Mathias Bröckers
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Writersblog von Mathias Bröckers.
12. November 2006
Bash den Bush - aber mach ihn nicht naß!
Schöne Demokraten sind mir das. Nancy Pelosi, die neue Parlamentssprecherin hatte schon im Vorfeld verkündet, dass ein "impeachment" Bush's nicht in Frage käme, das sei "Zeitverschwendung". Dass die Republikaner, nachdem sie unter Clinton das Parlament erobert hatten, zwei Jahre Zeit wegen einer Praktikantin verschwendeten - geschenkt! Jetzt plädiert der, wie Pelosi als "links" geltende Demokrat Henry Waxman für einen Untersuchungsausschuß, weiß aber nicht, für welchen: :
"There are so many areas of possible wrongdoing, his biggest problem will be deciding which ones to pursue: There's the response to Hurricane Katrina, government contracting in Iraq and on homeland security, political interference in regulatory decisions by the Environmental Protection Agency and the Food and Drug Administration, and allegations of war profiteering...The most difficult thing will be to pick and choose."
Es ist wirklich verdammt schwierig eine Wahl zu treffen, wie man Bush bashen kann, ohne ihm wirklich wehzutun - aber es gibt genug Auswahl. Nur zwei heiße Eisen müssen vom Tisch bleiben: dass er sein Land und die Welt in den Irak-Krieg gelogen und hundertausende von Toten auf dem Gewissen hat, und natürlich 9/11. Vielleicht muß er nach seinem Mr.Death Rumsfeld demnächst auch noch den Darth Vader Dick Cheney als Sündenbock opfern, aber schon läßt Papa Bush seinen Conciliere James Baker II als Top-Krisenmanager an einem Irak-Ausweg basteln und diskret mit all jenen Ländern im Nahen Osten verhandeln, die die NeoCon-Berater des Juniors gestern noch am liebsten bombardieren wollten. Statt von rasenden Philosemiten wird Bush außenpolitisch jetzt eher von pragmatischen Realpolitikern beraten – da werden die Demokraten mitspielen und ihm einen wenigstens halbwegs ehrenwerten Abgang verschaffen, statt ihn wegen Hochverrats vor Gericht zu bringen.
Kommentare
Beitrag von Zorro / Veröffentlicht um 17:01 - 12.11.06
Ähem, bitte nicht zu "konziliant" :), wenn schon, dann: Consigliere Baker. Aber noch besser ist das Lieblingsschimpfwort des letzten italienischen Wahlkampfs: coglione (wörtlich Hoden, übertragen Volltrottel): http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahlen_in_Italien_2006 Also, Coglione Baker hat wohl den "Dems" ein Angebot machen lassen, das sie nicht abschlagen konnten...
Beitrag von demo48 / Veröffentlicht um 22:34 - 12.11.06
@alle
Wir sollten die Familiengeschichte der BUSHs nicht ganz aus den Augen verlieren statt uns später vielleicht nur zu wundern:
1. GWJ hat es – mit der Hilfe von Papa Georg H. und auch schon vor seiner Präsidentschaft - fertiggebracht, in mehreren Betätigungsfeldern 'pleite' zu gehen und sich als 'schwarzes Schaf' der Familie anzubieten. Das mag traumatische Gründe haben, die vermutlich viel länger zurückliegen, als derzeit zu vermuten, doch die 'Farbe' blieb bis heute. Dies konnte dem durchtriebenen Papa natürlich nicht gefallen, was zu entsprechenden, grundsätzlichen Überlegungen geführt haben muß: "Was machen wir bloß mit dem Bub?"
2. Gemäß der von mir schon mehrmals geposteten Erkenntnis - "Scheiße schwimmt ihrer Beschaffenheit gemäß meistens oben!" - galt es also zu überlegen, welcher bewährte 'Schwimmgürtel' für 'Georgi W.' hier angemessen sein könnte. »Scull & Bones« war eines der 'Mittel der Wahl', weil zur Verschwiegenheit verpflichtend und 'auf Lebenszeit' finanziell rundum absichernd. Auch hier wieder meine öfter gepostete Erkenntnis: "Die Differenz zwischen Unwissenheit und Wissen = Gewinn!", und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. Dabei muß man aber bedenken, daß »Gewinn« nicht gleich »ProFIT« ist, auch wenn medientechnisch täglich versucht wird, uns diesen gravierenden Unterschied 'überzeugend auszublasen', zumindest aber zu verschleiern (je mehr »Gewinn« desto weniger Arbeitsplätze).
