Mathias Bröckers
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Writersblog von Mathias Bröckers.
20. Juni 2008
Anonyme Antifaschistoide.
Weil der 9/11 -Dokumentarfilm Unter Falscher Flagge, in dem u.a. Andreas Hauss, Andreas v. Bülow und ich interviewt werden, in einem Stadtteilzentrum in St.Pauli gezeigt wurde, hat ein Verein namens "Bad Weather - Antifaschistische Gruppe Hamburg" mit einem anonymen offenen Brief protestiert. Darin steht der übliche Haufen denunziativer Unsinn, wie er von rasenden Philosemiten und Groß-Israel-Fanatikern nun mal abgesondert wird und nicht weiter der Rede wert wäre. Aber diese Anonymen Antifaschistoiden haben ein Highlight des Hochgradschwachsinns fabriziert, das zitiert werden muß:
"Wer Bush, wie es etwa Bröckers tut, einen Hitler nennt, will sich ein Recht erwerben, von Auschwitz nichts mehr hören zu müssen."
Anders als H.M.Enzensberger, der Saddam Hussein vor dem ersten Golfkrieg als neuen Hitler benannte, habe ich George W. Bush eine solche Benennung zwar nie zukommen lassen, sondern vielmehr darauf hingewiesen, dass sein Großvater, der Bankier Prescott Bush, als einer der Finanziers des Nazi-Regimes in den USA vor Gericht stand - aber selbst wenn: Wollte sich etwa der allseits geschätzte Enzensberger mit seinem idiotischen Vergleich "das Recht erwerben, von Auschwitz nichts mehr hören zu wollen." ? Wie kann man sich so ein Recht überhaupt erwerben ? Wird man in die Hamburger Schlechtwettergruppe nur aufgenommen, wenn man mindestens morgens, mittags und abends dreimal "Auschwitz" skandiert und hört ? Sollte uns das zu denken geben ? - ich denke nein. Ob man sich aber Nazi-Gegner und Antifaschist nennen und gleichzeitig für eine rassenreine "Demokratie" in den Grenzen von 33 vor Christus eintreten kann, das wäre dann doch die eine oder andere Überlegung wert.
Update: Ein Besucher der Filmvorführung schickte mir den folgenden Bericht:
Guten Tag Herr Broeckers! Ich habe eben Ihren Bericht über die öffentliche Filmvorführung im "Kolibri" in St.Pauli gelesen und da ich selbst dort war, dachte ich mir, mal schnell eine email zu verfassen... Ich war mit einem Kollegen dort, da wir beide keine Lust auf Fußball schauen hatten und ich immer schon drauf gewartet habe, bis man solch einen Film (den ich schon aus dem Netz kannte) mal in der Öffentlichkeit zeigen würde. Bevor alles los ging, wurden wir Zuschauer (ca. 15 Leute) darauf hingewiesen, daß es von mehreren Seiten Drohungen und emails gegeben habe - insbesondere die Deutsche Jüdische Gesellschaft habe das "Kolibri"-Team aufgefordert diesen Film unter keinen Umständen zu zeigen. Das war für mich sehr erstaunlich, da ich weiß, daß in diesem Film,der für mich das beste ist, was bisher zu diesem Thema gefilmt wurde,nicht einmal das Wort "Israel" vorkommt und es ausschließlich um das Thema 911 aus der Sicht von Deutschland und den USA geht. Um so erstaunlicher ist es, wie verschiedene Vereinigungen wohl Druck auf das kleine Kultur-Café ausgeübt haben... Nach dem Film gab es dann noch eine Gesprächs-Runde in der es ehrlich gesagt ziemlich zur Sache ging...ich fühlte mich sehr an's Fernsehn erinnert, wo sich die Herren Politiker ebenfalls nie aussprechen lassen. Alles in allem war das eine eher eigeartige Geschichte. Mir war etwas beklommen zu Mute, da man sich fast schon konspirativ treffen musste, um solch einen Film zu sehen. Allerdings wäre es zu wünschen, daß solche Veranstaltungen öfters statt finden - in Zukunft vielleicht auch mit den Leuten aus dem Film zusammen, die anschließend fragenden Besuchern Antworten o.ä...Wie sehen Sie das? Ich lese Ihren blog schon seit Jahren immer wieder gerne und bin froh,daß Sie über all dieser grauenvollen Thematik nie den Humor verlieren ; ) Viele Grüße aus Hamburg
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Kommentare
Beitrag von gf / Veröffentlicht um 22:13 - 20.06.08
Das ist Auftragsarbeit vom Geheimdienst, ausgeführt durch Provokationsagenten der linken Szene, die sich über ihr Benutztwerden wahrscheinlich gar nicht mal selbst so ganz klar sind. Dazu fehlt denen die emotioanle Reife.
