Mathias Bröckers
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Home > Writersblogs > Writersblog von Mathias Bröckers.
Writersblog von Mathias Bröckers.
8. Februar 2009
Pre$$titution en gros.
Associated Press (AP) ist die größte Nachrichtenagentur der Welt. Was die über 4000 Mitarbeiter aus 97 Ländern melden, wird von den Medien weltweit publiziert. Da AP als “seriös” gilt in der Regel ohne weitere Recherchen. Leider…, denn die Nachrichten, mit denen Zeitungen und TV-Sender – AP betreibt auch die größte Video-Nachrichten-Agentur der Welt – in Zeiten des “war on terror” gefüttert werden, haben mit den hehren journalistischen Grundsätzen des genossenschaftlich organisierten, über 150 Jahre alten Unternehmens nichts mehr zu tun:
“Der Chef der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) Tom Curley erklärte aktuell, dass die Bush-Regierung mit ihrem Militärapparat eine globale Propagandamaschine etabliert habe mit einem Budget von 4,7 Milliarden $ und 27.000 Mitarbeitern. Seine Agentur sei von hohen Militärs bedroht worden: man würde AP vernichten, wenn man dort an den journalistischen Grundsätzen festhalten würde . Journalisten, die versuchten, wahrheitsgemäss über Irak und Afghanistan zu berichten, seien schweren Repressionen unterworfen worden.”
Mehr dazu hier - und nicht mehr wundern, dass islamistische Bombendrohungen, israelistische Kriegspropaganda und allgemeine Terrorhysterie aus allen Kanälen dröhnen. Es ist nur der Rettungsschirm des Pentagon, der die allgemeine Medienkrise abfedert! Über die "Bad Bank" wird noch diskutiert, die "Bad Press" ist schon längst da....
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Kommentare
Beitrag von E+B / Veröffentlicht um 08:03 - 09.02.09
Hallo Bröcki,
wenigstens ein paar Leute aus den alternativen Medien machen darauf aufmerksam, so auch dein Kollege Andres Hauß...
Das Wissen um solche Dinge macht es natürlich auch einfacher, die Horden von Online- und TV-Trollen korrekt zu verorten, als das was sie sind.
Danke!
Beitrag von E+B / Veröffentlicht um 18:57 - 16.02.09
Hier noch eine kleine Ergänzung auf youtube:
Conversations With History: Josef Joffe
http://www.youtube.com/watch?v=sosDjVjXe68
Der feine Herr läßt hier die Hosen deutlich weiter herunter als in seinem Gutmenschenblatt: ' ... the real enemy will be iran ... ' so ca. nach 30+ Minütchen. der eitle Fant reibt sich hier ein wenig bei Herrchens' am Bein rauf und runter, sehr aufschlussreich! Viel Spass!
Beitrag von Johnboy / Veröffentlicht um 23:40 - 16.02.09
Lieber Herr Bröckers,
Sie stellen den Journalismus von AP im Zusammenhang von Prostitution und Unseriösität dar, und zitieren dabei Tom Curley, den AP-Chef persönlich. Wenn man den von Ihnen freundlicherweise verlinkten Originaltext liest, erfährt man, dass Herr Curley die zentrale Aussage "man würde AP vernichten, wenn man dort an den journalistischen Grundsätzen festhalten würde" keineswegs als echte Drohung, sondern als Ausdruck von Verärgerung bzw. Wut von amerikanischen Militärs verstanden hat. Im Ganzen macht Curley hier dennoch auf eine ernste Bedrohung der Pressefreiheit seiner Agentur aufmerksam. Da er sich dieser aber offensichtlich nicht beugen will, kann von Prostitution oder Unseriösität keine Rede sein. Solange ein Tom Curley die Rechte seiner Agentur öffentlich verteidigt kann es wohl nicht sein, dass die "bad press" "schon längst da ist. Es sei denn, Sie meinten mit "bad press" die Propagandamaschine der USA. Die irrsinnige Propagandamaschine der USA ist tatsächlich eine gefährlicher Auswuchs, der allerdings mit der Berichterstattung von AP selbst erstmal rein gar nichts zu tun hat. Sie haben ihren knappen Artikel meiner Meinung nach aber so formuliert, dass der Leser gar nicht auf die Idee kommt zwischen Militärpropaganda und AP sei noch eine Grenze zu ziehen. Fazit: Der größte faux pas des Artikels war es, dass Droh-Zitat ohne den zugehörigen entdramatisierenden Kommentar von Herrn Curley zu bringen. Ich unterstelle, dass Sie bewußt den Eindruck erwecken wollten, die größte Nachrichtenagentur der Welt habe nichts mehr mit journalistischen Grundsätzen zu tun. Darüber hinaus stellen sie die Agentur in den Zusammenhang von Propaganda, die der Chef der Agentur ja in Wirklichkeit selbst angreift. Im Ganzen kommt man beim Lesen ihres Artikels schnell zum Schluss mit der Agentur AP sei es vorbei, udn allem wo AP dransteht sollte man tunlichst mißtrauen. Warum schreiben Sie solch einen Artikel? Warum lassen Sie einen extrem entscheidenden Kommentar unter den Tisch fallen? Das ist doch eine Strategie, die Sie nicht nötig haben sollten. Oder wollten Sie am Ende den Leser auf die Probe stellen, und geschickt daran gemahnen bloß nicht jede Quelle ungefragt und ohne Gegencheck für bare Münze zu nehmen? In diesem Fall: Respect!
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