Wie man diese 'Differenz', zum eigenem Gewinnstreben, bestmöglichst aufrechterhalten kann, das hat Papa BUSH u.a. bei der CIA gelernt und sich dann - als einer ihrer auch als Statue verewigten Direktoren - der notfalls behilflichen 'Stützpfeiler' gegen fast jedes 'Mißgeschick' (GWB), wenn auch aus der eigenen Familie, versichert.
3. Papa BUSHs Glauben, das 'schwarzes Schaf' – GWB – ins Präsidentenamt zu 'schicken', mittels dem Scull &Bones-Geflecht und dem Beistand ehemaliger, ihm über Jahre hinweg vertrauter Neocon-Berater, und diese Aktion zwecks eigener Oelinteressen dann abzusichern, durch den 'herbeigeflogenen' Homesecurity-Service, als so eine Art 'Inlands-CIA', das alles könnte sich nunmehr als eine Art 'Mißgeschick' entpuppen und die 'Beine' der inszenierten Lügen immer kürzer werden lassen. Man kann also davon ausgehen, daß der Boß des BUSH-Clans alles unternehmen wird, um sein Gesicht und das seiner Sippe, wie auch schon zuvor und bei vielen anderen Anlässen, bewahren zu können.
Vermutlich wird der Papa also auch in diesem Falle nicht zulassen, daß sein eigenes 'schwarzes Schaf', wie auch andere dieser sogenannten 'Oberschicht', dem auf Gerechtigkeit hoffenden, wahlberechtigten 'Volksschweinen' zum Fraß vorgeworfen werden. So gelte es in jedem Fall, in den nächsten zwei Jahren noch ein paar wenige, doch wahlentscheidende Weichen zu stellen. Die 'Volksschweine' könnten also erneut in ein mehr oder weniger tränenreiches Erstaunen versetzt werden, wenn sie sich bis dahin bequemlicherweise und auf irgendeine Art vom 'besseren, eigenen Wissen' in den gefährlich naiven 'Glauben an die Gerechtigkeit' haben drängen lassen.
4. Zwei Jahre können eine lange Zeit sein, zumindest länger als das 'Impeachment' eines offenbaren, 'schwarzen Schafes'. Und diese Zeitspanne wird sicherlich nicht ungenutzt verstreichen, wenn man berücksichtigt, welche durchaus nützlichen 'Weichen' in den letzten sechs Jahren schon gestellt wurden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich dadurch dann auch die 'Züge' umgeleitet werden könn(t)en, die jetzt vielleicht in die (vermeintlich) falsche, zumindest aber gegen die eigenen BUSH-Interessen rollen. Mag es vielleicht auch kein 'kluger Kopf' sein, der hierbei dahintersteckt, intelligent ist er aber – m.E.n. – und für jede Fragwürdigkeit allemal. Demokratie ist nun einmal 'Vertrauenssache'! Sie hat dadurch aber eben leider auch sehr viele 'Schwachpunkte', die man strategisch ausnutzen kann, wenn man es darauf anlegt. Insbesondere dann, wenn man auf den BUSH klopft.
Wäre schön, wenn die Welt am Ende dieses Tunnels nicht nur ein Licht oder eine 'Hollywood-Leinwand', sondern auch einen ebenso breiten Ausgang finden könnte.
demo48
Beitrag von gabor / Veröffentlicht um 11:50 - 13.11.06
" The Armed Madhouse " vom BBC-Journalisten Greg Palast http://www.gregpalast.com/ Der "Bröckers" der Angel-Sachsen, nur noch besser und zeitnäher informiert. Do not miss !