Man denke an das Phantom der 3. RAF-Generation. Das Terrormodell wurde damals einfach durch den Geheimdienst einverleibt und umfunktioniert als Terrormodell gegen NWO-Störer wie Alfred Herrhausen. Herrhausen hatte eigene, abweichende Pläne, die den Interessen der Illuminaten widersprachen, was den Wiederaufbau Ostdeutschlands und Osteuropas nach dem Mauerfall anging. Also musste er von der Bühne verschwinden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_RAF-Phantom
Beitrag von Jörg Cappallo / Veröffentlicht um 12:10 - 21.06.08
Ich beobachte seit der Entstehung von Indymedia die Entwicklung dieses Portals. Was mir, und nicht nur mir, mittlerweile auffällt und jeden Tag in der Nachrichten-Moderation dieses Mediums mehr und mehr evident wird, ist, dass alle Meldungen, die sich mit dem 11.9.2001, sowie mit Kritik an Israel, als auch mit Aufklärung über neoliberale Machtstruckturen hinter den Vorhängen befassen, entweder völlig geblockt oder durch die Moderation ganz nach hinten rutschen. Stattdessen wird eine sog. antifaschistische Propaganda gefahren, die sich auf den Zusammenstoß von Glatzköpfen mit dem linken schwarzen Block beschränkt. Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass dem eine Absicht zugrunde liegt, die darauf abzielt, die wirklichen Probleme mit dem neoliberalen internationalen Faschismus zu verscheiern. Es würde mich nicht wundern, wenn Indymedia-Deutschland masssiv von V-Leuten des Verfassungsschutz unterwandert ist.
Beitrag von Till Diepold / Veröffentlicht um 17:07 - 21.06.08
Leute, ich würde die Causa mehr mit Humor sehen. Ein Satz wie "Man sollte alle Neonazis vergasen" bringt die Absurdität, glaub ich, ganz gut auf den Punkt.
Beitrag von demo48 / Veröffentlicht um 06:33 - 22.06.08
Als jemand, der bereits in seiner Kindheit erfuhr, was es heißt, aus irgendeinem läppischen Grund seitens seiner Umwelt anhaltend diskriminiert zu werden, der in wichtigen Entwicklungsjahren bereits einen Teil elterlichen Bestands durch Krankheit verlor, um dann später 16 Semester damit zuzubringen, personenspezifische, aber auch gesellschaftlichen Hintergründe zu recherchieren, und der auf seinem beruflichen Weg unter anderem auch einmal auf der 'roten Liste' vom »Verband der deutschen Zeitungsverleger« stand, sodaß er bundesweit in keinem dazugehörenden Medium seine Werbung schalten durfte, auch um seine Familie ernähren zu können, diese Person – nämlich ICH – empfindet diesen 'Offenen Brief' einer mir bislang nicht bekannten Gruppe ganz nach dem Motto: "Man kann gar nicht soviel essen wie man kotzen möchte!"
Exakt ein Jahr nach 9/11, also am 11.09.2002, landete ich in den USA, um einen Geschäftsfreund zu besuchen. Angesichts der von ihm damals erhaltenen Hinweise, erwachte erstmals meine Skepsis gegenüber den offiziellen Darstellungen um 9/11. Da die Andeutungen aber von jemandem kamen, den ich aufgrund seiner sonstigen Integrität nicht einfach unter der Rubrik 'Spinner' einsortieren konnte, sah ich mich nach meiner Rückkehr dazu veranlaßt, das Gehörte etwas genauer 'unter die Lupe' zu nehmen. Ich wollte herauszufinden, ob die Äußerungen des amerikanischen Partners vielleicht doch nur aus taktischen Erwägungen heraus gemacht worden waren oder vielleicht doch durch solide Fakten belegt werden könnten.
