Mathias Bröckers
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Writersblog von Mathias Bröckers.
23. Oktober 2006
Der „Able Danger“-Persilschein
Der Report, den das Pentagon über die Identifizierung Mohammed Attas durch das „Able Danger“ Data-Mining-Programm erstellt hat, ist nun von cryptome.org zugänglich gemacht worden. Die 9/11-Untersuchungskommission hatte es bekanntlich nicht für notwendig befunden, die Zeugenaussagen der Able Danger-Mitarbeiter, die Atta bereits Anfang 2000 auf einem Chart potentieller Terroristen identifiziert hatten, in ihren Bericht aufzunehmen. Stattdessen sollten die hauseigenen Kontrolleure des Pentagon die Richtigkeit dieser Angaben untersuchen, und sie kommen – wenn wundert’s – zu dem Schluß, dass sich sämtliche Zeugen geirrt haben müssen. Xymphora hat in seinem Blog zusammengefaßt, welch kurioser Methoden sich dieser Weißwasch-Versuch befleißigte:
„Based on slight inconsistencies in peripheral matters, they basically call all the witnesses liars, despite the fact that their independent testimony backs up the major point that Able Danger had identified Atta prior to September 11. Their conclusion is so clumsy that I have to wonder whether it was written by people attempting to present the truth in the guise of a whitewash. The issue is presented as a problem concerning whether Able Danger could have identified the September 11 terrorists in time to stop the tragedy, but, of course, that isn’t the real problem. The real problem is that the guy using the identity ‘Mohammed Atta’ was leading a terrorist cell in Brooklyn at a time when the original Mohammed Atta, the Egyptian student we are supposed to believe was a radical Muslim leading the attack under the direction of Osama bin Laden, was documented in Hamburg.“
In der Tat – und die Nonchalance, mit der das Pentagon ein halbes Dutzend seiner eigenen Mitarbeiter zu Lügnern erklären muß um die offizielle Legende zu retten, zeigt einmal mehr, dass der Kollege Hauss und ich ziemlich richtig lagen, als wir 2003 die Unklarheiten der Identität der Hijacker an den Anfang von „Fakten, Fälschungen…“ stellten – und u.a. anhand der schon zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Widersprüchlichkeiten die Möglichkeit eines „doppelten Atta“ erörterten. Das ehemalige Nachrichtenmagazin machte sich seinerzeit zwar über das „doppelte Attchen“ lustig, unterschlug aber, was ihm bei den Recherchen für den Verriß unserer Dokumentation der zweifelhaften Hijacker-Identitäten zugekommen war: ein Schreiben der saudischen Botschaft, in dem diese abstreitet, dass ihr Außenminister, Prinz Saud, die Identität der 19 Terroristen jemals bezweifelt hätte. Tatsächlich hatte die Botschaft am 20.September 2001, nach einem Treffen von Saud und Bush im Weißen Haus, aber eine Presserklärung publiziert, in der es hieß: „Regarding the inclusion of Saudi names in the published list of the suspects, Prince Saud commented that haste in publishing the names of suspects has been acknowledged, and that it has been proven that five of the people listed had nothing to do with what happened, adding: "We very much hope that before being published, information, names and pictures will be verified." Informationen, Namen und Bilder auf der Hijacker-Liste wurden dann aber nicht mehr verifiziert. Stattdessen stehen die falschen Hijacker bis heute auf der Liste, die Pressererklärung, unter: http://web.archive.org/web/20011007135008/http://www.saudiembassy.net/press_release/01-spa/09-20-Saud2.htm , verschwand von der Website der Saudi-Botschaft, zwei Jahre später behaupten die sauberen Saudis dreist, dass ihr Minister das nie gesagt hätte – doch für die sauberen „Spiegel“-Schurnalisten ist auch eine derart klar dokumentierte Lüge kein Anlaß, der Wahrheit über die Identität der „Hijacker“ auf den Grund zu gehen. Insofern dürfte auch der lachhafte Persilschein, den sich das US-Verteidigungsministerium mit seinem „Able-Danger“-Bericht jetzt selbst ausstellt, kein Anlaß werden, die Recherchen nach den wirklichen Tätern des 11.9. aufzunehmen…
P.S.: Auf der Konferenz in Toronto im Mai 2004 hatte ich diesen Beleg für das offizielle Cover-Up der Hijacker-Identitäten erstmals präsentiert , um die versammelten 9/11-Forscher zu überzeugen, hier einen Recherche-Schwerpunkt zu setzen - leider mit wenig Erfolg, stattdessen dominiert mittlerweile die WTC-Sprengung das Feld der unbeantworteten Fragen.
