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Hubert Fichte:
Hörwerke

Die große Edition seiner Hörwerke. Nur bei uns. 18 Stunden auf zwei MP3-CDs.
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Hörwerke von Hubert Fichte für 9.90 €

Auf der Hörbuch-Bestenliste 7/2006
„Ebenso luxuriöse wie fundierte Ausgabe.“
Christoph Schmitt-Maaß, Literaturkritik, 10.10.2010

Mammuthörwerk.
„Die Welt flattert in Fichtes Worten.
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Hubert Fichte
Hörwerke

SKU# 230011

Hubert Fichte: Die große Edition seiner Hörwerke. Nur bei uns. 18 Stunden auf zwei MP3-CDs. Nur 14,95.

Hubert Fichte war bereits Popliterat, als es diesen Begriff noch gar nicht gab. Er liebte die Provokation. Er machte kein Hehl aus seinen sexuellen Obsessionen, mischte die Genres, war multimedial präsent und erschloss der mit sich selbst beschäftigten deutschen Literatur der Nachkriegszeit die weitesten Horizonte. Er vertiefte sich in die brasilianische Candomblé-Religion oder eignete sich auf seinen ethnologisch-poetischen Forschungsreisen alle paar Tage ein neues kreolisches Idiom an …

Er hat sich existentiell auf das Fremde eingelassen, weil er wusste, dass es das Leben kosten kann, wenn man eine Sprache nicht beherrscht“ (Der Spiegel). „Was Fichte bei diesen für uns exzentrischen Religionen vor allem interessiert, ist das rauschhafte Ausleben der Sinnlichkeit“ (Rheinpfalz).

Die Zweitausendeins-Edition der Hörwerke Hubert Fichtes umschließt einen Zeitraum von 22 Jahren. Mit über 20 Stunden bietet sie einen sorgfältig edierten Querschnitt durch das ganze OEuvre Fichtes. Es ist eine Hörexpedition in ferne Länder. Ein Laboratorium der Empfindlichkeit. Ein Schreiben, das immer wieder sprechende Münder imitiert und oft nur in der akustischen Inszenierung lebt: In Romanen, Interviews, Monologen, Reiseberichten, Features, Lesungen.

Aus dem Inhalt: Hubert Fichte liest Die Uppsalafahrt, Die Blume von Saaron, Orest, Versuch über die Pubertät, Xango, Hotel Garni, Die Jungfrau Maria und ein Strauß Plastikblumen. Dazu der Reisebericht Die Ahuasca-Sucher, die Features und Hörspiele Der Platz der Gehenkten, „Romy und Julius, Gesprochene Architektur der Angst, San Pedro Claver, Ehen in New York, Weihnachten in Afrika, Ich sterb vor Durst an der Quelle u.a.

Hubert Fichte „Hörwerke“. Gesamtspielzeit 18 „Hörsternstunden“ (Welt am Sonntag). 2 MP3-CDs. Nur bei uns.


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Pressestimmen

Auf der Hörbuch-Bestenliste 7/2006
„Ebenso luxuriöse wie fundierte Ausgabe.“
Christoph Schmitt-Maaß, Literaturkritik, 10.10.2010

Mammuthörwerk.
„Die Welt flattert in Fichtes Worten. aus diesem Flattern wurde eine grandiose Weltbeschreibung zu inneren und äußeren Kontinenten, beredte, stumme Texte, die man in einem Mammuthörwerk erleben kann, das bei Zweitausendeins erschienen ist … Eine der schönsten Gaben zu Hubert Fichtes 20. Todestag und Leonore Maus 90. Geburtstag.“
Sigrid Gaisreiter, Listen, 18.10.2006

Glücksmöglichkeiten.
„Es gibt wohl keinen Autor, für den das Radio so sehr im Mittelpunkt seiner Arbeit stand wie für Hubert Fichte. Schreiben und Funksendungen machen waren ihm zwei ‚Glücksmöglichkeiten‘. Im Schnitt alle sechs Wochen hat er ein Radiofeature produziert und sich dabei keineswegs nur auf Literarischen beschränkt, sondern auch Reisereportagen, Sozialrecherchen und O-Ton-Collagen geliefert. Bei Zweitausendeins gibt es jetzt immerhin 18 Stunden Hörwerke … Wie üblich in der verdienstvollen Hör-Reihe gibt es dazu ein schön gestaltetes Buch mit vielen Fichte-Zitaten und Bildmaterialien.“
Das Magazin 1.9.2006

Liebevoll gemacht und so gut wie geschenkt.
„Hubert Fichte: Reporter, Beobachter, Welt-Erkunder, ein Zertrümmerer der Welt in kleinste Fragmente, aus denen er vibrierende Mosaike schuf, grandiose Landschaften, in denen sich in barocker Manier alles in allem spiegelte … Das Herzstück der Zweitausendeins-Edition ist ein Hörspiel, das Peter M. Ladiges 1976 für den SDR inszenierte. San Pedro Claver, der Titelheld, war ein spanischer Jesuitenpater, der in Kolumbien schwarzafrikanischen Sklaven nicht nur menschlich behandelte, sondern sich bis ins Innerste mit ihnen solidarisierte - Gegenfigur schlechthin zur brutalen Kolonialisierung und Ausbeutung ganzer Kontinente. „San Pedro Claver“ verrät diskret etwas über Fichtes eigene Sehnsucht, über das, was er jenseits von Europa suchte, das Einfache, das vielfach Ritualisierte - und noch einmal: in der größtmöglichen Bewegung zum Fremden hin die plötzliche Spiegelung und das Finden von Bildern, Bildern und Sprache. Bernhard Minetti, Matthias Ponnier, Christian Brückner und der alte Fritz Rasp gehörten zur Crew … Die beiden MP3-CDs, Hubert Fichte: Hörwerke, stecken in einem liebevoll gemachten 60-Seiten-Büchlein und lassen sich bekanntermaßen nicht auf jedem CD-Player abspielen. Erschienen sind sie bei 2001 und kosten 29 Euro 95 - für 18 Stunden Hörbuch ist das so gut wie geschenkt.“
Klaus Leymann, WDR 3, 26.8.2006