Bei meinen monatelangen Recherchen stieß ich u.a. auch auf Mathias Bröckers und seine Serie »WTC-Conspiracy« bei TELEPOLIS. Sie gab mir immer wieder die notwendige Ausdauer, um beim Sammeln und Sichten von über 5.000 Dokumenten nicht doch vorzeitig schlappmachen zu wollen. Leider ist mir später eines Tages die Festplatte verreckt, deren Instandsetzung mich mehrere tausend Euros kosten würde. Dennoch hüte ich das kaputte Teil bis heute sehr sorgfältig statt es einfach nur zu entsorgen.
Die diversen Manipulations- und Suggestionstechniken sind mir aus beruflichen Gründen nicht fremd, sei es auf dem Gebiet der Werbebranche, sei es im Bereich der Unternehmensberatung, sei es aus der Personalführung. Letztendlich sollte es einem dann aber doch wieder nur um das Sichten von zuverlässigen, stichhaltigen Fakten gehen, um verantwortungsvolle Ergebnisse erreichen zu können. Diese zur Aufarbeitung notwendige Vorgehensweise ist bis heute bei keiner der 'offiziellen' Verlautbarungen oder deren Druckwerke zu erkennen. Diese 'Magiere der Macht' scheinen bis heute darauf zu hoffen, daß das Verteilen von Aufklebern, wie z.B. »Verschwörungstheorie« oder »Antisemitismus«, völlig ausreichen würden, um sich selbst zur sogenannten 'Elite' zählen zu dürfen. Falsch!
So bin ich immer wieder fassungslos darüber, wie definitiv nachprüfbare Belege von sogenannt 'seriösen' Mitmenschen skrupellos einfach ignoriert werden, wenn's denn gerade paßt. Und vor allem auch darüber, aus welchen Beweggründen und mit welch fadenscheinigen Rechtfertigungen dies immer wieder, gerne auch unter dem Einsatz dümmster Ausreden, (zunächst) geschieht. Offenbar handelt es sich auch dabei um eine klassische Form von »Dummheit der Diktatur«!
Dies empfinde ich insbesondere auch deshalb so unverantwortlich und (eben) auch unseriös, da diesen Zeitgenossen ein Menschenleben weniger wert ist als ein möglicher, finanzieller Eigennutz, sei es ob als Sold, ob als zu erwartendes Wohlwollen seitens noch Skrupelloseren oder als finanzielle Unterstützung für eigenes Pharisäertum. In meinen Augen nichts anderes als ein klassischer Beweis für »geistige Korruption«.
Dieses ganze, rundweg unseriöse Gebaren solcher vielleicht sogar angesehener 'Edelleute', ist für mich nur dann nachvollziehbar, wenn man folgende Logik zugrundelegt: "Gewinn (nicht Verdienst!) ist die Differenz zwischen Wissen einerseits und Unwissen andererseits!" Da aber auch diese Zeitgenossen nie sicher sein können, von allen selbst am meisten zu wissen, bleibt ihnen nur die Möglichkeit, von persönlichem Glück einmal abgesehen, um sich zu den Gewinnern (nicht Leistenden!) zählen zu können: sie müssen alles daransetzen und dafür sorgen, daß anderen die notwendigen Fakten nicht (doch noch) zur Kenntnis gelangen können. Sollte dies im Laufe der Zeit aber doch passieren, werden diese Propagandisten eines Tages einsehen müssen, daß man sie als Lügner und Betrüger erkennt und den Geschädigten 'zum Fraß' vorwirft. Ein bißchen Gerechtigkeit sollte den Opfern und ihren Familien vielleicht doch noch widerfahren, wie ich finde.
