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Marc Fischer:
Hobalala

Auf der Suche nach der brasilianischen Musiklegende Joao Gilberto.
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Marc Fischer
Hobalala

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Wo ist der Mann von Ipanema? Auf der Suche nach João Gilberto und dem Herz des Bossa Nova. Von Marc Fischer. Rogner & Bernhard.

„Eine große und großartige Reportage“ (Die Welt).

Er gilt als Jahrhundertgenie und machte Ohrwürmer wie „Girl from Ipanema“ und „Desafinado“ berühmt. Heute lebt er in der totalen Zurückgezogenheit eines Apartments. Zu João Gilbertos 80. Geburtstag am 10. Juni hat sich Marc Fischer auf eine detektivische Spurensuche gemacht.

Anfang der fünfziger Jahre zieht João Gilberto aus der Provinz nach Rio - fast über Nacht wird er dort zu einer lebenden Legende, zum Gershwin Brasiliens. Mit Stan Getz am Saxofon spielt Gilberto das Album „Getz/Gilberto“ ein, der sehr rasch zu einem der großen Klassiker der modernen Musikgeschichte avaciert. Dann, 1964, legt Gilberto noch einen drauf: Er erfindet die brasilianische Samba als Bossa Nova neu. Und mit „Girl from Ipanema“, gesungen von Ehefrau Astrud, gelingt ihm ein Welthit, der zu den meistgecoverten Songs aller Zeiten gehören dürfte. Damals sind nur die Beatles im Musikgeschäft weltweit erfolgreicher. João Gilbertos Gitarren-Beat, sein fast flüsternder, melancholisch gefärbter Gesang schufen den Sound, den man seither mit Sonne, Strand und brasilianischer Coolness verbindet.

Heute, 50 Jahre später, lebt Gilberto zurückgezogen in seinem Apartment. Der Unnahbare gibt keine Interviews mehr und nur noch sehr selten Konzerte - in totaler Stille. Niemand wagt ein Räuspern oder Hüsteln, weil er seinen Auftritt dann sofort abbricht. João Gilberto gilt als Exzentriker und Magier, „João ist gefährlich. Es ist etwas Dunkles an ihm. Er verändert alle Menschen, die mit ihm zu tun haben“, sagt der große alte Roberto Menescal, der mit Gilberto einst nächtelang durch die Bars, Clubs und Wohnungen von Copacabana zog. „Er ist ausgebrannt, am Ende“, sagen die einen, „er spielt besser denn je“, die anderen. Er soll eine seltsame Religion praktizieren, mit Toten sprechen.

Marc Fischer ist Gerüchten und Legenden nachgegangen, hat alte Weggefährten aufgespürt und die Geschichte eines erstaunlichen Lebens erfahren. Sein Buch versucht das Rätsel Gilberto zu lösen. Eine Reise ins Herz des Bossa Nova.

Marc Fischer sollte die Veröffentlichung seines Buches nicht mehr erleben. Am 2. April 2011 ist er überraschend in Berlin gestorben. Er wurde 40 Jahre alt.

Frankfurter Rundschau: „Marc Fischer ist tot - und weil keiner dabei war, können wir nicht sagen, wie es dazu kommen konnte. Sicher ist nur, dass es falsch ist und unendlich traurig. Er hat immer wieder für diese Zeitung geschrieben, fürs Feuilleton, für den Reiseteil. Es waren unverhoffte, unwiderstehliche Reportagen, perfekter Journalismus, der immer einen Überschuss hatte: einen literarischen Ton und eine Schönheit, die ohne Haltung und Moral nicht zu haben ist.“

Der Spiegel: „Mit Björk kletterte er aufs Dach, statt über Lenny Kravitz schrieb er über Gott und den Teufel: Marc Fischer war der Inbegriff des Popjournalisten - mit ihm trat eine ganze Autorengeneration aus dem Off ins Rampenlicht.“

Die Welt: „Im Journalismus gibt es nicht mehr viele Leute, die einfach irgendwohin aufbrechen, ohne einen Dienstreiseantrag gestellt und Tagessätze durchkalkuliert zu haben - und wir festangestellten Redakteure, die wir mehr denn je unsere Budgets im Blick haben müssen, überlegen uns die Sache lieber dreimal. Es gibt so viele Textsorten, die sich mühelos am Schreibtisch fabrizieren lassen: Thesenstücke zum Beispiel, kluge Kommentare, welche die Welt plötzlich wie eine kugelförmige Zweitausgabe des eigenen Gehirns erscheinen lassen. Sich auf die Suche zu machen nach etwas, von dem man noch gar nicht weiß, was es ist und ob es überhaupt existiert, mit der einzigen Hoffnung, eine erzählenswerte Geschichte mit nach Hause zu bringen - dieses Risiko, das amerikanische Reporter des zwanzigsten Jahrhunderts wie Gay Talese als ihr Element verstanden, nimmt im Deutschland des einundzwanzigsten Jahrhunderts kaum noch ein Medienmensch auf sich.

Für seine letzte große Geschichte ist der Berliner Autor Marc Fischer nach Brasilien verschwunden, für fünf Wochen war er dort, und er suchte ausgerechnet nach einem Mann, der sich das Verschwinden zur Lebensaufgabe gemacht hat: Der heute fast achtzigjährige Gitarrist und Sänger João Gilberto.“

Marc Fischer „Hobalala“. 8 Bilder. 220 Seiten. Fester Einband. Rogner & Bernhard.


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