Beitrag von Andreas S. / Veröffentlicht um 12:48 - 13.11.06
ich finde es ok, wenn bushibaby noch 2 jahre volltrottel spielen darf. das wird schmerzhafter für daddy bush sein, als den sohn in einem gerechten prozess zu verlieren.
wie muß sich daddy fühlen, solch einen versager produziert zu haben? so haben familientherapeuten noch 2 jahre zeit, dieses pack zu analysieren. welche rolle das schwarze schaf in einer familie spielt, sollte fachkundigen klar sein. es dient dazu, eigenes versagen und neurotische verhaltensweisen ins schaf zu projizieren. das schaf ist barometer der krankhaften strukturen einer familie. ganz nach dem motto : ich bin das schaf, gebt her den ganzen krankhaften scheiß unserer familie, ich lebe es öffentlich aus und mach mich zum deppen der nation.
das das schaf unter diesem druck zum alkoholiker wurde, ist wohl all zu verständlich. ich würde mich auch zudröhnen, sollte ich in meiner gefühlswelt nur unangenehmes entdecken und nicht reif genug sein, selbstbwußt meine rolle in der welt zu finden.
die lösung wäre, wenn das schaf die rolle verläßt. es könnte somit für bush junior nur heilsam sein, mal für ein paar jahre in den knast zu wandern und zu meditieren. doch familien funktionieren so, dass sie grundsätzlich an der rollenverteilung fest halten, alles andere würde angst auslösend wirken.
wollen wir das wirklich?????
Beitrag von Beat Conradin Oschwald / Veröffentlicht um 17:40 - 13.11.06
Ich verstehe nicht, wieso diese Entwicklung irgendjemand wundern soll. Denn, wie jeder halbwegs Informierte Mensch wissen muss, werden solche menschen selten zur rechanschaft gezogen - sind sie doch weiter nichts als die Schaumkrone auf der Welle. Machen sie sich doch einmal klar wer alles wirklich profitiret von den angeprangerten Machenschaften des Bushclans (Dazu gehört ja der Grosspapa auch noch!).
Ja, wer? Sehen sie sich einfach um. Ja genau - die gesamten Portfoliobesitzer. Ach? Das aber sind Wähler. Und jene die schweigen sind jene die es möglich machen, das ist auch klar. Wer muss also wirklich bestraft werden? Demokratie ist eine sehr gefährliche Angelegenheit, denn einerseits ist sie das Diktat der Mehrheit und andereseits der Versuch eines Käses, das Messer das ihn teilt selber zu führen. Beides sind hochempfindliche Systeme. 'S Cleverle und 's Smartle aber, die nutzen das eben für sich - dies aber ist Volkssport geworden. Es gilt als schick, Schnäppchen zu machen. Ob darunter etwa wer zu leiden haben wird, dass dies überhaupt möglich wird, fällt nicht ins Gewicht - dort wo nur der schnelle Erfolg zählt darf kein langes Gedächtnis sein.
Denn, auch hier gilt: Wer ohne Schuld ist, der hebe den ersten Stein.
Aber davon abgesehen, die ganze Chose, also nicht nur die "Ära" GW Bush, ist noch lange nicht zu ende. Es geht nicht um die Bushs, es geht um die Herrschaft des Dollar. Solange im Tempel nur Schekel gehandelt werden ist das ja kein Frevel - nicht wahr? (Man wird mir wieder Paranois vorwerfen)
Beitrag von demo48 / Veröffentlicht um 04:50 - 14.11.06
@Beat Conradin Oschwald
Prima Denkbetrag, wie ich finde. Und das mit der 'Paranoia' ist eher das Ergebnis eines logischen Zusammenhangs von Fakten!
Apropos DOLLAR:
Hätte ich 2002 in USA nicht 'aus zweitbester Hand' selbst erfahren, was in der sogenannten 'Hochfinanz' tatsächlich und wie gedacht wird, ich hätte die Zusammenhänge wohl nie selbst und zunächst ahnungslos beginnend eruieren können.
Die FED muß täglich eine gigantische Menge an Dollar nach USA 'zurückholen', egal auf welche Weise, um (auch) im eigenen Land der Inflation Herr zu bleiben. Würde diese ansonsten 'in den Himmel schießen', käme man mit dem Drucken von Banknoten nicht mehr hinterher bzw. würden die 'hohen Herren' um den vorausgesetzten Wert ihres bisher zusammengerafften Vermögens bangen müssen.