Auch so ein Fall: http://info.kopp-verlag.de/news/article/die-brandstifter-wie-der-kriegspropaganda-ein-zitat-abhanden-kam.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=2&cHash=b73ba3344a
demo48
Beitrag von Bruno / Veröffentlicht um 12:59 - 22.06.08
Ich denke, denn inhaltlichen Aufbau des “Offenen“ Briefs kann man am Besten mit seinen eigenen Worten beschreiben “…wenn auch nie genau expliziert wird…“.
Der Grund meines Kommentars liegt in einem Erlebnis, dass ich vor kurzem hatte; ich gehe darauf später ein.
Sucht man nach denjenigen, die von 9/11 profitiert haben, führen Spuren leider oft in die gleiche Richtung. Beispiel: Larry Silverstein > Eisenberg > AIPAC > Israellobby. (http://www.zeitenschrift.com/news/wtc_wahrheit.ihtml).
Larry Silverstein war zur 9/11 – Zeit auch der Besitzer von Gebäude Nr. 7; dort begann er den großen Fehler, es sprengen zu lassen. Für die Interpretation einer Sprengung von Gebäude Nr. 7 gibt es keine sinnvolle Alternative.
Zurück zum “Offenen“ Brief, an dessen Schluss nur offen ein Verbot der geplanten Veranstaltung (Unter falscher Flagge) gefordert wird. Unterzeichnet wurde diese Zensurforderung von einer so genannten antifaschistischen Gruppe.
Vor kurzem kam ich über eine berufliche Tätigkeit mit einer Person in Kontakt, die zu dieser antifaschistischen Szene gehört. Mich hatte diese Szene bis dahin überhaupt nicht interessiert. Was mir jedoch schnell auffiel, war die regelmäßige Erwähnung von Gruppen und Personen aus Israel, die an den Aktivitäten der antifaschistischen Szene teilnahmen. Da mich die extreme Gewaltbereitschaft dieser Person aus der antifaschistischen Szene abstieß, brach ich den Kontakt zu ihr ab.
Es scheint mir sehr naiv zu sein, anzunehmen, dass in dieser Bewegung kein Einfluss des Mossad existiert. Mich interessiert diese Szene wie gesagt nicht. Jedoch halte ich den „Offenen“ Brief für ein absolut unmoralisches Produkt. 9/11 ist ein Schlüsselereignis dieses Jahrhunderts.
Ohne die mögliche Rolle des Landes Israel bei diesen Ereignissen und den Kriegen in Afghanistan und Irak (American Enterprise Institut) zu analysieren, wird es vermutlich nicht möglich sein die Gründe für diese Verbrechen zu finden.
Jeder, der damit anfängt, muss sich auf extreme Reaktionen einstellen. Der so genannte “Offene“ Brief befindet sich dabei vermutlich am untersten (harmlosesten) Ende der möglichen Reaktionsskala.
Beitrag von Andreas / Veröffentlicht um 13:16 - 23.06.08
nehmen wir dieser geistreichen truppe bad weather einfach das "anti" weg und der vorhang hat sich geöffnet. eine gruppe von kleinen dummen unreifen faschisten. meinetwegen soll dieser verein auch vom mossad unterwandert sein. mir egal, macht diese vollhonks auch nicht reifer. aber deren motivation ist interessant. es ist pure angst. da sie sich dieser angst nicht bewußt sind, sind sie angreifbar, genau da werden sie fehler machen und wir sie an den eiern packen. ich freu mich schon drauf.
das spiel der manipulation verstehen sie nicht wirklich. sie sind plump und null kreativ. es erschöpft sich stets in der antisemitismus orgie. da dreh ich gelangweilt meine augen nach oben und das tu nicht nur ich. so und jetzt werden wir mal etwas über den laden recherchieren und die ergebnisse auf einer bekannten plattform vorstellen.
