystem, in dem nur einem Geldbesitzer das ganze Dorf gehört und die gesamten Bevölkerung sich in der Rolle besitzloser Leibeigener vorfindet. Nichts anderes kann das Ergebnis dieses Spiels sein, dessen Scheitern schon im System angelegt ist. Die einzige Möglichkeit, es zu stoppen, wäre, die Spielregeln zu ändern und die magische Selbstvermehrung des Geldes durch Zins und Zinseszins zu beenden. Wo 90 Prozent der Dorfbevölkerung zwangsläufig zu den Verlierern des Spiels zählen, wundert es eigentlich, dass sie diese untauglichen Regeln nicht längst geändert haben. Und wäre es nur eine unsichtbare Hand, die diesen Markt regiert, hätte die 90-Prozent-Mehrheit der Mitspieler ihr auch schon längst auf die Finger geklopft. Doch hinter dieser unsichtbaren Hand steckt eine eiserne Faust, die mit Kanonenbooten, Flugzeugträgern und Soldaten dafür sorgt, dass an den Spielregeln nicht gerüttelt wird.
Also: Gehen sie über »Los!« und seien Sie froh, dass Sie Hartz 4 einziehen können – anderswo gibt’s schon längst gar nichts mehr."
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Kommentare
Beitrag von Steffino / Veröffentlicht um 15:33 - 02.06.07
man kann wohl mindestens behaupten, dass das projekt 'demokratie' gescheitert ist..
und es wird von tag zu tag offensichtlicher, dass die welt vom kapital beherrscht wird und nicht vom volk.
Beitrag von Beat Conradin Oschwald / Veröffentlicht um 16:57 - 02.06.07
... und Hollywood sorgt dafür, dass Diejenigen, welche morgen zu den Verlierern zählen, weil die Zinskosten sie oder ihre Arbeitgeber oder ihre Staaten aufgefressen haben werden, glauben, dass sie auf der "rechten" Seite sitzen.
Der Glaube, der ist das eigentliche Problem. Der aber ist den 33 Christen, 21 Muslimen und 15 Hindus jahrtausende lang eingeprügelt worden. Die Agnostiker glauben an die alleinseligmachende Wissenschaft und die Buddhisten werden dann die einzigen sein, die damit klarkommen, denn sie wissen darum, sowieso einer gigantischen Simulation auf den Leim gegangen worden zu sein.
Ausweg? Fragen Sie doch Captain Jack Sparrow. Der findet immer wieder einen - falls sie ihm begegnen können.
Beitrag von rabru / Veröffentlicht um 00:06 - 03.06.07
Jene acht wohlhabenden Bewohner unseres globalen Dorfes, die über gut ein Drittel allen Besitzes verfügen, werden in wenigen Tagen an der Ostsee eine schöne Posse aufführen. Fast zeitgleich treffen sich zurzeit die beiden Megareichen am Bosporus - unbemerkt vom Rest des Dorfes -, um weiter an der Neuen Dorf Ordnung zu basteln. Was sie da wohl aushecken ... hier ein Gedankenprotokoll, das ich soeben telepatisch aufzeichnen konnte:
"Selbstverständlich ist 'eine andere Welt möglich' – aber völlig anders als diese Loser sie sich vorstellen. Schuldenerlass für die Allerärmsten? Peanuts. Regulierung von Kapitalströmen? Wir sind die wahren Anarchisten. Umverteilung, Abschaffung des Zinses gar? Satan bewahr!
In der Tat sind wir als Elite bereit zu harten Schnitten, nur nicht bei uns: 50 nutzlose Dorfdeppen könnten durchaus von ihrem erbärmlichen Schicksal erlöst werden. Leider sind dem verbleibenden saturierten Gutmenschenpack unsere dafür entwickelten Lösungen nicht vermittelbar, obwohl auch sie davon letztlich profitierten. Nun, wir verfolgen einige subtile langfristige Strategien: militärische, medizinische und klimatische 'Katastrophen' etwa, die wir vorgeblich 'bekämpfen' und so unter Kontrolle behalten. Um unser beider Macht und Reichtum weiter zu mehren, reichen die übrigen 48 Dorfbewohner schließlich völlig hin. Mit Pharmadepot im Zahn und Funkchip unter der Haut, sicher ist sicher."