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Kommentare
Beitrag von Flood / Veröffentlicht um 17:00 - 23.10.06
Hier die Presseerklärung der Saudischen Botschaft:
http://web.archive.org/web/20011007135008/http://www.saudiembassy.net/press_release/01-spa/09-20-Saud2.htm http://web.archive.org/web/20030112010804/http://www.saudiembassy.net/press_release/01-spa/09-20-Saud2.htm
Beitrag von Bin jetzt wieder grolo (aka. karsten) / Veröffentlicht um 21:54 - 23.10.06
da kann man sich in Lügen und Widersprüchen verstricken wie man's braucht .... das ändert nixx daran daß das offizielle Märchen noch immer die amtliche Version ist, daß diese nach Belieben modifiziert wird, wieder zurück modifiziert wird (Let's roll), etc.
Es ändert auch nichts daran daß dieses Märchen nur noch von 16 % aller Amerikaner geglaubt wird, von wievielen Deutschen das weiß man nicht genau. Es bleibt offizizell !
Es ist unglaublich, aber wahr ... und das im 21. Jahrhundert. Und es wundert jemanden wie Nazideutschland funktionieren kann ?
Achja, die Colbert Nummer war wirklich geil, ich habe Tränen gelacht !
Beitrag von Die Saudi / Veröffentlicht um 17:48 - 24.10.06
Die Pressemeldung ist nur umgezogen:
http://www.saudiembassy.net/2001News/News/UsrDetail.asp?cIndex=3180
Beitrag von gf / Veröffentlicht um 19:35 - 24.10.06
Ähm, in diesem Zusammenhang fällt mir folgende Assoziationskette ein:
1. Bush traut sich nicht mal ohne Erlaubnis auf die Toilette. Im Weltsicherheitsrat schrieb er deswegen einen Zettel an seine Sicherheitsberaterin Condoleeza Rice, siehe: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4755614_REF1,00.html
2. Bush ist außerdem eine schwer traumatisierte Persönlichkeit. Ebenso Dick Cheney. Siehe: http://www.bueso.de/seiten/aktuell/09-07-04.htm
3. Extasy hilft effektiv gegen Traumaerkrankungen, siehe: http://www.zeit.de/2004/14/M-Ecstasy
4. Die Drogenpolitik leidet mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem Kausalirrtum. Nicht die Drogen sind schuld an gesellschaftlichen Problemen, sondern das Verbot der freien Verfügbarkeit von Drogen. Jedes primitive Tier kann zwischen nutzlosen, schädlichen und glückserzeugenden Substanzen unterscheiden. Siehe: http://bltc.com
Beitrag von E+B / Veröffentlicht um 21:13 - 24.10.06
Etwas OT, aber sehr lohnenswert, knapp 45 Minuten Steven Jones talking:
video.google.de/videoplay?docid=-2842384983834100001&q=steven+jones
die beweise sind nicht mehr zu unterdrücken!
Beitrag von Klaus / Veröffentlicht um 01:46 - 25.10.06
Hallo Herr Bröckers,
die Sprengung des WTC ist, auch wenn es nicht offiziell dokumentiert ist, eine Tatsache. Schauen Sie sich bitte auch: http://www.controlled-demolition.com (Video) an. Es ist das gleiche Verfahren. Gruss Klaus
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