Beitrag von demo48 / Veröffentlicht um 22:37 - 23.06.08
@Bruno + @Andreas + @andere
Vielen Dank für die Schilderungen über persönliche, wenn später auch abgebrochene Kontakte zu "dieser antifaschistischen Szene". Dank auch für die Aufforderung, sich noch etwas intensiver für die tätigen Quellen hinter diesem "Offenen Brief" zu befassen. Hier die LINKs, die ich zwischenzeitlich etwas genauer unter die Lupe nehmen konnte, soweit mir die Zeit reichte:
? http://www.koelibri.de/index.php?id=21 ? http://www.antifa-hamburg.com ? http://studienbibliothek.org
Die bei den letzten beiden LINKs kommentierten 'Angriffspunkte', umfassend lesbar bei Öffnung der jeweiligen Rubriken, z.B. bei http://studienbibliothek.org unter »TEXTE«, offenbaren sich als recht scharfkantige Konturen dessen, "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!" So anonym, wie von MB erwähnt, sind die Betreffenden also gar nicht, auch wenn die einzelnen 'Vereinsmitglieder' nicht aufgelistet sind. Ist auch nicht üblich, gilt letztendlich doch: "Spendenquittungen sind steuerlich absetzbar!" - Hauptsache »e.V.«.
Liest man die Homepage der »GWA St.Pauli-Süd e.V.« ebenso sorgfältig, so dürfte sich einem wieder einmal mehr die Frage stellen, WER oder WAS hier wirklich die Rolle des oft sogenannten, 'schwarzen Schaf' spielen soll. Der menschliche Verstand scheint es also auch hier und bisher nicht geschafft zu haben, althergebrachte, geistig so bequeme Pfade zu verlassen, zumindest diesen nicht noch einfach und bequemlicherweise zu folgen.
Dieses, im wahrsten Sinn pathologisch schwache, eigenen Verhalten und Verständnis ist keineswegs neu. Schon vor mehreren tausend Jahren praktiziert und immer wieder gesellschaftlich erneuert, führte er m.E.n. dazu, daß die jeweils 'Getroffenen' nicht anders konnten als ihrerseits nach 'Überlebensmechanismen' zu suchen. Warum auch nicht?
Den einen gelang dies zum Teil dadurch, indem sie immer wieder rechtzeitig die Pferde vor ihre ohnehin ausgegrenzten Wohnwagen spannten und das Weite suchten, von der ansässigen Überzahl mit Schimpf und Schande verfolgt, aber stets darauf bedacht und handwerklich begabt, aus Wenigem das Meiste zu machen. Nur kein selbsterbautes Gefängnis für das eigene ICH und WIR akzeptieren.
Die anderen, der mir in diesem Zusammenhang einfallenden Ethnien, neigten hingegen verstärkt dazu, keine 'Wohnwagen' in Bewegung setzen zu wollen, um der bestehenden, gar nicht so wohlwollenden Überzahl gegenüber bestehen zu können. Stattdessen paßte man sich elegant an die bestehenden, gesellschaftlichen Voraussetzungen an, besaß besser keine leicht erkennbaren 'Wohnwagen', sondern mietete stattdessen lieber eine Wohnung, und hielt nur 'im kleinen Kreise von Seinesgleichen' an althergebrachten Mythen fest. Dieses hatte immerhin schon ganze Generationen davor bewahrt, nicht doch noch an dieser (unfreundlichen) 'Um-Welt' verzweifeln zu müssen und später vielleicht doch – als Ethnie – im 'Teich der Geschichte' unterzugehen.
Wer sich in einer ohnehin 'fremdverordnet' schwächeren Position befindet und diese auch nicht durch eine entsprechende Populationsstärke mit den im Ernstfall gegnerischen, die eigene Gruppe in deren Bestand reduzierenden oder gar vernichtenden Kräften aufzuwiegen vermag, für dessen stets latent empfundene Angst (=seelische Enge) und traditionell überlieferte Furcht (=negative Erfahrung) gilt nicht nur das menschliche "Not macht erfinderisch!", sondern eben auch das Naturgesetz: "Jede Energie sucht sich (zunächst!) den Weg des geringsten Widerstandes!" Man könnte es auch 'menschlicher' beschreiben, z.B. als "geistreiches Sich-zunutze-machen gegnerischer Schwächen". Und welche Gesellschaft gibt es definitiv, die keine (für andere) 'nutzbaren' Schwächen hätte? – Mir ist bislang keine einzige 'fugenfreie' Gesellschaft bekannt!
