Mathias Bröckers
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Writersblog von Mathias Bröckers.
26. März 2007
Der Terrror des "war on terror".
Wird Zbigniew Brzezinski, der als US-Sicherheitsberater einst auf die Idee kam, die Mudjahedin aufzurüsten und im Namen des Islam gegen die Russen in Afghanistan zu hetzen, wird also einer der Geburtshelfer des "Heiligen Kriegs", am Ende etwa noch weise? Fast könnte man es meinen, wenn man in der gestrigen WashPost über das Terrorgeschäft und die "Politik der Angst" liest: "Such fear-mongering, reinforced by security entrepreneurs, the mass media and the entertainment industry, generates its own momentum. The terror entrepreneurs, usually described as experts on terrorism, are necessarily engaged in competition to justify their existence. Hence their task is to convince the public that it faces new threats. That puts a premium on the presentation of credible scenarios of ever-more-horrifying acts of violence, sometimes even with blueprints for their implementation."
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Kommentare
Beitrag von f / Veröffentlicht um 22:38 - 26.03.07
...weis es bei Zbigniew Brzezinski nicht, ob er weise wird, aber es mag wohl so sein, daß im scheinbaren "Leerlauf" (Ruhe, nixtun, garnix) die eigentlich produktive + wichtigste Zeit in einem Menschenleben ist...
Und Brzezinski hat dies vielleicht zur Zeit.
Wiedermal Danke, für Dein unermüdliches Engagement, Mathias!
f
Beitrag von tezla / Veröffentlicht um 00:56 - 27.03.07
Wie so oft sollte man mit dem Artikel von hinten anfangen, denn da steht erklärt weshalb sich Brzezinski Sorgen macht:
"In the meantime, the "war on terror" has gravely damaged the United States internationally. For Muslims, the similarity between the rough treatment of Iraqi civilians by the U.S. military and of the Palestinians by the Israelis has prompted a widespread sense of hostility toward the United States in general. It's not the "war on terror" that angers Muslims watching the news on television, it's the victimization of Arab civilians. And the resentment is not limited to Muslims. A recent BBC poll of 28,000 people in 27 countries that sought respondents' assessments of the role of states in international affairs resulted in Israel, Iran and the United States being rated (in that order) as the states with "the most negative influence on the world." Alas, for some that is the new axis of evil!"
Beitrag von demo48 / Veröffentlicht um 05:39 - 27.03.07
Zunächst vielen Dank an MB, daß er mit seinem 'Vorschlag' erneut einen m.E.n. zusätzlichen, sehr bedenkenswerten Gedanken ausgelöst hat, den man nicht unvertieft lassen sollte.
Ich meine, daß es durchaus zu würdigen ist, wenn auch Zbigniew Brzezinski, ähnlich Michail Gorbatschow damals, sich zu der Erkenntnis durchgerungen zu haben scheint und öffentlich zu erklären bereit ist, daß die USA glauben, sich derzeit für fast keinen weltpolitischen Schwachsinn zu schade sein zu müssen. Immerhin konnte ZB, während seiner recht beachtlichen Karriere, die notwendigen Erkenntnisse sammeln, um jetzt in qualitativ besseres Nachdenken zu verfallen.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezinski)
Andere US-Politiker sollten sich ein Beispiel an ihm nehmen, statt alle möglichen, ihnen vorgelegte 'Acts' blindlinks zu unterzeichnen, die sie zuvor selbst nie gelesen haben - siehe 'Patriot Act' bzw. 'Homesecurity Act', wie in Michael Moores »Fahrenheit 911« so beklagenswert festgehalten.