Hier brechen die Signale leider ab. Sonst noch jemand auf Empfang?
http://politblog.net/allgemein/wer-stellt-in-istanbul-die-weichen.htm http://infowars.wordpress.com/tag/new-world-order/
Beitrag von A. Loha / Veröffentlicht um 13:01 - 03.06.07
Und was ist die Moral von der Geschicht? Was soll nun kommen? Sollen wieder mal ein paar Bolschewisten das Proletariat erlösen, vom Leben, so wie es in Russland, der Ukraine, Rotchina, Kambodscha mit insgesamt über 100 Mio Toten geschah? Seelenloser Konsumismus gegen seelenlosen Kommunismus des (nach Wurmbrandt) Satanisten Marx? Der Zins ist der Schlüssel, die Internationale aber nicht die Lösung, sie saß schon immer im Boot mit drin. Fragen Sie Herrn Trotzki, von wem er den Koffer voller Geld vor der Abreise zur Revolution an der Wall Street bekam! Im Kommunismus sitzen die Kapitalisten schlicht im ZK, das für alle Phantasten.
Beitrag von zartbitter / Veröffentlicht um 02:26 - 04.06.07
Das Dumme ist, die 90 Lohnsklaven nehmen eine Realität wahr, die von den 10 wohlhabenden Bewohnern inszeniert wird. Es ist wie die Reise nach Jerusalem. Jede Zinsrunde bleiben weitere auf der Strecke.
@A. Loha "Und was ist die Moral von der Geschicht?" 100% Erbschaftssteuer. http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/100reiche.htm
Beitrag von Rheinbogen / Veröffentlicht um 07:38 - 04.06.07
"Was soll nun kommen? Sollen wieder mal ein paar Bolschewisten das Proletariat erlösen, vom Leben, so wie es in Russland, der Ukraine, Rotchina, Kambodscha mit insgesamt über 100 Mio Toten geschah?"
Hat irgendein ernstzunehmender Mensch so etwas vorgeschlagen? Dann ist es mir entgangen. Das Beispiel ist aber typisch: Der real existierende Kapitalismus hat zwar "gesiegt", ist aber, das spüren viele, nicht der Weisheit letzter Schluss. Was machen also seine Verteidiger (ich meine Sie jetzt nicht persönlich, A. Loha)? Sie setzen Begriffe wie Bolschewismus oder Kommunismus als einzig denkbare Alternativen entgegen, so als gäbe es nichts dazwischen oder daneben. Das dumme Volk ist dann wieder zufrieden, denn Kommunismus war ja etwas ganz böses, das wollen wir auf keinen Fall, dann schon lieber bei dem bleiben, was wir haben, einen dritten oder vierten Weg scheint es ja nicht zu geben. So wird jede öffentliche Diskussion über das Wirtschaftssystem schon im Keim erstickt. Die 2 und die 8 von unseren 100 sind's zufrieden. Und bekennen sich wieder einmal zu Afrika und machen bezüglich der Armen in den eigenen Ländern Sprüche wie "wer wirklich will, kann es zu etwas bringen". Amen!