Während die eine der hier bedeuteten Gruppen sich irgendwann scheinbar ans 'fahrende Schicksal' gewöhnt hat, entschied sich die andere eher darauf, sich an bereits bestehende Gesellschaften anzupassen, zumindest weitgehend, ganz nach der Erkenntnis Darwin's: "Survival by the fittest!" Eine wissenschaftlich definierte Erkenntnis, die dummerweise (auch unglücklicherweise) zu "Der Stärkere siegt!" umerzählt wurde. Und wenn einer alleine nicht 'stark' genug sein sollte, dann eben als Masse, so der Mythos.
'Dummerweise' schon deshalb, weil nicht zuverlässig beweisbar. Aber auch deshalb, weil denjenigen zur eigenen Überheblichkeit verleitend, der diese Mißdeutung für wahr erachtet. Und weist die Geschichte nicht längst genügend klare Mißerfolge auf, gemäß der Schablone: "Überheblichkeit/Hochmut kommt vor dem Fall!"
Zu bedenken wäre dabei noch, daß jedes noch so winzige Virus bzw. jedes ebenso wenig augenscheinliches Bakterium eine Chance haben, einen auch noch so starken 'Kerl' aus seinem Leben zu reißen. Und was die vermeintlich stärkeren 'Massen' betrifft: man denke nur an Yersinia pestis und die 20-25 Millionen von Pesttoten in Europa um 1394! Von wegen, daß "Der Stärkere (zwangsläufig) siegt!" Auch so eine gezielte Volksverdummung von einst gewählten Volksvertretern.
Medizinisch ist man längst dahintergekommen, wie es funktionieren könnte. Psychologisch sind wir aber scheinbar noch Jahrhunderte im Hintertreffen. Zumindest drängt sich mir dieser Gedanke immer wieder mal auf, wenn ich – auch durch zahlreiche Diskussionen innerhalb meiner 'gemischten' Verwandtschaft veranlaßt – die aktuelle Politik verfolge und über unser entgleiste Geschichte nachdenke.
Kein Zweifel, der sogenannte »Anti-Semitismus« kann nicht mehr als Ergebnis menschlicher Intelligenz gewertet werden. Und schon gar nicht als 'Medikament' gegen bestimmte Ethnien, die immerhin – größtenteils und über Jahrtausende hinweg – der Darwin'schen Erkenntnis folgen mußten, nämlich "Survival by the fittest!" oder übersetzt: "Überleben durch Anpassung!"
Wer diese generationsübergreifende 'Anpassung' schon mit der Muttermilch eingesogen hat, ganz nach der psychologischen Erkenntnis, daß in der Erziehung "Eltern ihre Ängste unbewußt auf ihren Nachwuchs übertragen", den kann diese Form 'leicht erhöhten Fiebers' - den »Antisemitismus« - allenfalls dazu inspirieren, aus latenter Not heraus nur noch erfinderischer zu werden.
Also halte ich jede Art der Diskriminierung – generell und egal durch wen und wem gegenüber – für eher kontraproduktiv zu dem, was damit beabsichtigt und/oder (vielleicht) verhindert werden könnte. Er taugt m.E.n. allenfalls noch dazu, um ohnehin weniger strukturierte Gemüter irrtümlich zu begeistern. Aber, sind wir denn und nach all unserer geschichtlichen Erfahrung wirklich noch so dumm und naiv, wie es die 'Antisemiten' scheinbar gerne auch heute wieder hätten? (Pardon!)
Fairerweise möchte ich aber auch anmerken, daß sich m.E.n. viele dieser Zeitgenossen von der für mich vermeintlichen Gegenseite - geschichtlich zunächst durchaus nachvollziehbar und in nicht unintelligenten Überlebensstrategien geübt – auf einem geistig längst unseligen Pfad befinden. Nur, daß sie sich selbst nicht zu den sogenannten »Anti-Semiten« zählen. Natürlich nicht. Es verwundert mich dabei aber doch sehr, daß in diesem Fall - zumindest bei zu vielen dieser betroffenen Ethnie - deren geschichtlich bewiesene Intelligenz zum Überleben nicht ausreichen soll, nicht auch das Naturgesetz einsehen zu können, das da 'garantiert': "Druck erzeugt Gegendruck!" Oder sollte dieser Gegendruck letztendlich etwa zu nichts anderem dienen als dazu, einen scheinbar selbstgewollten »Antisemitismus« künstlich aufrechterhalten zu können? Dies wäre allerdings fatal. Auch dann, wenn sich - aufgrund von früher intelligenterem Verhalten - gewisse, heute lediglich als strategie-politisch und finanzspekulativ gewollt erscheinende (Re-)Aktionen für die eigene Zukunft als höchst unklug erweisen könnten.
