Mathias Bröckers
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Home > Writersblogs > Writersblog von Mathias Bröckers.
Writersblog von Mathias Bröckers.
20. Oktober 2007
CIA-Drogenschmuggel.
Kann man in kurzer Zeit zweimal mit einer Tonnen-Ladung Kokain erwischt werden, ohne von Polizei und Justiz zur Rechenschaft gezogen zu werden ? Aber sicher doch - wenn die Flugzeuge denselben Tarnfirmen gehören, mit denen die CIA ihre "Folterflüge" absolviert. Seit Daniel Hopsicker die Biographie Barry Seals, des "Iran-Contra"-Chefpiloten und (seinerzeit) größten Drogenschmugglers der USA geschrieben hat - Barry And The Boys - kennt er sich mit illegaler Fliegerei bestens aus. Und er hat auch beim jüngsten Fund von vier Tonnen Koks in einem in Florida zugelassenen Learjet mal wieder die Nase vorn.
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Kommentare
Beitrag von Andreas Böer / Veröffentlicht um 12:08 - 21.10.07
HallO!
Ist doch eigentlich ein Wunder dass der gute Herr Hopsicker noch lebt, oder? Würde der meinem Geheimdienst in der Quere herumrecherchieren, würde mir schon einiges einfallen. Genau deswegen mein Respekt ihm gegenüber!
Grüße Andreas Böer
Beitrag von Rheinbogen / Veröffentlicht um 15:03 - 23.10.07
Andreas Böer:
Ich glaube, so lange sich Hopsicker und andere nur in den einschlägigen Zirkeln bewegen, macht es für die Staats- (oder Geld-)Macht keinen Sinn, sie umzubringen. Das würde bei denen, die auch ohne einen Hopsicker erkannt haben, dass fast alles faul ist im Staate Dänemark (bzw. USA oder Deutschland), nur zu einer Bestätigung führen, während die große Masse sowieso noch nie von einem Hopsicker gehört hat und somit im schlimmsten Fall dann von ihm Kenntnis nehmen würde. Also lässt man ihn lieber am Leben, was auch ganz praktisch ist, weil man dann Leuten wie uns immer erzählen kann, dass eben auch ein Hopsicker Demokratie und Freiheit genieße und das ja gerade für das System spreche. Eher schon würde ich Hopsicker durch Einzelpersonen gefährdet sehen, die womöglich befürchten könnten, durch seine Recherchen aufzufliegen und dann als Bauernopfer geschlachtet zu werden.
Jetzt wird off topic, aber daran knüpfen sich weitere Gedanken an:
Das Ganze ist ein bisschen so wie auch unsere "Demokratie" funktioniert. Die Freiheiten, die wir unstrittig (im Vergleich zu manchem offen totalitären System) genießen, dienen letztlich nur dazu, dass wir keine anderen Probleme haben sollen als z.B. welches neue Auto wir besitzen wollen oder bei welchem Händler wir den neuen Kühlschrank kaufen sollen. Ein paar Spinner dürfen sich auch mit Politik beschäftigen - sie werden dann wahlweise in die linke oder rechte Ecke gestellt -, aber wehe das Volk würde wirklich aufbegehren, dann wäre es mit den Freiheiten ganz schnell vorbei. Und zur Zeit wird ja so manches vorbereitet, damit es dann im Ernstfall noch schneller geht. Und der Ernstfall könnte bei einem Zusammenbruch der Wirtschaft ganz schnell eintreten. Übrigens ist das auch einer der Gründe, warum Amerika ständig Krieg um Rohstoffe führt. Der amerikanische Mittelständler, der sozusagen die Säule des Volkes bildet, ist auch und in besonderer Weise Autofahrer. Die Tatsache, dass in den USA niemand irgendwelche Gestltungspläne für die Anlage von Städten, Neubaugebieten usw. hat und die Entfernungen dadurch auch noch unnötig groß sind ("wir haben ja genügend Platz"), sorgt dafür, dass das Auto noch unverzichtbarer ist als bei uns. Und nun stelle man sich einmal vor, der "normale" Ami könnte sich das Benzin nicht mehr leisten. Oder es würde so knapp, dass er nicht genügend abbekäme. Da wäre es mit dem Gleichmut gegenüber der Politik der eigenen Regierung schnell vorbei - bzw. mit dem unerschütterlichen Glauben an das Gute des amerikanischen Systems. Ein nationaler Aufruhr könnte die Folge sein. Die "Demokratie" würde sich verselbständigen. Das darf aus Sicht der Mächtigen auf keinen Fall passieren, denn das System hat schon lange wunderbar funktioniert, und die Reichen und Mächtigen möchten gerne noch lange davon profitieren.