Wer sich der Mühe unterzieht und zusätzlich die aus dem Englischen übersetzten Artikel der nachfolgenden Links
http://www.wsws.org/de/2007/feb2007/brze-f03.shtml http://www.wsws.org/de/2007/feb2007/irak-f02.shtml http://www.wsws.org/de/2007/jan2007/iran-j12.shtml http://www.sueddeutsche.de/,tt1m5/ausland/artikel/705/105600/?page=1#readcomment
- u.a. - geistig zu verarbeiten gewillt ist, wird wohl kaum umhin können, sich dahingehend zu wundern, warum unsere Politiker, mit manch ihrer Entscheidungen, offensichtlich (und deutscher Zuverlässigkeit) darum bemüht sind, sich dümmer und unkritischer darzustellen als offenkundig notwendig und von Volkes Seite wünschenswert.
Wenn man sich andererseits den von @E+B freundlicherweise angezeigten Link über das Abstimmungsverhalten bzgl. der deutschen 'Tornados' für Afghanistan ansieht und im eigenen Kopf wirken läßt, kommen einem doch einige Bedenken. Und es müßte die Vermutung aufkeimen, daß es auch bei uns Politiker gibt, die diese beklagenswerte US-Systematik längst durchschaut haben. Und die, unter welchen Androhungen auch immer, aber nicht anders können als als verlängerte 'Propaganda-US-Minister' zu fungieren. Wie anders wäre es sonst zu erklären, daß man sich den einem selbst zugeschriebenen Stimmzettel kurzerhand vorbehält statt ihn (ausgefüllt und wie die meisten anderen auch) abzugeben? Vielleicht für später, so quasi als 'Persilschein' und Beleg für die eigene 'Schuldlosigkeit'? – Bemerkenswert!
www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/abstimmung/20070309_tornado.pdf
Wenn Zbigniew Brzezinski also heute öffentlich beklagt, daß die "Bush-Administration eine bösartige Wirkung auf die amerikanische Demokratie hat, auf Psyche Amerikas und auf die Position der USA in der Welt", dann ist es umso unverständlicher, warum 'wir' diesem ausgemachten, wenn auch auf wissenschaftlicher Basis der »Propaganda« intelligent inszenierten Schwachsinn, hierzulande auch noch dienlich sind. Hat man dies als 'Dienstleistungsgesellschaft' zu verstehen?
Aber vielleicht wäre es ja gar nicht so 'unverständlich', wenn wir die dahinterstehenden Summen oder Androhungen erfahren könnten. Doch wie war das doch gleich: "Gewinn ist die Differenz zwischen Wissen und Nichtwissen!"
Da wir mit Bestimmtheit nicht alles erfahren sollen, was wir besser dringend wissen sollten, um selbst demokratisch denken zu können, könnten wir letztendlich mit zu den Verlierern gehören. Wir sollten besser auf Zbigniew Brzezinski hören, denn er hat scheinbar – aus eigener Erfahrung - schon etwas dazugelernt!
Es gibt viel zu bedenken – schalten wir ruhig unser Gehirn ein, bleiben wir skeptisch!
demo48
Beitrag von Beat Conradin Oschwald / Veröffentlicht um 13:45 - 27.03.07
Irgendwann wird es doch soweit sein, dass Jemand mit der scheusslichen Tradition des venezianischen Blutgeldes bricht, welches das Kennzeichen untergehender Welten grundsätzlich ist und bleibt. Wer selbst nichts ist und hat muss, will er herrschen, Zwist unter seinen Nächsten säen. Das ist das Blutgeld, es ist Parasitetum. Warum "ihre" (bin Ausländer) Poloitiker das nicht tun, nun, sie sind brave Herdentiere. Seit tausendfünfhundert Jahren mindestens im Namen des "Herrn" (!) gezüchtet. Der Herr aber ist Wer?! Und vor allem, wo plegen ihre Erhabenheit zu residieren? Aber das darf hier ja nicht ausgesprochen werden. Pech! Demokratie, ich lach mich schief!