Mag sein, man würde irgend ein Land militärisch vielleicht auslöschen können. Aber bei einem kollektiven Gedächtnis muß dieses von mir hier unterstellte Ansinnen mißlingen, auch wenn man sich noch so sehr dagegen zu wehren versucht. Wir und hierzulande, wir mußten doch auch aus unserer Geschichte lernen und im Nachhinein Buße tun, so überhaupt möglich.
Unser eigener, geschichtlicher Mißgriff sollte daher all diejenigen, die zur Nachahmung dieser teuflischen 'Schablone' tendieren, dazu auffordern, sich weniger auf gestellte Waffen, dafür aber umso mehr auf den eigenen Verstand und die durch Hunderte von Generationen angereicherte Intelligenz zu verlassen. Grundbedingung dafür ist natürlich eine ganze Portion an differenzierter, demütiger Selbstkritik, auch um eigene Fehler bald besser und doch noch rechtzeitig erkennen zu können. Ließe sich im übrigen vielleicht sogar leichter verstehen als das, was ich hier versuchte erkennbar zu machen.
Schalom bzw. as-sal?mu 'alaikum!
demo48
Beitrag von tom / Veröffentlicht um 23:00 - 23.06.08
Zum Thema Antisemitismus, militaristischen Pseudo-Antifaschisten und Anti-Islam-Hetzern wie Broder, Giordano &Co. gibt es hier einen sehr guten Artikel mit zahlreichen Links:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28166/1.html
Beitrag von Jörg Cappallo / Veröffentlicht um 02:43 - 24.06.08
Vielleicht kann man sich grundsätzlich darauf einigen, dass es rechts wie links vollpfostene Arroganz und Dummheit gibt. Eine hochexplosive Mischung, wie Termite bestens dazu geeignet gezündet zu werden. Geheimdiensten sollte es ein leichtes sein, die entsprechenden Einflüsterungen vorzunehmen. Budget und personelle Kompetenz wird sich ein Staat wie Bundesrepublik schon leisten können. So etwas Ähnliches hat Alexander v. Bülow in seinem Buch: Im Namen des Staates auch schon 1999 erwähnt. Immerhin verkauft sich das Buch in der zwölften Auflage gut und man könnte auf die Idee kommen, dass nicht Steinmeier, Merkel und Co. die Geheimdienste leiten, sondern die ganze Sache mit den Geheimdiensten nur ein papierner Tiger ist, welcher der Ente von Bülow aufgesessen ist. Dem Hobby Entenjagen geht auch ein Freund von Steinmeier in Russland nach. 2003 schreibt der Spiegel: „Wenige Tage vor seiner Regierungserklärung zur Irak-Politik wird es immer einsamer um Gerhard Schröder. Die Außenpolitik ist ein heilloses Durcheinander, Rot-Grün betreibt hilfloses Krisenmanagement und die SPD schont ihren Chef aus Mitleid. Eine Kanzler-Krise? Alles Enten.“ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,234567,00.html
Die Finnen schreiben jedenfalls:
„Das Problem bei dieser globalen Korruption ist, dass man oft gar nicht weiß, was womit zusammenhängt. Es fehlt einfach an Transparenz. Ist Gerhard Schröder jetzt Bundeskanzler geworden, weil er bereits vorher Kunde bei Gazprom war? Oder wurde er Kunde, weil er als Kanzler Putin kennenlernte? Oder hat Frau Putin die beiden mit nacktem Oberkörper bei der Entenjagd beobachtet und Schröder den Aufsichtsratsposten besorgt?“
http://www.finnland.de/public/default.aspx?contentid=123462&nodeid=37058&contentlan=33&culture=de-DE
Die Finnen müssen es wissen:
„Mit der Korruption ist das so eine Sache. Einerseits ist sie natürlich verwerflich. Doch andererseits: Wären wir nicht froh, auch mal bestochen zu werden oder zu bestechen? Nicht sehr. Aber ein bisschen wenigstens.“ in „Entenjagd in Finnland“ von Klaus-Ulrich Moeller
http://www.brandeins.de/ximages/494847_014b11107m.pdf
lässt vermuten, dass die Infiltration maßgeblicher Teile von Regierungen und Konzernen mit dem Gift Korruption sehr weit verbreitet ist. Deutschland schafft es locker Korruption medial mundgerecht zu verfüttern und landet im gefühlten internationalen Vergleich auf den vorderen Plätzen. http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:World_Map_Index_of_perception_of_corruption.png
Ob Steinmeier schon mal mit Schröder auf Entenjagd war?