Beitrag von Mathias Bartsch / Veröffentlicht um 10:40 - 04.06.07
Danke, Herr Bröckers, für diesen kurzen knackigen und bildlichen Text zum Thema Umverteilung von arm zu reich durch den Zinsmechanismus. Leider ist die Gruppe der Geldsystemkritiker noch klein, doch die Befürworter der Thematisierung des Zinsthemas wächst ständig. Es ist doch logisch, das daß Geldmengenwachstum auf Dauer nicht höher sein kann, als das reale Wirtschaftswachstum. Das Thema Systemänderung wird noch zu sehr von der marxistischen Denke der Eigentumsverhältnisse geprägt. Doch auch hier versuchen Ökonomen die Synthese zwischen Marx und dem Begründer der Freiwirtschaftlehre Silvio Gesell. "Stabiles Geld ist nicht alles, aber ohne stabiles Geld ist alles andere nichts" so Karl Schiller. ehem. bundesdeutscher Wirtschaftsminister. Ein umfangreiche Daten- und Textsammlung findet sich unter www.geldreform.de
Beitrag von karsten / Veröffentlicht um 12:16 - 05.06.07
@CO & MB:
"Die Agnostiker glauben an die alleinseligmachende Wissenschaft "
Das mein Lieber sind Atheisten !
Es gibt einen entscheidenten Unterschied zwischen Atheist und Agnostiker .... die einen (Atheisten) glauben daß es keinen Gott gibt, lehnen Spiritualität also ab (dies impliziert einen reinen blinden Material- und Wissenschaftsglauben), während die anderen (Agnostiker) wissenschaftlich feststellen daß die gestellten Fragen sich ihrem Erkenntnishorizont entziehen, weshalb sie sich auf keine Aussage festlegen. Die etwas anderen Agnostiker (Ich nenne sie immer Agnostiker zweiter Ordnung, während die anderen die Agnostiker Erster Ordnung sind - bei mir zumindest) lehnen sich nur nicht auf eine maifestierte Religion fest, sondern lassen alles offen, sind aber der Spiritualität gegenüber nicht abgeneigt (lehnen also den Atheismus als 'Religion' ab). Man könnte Agnostiker auch unterteilen in vollständig (1. Ordung) und unvollständige (2.Ordnung) Agnostiker.
Schon der Quatenmechaniker weiß daß die Wahrheit im Auge des Betrachters liegt. Agnostiker sind somit die Quantenmechaniker unter den Religionsvertretern, wenn man so will.
"und die Buddhisten werden dann die einzigen sein, die damit klarkommen, denn sie wissen darum, sowieso einer gigantischen Simulation auf den Leim gegangen worden zu sein."
... auch die Fans der Trilogie 'Die Matrix' glauben an eine solche ... und das sind nicht notwendigerweise Buddhisten.
Es ist aber auch unerheblich ob simuliert oder nicht, da sich Zufriedenheit und Glück, Angst, Leid etc. innerhalb diesen simulierten Raumes abspielen, ebenso wie unsere gesamte (irdische) Sinngebung.
Aus diesem Grunde sind Fragen nach dem spirituellen und metaphysichen für die Praxis und die materielle/materiell motivierte Theorie nur am Rande von Interesse, alleine deshalb schon weil es sich um Spekulation handelt, aber auch weil es sich unserem Tun entzieht.
Ich sehe es so: Ich bin für mein Handeln in meinem Umfeld verantwortlich ... und selbiges erwarte ich von anderen Menschen im Umgang mit mir ebenfalls - ich würde mich auch gerne darauf verlassen können, doch leider lauern die Verbrecher an allen Ecken und versuchen mich für ihr Interesse und ihren Profit zu mißbrauchen (habe gerade Streß mit meiner ehemaligen Anwältin für Familienrecht .... derzeit krieselt es in meinem privaten Umfeld aus allen Löchern - man will mir damit wahrscheinlich die Anerkennung meines Engagements zu Gunsten anderer Menschen teilwerden lassen - nur um den Hintergrund zu erfassen vor dem ich das hier schreibe - ich habe die Belege derzeit in der Praxis greifbar nahe).
Beitrag von karsten / Veröffentlicht um 17:29 - 05.06.07
@rb:
Bolschewismus oder Kommunismus
da fehlt noch das Internationale Judentum und fertig ist .... aaaarg ... grolo.de ist derzeit platt :(
egal, da isses auch: http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/sportpalastrede/index.html
@A.Loha: "Im Kommunismus sitzen die Kapitalisten schlicht im ZK, das für alle Phantasten."