Beitrag von Blaubeere / Veröffentlicht um 14:32 - 24.10.07
Gute Analyse, lieber "Rheinbogen".
Das ging mir auch schon desöfteren durch den Kopf. Das ganze System, die gesamte Lebensführung bei uns ist ja darauf eingestellt, den Bürger ständig auf Trab zu halten mit allerlei Kinkerlitzchen, damit wir ja nicht auf den Gedanken kommen, uns mit den wirklich wichtigen Sachen zu befassen. Und so verbringen wir dann viel Lebenszeit mit dem Verfassen der Steuererklärung, lassen uns zum Häusle-Kauf verleiten, damit wir uns "freiwillig" in Abhängigkeit von einer Bank begeben und dann ein halbes oder ganzes Leben brav das Darlehen abstottern, wühlen tagelang in Telefontarifen, um evtl. pro Monat 3,50 Euro zu sparen, usw. usf. Viele Jahre lang hatten die Gewerkschaften den Bossen so einige Zugeständnisse materieller Art abringen können, und daß man sich dem Osten gegenüber als das Paradies darstellen wollte, tat ein übriges dazu. Nun gut, die DDR samt dem "Ostblock" ist Geschichte, und allmählich testen die Mächtigen und Reichen, wie weit sie ihre damaligen Zugeständnisse zurückfahren können. Noch verharrt das Volk in relativer "Duldungsstarre", aber falls das Volk, "der große Lümmel", mal aufwachen sollte, will man SOFORT alle notwenigen Instrumente parat haben.
Zu Hopsicker: Großen Respekt zolle ich seinem Mut und seiner Akribie! Schade, daß er es (noch?) nicht in den Mainstream geschafft hat mit seinen Erkenntnissen, leider wäre dies noch ein notwendiger Schritt. Ich habe den Eindruck, die Tatsache, daß er noch lebt, beruht u.a. darauf, daß er zwar viele einzelne Beobachtungen und Indizien sammelt, aber wahrscheinlich noch keine "harten" Beweise hat, wie Dokumente oder gar Aussagen von Regierungs- und Geheimdienstmitarbeitern. Könnte er soetwas vorweisen, daß plötzlich ganz konkrete Personen ganz konkret kompromittiert wären, würde seine Luft wahrscheinlich sehr schnell bleihaltig werden. Aber so läßt man ihn noch gewähren. Das ist halt bürgerliche Demokratie - jeder kann erzählen was er will, weil und solange sich an den Machtstrukturen dadurch nichts ändert.
Beitrag von f. / Veröffentlicht um 22:22 - 24.10.07
@ Rheinbogen Danke, Rheinbogen!
Ausgezeichnete Skizzierung der augenblicklichen Situatioon - mein Kompliment! Gruß, f
Beitrag von Turbo / Veröffentlicht um 21:39 - 27.10.07
Liebe Mathias Bröckers, Andreas Böer, Rheinbogen und Blaubeere!
Euer aller "Lagefeststellung" ist zweifellos zutreffend. Soweit ich erkenne, sogar in allen Details. Auch Ihr, nebst meinereiner, werden "noch" geduldet; mir hatte "man" schon mal die "Folterwerkzeuge" der BRD-Guantànamo-"Freunde" gezeigt, sprich: Androhen von "Maßnahmen", wenn "unbotmäßig" und weiter an "falschen" Stellen "schnüffelnd".
Bin also von denen offiziell "eingenordet". Hab Pfötchen gegeben, Männchen gemacht - und die Chose niedriger gehängt. Also auf Nick-Bimbo abgefahren. - Altes Prinzip dabei: "Wirkung geht vor Deckung", wenn also die Deckung mies ist ...
Pulver trocken halten und Bereit sein. Alles Gute für Euch!
Dran bleiben, bitte. Für alle die, die keinen Mut bzw. keine vertiefenden Kenntnisse haben.
In diesem Sinne, Turbo.
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