Merkel jagt zwar keine Enten ist dafür aber auf dem besten Weg selbst….
den Vogel abzuschießen und das Volk zu bescheißen
Würde Sie auf Jean Ziegler hören … Ich weiß nicht ob man schon von Seelentaubheit sprechen kann…, dann vielleicht würde der geheime Wunsch von Angela Merkel in Erfüllung gehen und das europäische Volk könnte sich nach den traumatischen Vaterkonflikten im letzten Jahrhundert endlich in den Schoß der Mutter flüchten. Eine Freude die Merkel bislang verwehrt worden ist und die politische Verkrampfung verursacht, die nur bei Fußballspielen durch ekstatische Seitwärtsbewegung der Unterarme aufgelockert wird. Vielleicht strickt Angela Merkel in ihrer Freizeit mit leidenschaftlicher Begeisterung und in Momenten des Kontrollverlustes …. Bei anderen Risikotypen hat das Malen zur Steifheit des Armes geführt und einen Zyklop ausgelöst. Welche heilenden Wirkungen die Lockerungsgriffe des Haus- und Hofmasseurs von Frau Merkel haben weiß nur Ernst Uhrlau. Und der verrät es nicht. Auch nicht beim vierten Mal. Seit September 2001 erst recht nicht. http://www.paz-online.de/newsroom/politik/zentral/politik/art1013,609428 Vielleicht wollte sie auch immer schon mal eine Fußballmannschaft trainieren aber da das Parlament kaum so mitspielt, verliert sie von selbst die Lust und bemalt in Zukunft Enten. Nichts Genaues weiß man nicht. Nicht weil wir nicht wollten, sondern weil wir nicht können Es ist noch keine 150 Jahre her, da wussten die Menschen weniger, weil es weniger zu wissen gab. Heute wissen die Menschen noch weniger, trotz das es viel zu wissen gibt. Morgen wissen die Menschen gar nichts von allem, dafür aber in Farbe und 24 Zoll zum „An die Wand hängen“. Wie der Arzt Alzheimer zu fragen pflegte: „Wie heißen Sie?" "Familienname?" "Wie heißt ihr Mann?" "Angela"
Beitrag von demo48 / Veröffentlicht um 04:31 - 24.06.08
@tom
Hätte ich diesen LINK einen Tag vorher bereits gekannt, was allerdings nicht möglich war, da auch dieser Artikel erst gestern veröffentlich wurde, ich hätte mir meinen letzten Beitrag glattweg sparen können!
Trotzdem vielen Dank für diesen 'satten' Hinweis bzgl. der zu beklagenden Realitäten. Sehr gut der Mann, 'und dann auch noch Jude'! Na bitte, geht doch, wenn man nicht nach der Pfeife Amerikas meint tanzen zu müssen. Hallo Berlin! - Aufwachen!!!
demo48
Beitrag von Andreas / Veröffentlicht um 13:55 - 27.06.08
danke an die autoren
http://www.radio-utopie.de/2008/06/27/koelibri-hamburg-geht-auf-rechten-druck-in-die-knie/
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