Verbrecher gibt es überall ... egal welche Ideologie dahinter steht, egal ob Verein, Partei, Verband, Gewerkschaft, Unternehmen .... ob Kommunismus, Marxismus, Kapitalismus, Neo-Liberalismus ....
und die Creme de la Creme der Verbrecher schafft es, zumindest nach geraumer Zeit, immer an die Spitze um das System, sei es noch so resistent und stabil gegen Unterwanderung, zu unterwandern um dann dem vetternwirtschaftlichen Gebaren freien Lauf zu lassen.
Es ist nicht ein Fehler des Systems, sondern ein Mangel an Immunsystem dagegen, also bestenfalls eine Systemschwäche.
Menschen mit verkümmerter Stirnlappenkortex, einhergehend mit einer Bestrebung das Alphatier zu sein und den dazu nötigen Strategien (die aus der Notwendigkeit herus entstehen daß man ohne diese nicht überlebnsfähig wäre in der Gesellschaft) kommen eben nun mal zu einem bestimmten Prozentsatz vor. Wer darunter eben die meisten Vettern hat und den stabilsten Ellenbogen, die besten Springerstiefel und die schlüpfrigste Schleimspur, der schafft es eben nach ganz oben.
Eine Gesellschaft die gegen derartiges nicht immun ist, setzt sich diesem machtgierigen, hirntoten Verbrecherpack aus, das es immer wieder schafft Schergen und Hofschranzen auf seine Seite zu ziehen, die zu ihrem eigenen Vorteil selbst die Seele ihrer eigenen Mutter verkaufen würden oder schlimmer noch: ihre eigene, nur um Kapital daraus zu schlagen, egal welche Ideologie zu Grunde liegt.
Man könnte auch sagen daß es sich hierbei um einen Wohlstandseffekt handelt und dem daraus resultierenden "Scheiß egal Gefühl" (hauptsache man verpaßt die Seifenoper nicht und macht drei mal im Jahr Urlaub auf Mallorca), die die Masse für derlei Entwicklungen und die notwendigen Gegenmaßnahmen unsensibel macht. Bild, SPIEGEL und Co, sowie N24 und sonstige Wochenschauen geben dieser Entwicklung Auftrieb. (Hab' ich das schon mal geschrieben oder hab' ich jetzt ein Deja Vu ?? Egal, man kann es nicht oft genug sagen).
Für die notwendige Unwirksamkeit sorgen undurchsichtige Paragraphen, eine juristische Amtssprache die keiner versteht, viel Bürokratie, in der man den schwarzen Peter von A nach B reichen kann, damit er über C,D,E und F irgendwo im Nirvana verschwindet und einen Kadavergehorsam von Staatsdienern mit Hirndurchblutungsstörungen, die in Behörden, Ämtern, bei der Polizei, den Bundesbehörden etc. ihr Unwesen treiben.
Nicht zu vergessen: All diejenigen die sich im Namen der nationalen Sicherheit der demokratischen Kontrolle entziehen, in BfV, BND und Teilen des BKA. (und beim MAD, der ja sowas wie der BfV für die 'Staatsbürger in Uniform ist).
Hinzu kommen noch einige publikumswirksame Inszenierungen (Reichstagsbrände) und die dazu gehörigen Verschwörungstheorien (z.B. jüdische Weltverschwörung oder al Kaida) und fertig ist der Machtmix, mit dem jede Gesellschaft ihrem Untergang geweiht ist.
Das war schon bei den Babyloniern und den Ägyptern so. Die einen bauten Türme und redeten dann nicht mehr miteinander (ist in unserer lukrativen Streitkultur, von der Anwälte kräftig profitieren ja ebenfalls so), die anderen in einem Anfall an Größenwahn Pyramiden und Königstäler.
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