Der Kulturzeit-Hörbuchtipp im August 2006.
„Hörbuch heißt ‚double your time‘ - sagt man. Also vielleicht: Sieh’ Dich um und hör’ gleichzeitig zu, was andere zu erzählen haben - in Romanen, Reiseberichten, Hörspielen. Hubert Fichte hat all diese Formen genutzt, mit der Besessenheit dessen, der mit sich selber nicht im Reinen ist. Er trennt Literatur und Reportage kaum. Er schaut auf alles mit der Genauigkeit eines Ethnologen: auf Haiti, auf die Algerier in Paris oder auf Haiti wie auf das Gammler-Milieu von St. Pauli und die Kneipe, der er seinen Roman "Palette" widmet. So klingt er Mitte der 60er Jahre. Dann folgen immer neue Themen und Masken. Hubert Fichte ist von Voodoo fasziniert. Er zeigt sich als Halbjude, als Waise, als Exot. Heute würde er vielleicht als ‚Pop-Literat‘ gelten.     Er reist, weil er sich selbst nicht genug ist, und er misst sich an allem, was er findet. Manchmal werden Wortkaskaden daraus, manchmal nüchterne Reportagen. Die Themen sind wie von heute: Dritte Welt, Hamburg im Krieg, Immigranten in Europa, Randgruppen vor der Haustür. Nur einer Rolle bleibt er immer treu: der des Homosexuellen, der sich nicht verstecken will. 18 Stunden Material aus 20 Jahren, Lesungen aus den Romanen, Hörspiele, Radiofeatures, Reiseberichte, detailliert nachgewiesen und ausführlich und eigenwillig kommentiert.“
3sat Kulturzeit, 18.8.2006

Das Fichte-Bild wird erweitert.
„Fichte, der Halbjude, der von Hans Henny Jahnn getätschelte Kinderstar. Der empfindsame Exzentriker, der schwule Religionsethnologe. Jetzt, 20 Jahre nach Fichtes Tod, gibt das dicke Album ‚Hörwerke 1966–86‘ die Chance, sich Fichte neu zu nähern - und prompt klingen alle Etikettierungen des Autors hohler denn je. So, als hätten sie die Sachlichkeit, ja Kühlheit der Texte grell übertünchen sollen. Das Album erweitert das Fichte-Bild schon deshalb, weil es von 160 halb vergessenen Radioarbeiten Fichtes in 18 Stunden einen guten Querschnitt an Lesungen, Hörspielen und Features zugänglich macht … Das Album bietet ja viel. Und es überrascht, weil Fichte eben nicht als Exzentriker daherkommt … Da ist viel Sex und Gewalt, viel Irrtum und stilles Erkennen. Es sind einfache, harte Lebensgeschichten, oft nur Stücke davon, wie die Beobachtung des schönen und grausamen Straßenlebens in Marrakesch. Die Mischung bringt das wesentliche zum Vorschein: eine erstaunliche Ruhe, die über all den wilden Geschichten liegt.“
Wilhelm Trapp, Die Zeit, 20.7.2006

„20 Hör-Sternstunden.“
Volker Corsten, Welt am Sonntag, 9.7.2006

Exzessiven Erfahrungen.
„Hubert Fichte tauchte immer wieder tief ein in die Kulturen, für die er sich interessierte, sei es der Alltag in fremden Ländern oder die Underground Szene der Hamburger, Pariser und New Yorker Lebenskünstler. Seine teils exzessiven Erfahrungen verarbeitete er in Hörspielen, Lesungen, Features, Interviews, Satiren, Stimmcollagen und Reiseberichten … Fichtes sachlicher, forschender Ton, seine kurzen Sätze erleichtern die Beschäftigung mit dem umfangreichen Werk.“
dpa, 3.7.2006

Fichtes faszinierende Stimme.
„Hubert Fichte hat ca. 160 Sendungen für den Funk geschrieben. Damit gehörte er über 20 Jahre lang zu den prominenten Feature- und Hörspielautoren, der - und das spricht für das Rückrat der verantwortlichen Redakteure - der westdeutschen Gesellschaft erste Einblicke in afroamerikanische Religionen und Homosexualität in der Literatur eröffnete. Von 1978 bis zu seinem Tod 1986, als er am Abschluss seines Riesenromans ‚Die Geschichte der Empfindlichkeit‘ saß, finanzierte der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch Aufträge quasi diese Arbeit. Man muss den Herausgebern und dem Verlag danken, endlich diese Archivschätze zugänglich gemacht zu haben, eine extrem aufwändige Arbeit. Das Booklet ist liebevoll gestaltet, zuweilen prunkt es mit verspieltem Spleen … Die Stimme Hubert Fichtes, die in fast allen Produktionen zu hören ist, übt einen Sog aus. Als Person wirkte er, so berichtet der Kritiker Peter Laemmle, manchmal verstörend. Es mag dies an dieser faszinierenden, gleichermaßen brüsken wie anziehenden Stimme gelegen haben.“ Martin Zeyn, Bayern2Radio, 12.6.2006 "