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Unter dem Pflaster ist der Strand - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1975.
Spr.: D. 99 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
Bestellnr. 895250

 
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Unter dem Pflaster ist der Strand - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1975. für 7.99 €

Unter dem Pflaster ist der Strand - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1975.

SKU# 895250

Grischa und Heinrich sind zwei Theaterschauspieler. Als sie versehentlich in den Umkleideräumen eingeschlossen werden, verbringen sie gemeinsam die Nacht. Als sie sich einige Tage später wieder treffen, schlafen sie miteinander, und übermütig sagt Heinrich, er möchte ein Kind haben. Sie werden ein Paar. Doch der Beziehungsalltag frisst sie langsam auf, und dann ist Grischa schwanger. Bundesfilmpreise in Gold für die Besten Hauptdarsteller. Eindringlich geht Sanders-Brahms der Frage nach, was denn die vermeintlich revolutionären 1960er-Jahre wirklich an Veränderungen gebracht haben. Drama mit Grischa Huber, Heinrich Giskes, Ursula von Berg, Heinz Hoenig u.a. Regie: Helma Sanders-Brahms.

Spr.: D. 99 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1974
Produktionsfirma: Helma Sanders Prod.

Darsteller: Grischa Huber (Grischa), Heinrich Giskes (Heinrich), Ursula von Berg, Gesine Strempel, Traute Klier-Siebert, Barbara Finkenstädt, Heinz Hoenig, Günter Lampe

Produzent: Helma Sanders

Regie: Helma Sanders

Drehbuch: Helma Sanders

Kamera: Thomas Mauch

Unsere Filmempfehlung aus der Merkmail:
Der Titel des Films beruht auf einem Sponti-Spruch der 68er-Bewegung. In Frankreich lautete er "Unter dem Pflaster, der Strand" und ein von Daniel Cohn-Bendit 1976 herausgegebenes linksgerichtetes Frankfurter Stadtmagazin nannte sich "Pflasterstrand". Die bei den Demonstrationen herausgerissenen Pflastersteine dienten als Wurfgeschosse gegen die Machthaber und gaben gleichzeitig den Blick auf ein Darunter – eine Unebenheiten ausgleichende Sandschicht – frei. Natürlich drückt sich in dem Leitsatz eine Sehnsucht aus: Hinter der Ordnung, die zerstört werden soll, verbirgt sich eine Natürlichkeit, eine Ursprünglichkeit. Helma Sanders-Brahms übernahm den Spruch und lieferte eine zeitgenössische Bestandsaufnahme der Verhältnisse der Bundesrepublik und vor allem der linken Szene. Als ich den Film das erste Mal sah, kam mir immer wieder ein zweiter in den Sinn: Alexander Kluges "Abschied von gestern" (1966). Fast zehn Jahre nachdem Alexander Kluge und seine Schwester Alexandra als Anita G. die Lage der Frau in der Bundesrepublik untersuchten und die Aufbruchsstimmung der Zeit vorweggriffen, analysiert Sanders-Brahms erneut die Situation und zeigt, wie wenig die 68er-Revolte verändert hat. Wie Anita G. kämpft die Protagonistin Grischa gegen die festgelegten Rollen der Frau, interviewt Arbeiterinnen vor den Fabriktoren und scheitert beim Versuch, etwas zu bewegen. An ihrer Seite ist Heinrich, der um die verlorenen Utopien der 68er trauert, aber selbst nichts bewegt. Zusammen sind sie weniger allein, aber sie gehen sich nach und nach gehörig auf die Nerven. Für ihr großartiges Spiel wurden die Schauspieler Grischa Huber und Heinrich Giskes mit den Bundesfilmpreisen in Gold für die Besten Hauptdarsteller geehrt. Eine Ehrung, die dem Film nie zuteil wurde, so dass er heute fast vergessen scheint. Die Wiederentdeckung lohnt sich, am besten im Doppel mit "Abschied von gestern".


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