Vielleicht erinner6t sich hier der Eine oder ander an mein Post wegen des Tempelgeldes, vor einigen Wochen. (Siehe Scorsese "Last Temptation of Christ, das erklärt so manche Frage)
Dazu vielleicht zwei Links zu dem, was da in Asien gerade entsteht Hinsichtlich der Statements von Herrn Hu kann ich bestätigen, dass diese wahr sind. "Der" Chinese auf der Strasse denk genauso.
http://de.rian.ru/analysis/20070320/62315519.html http://de.rian.ru/analysis/20070323/62546986.html
MfG B. C. Oschwald
Beitrag von Fnordus Maximus / Veröffentlicht um 15:20 - 27.03.07
Ich bin sicher ein hauch Eifersucht ist auch dabei. Immerhin hat Brzezinski & Co. damals mit dem kalten krieg den höhepunkt verpasst. Und das ebenfalls mit einem selbst gemachten gegner (siehe ZB "Das kommunistische Experiment") Beim Terrorkrieg sieht das ganze schon etwas anders aus. Da ist noch richtig potential drin.
Ein an dieser stelle interessanter link ist http://www.csis.org Das Center for Strategic and International Studies, dessen ZB ein teil ist veröffentlicht dort sehr interessante analysen die man sich teilweise auch kostenlos als pdf ziehen kann.
Beitrag von Sitting-Bull / Veröffentlicht um 15:27 - 27.03.07
U.S. Navy Shows Force in Persian Gulf
By JIM KRANE The Associated Press Tuesday, March 27, 2007; 5:58 AM
DUBAI, United Arab Emirates -- The U.S. Navy on Tuesday began its largest demonstration of force in the Persian Gulf since the 2003 invasion of Iraq, led by a pair of aircraft carriers and backed by warplanes flying simulated attack maneuvers off the coast of Iran.
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/03/27/AR2007032700610.html
Beitrag von FNORD / Veröffentlicht um 18:17 - 27.03.07
"That is the result of five years of almost continuous national brainwashing on the subject of terror, quite unlike the more muted reactions of several other nations (Britain, Spain, Italy, Germany, Japan, to mention just a few) that also have suffered painful terrorist acts."
Germany? Da denkt wohl jemand voraus, he? Deutschland hat man zwar gerne in der "Koalition der Willigen" dabei, aber soweit ich mich erinnere, war nach 2001 hier nix mit Krachbumm. Aber keine Angst, das kommt schon noch - und wenn wir Deutschen eins können, dann händeringend eilfertig "events" ausrichten.
Beitrag von gf / Veröffentlicht um 18:17 - 27.03.07
> Wie anders wäre es sonst zu erklären, daß man sich den > einem selbst zugeschriebenen Stimmzettel kurzerhand > vorbehält statt ihn (ausgefüllt und wie die meisten anderen > auch) abzugeben?
Vollkommen unerklärlich ist unter diesen Umständen, wieso Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Stimme überhaupt nicht abgegeben hat. War sie krank? Attest? Wer ist überhaupt ihr Doktor? Was soll dann sonst diese Stimmnichtabgabe? Ist das etwa eine DDR-Form der verdeckten Stimmenthaltung, so wie sie es im FDJ-Zirkel früher getan hat?
Wie funktioniert eigentlich das Verfahren der namentlichen Abstimmung? Da kann es doch gar nicht vorkommen, daß jemand versehentlich nicht abstimmt, obwohl ansonsten anwesend? Was bezweckt unsere Angie mit diesem Verhalten?
Beitrag von E+B / Veröffentlicht um 20:15 - 27.03.07
@Demo48: Interessanter Gedanke; vielleicht sollte man wirklich mal einen Gang zurückschalten, und in Betracht ziehen, daß ZB tatsächlich meint was er schreibt. Was bei einem Generalsekretär der KPDSU möglich war, kann ja auch bei einem US-Geostrategen möglich sein.
Bei uns gibt es ja aber durchaus auch einige wenige Politiker, die einen Diktator einen Diktator nennen; nur ist es leider der mutigen Herta Däubler-Gmelin politisch nicht so gut bekommen Bush mit Hitler zu vergleichen.
Wieseo darf unsere Bundeskanzlerin das eigentlich völlig ungestraft und unter lautem Beifall der Hetzpresse von den Präsidenten anderer Länder sagen??
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