Der 1913 vom damaligen Präsidenten Woodrow Wilson unterzeichnete »Federal-Reserve-Act«, der das gesamte amerikanische Territorium an die »United Bankers Corporation« verpfändete und gleichzeitig das alleinige Recht zum Drucken der Dollar-Noten gewährte, wurde vom damaligen Kongreßabgeordneten Charles Lindbergh sen., wie folgt, eingeschätzte: "Wenn der Präsident dieses Schriftstück unterzeichnet, wird die unsichtbare Regierung der Geldmacht legalisiert sein. Das neue Gesetz wird Inflation erzeugen, wann immer der Trust die Inflation wünscht!" - JFK wollte diesen »FRA« seinerzeit rückgängig machen, was ihm jedoch leider nicht mehr gelingen sollte. Der Welt hat man diese 'Unterlassung' dann als 'Lee-Harvey-Oswald-Story' verkauft, über Jahre hinweg erfolgreich und in vielen Köpfen auch heute noch als 'felsenfeste Wahrheit' verankert.
Inzwischen sind in der ganzen Welt derart viele Dollars im Umlauf, daß das ehemals als 'ausreichend' erachtete Pfand, die »United States of America«, in Form von Grund und Boden, schon lange nicht mehr als 'schuldendeckend' angesehen werden können. Daher haben die »United Bankers« vor vielen Jahren auch das 'Umverteilungssystem' des Britischen Königshauses übernommen, das dieses 'erfunden' und innerhalb des Empires bereits erfolgreich praktiziert hatte: alles was irgendwie 'süchtig' macht und weltweit verkauft werden kann, muß mit Dollars bezahlt werden und ist notfalls auch mit Waffengewalt zu verteidigen. Egal, ob es sich dabei um Erdöl handelt oder um Rohstoffe oder um Rauschgifte oder, oder, oder – bis hin zum lebensnotwendigen Wasser, was ja auch noch privatisiert werden soll, wenn es weiterhin im Sinne der 'Globalisierung' weitergehen soll(te).
Angesichts all dieser zunächst hochintelligent erscheinend 'gequirlten Scheiße', könnte man glatt der Vermutung erliegen, eine gut bekannte und am Nahost-Konflikt direkt beteiligte Nation ist nur deshalb in den Libanon einmarschiert, um – auch zugunsten der USA - einen 'herzhaften' Grund dafür herbeizumarschieren, der die gläubigen Europäer endlich wieder in das einbindet, wo sie hingehören und sie sich 'natobedingt' verpflichtet haben, um notfalls dafür auch noch viele ihrer Euros auszugeben. Es darf ja wohl nicht sein, daß der Euro so stark bleibt wie derzeit und der Dollar, infolge der horrenden Kriegskosten im Irak, immer verschuldeter - sprich wertloser - wird.
Nun sollen doch mal bitte die anderen bezahlen, aber immer schön nach dem Willen derjenigen, die viel zu viel dieses wertlosen Baumwollpapiers bedruckt haben, um sich weltweit alles (leichter) kaufen zu können.
Im Deutschen heißt es sinnigerweise nicht 'bill', wie beim Dollar, sondern 'Schein'. Und was an sich keinen eigentlichen Wert besitzt, sollte man auch weiterhin mit den Worten kommentieren: "Mehr Schein als Sein!" – Doch von dieser empfehlenswerten Praxis wird man uns wohl auch weiterhin immer wieder recht erfolgreich abzuhalten wissen. Und sei es, daß wir unser Geld am und um den Hindukusch herum 'verpulvern' gehen, ob zu Lande, in der Luft oder jetzt auch verstärkt zur See. Pardon, es heißt ja 'Mittelmeer'. Sicherlich auch dann noch, wenn wir entdecken: "Keine Mittel mehr!" – Was den USA als ihr teures Recht erscheint, muß uns in Europa doch – bitteschön – billig sein können. Oder etwa nicht?
demo48
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