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Pressestimmen
Brehm als naturkundliche Beobachter und Chronist.
„Das Gemeinschaftswerk von Hanna Zeckau und Carsten Aermes will mehr als ein Lesebuch sein, das den Erzähler oder Literaten Brehm wiederentdeckt. Es nimmt ihn als naturkundlichen Beobachter und Chronisten ernst, es erhebt einen wissenschaftlichen Anspruch … Weil der Anspruch ein wissenschaftlicher ist, stammt das Vorwort nun auch von einem Evolutionsbiologen: Geschrieben hat es Josef H. Reichholf, diesjähriger Sigmund-Freud-Preisträger, Ökologe und Zoologe an der Staatssammlung in München. Wenn sich sonst Forscher in die Nähe von Brehm begaben, dann nur im Modus der Distanzierung; Reichholf dagegen kommt in den einleitenden Seiten über das Phänomen des Aussterbens ganz ohne Seitenhiebe aus. Brehms Texte bleiben unangetastet, nur die Artbezeichnungen wurden, soweit notwendig, auf den aktuellen Stand gebracht. Drei wirklich fantastische Zugaben gibt es außerdem: Erstens Bildlegenden zu jeder Art, die in Symbolen Lebensraum, Nahrung, Größe, Verbreitungsgebiete und Ursache des Aussterbens vor Augen führen. Eine kleine Motorsäge zeigt etwa als Grund die ‚Zerstörung des Lebensraums‘ an, Mikroben ‚eingeschleppte Krankheiten‘. Zweitens finden sich drei große Übersichtskarten zu den ausgestorbenen Arten, drittens siebzig farbige Bildtafeln, die im Berliner und Wiener Naturkundemuseum nach Sammlungspräparaten angefertigt worden sind.“
Julia Voss, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.1.2008
Prächtig: Ein augenzwinkernder Dialog mit Brehm.
„Auf den ersten Blick folgt dieses Lexikon einer klassizistischen Inszenierung. Bei näherer Betrachtung ist es ein augenzwinkernder Dialog mit Brehm und seiner Zeit. Reizvolle visuelle Ebenen treten zutage: die der Illustrationen und der grafischen Details. Druckmöglichkeiten werden raffiniert ausgenützt in dezent-farbigen Linien und Texten; Abbildungen und Infografiken wirken prächtig dazu. Das Zusammenspiel von Typografie, Farbe, Illustrationen, Linien und Papier ist graziös. Der Einband im dunklen Leinen, die Prägung darauf, das kontrastierend bedruckte Vorsatz und die Farben im Buch harmonieren. Alles scheint zu stimmen. Man bekommt Lust, sich lange mit Brehms verschwundener Welt zu beschäftigen.“
Wim Westerveld, Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, 6.12.2007
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